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You're the first thing my heart wants to see - Ismeth Abd al-Azim - 21-05-2024 You're the first thing my heart wants to see
Yasirah & Ismeth
![]() Die Schwere in der Luft hatte nicht nur mit den Gewürzen zu tun, die in einer Räucher Schale nicht unweit des imposanten Schreibtisches einen langjährigen Platz gefunden hatte. Die vielen Kerzen, die trotz den gerade erst einsetzenden Abenddämmerung bereits von fleißigen Bediensteten angezündet wurden, sorgten weiterhin für ein träges Gefühl in den Köpfen der Berater. Aber vielleicht lag das auch nur an der stundenlangen Diskussion, welche erst jetzt ein Ende zu finden schien, als Hunger die meisten von Ihnen antrieb, eine Lösung zu finden. “Wie ich bereits mit dem hochgeschätzten Ilyas besprochen habe, stellt meine Familie selbstverständlich Arbeitstiere zur Verfügung. Fünfzehn meiner erfahrensten Elefanten und ihre Trainer erreichen die Stadt morgen und werden, ausgehend vom Palast, sich einem Stadtteil nach dem anderen annehmen.” Ismeth sah noch einmal in die Runde, seine Worte ermüdeten ihn, er hatte sich schon so oft wiederholen müssen. Wieso war es ein Problem seinen Elefanten Heu und Wasser bereitzustellen, wenn er doch alle anderen Kosten übernahm. Diese Halsabschneider und Tunightgute. Sorgten sich mehr um ihren Geldbeutel als darum, mit ihm zusammen Großartiges zu erreichen. Im Namen der Königin, verständlicherweise, denn auf den König waren derzeit nur wenig wirklich gut zu sprechen. Jedenfalls hatte man ihm das so zugetragen, denn im Allgemeinen kümmerte er sich eher weniger um die Meinung der einfachen Leute – doch all die tatkräftigen Männer in einen Krieg zu schicken, mit dem hier keiner wirklich etwas anfangen konnte, beraubte die Bürger der Manneskraft die für den Wiederaufbau benötigt wurde. Immerhin das sollte doch gut zu verstehen sein. Er seufzte und griff nach einer der kunstvoll drapierten Datteln, bevor er einen verstohlenen Blick zu Yasirah warf. Er sollte sie wohl eher, auch in Gedanken, seine Königin nennen, ganz egal wie entspannt er war, wenn seine dunklen Augen auf ihr ruhten. Sie schien ebenso genervt wie er und sah von einem Berater zum Nächsten. Ismeth musste handeln, musste sie erlösen von den kräftezehrenden Gesprächen. “Nun denn, meine werten Kollegen, ich lasse jeden Elefanten von einer Frau begleiten, die jeder anderen der geholfen wird, dankbar erzählt, welcher Gönner so selbstlos für den Unterhalt der Elefanten aufkommt.” Ein dunkler Blick aus ebenso dunklen Augen. “Oder man erwähnt nur den Namen unserer geschätzten Königsfamilie.” Den Rest des Satzes 'und meinen eigenen', verkniff er sich. Besonders als das erste Kopfnicken zu sehen war und dann weitere. Gut, blieb er also nicht allein auf den Kosten sitzen. So konnte er es verschmerzen, zumal die Tiere diese Situation sicherlich gut verkraften würden und ein wenig mehr Erfahrung sammeln würden. Er klatschte in die Hände, klaubte noch eine Dattel und sprach, während diese seine Wange aushöhlte und seinen gepflegten Bart ganz schief aussehen ließ. “Wunderbar. Dann wünsche ich allen noch einen guten Abend.” Er erhob sich, ein weiteren Blick zu Yasirah werfend, wobei er ganz genau lauschte ob die anderen sich endlich zurückziehen würden. “Meine Königin...” ergriff er das Wort, bevor es zu auffallend wurde, wie er hier herumstand und sich nicht bewegte, obwohl er genau das ja angekündigt hatte. “Erweist ihr mir die Ehre mit mir zu speisen? Ich habe Nachrichten eurer Schwester Nadira und sie bat mich einige Geschenke zu überreichen.” Eine Lüge, aber eine sehr gelungene. Wobei, Geschenke hatte er sehr wohl und überreichen würde er sie auch, aber sie stammten nicht von seiner Schwägerin. Die Lippen betont lockernd, damit niemand seine Anspannung wahrnahm, wartete er geduldig auf ihre Antwort. RE: You're the first thing my heart wants to see - Yasirah ben Sahid - 24-05-2024 Das flackernde Kerzenlicht ermüdete ihre Augen. Sie legte die Finger massierend an die Schläfen, während sie den Worten der Berater versuchte zu folgen. Immer wieder schweiften ihre Gedanken ab, waren so schwer zu fassen wie die kleinen Glühwürmchen, die oft in den königlichen Gärten in der Nähe des kleinen Teiches zu sehen waren. Am liebsten verlor sie sich in Erinnerungen an die letzten Berührungen ihres Liebhabers, verbot sich aber jede Emotion in dieser Hinsicht, um nicht Gefahr zu laufen etwas intimes preiszugeben. Die Situation war sowieso schon viel zu angespannt, sie durfte sich jetzt keine Fehltritte erlauben. Blinzelnd richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Männer, die im Kreis um den Tisch herum saßen. Eine kurze Sekunde blieben die dunklen Augen der Königin auf Ismeth hängen, ehe sie weiter wanderten. Sie hoffte inständig nach der Besprechung noch ein wenig Zeit mit ihm verbringen zu können, doch nachdem Ridvan als König kaum noch in der Lage ist seinen Verpflichtungen nachzukommen, war Yasirash Terminkalender ziemlich explodiert. Sie stieß die angehaltene Luft durch zusammengepresste Lippen wieder aus und wedelte abwinkend mit der Hand. Schon seit mehreren Stunden saßen sie beisammen und besprachen diverse Dinge, die eigentlich allesamt von dem Familien-und Landesoberhaupt getroffen werden sollten. Alles Dinge, um die Ridvan sich eigentlich hätte kümmern müssen… Yasirah wusste jedoch schon, was sie in ihren Gemächern erwarten würde, sobald sie dort hin zurückkehren würde. Eine gluckernde Wasserpfeife, verqualmte Zimmer, brennende Kräuter, die die Sinne benebeln sollten - und mittendrin der König des Sommerlandes. Für den Moment war sie sehr dankbar dafür, dass Ismeth sich durchzusetzen wusste und sich um die Verpflegung seiner Tiere einsetzte. Diese Elefanten der Familie Abd al-Azim waren bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt für ihr gutes Training, ihre Geduld und ihre gute Erziehung. Ein Nicken seitens der Königin zeigte ihre Unterstützung für dieses Thema, war danach jedoch sehr froh, dass sich das ganze Gespräch langsam dem Ende zuneigte. Wieder massierte sie sich selbst die Schläfen. Kopfschmerzen hatten sich in den letzten Minuten langsam an sie herangepirscht und sorgten nun für ein unangenehmes Dröhnen. Außerdem musste sie immer wieder die Augen zusammenkneifen, wenn sie irgendwelche Detalis erkennen wollte, weil ihr das dämmrige Licht deutliche Schwierigkeiten bereitete. Das Raschen der Gewänder, während die Berater aufstanden und sich langsam von ihr und voneinander verabschiedeten, ertrug sie nur schwer. Dass sich Ismeth vor ihr aufbaute und etwas von einem Geschenk ihrer Schwester erzählt, ließ sie innehalten. Er war ein kluger und äußerst charmanter Mann. Nur ein Zucken ihrer Mundwinkel verriet ihre Freude. Sie verabschiedete sich von den anderen Beratern und seuzfte laut, als hinter dem letzten gebückt laufenden Mann die Tür ins Schloss fiel. Draußen hörte sie ihre Wachen wieder Stellung beziehen und plötzlich wurden die beiden Menschen in dem großen Raum von einer beinanhe unangenehmen Stille überfallen. Yasirah wartete noch einen weiteren Moment, ehe sie das Wort erhob. „Ihr habt Euch heute mal wieder selbst übertroffen. Die Idee mit den jungen Frauen für jeden Elenfanten war grandios“, murmelte sie leise und stand von dem großen Sitzkissen, das vor Kopf stand, auf. Langsam, wie ein Raubtier auf seinem Beutezug, bewegte sie sich auf diesen Mann zu, der vor wenigen Minuten noch mit undurchdringlicher Miene zwischen ihren Beratern gesessen hat. Ihre Hände fuhren an sein Leinenhemd, als sie ihn erreicht hatte. Seine warme Haut ließ sie direkt schaudern und zauberte ihr ein Lächeln auf die Lippen. „Ich hoffe die jungen Frauen auf den Elefanten findet Ihr nicht ebenso interessant, wie die anderen aus meinem Beraterstab…“, murmelte sie leise und erinnete sich an den beiahe gierigen Blick, der in die Augen mancher Männer getreten war, als Ismeth ihnen diesen Vorschlag unterbreitet hatte. Ohne seine Antwort abwarten zu können, legte sie ihre weichen Lippen an die warme Haut seines Halses und biss vorsichtig in die empfindliche Haut. Vielleicht war es nur die bloße Gier nach seiner Nähe, aber vielleicht wollte sie auch klar stellen, dass sie keine Frau neben sich dulden würde. RE: You're the first thing my heart wants to see - Ismeth Abd al-Azim - 25-05-2024 Ihre liebliche Stimme umwob seine Aufmerksamkeit, während ihr Kompliment sein Ego streichelte und der Anblick ihrer grazilen Bewegungen ihn ganz unweigerlich einen Schritt in ihre Richtung machen ließen. Die dunklen Augen, wie gewohnt mit einer Linie Kohl umzogen, ruhten auf ihm und Ismeth war sicher, es in diesem Moment mit allen Wachen der königlichen Garde aufnehmen zu können – und dem König höchstselbst. Allerdings war er nicht lebensmüde genug, diesem Gefühl Ausdruck zu verleihen, nur ein leichtes Lächeln zeigte, wie sehr er sich über ihre Worte freute. Und als ihre Hand einen Platz auf seinem Brustkorb fand, als gehörte sie dort hin, schlug sein Herz tief in der Brust. “Was für Frauen?” Seine Frage klang unbeholfen, ganz so als wisse er nicht, wovon sie eigentlich sprach. Doch das Glitzern in seinen Augen würde ihn