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smoke in the sky, dragon's nearby
13.08.1016 - 19:00
Dorfmitte von Sevenwaters
Iórunn Bjerk Eoan Faraoise

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Iórunn Bjerk
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#1
Auch wenn Iora zufrieden mit dem Handel in Farynn war, der gänzlich unbeeindruckt vom Krieg schien, so hatte sie dennoch schon langsam wieder genug vom Herbstland. Auch wegen dieser ganzen Geschichten von verfluchten Drachen. Sicher... diese Geschichten konnten sehr einträglich sein, doch Iora hatte auf dem Weg durch die öde Sumpflandschaft auch einige Dinge erlebt und gesehen, die sich nicht so einfach wieder verleugnen ließen. Zwar hatte sie natürlich - glücklicherweise - keine leibhaftigen Drachen gesehen... doch die Anzeichen, die waren auf jeden Fall da gewesen. Sowas hatte sie in den letzten zehn Jahren, in denen sie allein gereist war, vorher noch niemals gesehen. Zerfetztes Vieh, auseinandergetriebene Herden, flüchtendes Wild, ... das alles kam ihr nicht ganz richtig vor. Und wer war sie schon, zu beurteilen, ob nicht doch etwas an diesem ganzen Gerede dran war?!

Sevenwaters, dieses verschlafene kleine Nest, war grade recht für Iora, um die Nacht dort zu verbringen. Am späten Nachmittag, direkt nach ihrer Ankunft, hatte sie den Wagen gehalten, das breite Fenster hochgeklappt und damit begonnen, ihre Waren feilzubieten. Sonderlich einträglich war das in so kleinen Ortschaften meistens eher nicht, doch einige Säckchen mit erschwinglichen Gewürzen aus anderen Ländern hatte sie trotzdem an den Mann bringen können. Einer wollte sogar einen hübschen Obsidianspiegel aus Ironwell und dazu einen Bernstein aus Hollowsgate für seine junge Braut erwerben, um ihr ein edles Geschenk machen zu können. Daran tat er gut, denn ob man in Farynn noch lange auf Waren aus Castandor und Walleydor zählen konnte, war zum aktuellen Zeitpunkt nur schwer zu sagen.
Vollkommen auf dem Stand war Iora natürlich nicht, was die Antwort Castandors auf den Angriff von Walleydor betraf. Wie auch? Sie konnte nicht lesen und war meist auf den Straßen unterwegs - und immer nur wenige Stunden oder Tage einmal in einer Stadt, in der es Herolde gab, die irgendwelche Neuigkeiten verkündeten. Doch die Kunde, dass der sommerländische König seine Leute nach Castandor schickte, hatte auch sie schon mitbekommen. Mal sehen, es würde mit Sicherheit spannend bleiben. Und ehrlich gesagt spielten solche Kriege ihr gut in die Karten. Wenn der normale, stationäre Händler seine Waren nicht mehr über die üblichen Routen bekommen konnte, war ein neutraler fahrender Händler im Vorteil. Sie konnte überall das einkaufen, das die Leute zu geben hatten und es anderswo teurer wieder verbringen.

