Facing the Storm
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RE: Northwind - Erik Norrholm - 10-06-2025

Erik spürte die feine Spannung in Reinkas Schultern, den kontrollierten Rhythmus ihres Atems – ein wenig zu ruhig, zu gleichmäßig, als wolle sie verbergen, was seine Nähe in ihr auslöste.
Ein kaum sichtbares Zucken umspielte seine Mundwinkel. Kein offenes Lächeln, eher das leise Echo eines Gedankens, den er nicht aussprach. Er durchschaute ihren Versuch – und ließ ihn gelten.

Zwischen ihnen lag Stille, doch sie fühlte sich nicht leer an. Sie war dicht, durchzogen von etwas Ungesagtem. Etwas, das sich in der Art zeigte, wie Reinka sich an ihn lehnte – nicht offensichtlich, aber doch spürbar. Wie der Moment selbst: schwerelos, warm, von etwas durchdrungen. Eriks Hand löste sich langsam von ihrem Bauch, glitt über ihren Arm erst hoch, dann wieder herunter, über die Hand, die sie zuvor auf seine gelegt hatte. Ihre Finger verschränkten sich, und in dieser stillen Geste lag etwas, das mehr sagte als Worte.

Langsam führte er ihre beiden Hände tiefer, über ihren Bauch, über den sanften Bogen ihres Oberschenkels, dessen Innenseite, die er langsam wieder hinauf strich. Der Moment dehnte sich aus, als die Berührung ihre Haut fand – zärtlich und doch auf eine Weise, die nichts Eiliges hatte. Der Norrholm schluckte schwer, senkte sich dann abermals zu ihrem Nacken, der vertraute Geschmack ihrer Haut ein stiller Anker.
Ihre Worte blieben im Raum hängen, doch er erwiderte nichts. Es war nicht nötig. In diesem Moment war alles gesagt. Er würde immer zurückkehren. Egal, wohin man ihn schickte, welche Aufgaben ihm noch bevorstanden. Er würde immer zu ihr zurückkehren.

Das leise Keuchen, das ihr entfloh, ließ einen Moment lang seine Kiefermuskeln anspannen. Ein vertrautes Gefühl, ein Verlangen – wie eine Welle, die gegen die Klippen brandet, wuchs es in ihm, ein Prickeln, das er nicht ganz abwehren konnte. Und auch nicht wollte.
Erik ließ seinen Blick über ihren Körper gleiten, ruhig, beinahe analytisch, bemerkte er die Anzeichen ihrer Erregung. Und auch wenn er sich bemühte, seine Fassung zu bewahren unter ihren Berührungen, ließ er sich in diesem Moment nicht völlig von der Wirkung unberührt.

Seine freie Hand, die eben noch auf ihrem Schlüsselbein geruht hatte, wanderte langsam über ihren Hals, bis seine Finger sanft ihren Kiefer umfassten. Mit einer ruhigen Bewegung hob er ihr Kinn an – nicht fordernd, aber bestimmt.
Sein Blick suchte den ihren. Dann beugte er sich vor und zog sie in einen Kuss, der keine Fragen stellte – nur Antwort war.




RE: Northwind - Reinka Norrholm - 10-06-2025

Reinka spürte, wie ihre Finger sich mit den seinen verwoben, wie seine ureigene Wärme durch diese Verbindung hindurch in ihren Körper floss – tiefer, bis in ihre Mitte, gelenkt von seiner geschickten Hand. Ihre Lider flatterten, ein kaum wahrnehmbares Zittern durchlief ihren Körper. So oft in ihrem Leben hatte sie sich beherrscht, hatte ihre Bedürfnisse hinter Kontrolle und Vernunft verborgen, dass selbst die kleinste Geste des Loslassens wie ein Sturz ins Bodenlose wirkte. Doch dieser Fall – ein Fall mit ihm –  war weich. Voller Vertrauen. Voller Liebe.