verraten. Seine Hand legte sich sanft auf ihren Unterarm, strich die glatte Hand entlang, nur um auf ihrer Hand liegenzubleiben und diese noch fester gegen seinen Oberkörper zu drücken. “Waschweiber und Plappermäuler!” Wiegelte er ab. Doch dazu mehr zu sagen kam er nicht, ihre Nähe verschlug ihm Stimme und Atem und seine Augen schlossen sich genießerisch, als er ihre Lippen an seinem Hals spüren konnte. Yasirah war forsch, forscher, als er sich jemals zu träumen gewagt hätte und ihr Biss entlockte ihm ein tiefes Brummen. Es war beinahe verlockend sie noch ein wenig zu reizen, ein wenig länger von den jungen Frauen zu reden, die für ihn nicht mehr als eine Randnotiz waren, nur ein Mittel um Geld zu sparen. Oder eher noch, die Sitzung der Berater schnellstens beenden zu können, nur um ein paar Augenblicke allein zu sein. “Gerade gut genug um der Welt zu offenbaren, was für eine warmherzige und mitfühlende Königin ihr seid.” Seine Finger fuhren zwischen ihre, nahmen ihre Hand zaghaft an sich und führten sie an seine Lippen, so dass er jedem einzelnen ihrer schlanken Finger einen Kuss geben konnte. An ihrem Daumen angekommen, drehte er ihre Hand und drückte einen weiteren Kuss auf die zarte Haut ihres inneren Handgelenks, wo er glaubte das aufgeregte Pochen ihres Blutes beinahe schmecken zu können. So selbstischer er sich fühlte, wenn es darum ging ein gutes Geschäft zu verhandeln, so unruhig machte ihn der Gedanke an all die Gefahr, in die sich die Königin für ihn begab. Und das obwohl er ihre Müdigkeit und Abgekämpftheit so deutlich in ihrem Gesicht lesen konnte. Am liebsten hätte er sie in eine ferne Oase entführt, nur damit sie sich ein paar Tage lang um nichts weiter zu sorgen brauchte als genug Schlaf zu bekommen. Ismeth leckte sich über die Lippen, versuchte zu erraten wonach ihr der Sinn stand. “Haben wir Zeit gemeinsam zu speisen?” Fragte er daher, wer wusste schon wie vielen Aufgaben sie sich heute noch widmen musste. “Und es gibt tatsächlich etwas, dass ich dir geben möchte.” Es fühlte sich schrecklich falsch und schrecklich aufregend an, Yasirah so informell anzusprechen, gleichzeitig aber auch schrecklich richtig. Wie es wohl sein musste, jeden Tag so mit ihr reden zu können? RE: You're the first thing my heart wants to see - Yasirah ben Sahid - 25-05-2024 Jeder einzelne Finger schien Feuer zu fangen, als der Dunkelhaarige je einen sanften Kuss darauf platzierte. Für einen Augenblick schlossen sich die beinahe schwarzen Augen der Königin und ein leises Seufzen durchbrach die kurzzeitige Stille. Sie genoss die Berührungen, die sie verhältnismäßig selten miteinander teilen konnten, obwohl sie sich gleichzeitig so oft zu sehen bekamen. Es Fluch und Sehen zugleich, dass Ismeth als Berater regelmäßig im Palast der Königsfamilie verweilte. Als die schnurrenden Worte an ihre Ohren drangen, die die eben angepriesenen Frauen als Waschweiber und Plappermäuler darstellte, öffneten sich die mit schwarzen Wimpern umrandeten Augen wieder und suchten den Blick ihres Liebhabers. Yasirah legte den Kopf schief und versuchte aus ihm schlau zu werden. "Dafür sind sie sicher gut genug", antwortete sie mit leiser Stimme und nickte bestätigend. Des Volk darüber aufzuklären, was für eine wunderbare Königin es doch hatte, klang wie Musik in ihren Ohren. Diese undankbare Pack ging langsam auf die Barrikaden und machte ihr das Leben unangenehm stressig. Immer wieder gab es Boten, die von Unruhen berichteten und Berater, die - obwohl sie dazu angehalten wurden es nicht zu tun! - ihre Bedenken äußerten. Ridvan hatte die Sommerländer viel zu lange ignoriert und zugelassen, dass sich dieses Land selbst zugrunde richtet, wie sollte sie das bitte innerhalb kürzester Zeit wieder kitten können?! Außerdem tat sie schon, was sie konnte! Sie verscheuchte die Gedanken an das, womit sie sich den ganzen Tag gezwungenermaßen beschäftigen musste. Die nächsten Minuten (oder vielleicht sogar Stunden?) gehörte nur ihr und der Liebe. Der Leidenschaft, die zwischen Ismeth und Yasirah vor einigen Monaten entflammt ist. Der Hingabe, mit der sie ihre Körper verzehrten, jeden Zentimeter mit der Zunge erkundeten. Es war das Feuer, das er in ihr neu entfacht hatte. Das Feuer, das sie nun von innen heraus verzehrte. Sie antrieb ihre Zunge über seinen Hals gleiten zu lassen und sanft hineinzubeißen. Das Brummen, was sie ihm damit entlockte, wurde mit einem leisen Stöhnen beantwortet. "Eine Königin hat immer Zeit, wofür sie sich Zeit nehmen möchte", schnurrte sie an seinem Ohr und legte den Kopf schief. Obwohl sie ihm ihren Hals entblößte