Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


Feeling downie? Bake a brownie!
08.08.1016 - 15:15
Königliche Gemächer
Lester Stafford Gwendolyn Everingham

Unregistered
Lester Stafford
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#5
Da der Kronprinz keinerlei Interesse daran hatte, seine Gesprächspartnerin anzusehen und seinen Blick lieber abwechselnd auf das Geschehen hinter der Balkontür und auf sein Spielzeug fokussierte, hatte er auch nicht mitbekommen, wie ihre Augenbrauen einen Satz machten, als sie erneut eine Frage stellte, deren Relevanz sich in grenzen hielt. Da war es gar nicht schlecht, dass sie weitersprach und eine weitere Frage stellte. Dachte Lester zumindest, denn nun musste er überlegen, ob diese Frage rhetorischer Natur war oder sie darauf eine ernsthafte Antwort erwartete. Denn natürlich entging ihm zwar sehr wenig und doch manchmal mehr, als er wollte. Dabei wünschte er sich hin und wieder weniger von seiner Umwelt mitzubekommen, da diese sich regelmäßig in einem kaum auszuhaltenden Maße aufdrängte. Aber wie sollte er diese Frage nun beantworten? Mit Sicherheit könnte er ihr mit einem einfachen „Doch“ schlichtweg widersprechen, aber Widerspruch führte nur zu oft dazu, dass man ihm noch mehr Fragen stellte, die er eigentlich nicht beantworten wollte. „Wieso?“, „Was entgeht dir denn?“ oder „Stört dich das?“ wären wohl potentielle Erkundigungen gewesen, für die er aber gerade nicht das Forschungssubjekt stellen wollte. Wenn er wiederum einfach mit „Ja“ antworten würde, dann, ja dann wäre die Sache doch ganz klar beantwortet und sie würde hoffentlich keine Rückfragen mehr stellen wollen. Dennoch war es für ihn keine valide Option, mit einem „Ja“ zu antworten, so simpel es auch wäre, so wäre es gelogen. Auch auf diese Frage blieb eine Antwort also aus.

Lester presste die Lippen aufeinander. Das Gespräch hätte doch jetzt gern zu Ende sein und Gwendolyn zurück zu seiner Mama gehen können, um dieser mitzuteilen, dass er noch genau da war, wo er zu sein hatte. Aber nein. Es war wieder genauso wie mit ihrer Schrittgeschwindigkeit. Da kam ein Gedanke, der sich nicht in seinem Kopf verirrte wie die ganzen anderen, die dort förmlich im Kreis liefen und damit immer wieder kamen, bis sie in jede ihrer Einzelheiten zerlegt und kategorisiert waren. Es war einfach aus ihm herausgekommen. Und auch, wenn er eigentlich an etwas anderes gedacht hatte, war Gwendolyns Idee mit den sauberen Schuhen ein guter Ansatz. „Effizienz ist wichtig.“, antwortete er auch tatsächlich auf ihre Feststellung und klang beinahe zustimmend. Mit Sicherheit würde man Zeit sparen können, wenn man die Dauer für die Reinigung der Schuhe damit verglich, wie lange man für die sauberste Route durch den Schlosshof benötigte und daraus den besten Mittelweg berechnete. Eine gute Idee, die sein Papa aber sicher wieder für zu kompliziert hielte. Außerdem musste man auch bedenken, dass es eine Weile dauern würde, bis sich der Aufwand für die Berechnungen rentiert hätte. Sein Papa hätte recht. Lester würde die Idee wohl wieder verwerfen, verfolgte er schließlich eh keine größeren Ziele mit seinen Projekten. „Aber zu kompliziert.“, brachte er, noch immer mit Blick aus dem Fenster, ein wenig später heraus, nachdem er einige Kugeln auf seiner Motorikschleife hin und her geschoben hatte und schloss damit wohl mehr seinen Gedankengang ab, als sich mit Gwendolyn zu unterhalten. Damit sich zu öffnen, hatte das aber definitiv wenig zu tun.

In den Garten gehen, das war eine gute Idee. Seine Mundwinkel gingen nach oben – oder eher nach unten, da er ja noch immer auf dem Kopf hing. Dann würde er sich einen Überblick über die Verteilung der Pfützen verschaffen können. Wobei ihm auch noch ein Teil des Gartens in seinem Büchlein fehlte, in dem er das ganze Schloss kartografieren wollte. Vielleicht würde tatsächlich noch etwas Zeit dafür sein, nachdem der Regen abgeklungen war. Bis zum Abendbrot würde es schließlich noch etwa drei Stunden dauern. Sein Blick löste sich von seinem kleinen Spielzeug und ging nun in Richtung der Wolkendecke. Kurz holte er etwas Schwung, um weiter in die Ferne blicken zu können. Es sah wirklich so aus, als würde es heute doch noch einmal aufklaren. Sein Lächeln nahm unmerklich zu. An die frische Luft hatte er heute eh noch gewollt. Aber richtig. Er hatte gewollt und nicht nur wegen des Regens nicht gekonnt. Das Lächeln verschwand wieder und gab erneut seinen Platz für einen eher missmutigen Blick frei. „Stubenarrest.“, gab er ihr dann den Grund, weshalb sein Lächeln wieder verschwunden war.

Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 


Nachrichten in diesem Thema
Feeling downie? Bake a brownie! - von Lester Stafford - 19-04-2024, 22:00
RE: Feeling downie? Bake a brownie! - von Gwendolyn Everingham - 23-04-2024, 19:37
RE: Feeling downie? Bake a brownie! - von Lester Stafford - 24-04-2024, 16:49
RE: Feeling downie? Bake a brownie! - von Gwendolyn Everingham - 03-05-2024, 20:30
RE: Feeling downie? Bake a brownie! - von Lester Stafford - 04-05-2024, 22:18
RE: Feeling downie? Bake a brownie! - von Gwendolyn Everingham - 28-05-2024, 16:11

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste