05-05-2024, 11:03 - Wörter:
Cedric schlenderte entlang der stillen Straßen von Eastergold Meadow, die im Morgengrauen noch in Ruhe gehüllt waren. In den frühen Morgenstunden herrschte hier noch wenig Treiben und die meisten Bewohner gingen noch einem ruhigen Tagwerk nach. Er liebte es, wenn die Stadt noch im Halbschlaf war und die ersten Sonnenstrahlen sich über die Dächer erhoben. Die Übernahme durch das Walleydor hatte die Stadt verändert, und der Tod des alten Fürsten lag wie ein Schatten über den Straßen. Und nicht immer trat man dem jungen Ritter des Frühlingslandes mit Wohlwollen entgegen. Cedric versuchte sich vorzustellen, wie er sich als Untertan fühlen würde, wenn er plötzlich unter einem neuen Herren leben würde. Würde er rebellieren oder sich den neuen Gegebenheiten fügen?
Es war eine hypothetische Frage. Denn als Prinz von Penwick war er ein begehrter Gefangener, der ein hübsches Sümmchen Lösegeld einbringen wurde, das wusste er. Und Cedric würde sich nur widerwillig gefangen nehmen lassen und seinen potenziellen neuen Herren würde er vermutlich in Ketten und einer Klinge am Hals gegenübertreten. Also hatte er Verständnis dafür, dass einige Einwohner noch ihre Schwierigkeiten hatten, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Nur dulden konnte er eine aufkeimende Rebellion nicht.
Als er den kleinen Markt erreichte, fiel sein Blick auf die dunkle Ecke, die von zwei Stadthäusern umschlossen war. Dort, abseits der Hauptwege, bemerkte er eine plumpe Frau, die augenscheinlich versuchte Fässer zu zählen. Auf den ersten Blick schien dabei nichts Verwerfliches zu sein. Vermutlich war sie in einem der Kaufmannshäuser angestellt und hatte gerade eine Warenlieferung bekommen. Er wollte sich schon abwenden und seinen Gang fortführen, da bemerkte er, was ihm an der Sache so merkwürdig vorkam. Die Fässer trugen keine Zeichen, keine Siegel, die ihre Herkunft verrieten. Er spürte, dass dies kein gewöhnlicher Handel war.
Er trat näher an die beleibte Frau heran, die offensichtlich Schwierigkeiten damit hatte, die Fässer zu zählen, denn sie begann immer wieder bei eins und kam nie über 4 hinaus. Erst jetzt im Näherkommen bemerkte er, dass ihre Kleidung aus einer dunklen Kutte bestand und nicht zu einer Bediensteten einer Handelsfamilie passte.
Der junge Adelige räusperte sich, bevor er die Frau ansprach und sich als Abgesandter des neuen Herrn offenbarte.
"Guten Morgen", grüßte er höflich, seine tiefe Stimme durchdrang die Stille der frühen Morgenstunden. "Ich kam nicht umher zu sehen, dass Eure Fässer keine Zeichen tragen. Habt ihr weitere Papiere über die Herkunft der Waren?"
Es war eine hypothetische Frage. Denn als Prinz von Penwick war er ein begehrter Gefangener, der ein hübsches Sümmchen Lösegeld einbringen wurde, das wusste er. Und Cedric würde sich nur widerwillig gefangen nehmen lassen und seinen potenziellen neuen Herren würde er vermutlich in Ketten und einer Klinge am Hals gegenübertreten. Also hatte er Verständnis dafür, dass einige Einwohner noch ihre Schwierigkeiten hatten, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Nur dulden konnte er eine aufkeimende Rebellion nicht.
Als er den kleinen Markt erreichte, fiel sein Blick auf die dunkle Ecke, die von zwei Stadthäusern umschlossen war. Dort, abseits der Hauptwege, bemerkte er eine plumpe Frau, die augenscheinlich versuchte Fässer zu zählen. Auf den ersten Blick schien dabei nichts Verwerfliches zu sein. Vermutlich war sie in einem der Kaufmannshäuser angestellt und hatte gerade eine Warenlieferung bekommen. Er wollte sich schon abwenden und seinen Gang fortführen, da bemerkte er, was ihm an der Sache so merkwürdig vorkam. Die Fässer trugen keine Zeichen, keine Siegel, die ihre Herkunft verrieten. Er spürte, dass dies kein gewöhnlicher Handel war.
Er trat näher an die beleibte Frau heran, die offensichtlich Schwierigkeiten damit hatte, die Fässer zu zählen, denn sie begann immer wieder bei eins und kam nie über 4 hinaus. Erst jetzt im Näherkommen bemerkte er, dass ihre Kleidung aus einer dunklen Kutte bestand und nicht zu einer Bediensteten einer Handelsfamilie passte.
Der junge Adelige räusperte sich, bevor er die Frau ansprach und sich als Abgesandter des neuen Herrn offenbarte.
"Guten Morgen", grüßte er höflich, seine tiefe Stimme durchdrang die Stille der frühen Morgenstunden. "Ich kam nicht umher zu sehen, dass Eure Fässer keine Zeichen tragen. Habt ihr weitere Papiere über die Herkunft der Waren?"
