05-05-2024, 17:27 - Wörter:
Es war zumindest das was man jungen Frauen generell einredete wenn die Hochzeit anstand und es annähernd ein paar Überlegungen mehr gab als nur, welches Essen man an diesem Tag auftischte. Jede Verbindung mit ein wenig mehr Geld und Stand, versprach der jungen Frau doch einen besonderen Tag und bei einer Prinzessin war davon auszugehen, dass ihrer besonders opulent und erheiternd werden würde.
Naila sollte sich also freuen. Freuen und positiv dem Tag entgegenblicken, der ihr Leben und die Familienbande zum Großkönig mit einem Schlag ändern würden. Es war eine wirklich gute Verbindung, selbst dann, wenn der junge Orpheus nur der Zweitgeborene war. Zwar gab es da Stimmen über die minderwertige Leistung seines großen Bruders, aber so lange dieser seine Lungen noch mit Luft befüllte und augenscheinlich in Castandor ansässig war, würden sich die Verhältnisse auch nicht ändern und Naila war die Frau des zweiten Sohnes. Nicht mehr, nicht weniger. Am Ende aber immer noch eine gute Verbindung. Nicht so wünschenswert wie die zum wahren Erben, aber die Gerüchte waren laut und Ilyas sah die Prinzessin lieber an der Seite des vermeintlich zweitrangigen Kronprinzen als an der des hintergangenen.
Sein Blick ging seitlich zu der jungen Frau und er überlegte einen Moment, was er ihr dazu sagen wollte, entschied sich dann aber für die gesunde, ehrliche Antwort. „Am Ende ist es ihre Entscheidung. Es mag Eure Feierlichkeit Euch zu ehren sein, aber vergesst nicht, dass es ihr Sohn ist und die Bindung einer Mutter zu ihrem Sohn tief…gerade wenn es der Jüngste ist. Schlagt ihr ein paar Dinge vor, die Eure Vorstellungen einfließen lassen, aber am Ende gebt Euch zufrieden. Nichts ist wichtiger als ein reibungsloser Weg dorthin. Nicht die Zeremonie, nicht die Harmonie im Anschluss zählen, einzig der Weg dorthin. Danach seid Ihr die Prinzessin von Castandor, danach ist Euer Wort von mehr wert.“ Der Adjutant ihres Vaters war durch und durch ein Realist und es brauchte hier keinen beschönigenden Worte zu suchen was dieses Thema betraf. Hier musste Naila umsichtig vorgehen, sich zurückstellen und er würde ihr dabei helfen diesen Platz zu finden, wenn es sein musste.
Das andere Thema, das ihr auf der Seele brannte, stand dabei jedoch auf einem ganz anderen Blatt. Die Prinzessin war ein kluges Kind. Gerade erst zur Frau geworden, wenn auch noch nicht durch ihren Mann, war sie trotzdem vom Geschlecht der Unwissenden. Sie hatte sich nicht einzumischen, sie hatte nicht zu entscheiden - so und nicht anders stand es ungeschrieben im Gesetz.
Nichtsdestotrotz blieb Ilyas der Meinung, dass die Tochter des verwirrten Ridvans ihren Kopf zu benutzen wusste, nur war er sich nicht sicher womit er ihn genau füttern wollte. „Die Stadt ist eng, Prinzessin. Beschäftigt mit einer Hochzeit und dem Aufbau eines Heeres zur selben Zeit“, begann er nun, wobei er den Blick wieder auf das Wasser lenkte. Sie war reinen Herzens, darauf würde er glatt wetten…ganz im Gegensatz zu ihrer Mutter, aber die Gute steckte auch nicht mehr in der Naivität eines halben Kindes fest und hatte ihre Aufgaben als Mutter zukünftiger Erben eines Mannes mit dem sie sich nicht sonderlich verbunden fühlte, bereits erledigt. Yasirah hatte all das erfüllt was Naila nun bevorstand und es bliebe zu hoffen ihr Schicksal ginge besser aus als an der Seite eines Mannes zu stehen, der sein eigenes Volk, aber auch sein eigenes Blut ins Verderben führte. „Krieg ist teuer. Die Ausgaben hoch. Der König hat entsandt was er zu entsenden bereit war“, das war die angestrengt objektive Meinung des El Mansouri, der sein Gesicht endlich in ihres richtete. „Vielleicht schreibt Ihr Eurem Vater und berichtet von den Zuständen in der Stadt wenn Ihr sie mit eigenen Augen gesehen habt. Diese Seuche breiter sich aus und die Männer haben Hunger. Die Stadt hat Hunger und ein Heer, das schon mit Hunger im Bauch aufbricht, wird keinem König gerecht für den es kämpft.“
Es war ein deutlicher Wink. Es gab mehr Geld, viel mehr Geld. Es musste nur entsendet werden. Ilyas hatte sich mehrfach dafür ausgesprochen, aber Ridvan hatte vermutlich Angst um all sein Gold. Womöglich war es das Zutun seiner schönen Tochter, das Half. Hoffnung hatte Ilyas da allerdings wenig.
