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Antworten zu Thema: Gruppenszene: Listen to her howlin' roar
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Themenübersicht (Neueste zuerst)
Geschrieben von Freyja Winters - 16-04-2026, 21:01
Dass diese Reise anstrengend werden würde, war der jungen Brünetten natürlich von Anfang an bewusst gewesen. Was ihr jedoch mittlerweile Tag für Tag den letzten Nerv raubte, war die Tatsache, dass sie bisher noch kein einzigen Hinweis gefunden hatten. Nichts. Gar. Nichts. Nicht mal eine kleine Schuppe oder Kralle, die - mit viel Fantasie - auch irgendeinem anderen Tier gehören konnte. Sie wanderten tagein, tagaus durch das Dickicht des Waldes, schliefen jede Nacht unter den Sternen und kauten auf ihrem zähen Dörrfleisch herum, doch dem Drachen waren sie gefühlt kein Stückchen näher gekommen. Es war frustrierend. Bis heute Abend.
Aufgeregt lagen ihre glänzenden Augen auf Séan, der sich wieder einmal mit voll aufgeplusterter Brust hoch hinaus schwang und dabei nur ein Augenrollen von den restlichen Abenteurern erzeugte. Freyja grinste und versuchte nicht zu offensichtlich zu machen, dass sie sein Gehabe äußerst amüsant fand. Für den Moment überschattete sein Gebaren beinahe die Tatsache, dass sie vielleicht wirklich endlich etwas gefunden hatten. Aber nur sehr kurz. Freyja war kurz davor die Hände jauchzend in die Höhe zu recken und siegessicher von einem Fuß auf den anderen zu springen, hielt sich jedoch noch zurück. Noch ehe sie etwas sagen konnte, drückte ihr Rowan die ledernden Zügel seines Pferdes in die Hand, was die Dunkelhaarige sofort aus ihren Tagträumen riss. Gedankenverloren strich sie dem Tier über die weiche Stirn und lehnte sich mit ihrem Körpergewicht ein wenig gegen den braunen Hengst. Sie hatte ihn mittlerweile ungewöhnlich doll ins Herz geschlossen, obwohl sie noch nie auf ihm geritten war. Aber irgendwie hatte sie das Gefühl, dass sie sich mit dem Pferd genauso gut verstand, wie mit Rowan. Wenn nicht sogar noch besser.

"
Vielleicht sollten wir uns etwas aufteilen und die Lichtung genauer in Augenschein nehmen?
", schlug sie vor und wollte sich damit auf die Seite von Rowan stellen. Er hatte nämlich grundsätzlich Recht, auch wenn sie keine Befürworterin von Schwarzmalerei war. Und sie konnte Séan nicht leiden. "
Ich hoffe nicht, dass das hier Menschen waren
", murmelte sie leise und drehte sich dabei ein wenig zu Mira, die in ihrer Nähe stand. "
Alles gut bei dir?
", fragt sie die Rothaarige und schenkte ihr ein freundliches Lächeln.
Geschrieben von Rowan Fraser - 13-04-2026, 22:02
Auch wenn Rowan es gewohnt war, lange Strecken auf dem Rücken eines Pferdes zurückzulegen und mitunter mit vielen Entbehrungen zu leben, so steckte ihm der letzte Reisemonat doch irgendwie in den Knochen. Das Wetter forderte seinen Tribut und von einem Drachen war weit und breit nichts zu sehen gewesen, nicht einmal die leiseste Ahnung wies auf die Existenz eines jenen hin. Und auch wenn der Fraser oftmals gern nach der Prinzip "Der Weg ist das Ziel" lebte, so konnte er nicht leugnen, dass ihn die gegenwärtige Situation frustrierte. Es war ein Frust, den er normalerweise niemandem zeigte und der sich eher mit einer Axt in einem Baumstamm beim Holzhacken entlud, als dass ihn eine Person zu spüren bekäme, aber als sie auf die Lichtung trafen und Séan Canonach zu einer seiner "berühmten" Reden ansetzte, da wurde sein Geduldsfaden mit einem Mal hauchzart. Wann genau hatte man den Typen eigentlich zum Anführer ihrer Gruppe ernannt? Kopfschüttelnd zog Rowan sein Pfeife aus dem Mundwinkel, an der er zuvor noch gezogen hatte und drückte wie selbstverständlich Freya die Zügel von Sandokan in die Hand, ehe er sich Séan näherte.

