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A small misunderstanding can show you how a person really feels about you.
12.08.1016 - 19:00
Königliche Gemächer
Trigger: Krieg, Verlustangst
Lester Stafford Charles Stafford

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Lester Stafford
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#5
Er zappelte und sein kleiner Körper entlud regelmäßig die überschießende Energie in stoßartigem Strampeln und Winden und suchte etwas an dem er Halt fand, etwas das ihm ein Gefühl dafür gab, wo in dieser großen weiten Welt er sich befand. Oft ließ sich Lester noch einwickeln, entweder er forderte es ein oder jemand wie seine Eltern oder Alden boten es ihm an, wenn sie merkten, dass er ruhe brauchte. Aber die Momente, in denen man sich dabei durch unkoordinierte Schläge, Tritte und Windungen durcharbeiten musste, die waren glücklicherweise rar und doch die, die einem wohl am besten in Erinnerung blieben. Es konnte auch unangenehm sein, denn Lester realisierte in dieser Situation noch gar nicht, dass man ihm was Gutes tun wollte, wenn man seine Arme festhielt und an ihn drückte, um ihn einwickeln zu können. Dafür sprach die Rückmeldung, die man als Erwachsener erhielt jedes Mal Bände, wenn man erst beobachten konnte, wie er sich anfangs erst gegen die enge Hülle aus Stoff zu sträuben schien und kurz darauf dann doch den gleichmäßigen Druck annahm und seine Wirkung entfalten ließ. Gleichzeitig war es angenehm warm und er spürte auch, wie sein Papa ihn hielt. Die Regungen innerhalb seines Kokons wurde zunehmend sanfter und waren auch dann nicht mehr so kraftgeladen, wenn es wieder aus ihm herausbrach.

Lester bekam zwar nicht viel des Inhaltes der Worte seines Papas mit, doch allein dessen Stimme zu hören beruhigte ihn noch mehr und ließ ihn gemeinsam mit dem sanften Wiegen noch besser erkennen und spüren, dass zumindest für den Moment die Welt in Ordnung zu sein schien. Lester atmete und schluchzte noch zu unruhig, als dass er klar Worte formulieren könnte, als sein Papa verstand er aber natürlich die verwässerten Laute, die sein Kind von sich gab. Einmal hatte er schlichtweg „Papi“ geklagt und danach nochmal mehr gewimmert und sich wieder mehr geregt, als wöllte er irgendwas sagen oder einfach nur eine Antwort erzielen. Ein anderes Mal war es ein wirklich nur für seine Nächsten verständliches „Singen“, das man auch nur aus dem restlichen Klagen heraushören konnte, wenn man denn wollte.

Eine ganze Weile verging, so dass man einerseits spürte und beobachten konnte, wie Lester langsam ruhiger wurde und andererseits zusehen konnte, wie die Sonne dem Horizont immer näher kam und es nicht mehr lange dauern konnte, bis sich Dunkelheit über Arcandas gelegt hätte. Zwar waren sein Schluchzen und Wimmern schon recht früh immer weiter abgeebbt, doch ging wohl insgesamt über eine halbe Stunde ins Land, die er nochmal an Ruhe und Nähe gebraucht hatte, bis seine großen blauen Augen seinen Papa wieder ausgeglichener fixieren konnten und egal, wie lang man wartete, seine Atmung regelmäßig blieb. Es war vorbei, Charles hatte es überstanden. Lester hatte es überstanden.

„Manche Papas sind keine Papas mehr, wenn sie zurückkommen.“, formulierte er dann mit noch immer vor Sorge geweiteten Augen, nachdem er ihn eine Weile lang angesehen hatte. Irgendjemand musste fallen gelassen haben, was Krieg für Auswirkungen haben konnte, die man nicht sofort sah aber Familien dennoch zerbrechen ließen. Oft hatte man ihn die letzten Wochen sehen können, wie er einfach nur eine Wand angestarrt hatte vor Angst. Dabei musste ihm jemand noch nicht einmal großartig was erzählt haben, es könnte auch nur ein Schlagwort gewesen sein, dass sich in seinen Kopf gebrannt hatte. Die Briefe seines Papas hatte er anfangs rauf und runter gelesen, in der Hoffnung in dessen Worten nicht doch Anzeichen darauf zu finden, dass dieser ihn nicht mehr liebte. Dafür hatten einzelne Worte gereicht. Freda hatte sie ihm irgendwann weggenommen, diese versteckt und nur noch gemeinsam mit ihm gelesen. Es hatte ihr das Herz gebrochen, doch ließ sie lieber Lesters Trotz und Protest über sich ergehen, als ihren Sohn teilnahmslos dahinsiechen zu sehen. Natürlich, Lester hatte sich die Texte beim Vorlesen gemerkt, aber sie hatte ihm die Möglichkeit genommen, sie schwarz auf weiß analysieren zu können. Außerdem war es ihre Stimme gewesen, mit der sie auch den weniger optimalen Formulierungen einen positiven Ton hatte geben können.
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RE: A small misunderstanding can show you how a person really feels about you. - von Lester Stafford - 03-05-2024, 13:41

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