und zu sehr darauf hoffte, dass er die stille Einladung annehmen würde, schaffte er es doch offenbar sich besser zusammen zu reißen, als sie. "Ich lasse die Diener ein Mahl zusammenstellen", erklärte sie und rief mit herrischer Stimme nach den Bediensteten. Mit gesenktem Kopf kamen sie herein und nickten eifrig, als die Königin ihren Befehl äußerte. Mit einem ungeduldigen Wink ihrer Hand, an der klimpernde Armreifen hingen, verscheuchte sie die beiden jungen Frauen wieder aus ihren Gemächern. Als der großgewachsene Mann sagte, dass er tatsächlich etwas für sie habe sah sie ihn unverwandt an und blinzelte mit den Wimpern. "Ich habe doch schon alles, was mich glücklich macht", murmelte sie überrascht und trat einen kleinen Schritt zurück. Die Leidenschaft würde wohl noch einen Moment warten müssen. Oder aber er sprach von den Stunden der Wonne und Gänsehaut, die er ihr hoffentlich heute noch bescheren würde. Dann aber war der Abstand zwischen ihnen kein besonders großes Hindernis. RE: You're the first thing my heart wants to see - Ismeth Abd al-Azim - 26-05-2024 Einen Moment länger, nur einen Augenblick mehr und ihr stillschweigendes Angebot wäre sein Untergang gewesen. Die zarte Haut an ihrem Hals viel zu verlockend, um nicht von ihm geküsst zu werden, ihr Schnurren zu delikat, um nicht mehr davon aus ihr herauszulocken. Diese Frau, davon ging Ismeth mittlerweile aus, spielte nicht mit seinen Gefühlen, wohl aber mit seiner Lust und das war nicht nur eine Wohltat, sondern auch eine Herausforderung. Einer, der sich der Elefantenzüchter nur allzu gerne stellte. Aber im Geheimen und so trat er einen Schritt zurück als ihre Bediensteten nur durch ein lautes Rufen bereits den Raum betraten, die Wände hier waren dünn, dünner als ihm lieb war. Auch wenn sie ihre Köpfe senkten und ihren Blick nicht hoben, war es ihm beinahe unangenehm und er griff nach einer weiteren Dattel, nur um den Anschein zu geben, dass Yasirah ihn nicht in den Wahnsinn trieb. Stille kehrte ein, als die Türen geschlossen wurden und Ismeth zauberte ein flaches, in einem Seidentuch gewickeltes Paket hinter dem Stuhl hervor, in dem er sich heute stundenlang den Hintern platt gesessen hatte. Nicht größer oder breiter als die Länge seines Unterarms überreichte er ihr ein Bild in einem edlen Rahmen aus seltenem Kirschholz. Es zeigte Naila, mit ihrer Elefantendame, als die noch ein Jungtier war und Naila beinahe ein Kind. Die beiden spielten in einem seichten Teich, bespritzten sich mit Wasser und tobten beide ausgelassen und frei von den Sorgen und Ängsten eines Erwachsenenlebens. Es war natürlich kein genaues Abbild, immerhin hatte die Prinzessin nicht Model gestanden dafür, aber die Gesichtszüge waren gut genug getroffen. Die Kleidung und Haltung des Mädchens würden Yasirah deutlich machen, dass es sich dabei um ihre Tochter handelt, die sehr wahrscheinlich ihr restliches Leben fernab ihrer Heimat und somit weit entfernt von ihrer Mutter führen würde. Ismeth hatte natürlich kein Gefühl dafür wie die Liebe einer Mutter darunter litt, doch wenn es nur die Hälfte von der Sehnsucht war die er damals beim Tod seines eigenen Sohnes gespürt hatte... Hoffentlich war es ihr ein Trost. Ihre Tochter noch einmal als Kind zu sehen. Ismeth trat wieder einen Schritt auf sie zu, wartete ihre Reaktion ab und versuchte ihr an der Nasenspitze anzusehen, ob sein Geschenk gelungen war oder nicht. Ismeth trat einen weiteren Schritt auf sie zu, als sie sich von ihm entfernte und legte seine Hand sanft gegen ihre Hüfte, spielte mit dem feinen Stoff, der ihren Körper verdeckte. “Vielleicht sollten wir uns zurückziehen? Einen..” Sein Blick schweifte durch den Raum “... einen gemütlicheren Ort finden?” Und dann sah er in ihren dunklen Augen, wie sie zu ihm aufsah, wie dieses leise Feuer endlich wieder in ihren Blick trat nachdem sie alleine waren. “Oder wir essen hier und ich genieße meinen Nachtisch auf dem großen Tisch da.” Seine Zunge fuhr demonstrativ über seine Lippen. “Das wäre ein wärmender Gedanke bei der nächsten Sitzung der Berater.” Er grinste, ein seltenes und freches Grinsen, was sie definitiv herausfordern und ihre Gedanken zu den schöneren Dingen des Lebens lotsen sollte. RE: You're the first thing my heart wants to see - Yasirah ben Sahid - 28-05-2024 Die dunkelhaarige Königin blinzelte ein paar Mal, ehe sie erkennen konnte, was ihr Geliebter hinter seinem Stuhl hervor zog. Obwohl sie von sich immer behaupten würde eine sehr aufmerksame Frau zu sein, war ihr dieses 'Ding' heute offenbar entgangen. Yasirah schien wie eingefroren, abwartend und