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Aren't you tired trying to fill that void? - Druckversion +- Facing the Storm (https://facingthestorm.de) +-- Forum: Was einst geschah (https://facingthestorm.de/forumdisplay.php?fid=24) +--- Forum: Was längst vergessen war (https://facingthestorm.de/forumdisplay.php?fid=32) +---- Forum: Inplay (https://facingthestorm.de/forumdisplay.php?fid=37) +----- Forum: August 1016 ndV (https://facingthestorm.de/forumdisplay.php?fid=87) +------ Forum: Walleydor - Das Frühlingsland (https://facingthestorm.de/forumdisplay.php?fid=112) +------ Thema: Aren't you tired trying to fill that void? (/showthread.php?tid=126) Seiten:
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RE: Aren't you tired trying to fill that void? - Aleena Stelhammer - 08-07-2024 Doch hier und jetzt, gemeinsam auf diesem Bett sitzend und Zugeständnisse machten, das gab ihr Hoffnung. Hoffnung darauf, dass es irgendwann ein wenig anders sein würde. Es würde nie die romantische Beziehung voller Liebe und Zuneigung sein, aber von diesem Bild hatte sich die junge Frau sowieso schon längst verabschiedet. Sie war vor vier Jahren mit einem harten und lauten Knall auf dem Boden der Realität angekommen und versuchte nun eben das Beste daraus zu machen. Aber trotzdem musste sie sich ehrlicherweise eingestehen, dass dieser Versuch irgendwie erst in den letzten gestartet wurde. Nie hatte die Blondine wirklich versucht ein Teil der Winterländer zu werden. Immer hatte sie doch insgeheim gedacht, dass ihr das Alles zuwider war. Bis vor ein paar Tagen. Bis sie festgestellt hatte, dass in ihr mittlerweile etwas mehr Winterländerin steckte, als in den letzten Jahren. Und jetzt würde sie endlich den Versucht starten ihr Bestes zu geben. Erst jetzt schien sie sich auf etwas anderes konzentrieren zu können, das nicht mit ihrem eigenen Heimweh zu tun hatte. Sie war bereit endlich etwas dafür zu tun. Für sich. Für diese Ehe. Und hoffentlich für die Kinder, die sie irgendwann gemeinsam zeugen würde. Für die würde sie sich besonders anstrengen! "Es müssen gar nicht viele sein", erklärte sie leise und wendete den Blick ihrer blauen Augen in das heute gar nicht so unergründliche Gesicht ihres Mannes. "Briefe, meine ich", fügte sie schnell hinten an und blinzelte ihm ein paar Mal entgegen. "Das würde mir meine Sorge auf jeden Fall nehmen", gestand sie ein und nickte bestätigend. Dass er das von sich aus vorgeschlagen hatte war ein so großer Schritt, wie sie ihn in den letzten vier Jahren nicht gegangen waren. Und auch, wenn es nur ein einziger Brief mit einer einzigen krakeligen Zeile sein würde - Aleena würde sich darüber freuen. "Also...", fing sie nun etwas befreiter an zu reden und konnte sich ein sanftes Grinsen nicht verkneifen. Sie wollte das Thema von kurz vorher noch einmal aufgreifen, weil sie das so nicht stehen lassen konnte. "Es tut mir leid Dich enttäuschen zu müssen, aber trotz der Sorgen, die ich mir gemacht habe, hatte ich hier eine echt schöne Zeit", entgegnete sie beinahe ein bisschen frech und reckte das Kinn nach vorne. Wenn man Aleena nicht besonders gut kannte könnte man denken, dass es eine ganz normale Antwort war... Doch da war dieses fast übersehbare Funkeln in ihren Augen. Nur ganz leicht. Aber es war da. RE: Aren't you tired trying to fill that void? - Leif Stelhammer - 21-07-2024 ![]() Wann hatte er eigentlich angefangen, die Zeit mit Aleena zu genießen, als