Naila sollte sich also freuen. Freuen und positiv dem Tag entgegenblicken, der ihr Leben und die Familienbande zum Großkönig mit einem Schlag ändern würden. Es war eine wirklich gute Verbindung, selbst dann, wenn der junge Orpheus nur der Zweitgeborene war. Zwar gab es da Stimmen über die minderwertige Leistung seines großen Bruders, aber so lange dieser seine Lungen noch mit Luft befüllte und augenscheinlich in Castandor ansässig war, würden sich die Verhältnisse auch nicht ändern und Naila war die Frau des zweiten Sohnes. Nicht mehr, nicht weniger. Am Ende aber immer noch eine gute Verbindung. Nicht so wünschenswert wie die zum wahren Erben, aber die Gerüchte waren laut und Ilyas sah die Prinzessin lieber an der Seite des vermeintlich zweitrangigen Kronprinzen als an der des hintergangenen.
Sein Blick ging seitlich zu der jungen Frau und er überlegte einen Moment, was er ihr dazu sagen wollte, entschied sich dann aber für die gesunde, ehrliche Antwort. „Am Ende ist es ihre Entscheidung. Es mag Eure Feierlichkeit Euch zu ehren sein, aber vergesst nicht, dass es ihr Sohn ist und die Bindung einer Mutter zu ihrem Sohn tief…gerade wenn es der Jüngste ist. Schlagt ihr ein paar Dinge vor, die Eure Vorstellungen einfließen lassen, aber am Ende gebt Euch zufrieden. Nichts ist wichtiger als ein reibungsloser Weg dorthin. Nicht die Zeremonie, nicht die Harmonie im Anschluss zählen, einzig der Weg dorthin. Danach seid Ihr die Prinzessin von Castandor, danach ist Euer Wort von mehr wert.“ Der Adjutant ihres Vaters war durch und durch ein Realist und es brauchte hier keinen beschönigenden Worte zu suchen was dieses Thema betraf. Hier musste Naila umsichtig vorgehen, sich zurückstellen und er würde ihr dabei helfen diesen Platz zu finden, wenn es sein musste.
Das andere Thema, das ihr auf der Seele brannte, stand dabei jedoch auf einem ganz anderen Blatt. Die Prinzessin war ein kluges Kind. Gerade erst zur Frau geworden, wenn auch noch nicht durch ihren Mann, war sie trotzdem vom Geschlecht der Unwissenden. Sie hatte sich nicht einzumischen, sie hatte nicht zu entscheiden - so und nicht anders stand es ungeschrieben im Gesetz.
Nichtsdestotrotz blieb Ilyas der Meinung, dass die Tochter des verwirrten Ridvans ihren Kopf zu benutzen wusste, nur war er sich nicht sicher womit er ihn genau füttern wollte. „Die Stadt ist eng, Prinzessin. Beschäftigt mit einer Hochzeit und dem Aufbau eines Heeres zur selben Zeit“, begann er nun, wobei er den Blick wieder auf das Wasser lenkte. Sie war reinen Herzens, darauf würde er glatt wetten…ganz im Gegensatz zu ihrer Mutter, aber die Gute steckte auch nicht mehr in der Naivität eines halben Kindes fest und hatte ihre Aufgaben als Mutter zukünftiger Erben eines Mannes mit dem sie sich nicht sonderlich verbunden fühlte, bereits erledigt. Yasirah hatte all das erfüllt was Naila nun bevorstand und es bliebe zu hoffen ihr Schicksal ginge besser aus als an der Seite eines Mannes zu stehen, der sein eigenes Volk, aber auch sein eigenes Blut ins Verderben führte. „Krieg ist teuer. Die Ausgaben hoch. Der König hat entsandt was er zu entsenden bereit war“, das war die angestrengt objektive Meinung des El Mansouri, der sein Gesicht endlich in ihres richtete. „Vielleicht schreibt Ihr Eurem Vater und berichtet von den Zuständen in der Stadt wenn Ihr sie mit eigenen Augen gesehen habt. Diese Seuche breiter sich aus und die Männer haben Hunger. Die Stadt hat Hunger und ein Heer, das schon mit Hunger im Bauch aufbricht, wird keinem König gerecht für den es kämpft.“
Es war ein deutlicher Wink. Es gab mehr Geld, viel mehr Geld. Es musste nur entsendet werden. Ilyas hatte sich mehrfach dafür ausgesprochen, aber Ridvan hatte vermutlich Angst um all sein Gold. Womöglich war es das Zutun seiner schönen Tochter, das Half. Hoffnung hatte Ilyas da allerdings wenig.