"Holunderblüte und Moosbeere sagtest Du? Nagut, für die acht Flaschen geb' ich Dir ... na, sagen wir mal 3 Silber. Und für die zwei Flaschen mit Brombeerbrand kriegst Du nochmal 1 Silber, einverstanden?", handelte Iora mit einem ansässigen Brauer, dessen üblicher Händler aus Castandor gerade auf sich warten ließ. Iora hätte ja getippt, dass der Mann möglicherweise für den Krieg eingezogen worden war, doch sicher konnte sie das natürlich nicht sagen. Als Frau passierte ihr sowas nicht - obwohl sie möglicherweise deutlich mehr zu Gewalt neigte, als so mancher harmloser Winzer aus Bardon Pass oder Perlentaucher aus King's Portal. Nachdem sie dieses Geschäft abgeschlossen hatte, lauschte Iora den aufgeregten Unterhaltungen einiger Herumstehender, die sich gerade über die Gerüchte zu den Drachen austauschten.
Die blonde Winterländerin grinste grimmig in sich hinein und hob ein schweres, tellergroßes Bündel über die Ladentheke. Es war noch in ein grobes Tuch eingeschlagen, doch die Händlerin lehnte sich vielsagend über die Ladentheke. "Wollt ihr Dahergelaufenen mal was Handfestes von 'nem Drachen seh'n?", fragte sie hörbar und provokant in die Runde und wartete ab, ob sie damit wohl ein bisschen Aufmerksamkeit auf sich und ihre Ware lenken konnte.
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Eoan Faraoise
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#2
Sevenwaters, der beste Ort der Welt. Jedenfalls laut Eoan, der nie müde war seine Heimatstadt zu loben und sie sogar Westgate vorzuziehen, jedenfalls wenn ihm nicht der Sinn stand die Nacht zum Tag zu machen. Dafür eignete sich dann die größere Stadt doch besser, hier, in Sevenwaters, war er ruhiger und besonnener. Seine Familie konnte immerhin hinter jeder Ecke lauern und versuchen ihn zu blamieren. Die Bevölkerung allerdings hatte meistens Spaß an ihren Eskapaden und es war keine Seltenheit, dass sich ein der sieben Kinder unter das 'normale Volk' mischte und am Alltagsleben teilnahm. So auch heute, denn der älteste Spross hatte den Vormittag damit zugebracht, ein paar Karten des Landes zu studieren und den Versuch gestartet, anhand der bereits von ihm aufgeschnappten Gerüchte sowas wie eine Flugbahn des Drachen zu finden. Vielleicht gab es irgendwo eine Bergspitze, von wo auch das Viech seine Kreise zog. Ishcateslieve war ein guter Anhaltspunkt und er würde dort in ein oder zwei Wochen nach weiteren Indizien suchen. Sobald die Henaghens auf sein Schreiben antworteten, würde er sich auf den Weg machen und Finnbar kein einzelnes Wort von seinem Plan verraten. Das Grinsen, bei diesem Gedanken, blieb ihm den ganzen Nachmittag erhalten und verschwand auch nicht, als er sich zu einem Spaziergang über den kleinen Marktplatz hinreißen ließ. Conor und Aine begleiteten ihn, doch waren schnell abgelenkt und Eoan hielt ein Auge auf sie, als sie durch die Reihen schlenderten und vor einem Wagen einer blonden Händlerin stehen blieben. Ihrem Aussehen nach zu urteilen stammte sie aus dem Winterland, doch Eoan war viel mehr an dem magischen Wort mit D interessiert, was im nächsten Augenblick über ihre Lippen purzelte. Sie hielt etwas in den Händen, was er über die Köpfe hinweg seiner Geschwister und anderer Marktbesucher nicht weiter ausmachen konnte.

Also verschränkte er die Arme, schmunzelte weiter vor sich hin, und freute sich auf das händlerische Spektakel, was wiederum weitere Leute anlockte. Immerhin schien seine Aufmerksamkeit gefesselt von ihrer provokanten Frage und er beugte sich ein Stück hinter Conor, verstellte seine Stimme und rief ein fröhliches “Jaaaaa!” in die Runde, ganz so, als wäre es von seinem kleinen Bruder gekommen. Das der ihm in die Seite boxte und Aine herzlich lachte, war es wert ein wenig zwischen den Bürgern aufzufallen und Eoan grinste zufrieden vor sich hin.
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Iórunn Bjerk
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#3
Ganz wie Iora sich das vorgestellt hatte, kamen tatsächlich der eine oder andere Tölpel näher und versuchten einen Blick auf das noch in Tuch eingeschlagene Paket zu erhaschen. Doch Iora hatte natürlich nicht wirklich vor, es zu verkaufen. Es kam ihr zu kostbar vor, zu wichtig um die Massen anzulocken. Eigentlich wollte sie nur Aufmerksamkeit erregen und die Leute dazu bringen, ihr den anderen, erschwinglichen Kram abzukaufen.
Irgendein Jugendlicher rief sogar ein heiteres Jaaaa aus, was die blonde Winterländerin dazu brachte, mit einer Augenbraue in der Menge nach dem Burschen zu suchen. Doch schien die Stimme zu keinem der Anwesenden zu passen. Zumindest auf den ersten Blick.