lauernd. Sie war nur bedingt ein Freund von Überraschungen, waren die meisten Menschen in Matariyya doch nicht unbedingt große Meister darin so etwas gut werden zu lassen, doch Ismeth sollte sie in den nächsten paar Sekunden offenbar eines Besseren belehren. Der Kontrollverlust in diesem Moment schien sie unruhig zu machen, trat sie von einem Bein auf das andere und strich sich mit den Händen über die seidenen Stoffe, die an ihren Oberschenkeln herab hingen. Gerade so viel, dass alles Nötige bedeckt war. Die kleinen Feuer der vielen Kerzen knisterte im Hintergrund, während eine halbe Ewigkeit verging, ehe die Königin einen Blick auf ihre Überraschung werfen durfte. Vorsichtig nahm sie den dunklen Holzrahmen in die Hand und sog scharf die Luft ein, als sie das erste Mal einen Blick auf die Zeichnung legte, die sich in diesem Rahmen befand. Alleine das Holz musste ein kleines Vermögen wert sein, war Holz hier im Sommerland doch nicht unbedingt einfach zu bekommen, wenn man nicht gerade das biegsame Material der Palmen verwenden wollte. Vorsichtig strich sie mit einem ihrer schlanken Finger über das Abbild ihrer Tochter, wie sie mit ihrem Elefanten an einem Wasserloch stand und spielte. Wieder ein paar Mal blinzeln, ehe das Bild scharf wurde. Die Dunkelheit und das flackernde Licht spielten ihre Streiche mit der Dunkelhaarigen. Von Jahr zu Jahr wurde es schwerer in Dunkelheit sehen zu können. "Das ist wunderschön", hauchte sie beinahe lautlos und konnte den Blick kaum von dem Bild abwenden. Obwohl Ridvan ihr, bis zu seiner Krankheit, stets ein guter Ehemann gewesen war, war das hier das wohl schönste Geschenk, das ihr je jemand gemacht hat. Und in diesem Moment konnte sie ihr Glück kaum fassen. Es war so zerbrechlich wie eine Glasvase und doch wusste Yasirah, dass sie Alles dafür tun würde um es zu beschützen. Dieser starke Mann, der mit seinen langen Haaren und der leicht krummen Nase so verwegen aussah wie ihre Krieger, der mehr Muskeln hatte, als das Leinenhemd wirklich verdecken konnte... Dieser Mann hatte ihr das wohl schönste Geschenk gemacht, das man einer Mutter hätte machen können. Vor allem in dieser Situation. Auch wenn sie keine Frau von großen Gefühlen war und sie vieles mit sich alleine ausmachte, konnte sie vermutlich kaum verbergen, dass ihr die Situation mit Naila ziemlich an die Substanz ging. Dass ihre Tochter das Elternhaus verlassen hatte war schon schlimm genug, doch dass sie nun auch in ein fremdes Land einheiratete und dieses ausgerechnet im Krieg stand, ließ sie beinahe verrückt werden. Tag und Nacht war sie in Gedanken bei ihrer Tochter und war schon mehrmals kurz davor gewesen weitere Männer auf die Reise zu schicken, die Naila beschützen sollten. Dass Ismeth ihr mit dieser Zeichnung das Geschenke der Erinnerung machte, rührte sie zutiefst. Es war nicht einfach Yasirah sprachlos zu bekommen, doch dieser Mann, den sie bis vor wenigen Monaten nur als einfach irgendeinen Berater kennen gelernt hat, hat es geschafft. Auf die wohl schönste Art und Weise, die sie sich nur vorstellen konnte. "Danke", flüsterte sie leise und legte das Bild beiseite. Auch wenn es schwer fiel das Holz aus der Hand zu legen, verlangte ihr Körper nach Nähe. Als Dank. Als Belohnung. Als Flucht vor diesem Leben, das sie mehr forderte, als sie es je für möglich gehalten hat. "Ich fürchte...", fing sie an und überbrückte den Abstand, der sich vorhin zwischen ihnen aufgetan hatte. Ihre Hände legten sich nun beide auf das Leinenhemd, das mit nur wenigen Knöpfen seine nackte Haut verbarg. "... dass wir den Hauptgang überspringen und direkt zu dem Nachtisch kommen...", flüsterte sie leise und öffnete einen Kopf nach dem Anderen. Währenddessen schob sie ihn vorsichtig zu dem Tisch, den er selbst gerade eben erwähnt hatte. Ein verruchtes Lächeln erschien auf ihren Lippen, als ein Funkeln in ihre dunklen Augen trat. Als sie endlich alle Knöpfe geöffnet hatte, streifte sie den Stoff langsam über seine starken Schultern und seufzte leise, als sie nun endlich freien Blick auf seine nackte Haut hatte. Gierig wanderten ihre Hände über seine Brust, ehe sie dann den Weg tiefer fanden und über die empfindliche Haut kurz über dem Hosenbund strich. "Jetzt ist es wohl an mir, dir ein ganz besonderes Geschenk zu machen...", hauchte sie ihm entgegen und drückte ihre Lippen auf die seinen. RE: You're the first thing my heart wants to see - Ismeth Abd al-Azim - 29-05-2024 Es konnte mitunter schwer werden, den Geschmack einer Frau zu treffen. Und es spielte keine Rolle ob Mutter, Schwester, Frau oder Schwägerin. Überhaupt