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the storm came on before its time
16.08.1016 - 20:00
Lager der Sommerländer am Rand der Stadt
Rana Shadid Khaled bin Sharif

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Khaled bin Sharif
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#2
Es war dem Grunde nach ganz einfach. Er würde einen Weg finden, wie er aus diesem schrecklichen Land entfliehen konnte, würde sich bis an die Küste durchschlagen und dann das nächstbeste Schiff nach Matariyya besteigen. Anschließend würde er der rauen See trotzen, und Khaled wusste mittlerweile, dass jene ihn krank machen konnte, jedenfalls hatte er sehr viel Zeit auf dem Deck verbracht, was eigentlich verboten war, aber dort drunten, bei den ganzen anderen, offensichtlich eingepferchten, Passagieren, war ihm die Luft zum Atmen regelrecht weggeblieben. Wenn er dann erst den vertrauten Boden der Heimat unter seinen Füßen spürte, würde es ein Leichtes werden, sich bis zu seiner Familie durchzuschlagen.
Und an diesem Punkt konnte Khaled nichts mehr aufhalten. Er würde seine Arme ausbreiten, seine Eltern in sie schließen, sie drücken und herzen und ihnen versichern, dass kein Tag vergangen war, an welchem er nicht daran gedacht hatte, dass sie auf ihn zählten. Und, dass sie sich sicher sein konnten, obwohl er länger unterwegs gewesen war, als er selbst für sich ausbedingt hatte, dass sie nicht vergessen gewesen waren. Niemals. Anschließend würde er wohl auch seine zahlreichen Geschwister begrüßen und er würde die Beute, die er mit sich führte, aufteilen. Es würde ein Festmahl geben, zu welchem auch die Nachbarn eingeladen waren. Das war eine gute Tradition im Sommerland. Wer etwas zu geben hatte, teilte es mit jenen, die ihm nahestanden, so war nie jemand allein.
Hungrig dennoch durchaus.
Und obwohl diese Schritte geordnet gemacht werden konnten, sie in ihrer Einfachheit auch relativ klar waren, saß Khaled bin Sharif immer noch hier fest. Er saß fest in Castandor, umgeben von Soldaten, zu denen er nicht gehören wollte, und für die er auch nicht vorhatte zu kämpfen.
Er saß fest, während die Nachricht über die Flutwelle längst die Runde gemacht hatte, und je nach Version verschieden ausfiel. Manche Männer, die über dieses Ereignis gesprochen hatten, berichtete von Aussagen, die Rückschlüsse über kaum nennenswerte Zerstörung lieferten. Andere Männer hätten wohl Gegenteiliges gehört, und dass alles eine immense Katastrophe sei, die Matariyya heimgesucht hatte.
Khaled war versucht, letzteren Mutmaßungen mehr Glauben zu schenken. Es war alles so konfus gewesen. Die Flutwelle hatte sich bereits ereignet, als Rana und er noch im Begriff waren, auf das Festland überzusetzen. Doch erst mit dem Einzug der Männer aus dem Sommerland hatte diese Neuigkeit tatsächlich das Gehör des Schattens erreicht. Allerdings, nicht erst mit den Männern aus dem Sommerland war Khaled bewusst geworden, dass etwas gewaltig schieflief.

Er musste hier weg. Es war eine beschlossene Sache und eigentlich suchte Khaled lediglich nach einem Weg, wie er das anstellen sollte, ohne, dass es ihn mehr kosten würde als bloß einen Finger. Sein Leben, beispielsweise. Aber, er hatte den Eindruck, je mehr er sich darum bemühte, und je intensiver er nach diesem Weg suchte, umso verschlungener und verworrener waren die Pfade, die ihn…
Immer wieder zu Zaras Zelt leiteten.
Sie saß an dessen Eingang und hatte ihre süße, kleine Nase in die untergehende Sonne gereckt. Ihre Stirn war entspannt, ihre Lippen waren das ebenso. Sie wirkte friedlich.
Sicher nicht zufrieden.
Niemand konnte hier zufrieden sein.
Ohne, dass er willentlich seine Schritte geleitet hätte, setzte Khaled seinen Weg fort. Und, als er schlussendlich vor ihr stand, wurde Zara auf ihn aufmerksam. Sie schlug ihre Augen auf, was ihm beinahe ein wenig leidtat, da er sie gern ansah, besonders, wenn ihre Gedanken weit, weit fort waren, und es nicht die Sorge oder der Ärger war, welche ihr Antlitz malträtierten. Mit Mühe verkniff sich Khaled ein Seufzen und er schalt sich einen rücksichtslosen Narren, dass er diese himmlische Ruhe gestört hatte.
Ihre Hand ergriff der Schatten, jedoch half er ihr nicht auf, sondern ließ sich an ihrer Seite nieder und lehnte sich vorsichtig abschätzend gegen die Zeltbahn, die sein Gewicht hielt, weshalb er sich mit mehr Vertrauen in sie bettete, ohne, dass er Zaras Hand dabei losließ.
Auch seinen Kopf legte er an dem Stoff ab, und Khaled schloss seine Augen, während sein Daumen in sachten Bahnen die Knöchel ihrer Finger umspielte.
„Hast du etwas gegessen?“, fragte er Zara, seine Stimme war warm und umsorgend.
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the storm came on before its time - von Rana Shadid - 17-04-2024, 20:08
RE: the storm came on before its time - von Khaled bin Sharif - 28-04-2024, 20:41
RE: the storm came on before its time - von Rana Shadid - 18-05-2024, 11:56
RE: the storm came on before its time - von Khaled bin Sharif - 07-06-2024, 21:11
RE: the storm came on before its time - von Rana Shadid - 15-06-2024, 11:49
RE: the storm came on before its time - von Khaled bin Sharif - 28-06-2024, 19:57
RE: the storm came on before its time - von Rana Shadid - 20-07-2024, 07:06
RE: the storm came on before its time - von Khaled bin Sharif - 20-08-2024, 19:42

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