03-05-2024, 17:41 - Wörter:
Irgendwann war das Draußen zu ihrem Zuhause geworden. Der Duft von Harz vermischte sich so schön mit dem Aroma der Büsche und Blattwerke der Bäume. Das satte Grün überall erstrahlte in den unterschiedlichsten Nuancen und wirkte dermaßen unterschiedlich, dass man sicher keine Namen für manchen Farbton bisher erfunden hatte. Das Leben erstrahlte nicht nur in dem Wuchs des Waldes, sondern auch durch seine Bewohner. Vögel zwitscherten, trällerten und sangen um die Wette in scheinbar jedem Winkel um einen herum. Das Unterholz knackte verborgen hier und dort und wenn man schnell war mit seinem Blick, erhaschte man noch die Schwanzspitze eines Fuchses.
Und trotz der Ruhe und der Idylle, gab es immer etwas zu tun. Der Eintopf brodelte bereits in einem kleinen Kessel über dem Feuer, der Boden war grob ausgefegt worden und auf einem kleinen Tisch einige Tiegel und Döschen bereit gelegt, um eine neue Salbe anzudicken.
Der Tag konnte immer geschäftig sein, egal, ob draußen oder hier drin. Seit einigen Tagen war Asleif nicht mehr in die Stadt gegangen, wusste sie doch um die baldige Ankunft ganz besonderer Gäste. Es würde eng werden, so wie bei den letzten Besuchen, doch war es für Keine von ihnen unangenehm. Ein Dach über dem Kopf würde vor allem wieder Hailey freuen, der kleine Wildfang, den Lovis als Schülerin angenommen hatte. Es war ein schöner Gedanke, dass die Tradition weiter fortgeführt wurde. Ihre eigenen Methoden, vermischt von denen ihrer Meisterin einst und denen von Lovis... eine neue Lehre für Hailey und zugleich alt Bekanntes. Die Zeit würde irgendwann Asleifs Methoden ausmerzen, doch noch waren sie dort und freute sie jedes Mal, wenn sie mit den beiden Mädchen sprach. Und so sehr Lovis älter werden mochte; sie war immer noch für Asleif manchmal das kleine Kind, das einst ins eisige Wasser gefallen war.
Asleif hatte die Türe ein wenig geöffnet, um frische Luft hineinzulassen. Der Tag war bald vorüber und die Luft erfrischend, um die Wärme des Tages und des Feuers etwas aufzufrischen. So sehr hatte sie sich bereits an die Wärme hier gewöhnt, dass sie sie nicht mehr missen wollte. Im Herzen ein Winterkind, im Kopf manches Mal ein Herbstkind. Irgendwann spielten Grenzen keine Rolle mehr, wenn man sie so oft passiert hatte.
Asleif pflückte gerade einigen Salbei von einem der Deckenbalken, den sie aufgehängt hatte, als sie ein Rufen vernahm. Unweigerlich lächelte sie auf. Sie waren da. Rasch legte sie den Salbei zum Tisch mit den Mischmaterialien und wand sich der Türe zu, um jene ganz zu öffnen. Es dauerte keinen Atemhauch, um die Beiden zu entdecken. Hailey rannte direkt auf sie zu, mit einem Grinsen einem Honigkuchenpferd gleich und hüpfte ihr schon fast in die Umarmung. Asleif lachte warm auf und drückte das junge Mädchen an sich, nachdem der erste Schwung aufgefangen war. „Na na, ich renn ja nicht weg!“, schmunzelte sie amüsiert und strich Hailey über den Rücken. Wie schnell sie doch den Schützling Lovis selbst in ihr Herz geschlossen hatte war selbst Asleif manches Mal unbegreiflich. Sie ließ selten Leute so schnell an sich heran, doch die aufgeschlossene Art und Unbefangenheit des Schößlings hatte rasch ihr Herz erweicht. Vielleicht wurde sie auch langsam sentimental...
Kaum aus der Umarmung gelöst, hatte Lovis die Beiden erreicht und herzte nun Asleif ebenso. Auch hier umschloss sie sie in einer warmen Umarmung und murmelte ihr ins Ohr: „Schön euch wohlbehalten zu sehen.“ Da war sie wieder, diese Verbundenheit, die die Beiden so lange auf ihren Reisen geteilt hatten. Als wären sie nie getrennt gewesen, wenngleich Lovis sie darauf ansprach, wie sehr sie sie vermisst hatten. Sie löste die Umarmung, strich aber nochmals Lovis über beide Arme. „Und ich dachte, es wäre jemand verliebt in mich bei dem ganzen Gejucke. Da bin ich ja beruhigt, dass es nur euer Vermissen war, sonst hätte ich ein Herz brechen müssen.“ Mit einem kleinen Schalk im Blick blinzelte sie Hailey zu bei der Andeutung und löste sich dann vollends von Lovis. „Na nun kommt aber erstmal rein. Ihr müsst müde sein. Ich mache uns mal einen Tee.“ Sie winkte die Beiden mit rein in die gute Stube, die voll nach Kräutern roch und bereits eine erste Andeutung war von einem gefüllten Lager bei ihr. „Und dann will ich wissen, was es da draußen Neues gibt und was ihr erlebt habt.“
Und trotz der Ruhe und der Idylle, gab es immer etwas zu tun. Der Eintopf brodelte bereits in einem kleinen Kessel über dem Feuer, der Boden war grob ausgefegt worden und auf einem kleinen Tisch einige Tiegel und Döschen bereit gelegt, um eine neue Salbe anzudicken.