"Bis zu dem Augenblick, als du angefangen hast von Aufregung zu reden, war hier grad alles noch ganz ruhig." Rowans Ton war rau, vielleicht etwas schärfer als er sein sollte, aber er hatte diese Möchtegern-Häuptlinge bis oben hin gefressen. Keine Ahnung von Strategie oder Kriegsführung, sich aber aufspielen als hätte man die Zügel im Griff, auch wenn der Gaul schon mitsamt Zaumzeug und Sattel über alle Berge war. Letzteres war er von dem Canonach ja schon aus der Vergangenheit gewohnt. Zwar hatte er gehofft, dass ihm auf diese Reise seine Gegenwart erspart bleiben würde, aber die Große Mutter hatte es nicht gut mit ihm gemeint. "Das Feuer hier können genauso gut Menschen gelegt haben." Mit einem etwas unsanften Ruck zog er den Gleichaltrigen von dessen selbstgewählten Podest herunter, ehe er die Arme vor der Brust verschränkte.
Geschrieben von Ivar Lorenson - 11-04-2026, 08:54
Ah ja, jetzt würde es gleich wieder anfangen. Immer, wenn sich Sean zu irgendwelchen Reden aufschwang, auf die sowieso keiner hörte (zumindest gingen sie bei Ivar immer in ein Ohr rein und aus dem anderen wieder raus), war es nur eine Frage der Zeit, bis Rowan einschritt. Ivar fand das amüsant, weil er keinen Finger rühren musste, damit sich beide an die Gurgel gingen - und das, obwohl er wirklich keinen von beiden leiden konnte.
Vielleicht war er auch einfach gut gelaunt, weil sie endlich, endlich was Handfestes gefunden hatten. Eigentlich hatte der Söldner den Glauben an die Gruppe verloren. Man sollte meinen, dass ein Haufen zusammen gewürfelter Bürger es irgendwie auf die Reihe bekommen musste, ein riesiges Viech aufzuspüren, aber je länger er mit ihnen unterwegs war, desto mehr hatte er das Gefühl, dass viele von ihnen erwarteten, man würde ihnen einen Drachen auf dem Silbertablett servieren. Abenteuer und Begeisterung für ausgedachte Legenden trieben sie an, als wäre die Drachenjagd ein schöner Spaziergang aus dem tristen Alltag heraus. Ihm lag auf jeden Fall etwas an der ausgeschriebenen Belohnung, aber mit jedem Tag fragte er sich öfter, ob er nicht sein Gold aus dem Fenster geworfen hatte, statt es in Reichtum und Lagerfeuergeschichten zu investieren.

Mit Abstand zu Sean und dem Baumstumpf stand er mit breiten Beinen und gekreuzten Armen vor der Brust im Mondlicht, die Zügel seines Pferdes in einer Hand. Der Geruch nach verbranntem Holz ließ Pferd unruhig mit den Hufen schaben, die Nasenflügel aufgebläht. Ivar nahm das als Anreiz, die Zügel an einen Ast zu binden und sich, während die anderen fröhlich rum diskutierten, den schwarzen Bäumen zu nähern und im Dunkeln nach einem Anhaltspunkt zu suchen, wie der Brand ausgebrochen war. Auch wenn es für ihn nicht so aussah, als wäre ein Lagerfeuer Grund für dieses Flächenbrand, wollte er sich doch zumindest vom Gegenteil überzeugen.
Geschrieben von Mira Falren - 08-04-2026, 21:10
Listen to her howlin' roar
Metal under tension
Mira rührte sich nicht, als Séan zu sprechen begann. Seine Stimme trug weit über die Gruppe, durchschnitt das leise Murmeln, doch sie blieb dort, wo sie war, ein Stück hinter den anderen, nah genug, um jedes Wort zu hören, und doch weit genug entfernt, um nicht aufzufallen. Unauffällig hatte sie sich in die Nähe von Freya und Rowan gehalten, nicht direkt an ihrer Seite, aber so, dass sie ihre Bewegungen jederzeit im Blick behalten konnte. Es war kein Zufall, sondern Gewohnheit, Nähe zu suchen, ohne sie sichtbar zu machen, Sicherheit zu wahren, ohne danach greifen zu müssen. Während seine Worte von Hoffnung, Gold und Ruhm sprachen, glitten sie an ihr vorbei, ohne wirklich Halt zu finden. Mira atmete leise durch, langsam und bewusst, als müsste sie die Unruhe in sich selbst erst ordnen. Sie hatte nie wirklich an Drachen geglaubt, Geschichten blieben für sie Geschichten, zu oft hatte sie gesehen, wie leicht Menschen sich von ihnen mitreißen ließen, und doch zog es ihren Blick unweigerlich zur Lichtung hinter ihm. Die verkohlten Bäume wirkten falsch, das Schwarz fraß sich unnatürlich durch die Rinde, als hätte das Feuer selbst einen eigenen Willen gehabt. Ohne sich zu bewegen, ließ sie ihren Blick darüber wandern, suchte nach Mustern, nach Spuren, die mehr verrieten als Worte es je könnten, achtete auf die Ausbreitung, die Höhe der Schäden, darauf, wie das Feuer gewütet haben musste. Beinahe nebenbei glitten ihre Finger zu ihren Dolchen, ein kurzer, prüfender Druck gegen das vertraute Leder, das beruhigende Gewicht an der richtigen Stelle, bevor sie die Hand wieder sinken ließ, als wäre nichts gewesen. Ihr Blick huschte zu Freya und weiter zu Rowan, nur für einen Moment, doch lang genug, um sich selbst daran zu erinnern, dass sie nicht allein war. Wenn es zu einem Kampf kam, würde sie sie nicht im Stich lassen, auch wenn sie wusste, dass sie selbst keine Kämpferin war, dass sie im offenen Gefecht eher im Weg stehen würde, langsamer, ein Risiko für die anderen. Also blieb sie ruhig, beobachtete weiter, zählte unbewusst Abstände, suchte nach Wegen, nach Positionen, die ihr erlaubten, zu reagieren, bevor es nötig wurde. „Das schaffe ich schon…“, murmelte sie kaum hörbar vor sich hin, mehr ein leiser Anker als wirklicher Mut, während sie ihre Finger zwang, still zu bleiben. Schlimmer als ihr Vater konnte es nicht werden.

