19-05-2024, 21:08 - Wörter:
Gareth hatte es schon immer geschafft, Rory früher oder später wieder handzahm zu bekommen. In all den Jahren hatte der Sohn der Hohepriesterin gelernt, wie er mit dem Sohn des Fürsten umgehen musste: wann er sich zurückhalten musste, bis Rorys Zorn verraucht war, wann er rücksichtsvoll sein musste, damit Rory auf ihn hörte und das tat, was Gareth wollte, und wann er strenger sein musste, um das zu bekommen, was er wollte.
Wie auch immer, es dauerte nicht lange, bis Rorys Zorn in Atemnot umschlug, sodass Gareth ihm zum Bett half. Doch dem Mittel im Wein schien er zu misstrauen. Als Gareth fragte, ob der Fürstensohn ihm nicht traue, grinste dieser und sagte, dass Gareth es herausfinden sollte. Der Blonde zuckte mit den Schultern, nahm den Becher, bevor Rory trinken konnte, nahm selbst einen Schluck und gab ihn Rory zurück. „So, jetzt sterben wir beide“, sagte er lapidar und zwinkerte Rory zu, bevor er aufstand, zum Tisch ging und sich ebenfalls einen Wein einschenkte.
Kaum war Gareth zurück, kippte Rory den Wein in einem Zug weg und säuselte fast schon wieder so zahm, wie der Blonde ihn gerne hatte, dass es tragisch sei, dass Gareth ihm nicht früher von dem Mittel erzählt habe, da es anscheinend Schmerzen lindere. Der Sohn der Hohepriesterin riss die Augen auf und hob die freie Hand, konnte aber nicht verhindern, dass Rory den Becher leerte. „Oha, mach langsam, Euer Gnaden. Das Zeug haut echt rein.“ Zu spät.
Rorys verklärter Blick sprach Bände, doch immerhin war er nun ruhig und die Schmerzen schienen nachzulassen. Gareth fragte, ob er noch etwas für seinen Rücken brauche. Rory antwortete nicht sofort, sondern streckte sich nur. Doch als er das Gesicht verzog, war klar, dass der Wein noch nicht genug wirkte, um alle Schmerzen zu betäuben. Auf Rorys Warnung hin, dass es nicht schön aussehen würde, zuckte Gareth nur mit den Schultern. Er war oft genug vom Pferd gefallen oder hatte sich beim Jagen verletzt, um zu wissen, wie eine Wunde oder ein Bluterguss aussah. „Ich bin nicht so leicht zu erschrecken, das müsstest du eigentlich wissen.“
Schließlich schien Rory doch eine Behandlung zu wünschen, denn er fragte Gareth, ob er ihm beim Ausziehen helfen könnte. Gareth stellte seinen Becher auf dem Boden ab, drehte sich zu Rory und zog erst an dem einen Ärmel, dann an dem anderen und schließlich das Hemd über Rorys Kopf. „Dreh dich mal.“ Gareth betrachtete den Rücken seines Ziehbruders und fand ihn so vor, wie er es sich gedacht hatte. Die Stellen, an denen der Fürst seinen Sohn mit was auch immer getroffen hatte, waren rot und würden spätestens am nächsten Tag in den schönsten Farben schillern. Erneut stieg in Gareth die Wut auf Tiarnan hoch, doch er ließ sich nichts anmerken.
Stattdessen griff er in seinen Beutel und zog einen Tiegel heraus. „Ich habe hier eine Salbe, die wird helfen. Die Pflanze nennt sich Arnika.“ Gareth öffnete den Tiegel, nahm etwas Salbe auf die Finger und verrieb sie leicht. Behutsam berührte er die einzelnen Stellen, um die Salbe aufzutragen, und verteilte sie vorsichtig mit den Fingerspitzen, um Rory so wenig Schmerzen wie möglich zuzufügen. „Gleich hast du es geschafft, Euer Gnaden.“
Wie auch immer, es dauerte nicht lange, bis Rorys Zorn in Atemnot umschlug, sodass Gareth ihm zum Bett half. Doch dem Mittel im Wein schien er zu misstrauen. Als Gareth fragte, ob der Fürstensohn ihm nicht traue, grinste dieser und sagte, dass Gareth es herausfinden sollte. Der Blonde zuckte mit den Schultern, nahm den Becher, bevor Rory trinken konnte, nahm selbst einen Schluck und gab ihn Rory zurück. „So, jetzt sterben wir beide“, sagte er lapidar und zwinkerte Rory zu, bevor er aufstand, zum Tisch ging und sich ebenfalls einen Wein einschenkte.
Kaum war Gareth zurück, kippte Rory den Wein in einem Zug weg und säuselte fast schon wieder so zahm, wie der Blonde ihn gerne hatte, dass es tragisch sei, dass Gareth ihm nicht früher von dem Mittel erzählt habe, da es anscheinend Schmerzen lindere. Der Sohn der Hohepriesterin riss die Augen auf und hob die freie Hand, konnte aber nicht verhindern, dass Rory den Becher leerte. „Oha, mach langsam, Euer Gnaden. Das Zeug haut echt rein.“ Zu spät.
Rorys verklärter Blick sprach Bände, doch immerhin war er nun ruhig und die Schmerzen schienen nachzulassen. Gareth fragte, ob er noch etwas für seinen Rücken brauche. Rory antwortete nicht sofort, sondern streckte sich nur. Doch als er das Gesicht verzog, war klar, dass der Wein noch nicht genug wirkte, um alle Schmerzen zu betäuben. Auf Rorys Warnung hin, dass es nicht schön aussehen würde, zuckte Gareth nur mit den Schultern. Er war oft genug vom Pferd gefallen oder hatte sich beim Jagen verletzt, um zu wissen, wie eine Wunde oder ein Bluterguss aussah. „Ich bin nicht so leicht zu erschrecken, das müsstest du eigentlich wissen.“
Schließlich schien Rory doch eine Behandlung zu wünschen, denn er fragte Gareth, ob er ihm beim Ausziehen helfen könnte. Gareth stellte seinen Becher auf dem Boden ab, drehte sich zu Rory und zog erst an dem einen Ärmel, dann an dem anderen und schließlich das Hemd über Rorys Kopf. „Dreh dich mal.“ Gareth betrachtete den Rücken seines Ziehbruders und fand ihn so vor, wie er es sich gedacht hatte. Die Stellen, an denen der Fürst seinen Sohn mit was auch immer getroffen hatte, waren rot und würden spätestens am nächsten Tag in den schönsten Farben schillern. Erneut stieg in Gareth die Wut auf Tiarnan hoch, doch er ließ sich nichts anmerken.
Stattdessen griff er in seinen Beutel und zog einen Tiegel heraus. „Ich habe hier eine Salbe, die wird helfen. Die Pflanze nennt sich Arnika.“ Gareth öffnete den Tiegel, nahm etwas Salbe auf die Finger und verrieb sie leicht. Behutsam berührte er die einzelnen Stellen, um die Salbe aufzutragen, und verteilte sie vorsichtig mit den Fingerspitzen, um Rory so wenig Schmerzen wie möglich zuzufügen. „Gleich hast du es geschafft, Euer Gnaden.“