Er liebte es, sie zu beobachten. Reinka wusste es, fühlte es, jedes Mal, in dem versengenden Brennen seines Blicks, wenn sie sich unter seinen Händen öffnete, wenn sie sich ihm zeigte – so wie sonst niemandem. Nicht ihre Schwäche, nicht ihr Verlangen, nicht einmal ihr Herz. Aber für ihn war sie stets bereit, sich selbst zu entblößen, Schicht um Schicht, bis nichts mehr blieb als ihr Wesen – roh, ungeschützt und ehrlich.

Ein kehliger Laut entwich ihr, während sich ihre Fingerspitzen unter seiner Führung bewegten. Zart. Suchend. Und dann ein klein wenig fordernder. Die Hitze des Wassers verschwamm mit der Glut in ihr, und sie spürte, wie sich ihre Schenkel spannungsvoll schlossen, dann wieder öffneten. Nicht weil sie es kontrollieren wollte, sondern weil ihr Körper längst wusste, was er brauchte.

Sein Atem an ihrem Hals veränderte sich, wurde ungleichmäßiger, schwerer – heißer. Und sie spürte ihn, deutlich, drängend, als würde sein ganzes Verlangen gegen ihren Rücken pulsieren, ungeduldig und roh. Ihre Lippen öffneten sich, ein tonloses, bebendes Bekenntnis entkam ihr, und ihre Hüften zuckten unwillkürlich gegen seine Hand, wollten mehr, wagten mehr.

War es die Schwangerschaft, die alles so intensiv machte? Die Art, wie jede einzelene Berührung durch ihren Körper hallte wie ein Donner über stiller See? Wahrscheinlich. Aber auch wenn sie die Veränderung ihres Körpers so überdeutlich spürte, wusste sie doch: Es war und würde immer Erik sein. Er war das Feuer, das ihre Sinne entfachte. Das Band, das sie hielt – und zugleich löste.

Ein Hauch von Scham blitzte auf, als sie spürte, wie bereitwillig ihr Körper auf ihn reagierte, wie gierig sie war, wie sehr sie ihn in sich wissen wollte. Aber der Moment ließ keine Scham zu. Nur Verlangen. Nur ihn. Sein Kuss raubte ihr den letzten Rest ihrer Zurückhaltung. Bestimmend. Tief. Vielleicht auch fordernd auf eine Weise, die sie zugleich erschauern und aufblühen ließ. Ihre Lippen antworteten bereitwillig, öffneten sich unter den seinen, und mit jeder Sekunde wurde ihr Körper weicher, wärmer, empfänglicher – wie Wachs, das unter warmer Flamme zerfließt.

Ein Seufzen entrang sich ihrer Kehle, kehlig, dunkel, sinnlich. Ihre Finger intensivierten ihre Bewegungen, geführt von den seinen und dem Sog des Moments. Ihre Stirn legte sich gegen seinen Kiefer, während sie keuchte, sich ein wenig an ihm wand, suchend, nur um ihn sogleich zu finden. Hart. Unnachgiebig. Heiß. Ihre freie Hand glitt hinter sich, fand ihn dort, wo seine Erregung wie ein kaum verborgenes Geheimnis gegen sie drängte. Ihre Finger schlossen sich um ihn, übten sanften Druck aus. Nur ein zartes Streicheln, ein stilles Zeichen. Dass sie ihn spürte. Ihn sah. Ihn wollte.



RE: Northwind - Erik Norrholm - 10-06-2025

Jeder Laut, der über Reinkas Lippen kam, schien in ihm zu vibrieren. Er spürte, wie sich sein Körper unwillkürlich anspannte – und wieder lockerte –, als würde jeder Ton eine neue Forderung an ihn stellen, eine unausgesprochene, körperliche Erwartung, die nur durch ihre Nähe entstanden war. Erik führte ihre Hand mit einer ruhigen, selbstverständlichen Sicherheit. Sein Atem beschleunigte sich, wurde rauer – ein kehliger Klang, der sich mit dem ihren vermischte, als würden ihre Körper längst im selben Takt sprechen. Erik spürte, wie sich ihr Körper unter seinen Berührungen spannte – nicht vor Zurückhaltung, sondern in einem stillen Drängen, das ihn vermutlich im Verlauf die Kontrolle kosten konnte. Ihre Wärme, die Art, wie sie sich an ihn schmiegte, das kaum hörbare Zittern, das durch sie lief – all das war eine wortlose Aufforderung, drängender als jede Bitte.