Zusammenfassung

-Mira hält sich im Hintergrund der Gruppe und bleibt bewusst unauffällig, positioniert sich jedoch in der Nähe von Freya und Rowan
-Ihr Fokus liegt auf der Lichtung und den abgebrannten Bäumen, die sie aufmerksam und analytisch mustert
-Sie achtet auf Details wie Ausbreitung des Feuers und mögliche Ursachen, ohne sich dabei sichtbar zu bewegen
-Unauffällig überprüft sie ihre Dolche, um im Notfall vorbereitet zu sein
-Mira ist sich bewusst, dass sie im offenen Kampf keine Hilfe wäre und eher ein Risiko darstellt
- Dennoch ist sie entschlossen, die Gruppe nicht im Stich zu lassen, falls es dazu kommt
- Stattdessen konzentriert sie sich darauf, gute Positionen, Fluchtwege und potenzielle Hinterhalte im Blick zu behalten

Geschrieben von *Séan Canonach - 08-04-2026, 19:31
Listen to her howlin' roar
Metal under tension

"Hört mal zu, Leute!", donnerte seine Stimme über die Anwesenden und versuchte sie so zur Ruhe zu bringen. Der Tag war lang, Stunden sind ins Land gezogen, ohne, dass es einen Hinweis gegeben hatte. Bis jetzt. Nachdem sie schon einen ganzen Monat unterwegs waren ohne auch nur irgendein kleines Detail, war das Grund zu hoffen. Auf das große Gold. Oder auf den Ruhm, der unweigerlich folgen würde, wenn sie erfolgreich nach Hause kehrten. Auch wenn dieses 'nach Hause' für sie alle eine unterschiedliche Bedeutung hatte. Jeder hier verfolgte seine eigenen Ziele, erhoffte sich seine ganz eigene Zukunft nach diesem Abenteuer. Für Séan selbst bedeutete es endlich gesehen zu werden. Mehr, als bisher. Mehr, als nur ein Name in einem Lied eines Barden zu sein. Séan wollte seine Zeit überdauern, wollte mehr sein, als nur die Zeitspanne seines kurzen unbedeutenden Lebens.

"Wir dürfen jetzt nicht in Aufregung verfallen. Lasst uns einen kühlen Kopf bewahren", bat er die Gruppe und schwang sich auf einen kleinen Baumstumpf, um sich über die Gruppe von Abenteurern zu erheben. Niemand sonst hatte die Position des Anführers übernehmen wollen, also tat er es. Es lag ihm. Er war gut darin, große Reden zu schwingen und die Motivation am abendlichen Lagerfeuer wieder aufzubauen... Doch niemand wusste, ob er auch gut darin sein würde die Gruppe zu führen, wenn es wirklich um etwas ging.

Während seine eigenen dunklen Augen über die Gruppe glitten, befand sich in seinem Rücken eine Lichtung. Es war dunkel, doch der Mond bot genug Licht, um zu sehen, dass hier etwas geschehen war. Etwas, was nicht von Menschenhand gemacht worden war. Mehrere Bäume kokelten noch leicht, waren teilweise komplett schwarz und abgestorben. Als hätte es hier vor gar nicht allzu langer Zeit gebrannt. Es waren die ersten Hinweise nach so langer Zeit, dass gar nicht in Betracht gezogen wurde, dass auch Menschen ein Feuer legen könnten...
Was er auch nicht bedacht hatte war der Umstand, dass eigentlich gerade nicht er der Anführer dieser kleinen Gruppe war. Aber die Art des Frasers war ihm ohnehin gegen den Strich gegangen und Séan ging einfach davon aus, dass der Mann sich überrumpeln lassen würde. Überhaupt war er ja ohnehin viel erfahrener.


Zusammenfassung


- gepostet wird mit Kurzposts, max. 2000 Zeichen, gerne weniger
- am Abend des 13.11.1016 ist die Gruppe auf eine Lichtung mit abgebrannten Bäumen gestoßen
- Séan versucht eine kleine Rede zu halten, es soll jetzt gemeinsam besprochen werden, wie weiter vorgegangen wird