Der Tag konnte immer geschäftig sein, egal, ob draußen oder hier drin. Seit einigen Tagen war Asleif nicht mehr in die Stadt gegangen, wusste sie doch um die baldige Ankunft ganz besonderer Gäste. Es würde eng werden, so wie bei den letzten Besuchen, doch war es für Keine von ihnen unangenehm. Ein Dach über dem Kopf würde vor allem wieder Hailey freuen, der kleine Wildfang, den Lovis als Schülerin angenommen hatte. Es war ein schöner Gedanke, dass die Tradition weiter fortgeführt wurde. Ihre eigenen Methoden, vermischt von denen ihrer Meisterin einst und denen von Lovis... eine neue Lehre für Hailey und zugleich alt Bekanntes. Die Zeit würde irgendwann Asleifs Methoden ausmerzen, doch noch waren sie dort und freute sie jedes Mal, wenn sie mit den beiden Mädchen sprach. Und so sehr Lovis älter werden mochte; sie war immer noch für Asleif manchmal das kleine Kind, das einst ins eisige Wasser gefallen war.
Asleif hatte die Türe ein wenig geöffnet, um frische Luft hineinzulassen. Der Tag war bald vorüber und die Luft erfrischend, um die Wärme des Tages und des Feuers etwas aufzufrischen. So sehr hatte sie sich bereits an die Wärme hier gewöhnt, dass sie sie nicht mehr missen wollte. Im Herzen ein Winterkind, im Kopf manches Mal ein Herbstkind. Irgendwann spielten Grenzen keine Rolle mehr, wenn man sie so oft passiert hatte.
Asleif pflückte gerade einigen Salbei von einem der Deckenbalken, den sie aufgehängt hatte, als sie ein Rufen vernahm. Unweigerlich lächelte sie auf. Sie waren da. Rasch legte sie den Salbei zum Tisch mit den Mischmaterialien und wand sich der Türe zu, um jene ganz zu öffnen. Es dauerte keinen Atemhauch, um die Beiden zu entdecken. Hailey rannte direkt auf sie zu, mit einem Grinsen einem Honigkuchenpferd gleich und hüpfte ihr schon fast in die Umarmung. Asleif lachte warm auf und drückte das junge Mädchen an sich, nachdem der erste Schwung aufgefangen war. „Na na, ich renn ja nicht weg!“, schmunzelte sie amüsiert und strich Hailey über den Rücken. Wie schnell sie doch den Schützling Lovis selbst in ihr Herz geschlossen hatte war selbst Asleif manches Mal unbegreiflich. Sie ließ selten Leute so schnell an sich heran, doch die aufgeschlossene Art und Unbefangenheit des Schößlings hatte rasch ihr Herz erweicht. Vielleicht wurde sie auch langsam sentimental...
Kaum aus der Umarmung gelöst, hatte Lovis die Beiden erreicht und herzte nun Asleif ebenso. Auch hier umschloss sie sie in einer warmen Umarmung und murmelte ihr ins Ohr: „Schön euch wohlbehalten zu sehen.“ Da war sie wieder, diese Verbundenheit, die die Beiden so lange auf ihren Reisen geteilt hatten. Als wären sie nie getrennt gewesen, wenngleich Lovis sie darauf ansprach, wie sehr sie sie vermisst hatten. Sie löste die Umarmung, strich aber nochmals Lovis über beide Arme. „Und ich dachte, es wäre jemand verliebt in mich bei dem ganzen Gejucke. Da bin ich ja beruhigt, dass es nur euer Vermissen war, sonst hätte ich ein Herz brechen müssen.“ Mit einem kleinen Schalk im Blick blinzelte sie Hailey zu bei der Andeutung und löste sich dann vollends von Lovis. „Na nun kommt aber erstmal rein. Ihr müsst müde sein. Ich mache uns mal einen Tee.“ Sie winkte die Beiden mit rein in die gute Stube, die voll nach Kräutern roch und bereits eine erste Andeutung war von einem gefüllten Lager bei ihr. „Und dann will ich wissen, was es da draußen Neues gibt und was ihr erlebt habt.“