Seine Lippen wanderten tiefer, über die feine Linie ihres Halses bis zur scharfen Kante ihres Kiefers. Ihre Haut schmeckte nach Hitze und Salz, nach Verlangen, das sich nicht mehr zurückhalten ließ. Seine Hand folgte der Forderung ihrer Hüften, erhöhte den Druck auf den Punkt, an dem sie unter seiner Berührung zu beben begann. Er spürte jeden Laut, der aus ihrer Kehle kam, als hätte ihr Atem eine direkte Verbindung zu seinem eigenen Körper. Jeder ihrer Bewegungen beantwortete er mit einer Reaktion – mal zärtlich, mal fordernd –, als wäre ihr Zusammenspiel ein instinktives Gespräch, geführt ohne Worte. Seine Finger glitten tiefer, erkundeten sie Zentimeter für Zentimeter – nicht hastig, nicht roh, sondern mit Wachsamkeit.

Seine Lippen bewegten sich von Sekunde zu Sekunde fordernder auf ihren, tasteten nicht mehr, sie nahmen – forderten, dass sie sich verlor, genauso wie er es gerade tat. Ihr Atem verschmolz mit seinem, schwer und flackernd wie die Luft vor einem Sturm. Die Welt schien geschrumpft auf Haut und Wärme, auf das unmissverständliche Pochen von Verlangen unter ihrer beider Haut.
Der Druck seiner Hand wurde rauer, zielgerichteter – nicht ohne Kontrolle, aber getragen von einem Bedürfnis, das ihm längst aus dem Griff glitt. Und als sie ihn berührte, direkt, so ungeniert und ehrlich wie nur sie es konnte, entfuhr ihm ein tiefes Grollen. Es vibrierte in seiner Brust, raubte ihm für einen Moment den Atem. Kein gespielter Laut, nichts Gezügeltes – nur das rohe, ehrliche Stöhnen eines Mannes, der längst bereit war sich seine Frau zu nehmen.
Erik schloss die Augen. Ihre Finger an ihm, ihre Hüften unter seiner Hand, ihre Lippen an seinen – all das war zu viel und gerade genug.

Der Griff um ihren Kiefer lockerte sich, und seine Hand glitt langsam an ihrer Seite hinab – über feuchte Haut, über zitternde Muskeln –, bis sie an ihrer Hüfte zum Halten kam. Mit einem knappen, wortlosen Impuls zog er sie höher, leitete sie, als wäre es das Natürlichste auf der Welt, dass sie sich ihm anvertraute.
Seine Lippen folgten der Linie ihrer Wirbelsäule, heißer Atem und flüchtige Küsse brannten sich wie Zeichen auf ihre Haut, ehe seine Hände sie wieder sinken ließen – fordernd, bestimmt, als hätte er vergessen, wie man innehält. Das tiefe Stöhnen, das ihm über die Lippen kam, war rau, voller Spannung, die sich entlud in diesem Moment, in ihr, in dem engen, heißen Gefühl, das ihn umfing. Das Wasser schlug in unruhigen Wellen gegen die hölzernen Wände des Zubers, klatschte über den Rand auf den kalten Steinboden, während sein Körper sich spannte wie ein Bogen. Eine Hand schloss sich fest um eine ihrer Hüften, die andere glitt wieder tiefer, suchte, fand – und spielte auf der Grenze zwischen Ekstase und Wahnsinn. Erik verlor sich in ihr. In der Wärme, im Widerhall ihrer Bewegungen, in der Ahnung, dass es nie nur um Lust ging – sondern darum, dass etwas in ihm jeden Halt verlor, sobald sie ihn auf diese Weise berührte.