nicht. Jede einzelne war anders und mal mehr oder weniger schwierig einzuschätzen – und manche verstecken ihre wahren Geschmäcker hinter höflichen Lächeln und dankbaren Gesten. Einfach nur, weil man es so von ihnen erwartete. Doch Yasirah war eine Königin, stolz und frei, und sie ließ ihn ganz unbedarft an ihren Emotionen teilhaben, die er mit den dunklen Augen eines Adlers beobachtete. Jedes Zucken ihrer Muskeln, jedes Blinzeln ihrer Augen, jeder tiefe Atemzug war eine Augenweide für ihn und bestätigte seine innere Eingebung. Er hatte überlegt ihr eine Katze zu schenken, vielleicht das einzige Wesen was es mit ihrer majestätischen und unabhängigen Natur aufnehmen konnte. Doch eine Katze bedeutete auch Verantwortung, davon trug seine Königin nun wirklich mehr als genug. Er lächelte selbstzufrieden, beinahe geschmeichelt davon, ihr die Sprache verschlagen zu haben und wartete geduldig ab, bis sie sich satt gesehen hatte. Für ihn gab es keine Eile in diesem Moment, nicht, wenn er allein mit ihr war und jeden Augenblick genießen wollte. Bei ihrem kurzen und präzisem 'danke' verbeugte er sich halb, senkte seinen Kopf und seinen Blick, doch sein Lächeln verschwand nicht. Es war ihm, und hoffentlich verstand sie das auch ohne großer Worte, eine absolute Freude sie glücklich zu machen. Egal auf welche Art. Sie schien so wenig davon zu haben und hatte ihn auserkoren, ihr Leben etwas angenehmer zu machen. Und anscheinend hatte Yasirah eine ziemlich genaue Vorstellung davon wie Ismeth dies bewerkstelligen konnte und sein Lächeln wuchs zu einem echten, breiten, gelöstem Grinsen, als sie sich ohne Umschweife über ihn hermachte. Dieses Lächeln war sein Untergang! Dieses Funkeln in seinen Augen ließ sein Herz schneller schlagen und er ließ sich ohne Gegenwehr von ihr dahin dirigieren, wo sie ihn jetzt gerne haben wollte. Seine Finger gruben sich in den Tisch hinter ihm, stützten sich nicht nur sondern nutzten die unnachgiebige Fläche auch, um sich selbst davon abzuhalten allzu forsch zu werden. Ein sanftes Brummen war seine Antwort, nachdem sein Hemd bereits zu Boden glitt und er begrüßte ihre Lippen mit dem gleichen Fieber wie sie. Es war beinahe still im Raum, mal abgesehen von ihren tiefen Atemzügen, ein Lichter flackern hier und da und dann... die Geräusche von Schritten. Ismeth öffnete die Augen und verfluchte sein Gerede von 'zusammen speisen'. Was hatte er sich dabei bitte gedacht!? “Yasirah...” unterbrach er den Kuss vorsichtig. “... ich genieße deinen Eifer, auch wenn ich keine Geschenke von dir brauche. Allerdings...” Sein Blick glitt noch einmal durch den Raum. “... werden deine Bediensteten gleich wieder hier sein.” Es war nicht ihre Art so unvorsichtig zu sein. Oder doch? Sie konnte temperamentvoll sein, das hatte er bereits am eigenen Leib erfahren dürfen, doch unvorsichtig war eigentlich kein Attribut, welches er ihr zugeordnet hätte. Sein Daumen fand ihre Wange, strich sanft darüber und blieb an ihren Lippen hängen, die ihn sofort verzauberten und ihn geradezu zwangen sich nach vorne zu beugen und einen weiteren Kuss auf sie zu pressen. “Schick sie weg.” Bat er, kein Befehl, nicht mal ein Vorschlag. Sondern eine Bitte, die nur schwer verbarg, wie gerne er jetzt völlig ungestört mit ihr wäre, fernab der Gefahr, in der sie beide schwebten. RE: You're the first thing my heart wants to see - Yasirah ben Sahid - 07-06-2024 Yasirah nahm sich, was sie haben wollte. Es gab genug Gold, Juwelen, Perlenketten und andere Schätze im Schloss, wenngleich sie auch so gut versteckt waren, dass vermutlich nicht einmal die Königin selbst alle wiederfinden würde, als dass sie sich alles auf dieser Welt kaufen konnte, wonach ihr der Sinn stand. Es war ein Leben im völligen Überfluss, während der Rest des Landes hungerte und nach Verwahrlosung stank. Es gab keinen einzigen Moment in ihrem Leben, in dem ihr wahrlich etwas verwehrt worden war. Auch, als sie das erste Mal diesen halbnackten Mann vor ihr mit diesem Hunger in den Augen ansah, hatte sie nur kurze Zeit später bekommen, an was sie in diesem Moment gedacht hatte. Eine Nacht voller Wonne und Zufriedenheit mit diesem wohlgebauten und attraktiven Berater ihres Mannes. Dass ausgerechnet dieser Mann ihr nun eine Zurückweisung entgegenbrachte - mochte sie noch so kurz sein - verärgerte sie für einen Moment. Ihre Stirn zog sich kraus und sie warf einen letzten Blick auf seine Lippen, ehe sie mit einem kurzen Nicken bestätigte, was er gesagt hatte. Obwohl er Recht hatte und obwohl es tausend gute Gründe dafür gab diesen Kuss an der Stelle zu beenden, so siegte