erfrischend zu empfinden? Es war besser so, wenn er den Übergang nicht mitbekam und jetzt einfach hinnahm, dass sich seine Mundwinkel bei ihren Worten zu einem schiefen Grinsen verzogen. Die Augenbrauen leicht angehoben, betrachtete er sie von der Seite, wie sie frech ihr Kinn hob, was schließlich sogar ein brummendes Lachen in seiner Brust auslöste. “Natürlich. Hat diese schöne Zeit beinhaltet, in Rosenbusche zu fallen?” Entgegen seiner neckenden Worte zupfte Leif die Blume erstaunlich feinfühlig aus Aleenas Haar und legte sie auf dem Nachttisch ab, dort, wo die Karaffe mit dem Wasser noch halb gefüllt stand. Man sah ihm seine Entspannung an, als er sich weiter übers Bett hievte und auf der anderen Seite niederließ, um seinen Kopf endlich in das verdient weiche Federkissen zu drücken. Immer noch schwer lastete der Unmut über die vergangenen Tage, aber Leif wollte es gut sein lassen für heute. Um sich abzulenken, richtete er seinen Blick auffordernd auf Aleena. “Warum kommst du nicht her und erzählst mir, wie du deine Tage verbracht hast?” In seiner Stimme schwang eine kleine, harmlose Provokation mit. Einen Arm hinter seinem Kopf verschränkt, blieb die andere Körperseite offen für eine blonde Prinzessin, die seinen Worten folgen und sich angelehnt an seiner Schulter in Erinnerungen verlieren durfte. Und er würde zuhören. Dieses Mal würde er zuhören. RE: Aren't you tired trying to fill that void? - Aleena Stelhammer - 23-07-2024 Als Leif sie fragte, ob sie in ihrer vielen freien Zeit auch in dornige Rosenbüsche gefallen war und damit unmissverständlich eine Anspielung auf die Blüte in ihrem Haar machte, musste sie nur leise lächeln. Mittlerweile hatte es sich beinahe ein bisschen zwischen den Eheleuten eingebürgert, dass Aleena sich oft eine Blume ins Haar steckte und Leif sich auf seine Art und Weise ein bisschen darüber lustig machte. Vielleicht war das ja 'ihr gemeinsames Ding'. Vielleicht war das ihre persönliche Art einen gewissen Humor miteinander zu teilen. Aleena hatte längst aufgegeben ein Kompliment von ihm zu erhaschen, war sie dabei doch jedes Mal nur enttäuscht worden. Doch langsam hatte sie gewissermaßen das Gefühl, dass sie wusste, wie ihr Mann funktionierte. Wie sein Hirn manche Dinge wahrnahm: und Blumen im Haar gehörten grundsätzlich einfach nicht zu den Dingen, die das männliche Gehirn des muskulösen Kriegers als etwas Schönes wahrnahm. Das hatte sie so weit verstanden. Und akzeptiert. Als sich ihr Mann plötzlich bewegte und sich überraschenderweise auf die andere Bettseite legte, überlegte die junge Frau für einen kurzen Moment hektisch aufzustehen und schnellstmöglich den Raum zu verlassen. Das war das, was sie normalerweise tat. Aber heute schien zwischen ihnen ehrlicherweise relativ wenig 'normal' zu sein. Immerhin war Aleena vorhin nicht ohnmächtig geworden, als sie ihn nackt und tropfend hatte aus der Wanne steigen sehen. Ihr war zwar kurz schwummrig geworden, aber sie hatte sich auf den Beinen halten können. Immerhin. Sie zögerte kurz, nickte dann jedoch. Aleena Stelhammer krabbelte auf das Bett, legte sich etwas ungelenk auf den Arm ihres Mannes und fing an zu erzählen. Noch ehe sie sich versehen konnte war das ruhige und gleichmäßige Atmen ihres Mannes der erste Hinweise auf den kommenden Schlaf. Sie senke die Stimme, erzählte ihre Geschichte zu Ende und fiel nur kurze Zeit später ebenfalls in einen tiefen und ungewöhnlich ruhigen Schlaf. ENDE |