05-05-2024, 19:31 - Wörter:
Es fuhr ihm durch Mark und durch Bein.
Zaras aufgebrachte und nervöse Stimme schnitt durch sein Seelenleben, wie ein gut geschliffenes Messer durch den köstlichen Ziegenkäse aus seiner Heimat, den Khaled hier in dieser Fremde am meisten vermisste. Der bebende Unterton, die schiere Verzweiflung, die wohl mit dem Beben in Verbindung gebracht werden musste, hieß Khaleds Nackenhaare aufzurichten und gleichzeitig versetzte es ihn in absolute Alarmbereitschaft. Es benötigte nur noch wenige seiner strammen Schritte, bis er das Zelt seiner Weggefährtin erreicht hatte.
„Das ist alles Deine Schuld!“ Wessen Schuld? Bei Heofader, was ging in ihrem Zelt vor?
Er wünschte, er hätte ein Messer bei sich gehabt, damit er es im jetzigen Augenblick aus seiner Scheide ziehen konnte. Waffen waren in diesem Lager untersagt, mit der Ausnahme am Übungsplatz, dort durften sie allerdings lediglich unter Aufsicht geführt und mussten bei Verlassen desselbigen wieder abgegeben werden. Aber so mussten seine bloßen Hände reichen.
Sie mussten reichen, um dem Freier, der Zara gerade Ungemach bereitete, den Hals umzudrehen. Khaled würde nicht zögern. Wer auch immer dafür verantwortlich war, dass sie einen solch spitzen Schrei ausstieß, würde seine gerechte Strafe dafür von ihm erhalten.
Ein gezielter Griff an die Stoffbahn, die den Eingang verdeckte, und kaum hatten sich seine Finger um den Stoff geschlossen, riss Khaled ihn auch schon zur Seite. Er war bereit. Er war entschlossen. Er war…
„IVAR?“
Er war das erste, das der Schatten sah und er war, bei aller Liebe, kein schöner Anblick. Offensichtlich saß er auf einer Truhe. Oder in einer Truhe. In einer zersplitterten Truhe. Und sein Gesicht war schmerzverzerrt, möglicherweise auch ein bisschen schweißnass vor Anstrengung, aber weil Khaleds Sorge vor allem Einer gegolten hatte, schnellte sein Blick zu Rana. Sie stand vor ihrem Bett und jetzt wurde ihre Verzweiflung greifbar.
Verdammt. Was tat der Drecksack schon wieder hier?
Und was tat er mit Zara?
Khaled ließ sich nicht bitten. Er trat in das Zelt, die Stoffbahn glitt ohne seine Beachtung in ihre ursprüngliche Form zurück, dann schritt er auf Ivar zu, packte ihn im Genick, was kein richtiger Ausdruck dafür war, denn Ivars Stiernacken konnten selbst Khaleds lange Finger nicht völlig umfassen, aber dafür zwang er Ivar durch Druck, seinen Kopf leicht zu senken.
„Was hat der Sack dir schon wieder getan?“, fragte er Zara, ein wenig Drohung lag in seiner Stimme, aber auch die stumme Versicherung, dass er sich mit Ivar nicht in Zaras Zelt prügeln würde.
Zaras aufgebrachte und nervöse Stimme schnitt durch sein Seelenleben, wie ein gut geschliffenes Messer durch den köstlichen Ziegenkäse aus seiner Heimat, den Khaled hier in dieser Fremde am meisten vermisste. Der bebende Unterton, die schiere Verzweiflung, die wohl mit dem Beben in Verbindung gebracht werden musste, hieß Khaleds Nackenhaare aufzurichten und gleichzeitig versetzte es ihn in absolute Alarmbereitschaft. Es benötigte nur noch wenige seiner strammen Schritte, bis er das Zelt seiner Weggefährtin erreicht hatte.
„Das ist alles Deine Schuld!“ Wessen Schuld? Bei Heofader, was ging in ihrem Zelt vor?
Er wünschte, er hätte ein Messer bei sich gehabt, damit er es im jetzigen Augenblick aus seiner Scheide ziehen konnte. Waffen waren in diesem Lager untersagt, mit der Ausnahme am Übungsplatz, dort durften sie allerdings lediglich unter Aufsicht geführt und mussten bei Verlassen desselbigen wieder abgegeben werden. Aber so mussten seine bloßen Hände reichen.
Sie mussten reichen, um dem Freier, der Zara gerade Ungemach bereitete, den Hals umzudrehen. Khaled würde nicht zögern. Wer auch immer dafür verantwortlich war, dass sie einen solch spitzen Schrei ausstieß, würde seine gerechte Strafe dafür von ihm erhalten.
Ein gezielter Griff an die Stoffbahn, die den Eingang verdeckte, und kaum hatten sich seine Finger um den Stoff geschlossen, riss Khaled ihn auch schon zur Seite. Er war bereit. Er war entschlossen. Er war…
„IVAR?“
Er war das erste, das der Schatten sah und er war, bei aller Liebe, kein schöner Anblick. Offensichtlich saß er auf einer Truhe. Oder in einer Truhe. In einer zersplitterten Truhe. Und sein Gesicht war schmerzverzerrt, möglicherweise auch ein bisschen schweißnass vor Anstrengung, aber weil Khaleds Sorge vor allem Einer gegolten hatte, schnellte sein Blick zu Rana. Sie stand vor ihrem Bett und jetzt wurde ihre Verzweiflung greifbar.
Verdammt. Was tat der Drecksack schon wieder hier?
Und was tat er mit Zara?
Khaled ließ sich nicht bitten. Er trat in das Zelt, die Stoffbahn glitt ohne seine Beachtung in ihre ursprüngliche Form zurück, dann schritt er auf Ivar zu, packte ihn im Genick, was kein richtiger Ausdruck dafür war, denn Ivars Stiernacken konnten selbst Khaleds lange Finger nicht völlig umfassen, aber dafür zwang er Ivar durch Druck, seinen Kopf leicht zu senken.
„Was hat der Sack dir schon wieder getan?“, fragte er Zara, ein wenig Drohung lag in seiner Stimme, aber auch die stumme Versicherung, dass er sich mit Ivar nicht in Zaras Zelt prügeln würde.
