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Mentoring is a mutuality. Both, teacher and student have to chose each other.
20.08.1016 - 14:00
Burg, Garnison
Willard Sutherland Sebastian Cherrington

Willard empfängt Sebastian
Unregistered
Sebastian Cherrington
Alter
Beruf
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Stand
User
#2
Die letzte Etappe der langen Reise und doch war es keine Eile, die dem entspannten Schritt des Pferdes innewohnte. Sebastian hatte viel Zeit während der drei Tage über das künftige Schicksal seines Lebens nachzudenken, nochmals abzuwägen, ob es sich um die richtige Entscheidung gehandelt hatte, und die erstmalig lange Trennung von seiner Familie zu betrauern. Somit waren es gemischte Gefühle, die ihn begleiteten, doch umso näher die Stadtmauern an seine Position rückten, umso klarer wurde es: das hier war richtig. Das hier war seine Zukunft und seine Möglichkeit aus dem Schatten seiner Familie hervor zu treten, vor allem seines jüngeren Bruders, und ein eigenes Leben wahrhaftig für sich zu beanspruchen. Obwohl der Angriff auf Eastergold Meadow rasch und erfolgreich gewesen war, fanden sich immer noch zersplitterte Steintrümmer am Rande der Straße, umgeworfene Standfackeln oder zerborstete Fensterscheiben im Stadtbild wieder. Keineswegs eine Ruine, aber wie so viele seiner Mitsoldaten gezeichnet von den kriegerischen Auseinandersetzungen und erst in Arbeit seine Wunden zu pflegen.

Auch er hatte das erste Mal jemanden getötet. So selbstverständlich und klar, wie es in der Kampfeshandlung geschehen war, verspürte er kein Bedauern über die Tat an sich, aber darüber nicht zu wissen, wer es gewesen war. Er hatte an diesem Abend gebetet und sein Beileid gegenüber Heofader ausgedrückt und der Messe beigewohnt, und damit war seine Buße getan. Die Eroberung bei Nacht hatte ihm das meiste abverlangt und er könne wohl von Glück sagen, dass er nicht selbst in die Klinge eines Feindes gelaufen war, die er schlichtweg übersehen hätte. Doch der Überraschungsangriff war von Erfolg gekrönt gewesen. Nun gehörte diese Stadt mit all ihren Reichtümern der einzig wahren Krone.

Beim Durchreiten des Stadttores nickte er der Wache zu, der ihn anhand seiner Rüstung als zugehörig erkannte, während manch ein Händlerwagen oder Wandervolk Fragen zu beantworten oder gar eine Durchsuchung seines Hab und Guts zu erdulden hatte. Die Stadt war der Brennpunkt der Welt, denn Castandor würde diesen Angriff sicherlich nicht auf sich sitzen lassen, so dass die Sorge vor Spionen oder Saboteuren tief im Nacken der Stadtwache saß. Sebastian war gespannt, was für Aufgaben ihn hier erwarten würden. Allzu lange würde der Soldat auf die Antwort dieser Frage nicht mehr warten müssen, auch wenn er sich dagegen entschied nach Willards Aufenthaltsort zu fragen, sondern sein Pferd einfach durch die verschiedenen Gassen der kleinen Stadt lenkte. Diese Entscheidung bot ihm zugleich eine gute Möglichkeit einen ersten Blick auf das Leben Eatergolds zu werfen und sich einen Eindruck von der Stimmung sowie der tatsächlichen Zerstörung zu verschaffen. Einige Häuser standen offensichtlich nach wie vor leer, die aufgebrochenen Türen ließen Plünderung vermuten, während andere Ecken wie der Marktbereich oder die Gasse vor der Taverne nur vor Leben so brummte. Als gäbe es keine Sorgen.

Der junge Mann wandte sein Pferd ein weiteres Mal nach links und hörte schließlich abseits des gleichmäßigen Taktes der Hufschläge eine Stimme, die es vermochte ihn in die richtige Richtung zu lotsen. Einer Wand entlang geritten, öffneten sich die aufgerichteten Rundhölzer schließlich zu einem Torbereich um einen Hof frei zu legen, in dem gerade zwei junge Knaben mit ihren Schwertern übten. Ein Schmunzeln huschte über seine Lippen, als er die junge Stute stoppte und entspannt im Sattel sitzen blieb um zu beobachten, wie Cooper die Worte seines Vaters wohl zu wörtlich genommen hatte, und er begann immer wieder seinen Blick auf seine Beine hinab zu senken. Als würde sich der stabile und ebene Kiesel unter seinen Füßen unerwartet zu einem großen Loch auftun können. Dass ihm aber dennoch kein Gefahr drohte, bewies sein Zwilling sehr gut darin, trotzdem nochmals gegen das gehaltene Schwert zu schlagen, anstatt Cooper aus dem Takt bringen zu wollen.

Erst jetzt entschied sich Sebastian weiter in den Hof hinein zu reiten und von seinem Pferd abzusteigen, dass er an dem waagrechten Pfahl nahe der Tränke sorgenfrei anbinden konnte. Ein begrüßendes Nicken war selbstredend Willard zugeworfen worden, der seine Anwesenheit doch schon längst bemerkt haben würde, und geduldig wartete der junge Mann auf den Moment, an dem eine Pause den Zwillingskampf unterbrechen sollte. Wenn die beiden auch nur annähernd den Schalk von Julian und ihm in jungen Jahren besaßen, würden sie noch begeistert ohne wachende Augen die Schwerter gegeneinander schwingen und dabei so manch Trainingsergebnis deutlich verwässern.
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RE: Mentoring is a mutuality. Both, teacher and student have to chose each other. - von Sebastian Cherrington - 05-05-2024, 13:37

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