trotzdem die Unvernunft in ihrem Herzen. Yasirah ben Sahid, damals noch Al-Fawahir, hat nie auch nur im Ansatz gelernt mit Zurückweisung umzugehen. Und das hier war nicht einmal echte Zurückweisung. Und trotzdem rammte es ihr einen Dolch ins Herz. Grummelnd bewegte sich die Königin in Richtung Tür, hatte Ismeth für den Moment einfach halbnackt an diesen Tisch gelehnt stehen lassen. ER HATTE RECHT. Und für einen kurzen Moment fragte sich die Königin, ob sie diese Tatsache vielleicht sogar noch mehr störte, als dass er ihren Kuss unterbunden hat. Ein Zucken ihrer Augenbraue war das verräterische Zeichen dafür, dass sie kein absolut herzloser und gefühlskalter Mensch war. Auch wenn diese Gefühle gerade weniger positiver Natur waren. Aber es gab welche. Und es gab sogar positive Gefühle, aber die waren so weit unter der Oberfläche versteckt, dass es ihr selbst manchmal schwer fiel auf diese zuzugreifen. Es war viel zu gefährlich. Die Liebe würde sie alle noch ins Grab bringen. Sowohl ihren Ehemann, als auch ihren Geliebten. Und Yasirah selbst vermutlich auch. Mit einem beinahe fauchenden Geräusch öffnete sie mit einem Schwung die Holztür, die der einzige Sichtschutz zwischen den beiden sich hoffentlich bald Liebenden war und ihren Bediensteten, die sie mit erschrockenem Blick ansahen. Yasirah versperrte ihnen die Sicht auf das Raumesinnere und stellte sich ihnen demonstrativ in den Weg. Bevor sie auch nur stotternd irgendetwas vorbringen konnte, ertönte ihre donnernde Stimme. "Stellt das Essen auf den Boden und verschwindet wieder! Ich brauche Ruhe!", spie sie ihnen wie ein feuerspuckender Drache entgegen und wartete gar nicht erst darauf, dass sie sich mit zitternden Fingern bückten, um ihrem Befehl nachzukommen. Mit einem lauten Knall fiel die Tür wieder ins Schloss und Yasirah drehte sich zu Ismeth um. Die Verärgerung darüber, dass er ihren Kuss unterbrochen hatte war ihr sicher noch anzusehen, doch sie wusste schon, wie sie diesen Ärger in etwas Gutes umwandeln konnte. Vorausgesetzt ihr absolut anziehender Geliebter würde jetzt nichts total Dummes sagen. Raubtierhaft schlich sie auf ihn zu. Wie ein Puma, der seine Beute taxiert. RE: You're the first thing my heart wants to see - Ismeth Abd al-Azim - 10-06-2024 Ihm entging keins der kleinen Details, die ihren Unmut auf ihrem Gesicht erschienen ließ, die dumpfe Dunkelheit ihres Blickes, das genervte Zucken ihrer Augenbrauen, selbst ihr Schweigen waren alles Anzeichen, die er zu deuten wusste. Sie war sauer. Und wahrscheinlich sogar mehr auf ihn als auf die Situation, in der sie sich befanden. Was so ziemlich das letzte war, was er mit seinen Worten hatte erreichen wollen. Ganz im Gegenteil, er wollte ihr helfen, wollte ihr Leben einfacher gestalten, wollte sie sicher wissen vor Gerüchten oder der Entdeckung ihrer Affäre. Er spielte mit ihrem Leben, und seinem, ganz egal wie ehrlich seine Gefühle der Königin gegenüber waren. Sein Blick folgte ihrem grazilen Körper, spürte immer noch die Lust in ihm und wie sich diese in seiner Körpermitte sammelte und nur kurz verebbte, als ihre harsche Stimme durch den Flur hallte. Sie war sauer. Sein Appetit war vergangen und was in seiner Vorstellung ein romantisches Essen war, in einem privateren Raum als dieser, wurde zu einem Schauspiel voller Ehrfurcht. Der laute Knall ließ ihn aufsehen, rückte den Fokus wieder auf sie und Ismeth ließ zu, dass er außer ihren schwingenden Hüften und dem völlig auf ihn fixierten Blick, nichts anderes mehr wahrnahm. Er grinste, eine unausgesprochene Einladung mit ihm anzustellen, was auch immer ihr hübsches Köpfchen sich gerade ausmalte und eine ebenso unausgesprochene Zusicherung, wie sehr er ihr verfallen war. Die Raubkatze vor ihm hatte eine gewisse Ähnlichkeit zu den Katzen, mit der er sie so gerne verglich, eine edle Räuberin die ihre Beute fest im Blick behielt und ihre Instinkte die Führung überließ. Seine Zunge befeuchtete seine Lippen, sein Adamsapfel hob und senkte sich nach einem schweren Schlucken, seine Nackenhaare stellten sich auf in einem wirbelnden Kribbeln auf seiner Haut und selbst Ismeth konnte hören, wie wild sein Herz zu pochen begann. “Yasirah” flüsterte er heiser, ließ die Erregung in seiner Stimme zu, machte deutlich, wohin seine Gedanken gewandert waren und wie gerne er sein Angebot wahrmachte. Sein Hemd fiel zu Boden als sich Ismeth von dem Tisch fort bewegte und einen langen Schritt in ihre Richtung machte, seine Hand zunächst sanft auf ihrer Schulter platzierte, nur um dann zu ihrem Hals zu streichen. Seine Daumen fand ihre Unterlippe, fuhr sanft