RE: Northwind - Reinka Norrholm - 11-06-2025

Reinka keuchte leise auf, als sich seine Finger tiefer in sie schoben – warm, langsam, mit jener andächtigen Bestimmtheit, die ihr jedes Mal aufs Neue den Atem nahm. Kein forscher Vorstoß, kein Drängen – sondern ein behutsames, gefühlvolles Eindringen, das sie wie eine Welle durchfuhr. Ihr Körper spannte sich im ersten Augenblick, nicht vor Schreck, sondern in Erwartung, in wohligem Beben, das sich durch jede Faser zog. Es war eine Heimkehr, als er jenen vertrauten Ort in ihrem Innersten berührte, jenen, der sich nach seiner Rückkehr verzehrt hatte.

Ihre Finger hielten an seinem Körper inne – nur für den Bruchteil eines Herzschlags –, ehe sie seinen eigenen Rhythmus aufnahmen, ihn begleiteten, ihm antworteten. Ihre Hüften schoben sich ihm entgegen, tasteten, spürten, wie sich Lust zwischen ihren Körpern spannte wie ein unsichtbares Band. Ein raues Keuchen entglitt ihr, ein Zittern, das sie nicht mehr verstecken konnte.

Als ihre Hand ihn ein wenig fester umschloss, zuckte er unter ihrer Berührung – und der ursprüngliche Laut, der Erik entfuhr, war wie ein Feuerstoß, der direkt in ihre bereits glühende Mitte fuhr. Tief. Entfachend. Unerbittlich. Ein Teil von ihr genoss diesen Klang – nicht aus Eitelkeit, sondern aus einem tieferen Gefühl heraus: dem Wissen, dass sie ihn berührte wie sonst niemand. Dass ihre Nähe ihn aus der Fassung brachte, dass sie ihn taumeln ließ.

Sie fühlte sich plötzlich übermächtig. Nicht, weil sie Kontrolle brauchte, sondern weil seine Lust auch die ihre war. Weil sie sich in ihm spiegelte. Ein zartes Lächeln huschte über ihre Lippen, und es hatte etwas Befreiendes, das sich aus ihrem Innersten löste, als sie sich mit seiner Hilfe aufrichtete, als ihr Körper über seinem schwebte, suchend, tastend, fordernd – und endlich fand.

Der Moment ihrer Vereinigung war wortlos – und doch voller Bedeutung. Warm. Tief. Schockierend köstlich. Ihr Körper öffnete sich ihm mit einer Selbstverständlichkeit, bewegte sich zwischen den Grenzen von Lust und Schmerz. Als hätte sie all die Tage, all die noch längeren Nächte nur auf diesen Augenblick gewartet. Ihre Muskeln spannten sich, bebten um ihn, während sie ihn vollends aufnahm.

Sie klammerte sich an den Rand des Zubers und das warme Wasser umschmeichelte ihren gewölbten Leib, aber Reinka spürte nur ihn. Ihre Hüften begannen sich zu bewegen – langsam, fast andächtig, jeder Vorschub ein stilles Bekenntnis. Zu ihm. Zu sich selbst. Ihr Kopf sank vor, nasse Strähnen umspielten Schultern und Brust, während sie sich mal hob und senkte, mal sanfte wiegte, ihren eigenen Rhythmus findend. Kein Hast, kein Drängen – nur das pure Erleben. Der Klang des Wassers wurde zum Hintergrund eines Tanzes, der nur ihnen gehörte.

Als Eriks Finger erneut zwischen ihre Beine glitten, über die empfindliche Stelle, die längst bebte vor Erwartung, verlor sie den letzten Halt. Ein ersticktes, raues Stöhnen entkam ihr, ihr Körper zuckte, verkrampfte sich einen köstlichen Moment lang um ihn – als wäre jede Nervenbahn in Flammen gesetzt worden. Ihre Stirn legte sich in konzentrierte Falten, die Augen beinahe geschlossen, während ihre Hände sich an seinem mächtigen Unterarm festhielt, der sie sanft leitete, als müsse sie sich verankern in der Welt.