"Also von ominösen Schatten am Himmel hab' ich hier in Farynn jetzt wirklich mehr als genug gehört!
Und natürlich hab' ich keinen lebendigen Drachen heute dabei.
Aber wer mehr sehen will, als nur einen Schatten am Himmel, der sollte sein Rückgrat mal für mehr benutzen, als nur zur Dekoration!"
, versuchte sie, die kleine Schar, die sich um ihren Marketender-Wagen gebildet hatte, weiter anzuheizen und neugierig zu machen.

Sobald sie sich der Blicke der Leute sicher fühlte, schlug sie genüsslich eine Ecke des Tuches von dem verborgenen Etwas zurück. Dann die nächste. Ja, sie ließ sich absichtlich Zeit damit. "In meinem Land zieht es die echten Männer schon immer zur Gefahr.
Und das hier"
Pause für den dramatischen Effekt und Zeit, das Ding auszupacken und in die Luft zu halten, damit jedermann es sehen konnte "das kommt direkt aus der berüchtigten Einöde hinter der Leuchtfeuerkette!"
Zunächst einmal sah es nur aus wie ein nicht symmetrisch geformter, versteinerter und seltsam dicker Teller. Doch wer mehr darin sehen wollte, konnte erkennen, dass der "Teller" zu einer Seite spitz zulief. "Kommt' her und staunt über ein Wunder wie kein anderes!
Direkt aus den tiefen Eisgräbern der Drachen in der Einöde präsentiere ich euch eine Drachenschuppe, der man auch nach vielen Jahrhunderten magische Kräfte zuspricht!"
, erklärte sie und drehte die vermeintliche Drachenschuppe in alle Richtungen. Sie war scharfkantig, grob, fossiliert, aber weiß schimmernd.
Ob es sich nun wirklich um eine echte Drachenschuppe handelte, war fraglich, aber nicht unmöglich. Es hatte Drachen immerhin gegeben - viele Jahrhunderte, in allen Landen. Und erst die Vereinigung aller Menschenländer hatte diese machtvollen Wesen zurückgedrängt. Auch in Castandor sagte man noch heute, dass das gelegentliche Speien der Vulkane den Drachen zuzuschreiben wäre.