darüber, während sein Grinsen breiter wurde. “Kannst du still sein?” Fragte er, eine unterschwellige Belustigung in der Stimme, da er vorhatte sie ertönen zu lassen wie ein Musiker sein Instrument. “Ich habe vor mich für meinen Frevel zu entschuldigen.” Mehr würde er ihr nicht erklären, stattdessen fuhren seine Hände ihren Körper entlang, packten sie bei den Hüften und hoben sie hoch genug, dass ihre Beine sich um seine Hüfte schlingen könnten. Auch wenn das gar nicht weiter nötig war, denn er setzte sie auf dem Tisch wieder ab, schob sich zwischen ihre Knie und begann die Verschlüsse die ihr edles Kleid zusammenhielten, zu öffnen. Jedes freigelegte Stück ihrer samtigen Haut wurde mit Küssen und kleinen Knabbereien empfangen, während seine Hände hierhin und dorthin sprangen, als wolle er ihre gesamte Form in seine Erinnerung brennen. Dieses Spiel könnte er stundenlang weiter spielen, wenn sie ihn ließe. RE: You're the first thing my heart wants to see - Yasirah ben Sahid - 16-06-2024 Eine Sache, die sie sehr an ihren Mitmenschen zu schätzen gelernt hatte, war die Unerschütterlichkeit einer Königin gegenüber. Es gab kaum etwas, was sie mehr verabscheute als Feiglinge. Ein lautes Wort und sie zogen den Kopf ein und verließen ihr Sichtfeld. Es gab viel zu viele Menschen, die sich nicht trauten ihr auch nur ein Wort entgegen zu setzen - im Gegensatz zu Ismeth. Er gab ihr Konter, konnte ihr wallendes Temperament aushalten und sogar erwidern. Es war die Leidenschaft zwischen ihnen, die anfänglich dafür gesorgt hat, dass sie sich immer mehr Zeit hie und da nahm, um mit ihm in den Laken zu liegen. Es war sein Selbstvertrauen, dass sie beeindruckt hatte. Er war alles andere als ein Feigling, konnte mit den Launen der Königin umgehen. Damit, wie schnell sie hin und her sprangen und wie sie von einer auf die anderen Sekunde von völliger Ekstase zu absoluter Raserei wechseln konnte. Es war so langweilig in den letzten Jahren geworden, in denen sie niemanden mehr hatte, der ihr die Stirn boten konnte. Auch Ridvan, der das früher durchaus meisterhaft beherrschte, war nicht mehr der Mann, den sie einst geheiratet hat. Er war so ruhig und zurückgezogen geworden, konnte nicht mehr mit ihrem Feuer umgehen, das sie die meiste Zeit umgab. Sah sich nur noch schreckhaft um und verschloss die Türen hinter sich, weil er Angst vor Eindringlingen hatte. Irgendwann hat Yasirah aufgegeben. Hat gar nicht mehr versucht mit ihm zu streiten oder ihn heraus zu fordern, hat einfach resigniert, als sie seine in Falten gezogene Stirn gesehen hat. Von ihrem damals so geliebten Mann war nur noch ein Schatten seiner Selbst übrig. Daher traf es sich umso besser, dass Ismeth als Berater in ihr Leben getreten war. Schon früh musste sie feststellen, dass er nicht zu jedem ihrer Vorschläge 'ja' sagte. Durfte beobachten, wie er sich ihr entgegen stellte und sich traute seine Meinung durchzusetzen, wo alle anderen Berater nur noch scharf die Luft einsogen. Dieser Mann, der nun halbnackt vor ihr stand und ihr einen Hand auf die Schulter legte, hatte ihre Aufmerksamkeit geweckt. Und ihr Feuer. Vielleicht hat er es sogar noch angefacht und dafür gesorgt, dass es heller brannte, als je zuvor. Möglicherweise war es auch die fehlende Last auf ihren Schultern. Als Mann und Frau verband Ismeth und Yasirah nichts außer ihrer Lust. Und mittlerweile auch ihrer Liebe. "Ob ich still sein kann?", flüsterte sie atemlos, als er sie mit einem Ruck hochhob und sie automatisch ihre Beine um seine starke Hüfte schwang. Sie platzierte einen Kuss auf seinem Hals, ehe Ismeth sie auf dem Tisch absetzte. Ihre Arme stützte sie hinter sich auf der Tischplatte ab und legte den Kopf in den Nacken. Sie bot ihren Körper dar wie einen Schatz. Er durfte sich nehmen, was immer er wolle. "Bring mich dazu, es nicht zu sein", schnurrte sie und klammerte ihre Beine noch immer um seine Oberschenkel. Das Kribbeln in ihrer Körpermitte wuchs unerträglich an und je langsamer er dafür sorgte, dass der Stoff, der ihre Haut bedeckte, zu Boden fiel, desto schlimmer wurde es. Nun setzte sich die Königin wieder aufrecht hin, ließ ihre Hände über seine Brust gleiten und biss ihm sanft in die Haut. Auch sie machte sich nun an seiner Hose zu schaffen, öffnete den locker gebundenen Knoten und fuhr mit ihren Händen über sein Gesäß, als er sie nach unten abstreifte. Ein leises Keuchen verließ ihre Lippen, ehe sie ihn wieder in einen leidenschaftlichen Kuss verwickelte. Sie wollte alles von ihm. Wollte ihn besitzen. Wollte, dass er sie besaß und dass dieses Feuer zwischen ihnen niemals endete. |