Sie flüsterte seinen Namen – ein Hauch, kaum ein Wort, kaum Stimme – aber voller Wahrhaftigkeit. Und während sie sich wieder bewegte, ihre Bewegungen unkontrollierter, ungebändigter wurden, wusste sie: Es war nicht nur der körperliche Rausch. Es war das Wiederfinden. Das Heimkommen. Zu ihm.



RE: Northwind - Erik Norrholm - 12-06-2025

Ein rauer Laut entkam Eriks Lippen, als sie ihn ganz aufnahm. Als ihre pulsierende Wärme ihn umschloss und der letzte Rest von Kontrolle in jenem Rausch versank, der sich wie Nebel in seinem Kopf ausbreitete. Er schluckte schwer zwischen zwei stoßweisen Atemzügen.
Eine Hand ruhte fest an ihrer Hüfte, lenkte sie sacht. Seine Lippen fanden die feine Linie ihrer Wirbelsäule, verloren sich in ihr, küssten sie wieder und wieder – ein stilles Bekenntnis, tastend, als könne er mit jedem Hauch etwas in ihr beruhigen, das längst nicht mehr zu beruhigen war. Und auch wenn er ihre Bewegungen sacht lenkte, überließ er Reinka doch die Führung. Er gab sich dem feinen Rhythmus hin, den sie vorgab – und der ihn zugleich mit süßlichem Schmerz und einem stillen, unbändigen Gefühl von Verbundenheit erfüllte.

Erik verharrte einen Moment in seiner Bewegung, als Reinkas raues Stöhnen an sein Ohr drang – roh, echt, durchdrungen von Lust. Ihre Muskeln spannten sich um ihn, köstlich eng, und hinter seinen geschlossenen Lidern explodierte ein Feuerwerk aus Hitze und Licht.
Er folgte ihrem Laut, begrüßte die forscheren Bewegungen ihrer Hüfte und schob ihr sein Becken entgegen – eine stumme, drängende Antwort auf das, was in ihnen brannte. Sein Griff an ihrer Hüfte wurde fester – nicht fordernd, aber bestimmt. Ein stummes Bekenntnis, dass er sie wollte. So, wie sie war. Jetzt. Ganz.

Ihre Bewegungen riefen ihm ein kehliges Knurren hervor, tief aus der Brust, als würde sich etwas Uraltes in ihm regen – etwas, das keine Worte kannte, nur Verlangen. Und Reinka schien es zu spüren, den Sturm, der in ihm tobte. Und sie entwich ihm nicht – sie ritt ihn wie eine Welle, trieb ihn tiefer hinein in jene Dunkelheit aus Begierde und brennender Nähe, die ihn mit jeder Sekunde mehr zu verschlingen drohte. Erik presste die Stirn gegen ihren Rücken, sein Atem heiß gegen ihre Haut. "Du treibst mich in den Wahnsinn", murmelte er heiser – nicht als Klage, sondern als schwörende Wahrheit.

Reinka bewegte sich über ihm mit einer Kraft, die nichts mit Härte zu tun hatte – sondern mit Hingabe. Mit diesem wilden, wortlosen Vertrauen, das sich nur zwischen zwei Menschen spannte, die sich in ihrer Verletzlichkeit begegneten.
Erik verlor sich in ihr – im Klang ihres Atems, in dem Zittern ihrer Muskeln, in der schmalen Linie zwischen Kontrolle und Auflösung. Seine Finger krallten sich in ihre Haut. Dann kippte etwas – ein inneres Beben, ein Aufbrechen unter der Oberfläche. Ein raues Stöhnen riss aus seiner Kehle, gepaart mit ihrem Namen – halb geflüstert, halb gefleht.
Sein Körper spannte sich, bogen sich gegen ihren, und der Moment zerriss in ihm alles, was er glaubte zurückhalten zu können. Es war kein Triumph. Keine Macht. Nur reine Hingabe – nackt und ehrlich.

Ein Fall in die Tiefe, gemeinsam.