"Diese Schuppe hat @Leif Stelhammer, der Kronprinz meines Landes aus der Einöde geborgen, zusammen mit vielen weiteren, unbezahlbaren Schätzen!", prahlte sie weiter großspurig.
Natürlich hatte sie das Ding nicht vom Kronprinz aus Norsteading persönlich ... aber immerhin von jemandem, der ebenfalls von sich behauptete, ein Held aus der Einöde zu sein. Und in jeder Generation gab es schließlich genug davon - und alle kamen sie mit Schätzen und Wunderlichem bepackt zurück. Iora wusste selbst nicht genau, ob es wirklich eine Drachenschuppe war. Aber es war zumindest etwas, das sie in all ihren Jahren als Kuriositätenhändlerin noch nie gesehen hatte. "Seht, wie sie im Sonnenlicht glänzt, ein Zeichen der Macht ihres einstmaligen Besitzers. Spürt die Energie, die sie ausstrahlt. Eine Rüstung aus solcher Schuppe könnte sogar die stärksten Klingen abwehren!", erklärte sie großspurig.
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Eoan Faraoise
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#4
Es wurde von Tag zu Tag schwieriger, dem Thema eines möglichen Drachen aus dem Weg zu gehen, was Eoan nicht wirklich schlimm fand. Das Problem war eher, wenn die Gerüchte sich nun schon in Sevenwaters verbreiteten, dann würden sie definitiv schon bei Finn gelandet sein, der nun mal einen gewissen Vorsprung hatte. Durch sein jahrelanges Nase-in-die-Bücher stecken und aufsaugen von allerlei Fabeln über die Viecher, wusste er wahrscheinlich am besten, wie man das Ganze angehen sollte. Ein Grund mehr sich nichts anmerken zu lassen und es einfach nur schneller und besser als er zu machen. Eoan hatte keine Sorgen, dass er nicht auch aus dieser kleinen Wette als Sieger hervorgehen würde. Immerhin war er hier um die Geschichte zu hören, während die anderen Brüder sich Heofader weiß, wo herumtrieben. Also lauschte er aufmerksam der fahrenden Händlerin, die sich ganz vorzüglich darauf verstand, die Blicke der Leute auf sich und somit auch auf ihre Waren zu ziehen. Norsteading, auch wenn er selbst nie in der Einöde gewesen war, schien eine gute Quelle zu sein – immerhin hatte es Drachen einmal wirklich gegeben und wenn man Feuer speien konnte, so dachte sich der Älteste Faraoise zumindest – wäre eine Eiswüste sicherlich ein ganz passabler Ort zum leben. Genug Abenteurer zum Fressen schien es dort ja auch zu geben, also, aus Drachensicht.

Seine grünen Augen hingen also an ihren Händen, nur um dann an der seltsam eckigen und gleichzeitig runden Scheibe hängenzubleiben. Irgendwie hatte er etwas Eleganteres erwartet, etwas, das funkelte und glitzerte und er Finn unter die Nase reiben konnte. Andererseits, wenn es wirklich die Schuppe war, von einem toten Drachen, machte es wohl Sinn ein wenig dumpf auszusehen, der Schimmer war da, definitiv. Aber eben nicht das schillernde Funkeln, was er sich bisher immer ausgemalt hatte. Eoan trat unweigerlich einen Schritt nach vorne um einen besseren Blick auf das Stück zu werfen. Ob es wohl auch hässliche Drachen gab? Eoan biss sich auf die Lippe um keine dämliche Frage zu stellen, denn eine geborgene Schuppe war noch längst kein Beweis über tatsächlich wieder lebende Drachen in Farynn! Mit einem nachdenklichen Kopfschütteln trat er noch einen Schritt näher und verbat sich das Kribbeln in den Fingerspitzen, die Schuppe selbst einmal in den Händen zu halten, stattdessen wandte er seinen Blick der Händlerin zu und versuchte sich ihren einladenden und malerischen Worten nicht einlullen zu lassen. Ein Verschränken der Arme half, auch wenn seine Körperhaltung weder abwertend noch abweisend klang, sondern eher als müsse er seine Finger bei sich behalten um nicht ungefragt nach der Schuppe zu greifen. “Und was kann sie?” Fragte er dann, bewusst, dass die Einwohner von Sevenwaters sie umringten und ihn beobachteten, genau wie seine jüngeren Geschwister.

