13-05-2024, 21:46 - Wörter:
Gareth genoss die Stunden vor Einbruch der Dunkelheit besonders, wenn der Himmel begann, sich zu verfärben. Zu dieser Zeit nutzte er oft die Gelegenheit, sein Pferd zu satteln und auf Hasenjagd zu gehen, da die Langohren dann aus ihren Bauten kamen, um Nahrung zu suchen. An diesem Abend war der Sohn der Hohepriesterin ebenfalls unterwegs und hatte erfolgreich zwei Hasen erlegt. Diese hingen nun festgebunden am Sattel, als er zurück zum Anwesen der Fürstenfamilie ritt.
Die große Mutter hatte heute etwas Besonderes arrangiert, indem sie den Himmel in wunderschöne Rottöne tauchte, was auch Gareth in Erstaunen versetzte. Ehrfürchtig blickte er immer wieder in den Himmel, während er sein Pferd zum Galopp antrieb. Bei solchen Naturschauspielen fühlte es sich manchmal an, als würde seine eigene Mutter direkt über ihn wachen und ihm Botschaften senden, sei es durch die Farben am Himmel oder auf andere Weise.
Gareth ritt in den Hof ein, sprang aus dem Sattel und führte das Pferd in den Stall, da die Stallburschen bereits Feierabend gemacht hatten. Doch er kümmerte sich gerne um die Pferde und entfernte den Sattel, rieb den Hengst ab und gab ihm zu fressen. Mit den beiden erlegten Hasen über der einen Schulter und dem Bogen nebst Köcher über der anderen, verließ er schließlich den Stall und ging auf das Haus zu. Mittlerweile waren die Rottöne fast verblasst und wichen einem Dämmerlicht. Hier und da blitzte bereits ein Stern auf.
Fast hätte Gareth seine Ziehschwester übersehen, die auf der Bank vor dem Haus saß und in einen Wollumhang gewickelt war. Er stutzte, stoppte seinen Lauf, änderte die Richtung und ging direkt auf Muirín zu. Warum er das tat und nicht einfach an ihr vorbeiging, um ins Haus zu gelangen, konnte er nicht genau erklären. Vielleicht war es die Art und Weise, wie die Rothaarige dort saß, die ihn irgendwie berührte. Sie wirkte ungewohnt verloren.
Normalerweise legte sie Wert auf ein schönes Kleid, Schmuck und eine tolle Haarpracht, doch davon war heute nicht so viel zu sehen, und das bemerkte auch Gareth. Seit er bei den Henaghans lebte, hatte er wohl am wenigsten Kontakt zu der Älteren seiner Ziehschwestern. Sie tolerierten sich gegenseitig, aber richtige Freunde waren sie wohl nie geworden. Möglicherweise waren sie sich in manchen Charakterzügen zu ähnlich.
"Warum bist du noch draußen?", fragte Gareth seine Ziehschwester, als er die Bank erreicht hatte.
Die große Mutter hatte heute etwas Besonderes arrangiert, indem sie den Himmel in wunderschöne Rottöne tauchte, was auch Gareth in Erstaunen versetzte. Ehrfürchtig blickte er immer wieder in den Himmel, während er sein Pferd zum Galopp antrieb. Bei solchen Naturschauspielen fühlte es sich manchmal an, als würde seine eigene Mutter direkt über ihn wachen und ihm Botschaften senden, sei es durch die Farben am Himmel oder auf andere Weise.
Gareth ritt in den Hof ein, sprang aus dem Sattel und führte das Pferd in den Stall, da die Stallburschen bereits Feierabend gemacht hatten. Doch er kümmerte sich gerne um die Pferde und entfernte den Sattel, rieb den Hengst ab und gab ihm zu fressen. Mit den beiden erlegten Hasen über der einen Schulter und dem Bogen nebst Köcher über der anderen, verließ er schließlich den Stall und ging auf das Haus zu. Mittlerweile waren die Rottöne fast verblasst und wichen einem Dämmerlicht. Hier und da blitzte bereits ein Stern auf.
Fast hätte Gareth seine Ziehschwester übersehen, die auf der Bank vor dem Haus saß und in einen Wollumhang gewickelt war. Er stutzte, stoppte seinen Lauf, änderte die Richtung und ging direkt auf Muirín zu. Warum er das tat und nicht einfach an ihr vorbeiging, um ins Haus zu gelangen, konnte er nicht genau erklären. Vielleicht war es die Art und Weise, wie die Rothaarige dort saß, die ihn irgendwie berührte. Sie wirkte ungewohnt verloren.
Normalerweise legte sie Wert auf ein schönes Kleid, Schmuck und eine tolle Haarpracht, doch davon war heute nicht so viel zu sehen, und das bemerkte auch Gareth. Seit er bei den Henaghans lebte, hatte er wohl am wenigsten Kontakt zu der Älteren seiner Ziehschwestern. Sie tolerierten sich gegenseitig, aber richtige Freunde waren sie wohl nie geworden. Möglicherweise waren sie sich in manchen Charakterzügen zu ähnlich.
"Warum bist du noch draußen?", fragte Gareth seine Ziehschwester, als er die Bank erreicht hatte.