RE: Northwind - Reinka Norrholm - 15-06-2025

Reinka spürte, wie sein Stöhnen tief durch ihren Körper drängte, vibrierend wie das Nachhallen eines Donners, der in ihrem Innersten widerklang. Als er sich anspannte, sich seine kräftigen Finger fester in ihre Hüften pressten, als wolle er nie wieder loslassen, riss es auch sie erneut in die Tiefe. Seine Wärme, die sich in ihr ergoss, flutete sie mit einer erschreckenden Süße – so roh, so überwältigend. Sie war erfüllt von ihm, von allem, was er war, und der Moment, in dem er losließ, ließ sie erbeben.

Ein sehnendes Zittern durchlief sie, noch ehe seine Finger sie erneut fanden – zielstrebig, fordernd, so ungeheuer zärtlich und zugleich bestimmt, dass sich ihre Wirbelsäule durchbog. Ein kehliges, unkontrolliertes Keuchen entkam ihr, ihre Lippen halb geöffnet, während sie den Kopf zurückwarf, den Blick wie entrückt zur Decke gerichtet. Die Berührung traf sie wie ein Blitz – nicht schmerzhaft, sondern leuchtend, als würde jede Faser, jede Nervenbahn von einem anderen Licht durchflutet. Ihre Lust bäumte sich ein zweites Mal auf, lodernd und hoch, berauscht von Hormonen, die ihr Blut zum Sieden brachten. Ihre Fingernägel krallten sich in seinen Unterarm, nicht um ihn zu verletzen, sondern um sich festzuhalten an etwas, das sie trug, während alles in ihr erzitterte.

Sein Flüstern – rau, heiser, ehrfürchtig – streifte ihr Ohr wie ein Brand. Und wieder erhob sich etwas in ihr, eine letzte Welle, die sie mitriss, ihr die Luft nahm, ihr Herz aufschreien ließ vor Lust, vor Nähe, vor diesem Gefühl, dass nichts auf dieser Welt ihr näher sein konnte als er.

Doch dann – plötzlich – war es zu viel. Ihre Nerven protestierten, überreizt und gleißend. Ein leises Lachen, brüchig und atemlos, stahl sich zwischen ihre bebenden Lippen hindurch, nicht spöttisch, sondern entrückt, fast beschämt. Ihre Finger fanden die seinen, schlossen sich darum, lenkten ihn fort von jenem Zentrum, das nicht länger berührt werden konnte, ohne sie zu untergehen zu lassen. Ihre Lippen streiften seine Fingerspitzen – ein sanfter Kuss, kaum mehr als ein Hauch – und der salzige Beweis der Lust, der daran haftete, ließ ihren Atem stocken. Eine Erinnerung an sie. An ihn, sie beide. Und sie errötete, das Gesicht ihm abgewandt, nur für sich.

Schließlich ließ sie sich an ihn sinken, ihr erschöpfter Leib schmiegte sich an seine Brust, als wäre sie ein Ort, an dem sie sich verbergen konnte vor der Welt. Ihr Bauch ruhte warm zwischen seinen Armen, beschützt und geliebt, und Reinka bettete sich mit einem Seufzen in seine Wärme. Sie drehte den Kopf, schmiegte ihre Stirn in die Mulde zwischen Hals und Schulter – jene Stelle, an der sein Puls schlug, kräftig und schnell. Ihr Atem streifte seine Haut, feucht und weich.

Sie sagte nichts. Nicht sofort. Ihre Wange ruhte an seiner Haut, schmiegte sich daran, als wolle sie den Takt seines Herzens zählen. Ihre Lider senkten sich. Ihr Körper war erfüllt von ihm, in jeder Hinsicht – noch immer spürte sie ihn in sich, eine Erinnerung, ein bleibender Teil dieses Moments. Und sie hielt ihn fest, innerlich wie äußerlich. Wie die Frau, die sie nunmal war: die nicht oft sprach – aber umso mehr empfand, wenn sie es tat.