Sein Oberkörper lehnte sich für einen Moment nach vorne, ganz so als könne er die Energie riechen, doch stellte sich augenblicklich wieder aufrecht hin. “Also ich spüre nichts!?” Meinte er mit einem übertriebenen Achselzucken, bereit das alte Spiel von Katz und Maus, von Käufer und Verkäufer, von Angebot und Nachfrage, zu beginnen. “Und bei der Größe wurde sie nur eine Schulter schützen können oder vielleicht meinen Dickschädel? Habt ihr mehr mitgebracht!?” Fragte er mit einem versteckten Grinsen, darauf hoffend, die Meute wieder auf seine Seite zu bringen. Und wenn nicht, wenigstens hatten sie alle eine gute Zeit ihn dabei zu beobachten, wie er mit der Händlerin … nun … verhandelte.
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Iórunn Bjerk
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#5
Endlich! Jemand stellte die Frage danach, welche Kräfte die Schuppe wohl haben mochte. Iora ließ ihren Arm ein wenig sinken und drehte das vermeintliche Wunderstück in den Händen, etwas dichter über den Gesichtern der Schaulustigen, damit sie den Glanz und Schimmer, die Fossilierung besser erkennen und das Gewicht in den Händen der Händlerin ein bisschen besser einzuschützen vermochten. Sie schien nicht gerade leicht zu sein, was aber auch an der Fossilierung liegen konnte. Ein fliegender Drache brauchte vermutlich was Leichteres. Aber … ehrlicherweise waren das alles nur Mutmaßungen … von ihnen allen. Keiner der Anwesenden kannte auch nur einen lebenden Menschen, der selbst noch einen lebenden Drachen gesehen hatte - wenn man mal von den Gerüchten absah. ”Ich bin Händlerin, keine Wahrsagerin… ich kann nur mutmaßen, was in diesem einzigen Körperteil eines Drachen schlummern mag…”, gab sie ungeniert und für jedermann hörbar zu. Es passte, dass er sogleich bekundete, gar nichts spüren zu können. Die Winterländerin grinste in sich hinein. Dies schien sich zu einem der spannendsten Verkaufsgespräche zu mausern, die sie seit langem geführt hatte. ”Du spürst vielleicht noch nichts, mag schon sein, du grober alter Klotz, … aber ich trage sie schon für eine Weile mit mir herum. Gelegentlich hab’ ich hier und da mal eine Wanderheilerin oder einen weisen Vagabundierenden drauf schauen lassen. Die haben freilich ihre Meinungen, die sie einem gegen ein paar Münzen bereitwillig auf die Nase schwatzen.
Ich selbst bin da etwas praktischer veranlagt. Und wenn ich ein Ritter - oder gar ein König wäre, würde ich versuchen, so viele von den Dingern zusammenzuklauben, wie ich nur könnte!”
, erklärte sie ausschweifend und effekthascherisch.

Der Kerl schien ja durchaus interessiert zu sein, auch wenn er ihre Ware versuchte, billig herunterzuschwatzen. Das kümmerte Iora nicht wirklich, denn sie hatte schließlich auch nicht wirklich vorgehabt, das Stück zu verkaufen. Es kam ihr zu wertvoll, zu einmalig und großartig vor, um es dem erstbesten Dahergelaufenen einfach so zu übergeben. Auch wollte sie es nicht wirklich für eine einmalige Summe hergeben, sondern wenn schon, dann einen größeren Handel daraus schlagen. Was genau sie haben wollte, das würde sie vermutlich auch erst wissen, wenn sie es sah, oder man es ihr verbal anbot. Etwas… wie einen Alterswohnsitz, Garantien für die Zukunft, eben etwas Immaterielles. Insofern würde sie sich auch hüten, mit irgendwelchen Zahlen um sich zu werfen.
”Ich geb’ schon zu, … mit einer einzigen Schuppe wird man nicht weit kommen, wenn man im Leben Großes erreichen will. Aber in welcher Situation ist es überhaupt jemals so, dass man auf einen einzigen Streich ausgesorgt hat und für immer fertig ist?
Du musst doch bestimmt auch irgendwas arbeiten - jeden Tag aufs Neue - ohne jemals fertig zu werden, oder…?”
, fragte sie rhetorisch und einige Menschen nickten, während sie an ihr eigenes leidvolles Tagein und Tagaus dachten. Ans Mistschaufeln, Körbeflechten, immerwährende Kochen, Strumpfflicken und sonstige Buckeln. ”Das hier … das kann höchstens der Anfang sein, der dein Leben vielleicht verändert…”, sprach sie verheißungsvoll auf die Menge - und nunja, speziell auf diesen einen Mann da - ein.
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