Schließlich löste sie sich ein wenig, nur so weit, dass ihre Lippen seine Kieferlinie fanden. Ein flüchtiger Kuss – kaum mehr als ein Hauch. Doch darin lag alles, was sie war. Alles, was sie für ihn war. „Ich liebe dich“, murmelte sie leise. Kein Bekenntnis. Kein Schwur. Nur eine Wahrheit, die sie teilte, weil sie ihr zu schwer geworden war, um sie noch in sich zu tragen. Dann schwieg sie wieder. Aber sie lächelte – sanft, erschöpft, angekommen.



RE: Northwind - Erik Norrholm - 17-06-2025

So heftig die Leidenschaft zwischen ihnen aufgeflammt war, so lautlos kehrte nun die Stille ein – eine Stille, die nicht leer war, sondern erfüllt von jenem seltenen Einklang zweier Herzen, die im selben Takt schlugen. Erik ließ sich mit Reinka tiefer in das warme Wasser des Zubers sinken, seine Arme fest um ihren Körper geschlungen, als wolle er begreifen, dass sie wirklich da war.
Diese Nähe war ihm fremd und doch erschreckend vertraut. Es hatte Frauen in seinem Leben gegeben, schöne, willige, flüchtige – Begegnungen, in denen Lust ihren Zweck erfüllte und nichts hinterließ außer einer Erinnerung ohne Gewicht. Doch bei Reinka war es anders. Sie war nicht nur Feuer, nicht nur Haut. Sie war ein Wesen, das er achtete, begehrte und liebte – eine Frau, die ihn stärker machte und dennoch mit einem Wort, einem Blick, zerschmettern konnte, wenn sie es wollte. Und er hätte es ihr verziehen. Würde es immer.

Ihre Lippen auf seiner Haut rissen ihn aus jenem dichten Nebel, der seine Gedanken träge gemacht hatte, und ein kaum sichtbares Lächeln zuckte an seinen Mundwinkeln. "Ich liebe dich auch", murmelte er leise und drückte einen Kuss auf ihre Schläfe – eine kleine Geste, fast beiläufig, und doch voller Gewicht. Erik war nie ein Mann gewesen, der sich schwer tat, seine Gefühle auszudrücken – sei es durch Worte oder durch die Sprache seines Körpers. Aber gerade in diesem Moment wurde ihm bewusst, dass er es ihr viel zu selten sagte. Vielleicht, weil er glaubte, sie wüsste es ohnehin. Vielleicht, weil das Leben ihnen nicht die Zeit gelassen hatte, sich in Sicherheit zu wiegen. Und bald, das wusste er, würde ein Tag kommen – unausweichlich – an dem er ihr diese drei Worte zum letzten Mal für lange Zeit sagen würde. Oder vielleicht… wirklich zum letzten Mal.

Dieser Gedanke nagte nicht laut, er brüllte nicht in ihm. Aber er war da – wie ein Schatten, der mit jedem Herzschlag näher kroch. Und obwohl sie hier in seinen Armen lag, warm und lebendig, konnte er sich des flüchtigen Schmerzes nicht erwehren, der in seiner Brust aufflackerte.
Er zog sie ein wenig fester an sich. Nur für den Fall. "Was hälst du von dem Namen Ronja? Oder Eirlys...", seine Stimme war ruhig, doch ein schwaches Lächeln versteckte sich darin. Vielleicht auch ein neckender Tonfall, denn er kannte ihren festen Glauben, dass ihr erstes Kind kein Mädchen werden würde.



RE: Northwind - Reinka Norrholm - 08-10-2025

Reinka spürte, wie jene vier Worte an ihr Ohr drangen – so ungewohnt leise formuliert für ihren sonst so herzhaft dröhnenden Ehemann, und doch so tragend, dass sie einen Moment lang das Atmen vergaß. Es waren einfache Worte, fast unscheinbar in ihrer Kürze, aber sie trafen sie wie ein warmer Schlag tief in ihrer Brust. Nicht, weil sie überrascht war, oder weil sie sie hören musste. Sondern, weil sie sie wusste. Weil sie sie stets in allem fühlte, was er tat: In seiner selbstverständlichen Rückkehr, seinem klugen Schweigen, wenn es Not tat, in seiner Zärtlichkeit.

Erik hatte ihr seine Liebe nie beweisen müssen. Sie zeigte sich in der Art, wie er sie ansah, wenn sie lachte, als wäre dieser Laut etwas Heiliges. In der unerschütterlichen Geduld, mit der er so unablässig die Bollwerke um ihre Seele  niedergestreichelt hatte, bis sie sich ihm endlich öffnen konnte. In dem Vertrauen, das er ihr schenkte, ohne es je einzufordern. Worte waren nur der schwächste Ausdruck dessen, was sie verband. Zwischen ihnen war längst etwas Tieferes gewachsen – etwas, das jenseits von Sprache lag, jenseits von Pflicht und Versprechen. Und vielleicht liebte sie ihn gerade deshalb: weil er nie versucht hatte, sie zu binden. Weil er sie frei ließ, und sie dennoch blieb.

Als er sie fester an sich zog, spürte sie die kaum merkliche Veränderung in der Anspannung seiner Muskeln, seiner Atemzüge. Etwas in ihm war in Bewegung geraten, für sie kaum greifbar. Doch Reinka drängte ihn nicht, denn sie kannte ihn gut. Wenn es Zeit war, würde er reden. Wenn er es für notwendig erachtete, würde er seine Gedanken mit ihr teilen. Und bis dahin war sie einfach da, sein stilles Gegenstück, das ihn hielt, ohne etwas zu verlangen.

Als er schließlich wieder sprach, formten ihre Lippen ein leises Lächeln. Seine Neckerei, so vertraut und zärtlich, stillte das sorgenvolle Flattern in ihrer Brust. Sie hob den Blick, ihre dunklen Augen suchten die seinen, in denen das Licht des Feuers flackerte. Stoisch, betrachtete sie ihn einen Augenblick, wie es ihre Art war, und doch mit diesem feinen, belustigten Funkeln, das nur Erik ihr entlocken konnte. „Das sind gute Namen für eine künftige Kriegerin.“ Eine kaum merkliche Pause folgte, dann fügte sie in trockenem Tonfall hinzu: „Aber da du dich ohnehin irrst, würde ich eher über Arvid oder Leif nachdenken. Dein Schwager wäre vermutlich entzückt.“ Ihre Miene blieb bemüht ernst, doch ein Anflug von Spott kräuselte ihre Lippen, als sie sich langsam von ihm abwandte und sich endlich ein amüsiertes Lächeln gönnte, voller insgeheimer Vorfreude, wie er auf ihren nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag reagieren würde.

Ihre Bewegungen waren bedächtig, schwerer geworden durch das Kind in ihrem Leib, durch die Trägheit nach der Ekstase, als sie sich von ihm zu lösen begann, doch sie schaffte es mit der ihr ureigenen Würde, die sie Zeit ihres Lebens auszeichnete. Er war noch in ihr, als sie sich erhob, und der Moment der Trennung glich einem beinahe schmerzhaften Verlust, der sie leise seufzen ließ. Das Wasser schmiegte sich an ihre Haut, perlte in feinen Tropfen über die Rundung ihres Bauches und ihre Hüften. Sie stieg vorsichtig aus dem Zuber, die Hand auf dem Rand, die andere auf ihrem Leib, und griff nach einem weichen Leinentuch.

Der Stoff schlang sich um ihren Körper, saugte rasch die Nässe auf, doch sie drehte sich noch einmal um, um ausführlich ihren Mann zu betrachten. Es war ein Anblick, der unaufdringlich schön war, in seiner ganzen, herben Natürlichkeit. Sie reichte ihm das zweite Tuch, hielt es ihm entgegen. „Komm, mein Fürst“, sagte sie leise und sah ihn erwartungsvoll an. “Ich möchte jetzt endlich von der Jagd hören und wie du diese Hauer für mich erbeutet hast.“