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Someone planed the unplanned
03.09.1016 - 10:30
See im Wald nahe des Palasts
Lester Stafford Alden Sutherland

Lester soll Schwimmen lernen
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Lester Stafford
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#5
Wie weit Lester seine Bedürfnisse kommunizierte, kam immer sehr stark darauf an, wer gerade in seiner Nähe war. Bei seinen Eltern brauchte er nur zu deuten und zu schauen und sie wussten Bescheid, was er gerade brauchte. So war es wohl auch mittlerweile bei Alden und dem Jungen tat es unheimlich gut, wenn er spürte, dass man ihn auch sah, ohne dass er sich aktiv rückversichern musste. Selbst wenn man es nicht sofort erkannte, war er auch nicht enttäuscht, sondern durchaus, wie jetzt, in der Lage, direkter zu kommunizieren. Vorausgesetzt, er traute sich und war in der Lage dazu. Gerade hatte der kleine Prinz schon damit begonnen, an den Verschlüssen seiner Jacke zu nesteln, als er seine Antwort erhielt. Ohne diese wäre Lester auch nicht auf die Idee gekommen, seine bitte in die Tat umzusetzen, so artig wie er war. Wohl hätte er die Jacke dann einfach anbehalten und vielleicht etwas später ein wenig quengeliger gefragt. Aber auch jetzt blieb es dabei, dass er lediglich an dem Lederriemen spielte und abwartetet, bis Alden bei ihm war. Darauf lies er sich aus Jacke und Pullover helfen, wollte das lange Hemd aber anlassen. Seine Hose zog er danach aber noch selbstständig aus, behielt Strumpfhose und Stiefel aber an.

Lester hasste es, wenn man ihn übermäßig bediente oder meinte ihm das Leben besonders leicht machen zu wollen, weil er der Sohn eines Königs war. Er spürte es manchmal, wenn Menschen das nur aus diesem Grund taten, besonders, wenn sie es eigentlich nicht wollten. Vor allem durften nur die Personen, die er dazu auserwählt hatte ihm bei bestimmen Dingen helfen. Dazu mussten diese ihn mögen. Aber er musste auch sie wirklich sehr mögen, was den Personenkreis stark einschränkte. Hätte sein Kindermädchen Anne es zum Beispiel auch nur gewagt, seinen Pullover unten anzufassen, hätte sie sofort mit Protest rechnen müssen, der dann auch kein liebes Kopfschütteln mehr gewesen sein dürfte. Bedachte man, das Alden ihn vorher auch nicht gefragt hatte, wäre die Reaktion des Prinzen sicher heftig ausgefallen, hätte Anne es auch nur versucht. Die Frau, die dort nur ihr Unwesen trieb, weil sie schon das Kindermädchen seines Papas gewesen war und jetzt dafür bezahlt wurde dieselben Aufgaben nun bei Lester zu übernehmen, die seine Mama viel besser beherrschte, konnte ihm gestohlen bleiben. Da machte Lester auch kein Geheimnis draus. Sein Körper, seine Regeln. Höchstens um ihm mal was hinterherzutragen war sie gut genug, wobei sie sich auch dafür schnell Ärger einhandeln konnte. Alden hingegen durfte ihn auch hin und wieder umsorgen. Auch ungefragt. Denn er gehörte zu den Personen, bei denen Lester sich sofort wohl und geborgen fühlte, wenn sie anwesend waren. Manchmal genoss er es, wenn er nicht nur der kleine Prinz war, sondern wie jetzt auch mal der ganz kleine Prinz - noch besser: einfach ein ganz kleiner normaler Junge - sein durfte.

„Das könnte ich sein.“, reagierte auf die Erklärung zu den Vorlieben der Fische, „Und dich nehme ich mit, weil du immer bei mir sein darfst.“ Für den Zehnjährigen war Alden kein einfacher Ausbilder. Er war viel mehr als das. Lester sah in dem Mann gar nicht denjenigen, der dafür bezahlt wurde, dass er mit ihm so viel Zeit verbrachte, war er doch anders als seine Tutoren. Deshalb sprach er auch nicht von müssen oder sollen, nein, Alden durfte und Lester wünschte sich dessen Anwesenheit. „Ist entschuldigt.“, reagierte er weiterhin sehr positiv auf Aldens Ausrutscher. Dem kleinen Prinzen war es sehr wichtig, dass man um Entschuldigung bat oder mit ihm das Gespräch suchte, wenn jemand ihn gekränkt hatte, dann konnte man eigentlich jeden noch so großen Fehltritt wieder gut machen.

Mit einem kleinen Stock fuhr der Zehnjährige nun über die Wasseroberfläche und beobachtetet, wie das Stück Holz seine Bahnen durch das Nass zog. Ohne zu Alden aufzusehen schüttelte er nur sanft mit dem Kopf. Er wollte nicht hereinkommen, sondern nutze lieber weiter den Stock um jetzt das leicht sandige Ufer mit Furchen zu durchziehen. Erst die Ankündigung auf etwas Lustiges holte ihn aus seinen verträumten Malereien und lies ihn Aufsehen. Das, was sein Ausbilder da gerade zum Lachen brachte, sorgte aber nur für einen verwirrten Blick bei seinem Zögling, der dann wenig begeistert beobachtete, was die Fische taten. Ihm lief ein Schauer über den Rücken, als er sich das Gefühl der vielen kleinen knabbernden Mäuler an seiner sensiblen Haut ausmalte.

Lester betrachtete nun nachdenklich die Hand, die ihm entgegengestreckt wurde. Er dachte aber nicht etwa darüber nach, tatsächlich ins Wasser zu kommen, hatte er ja noch Stiefel, Hose und Oberkleidung an, sondern mehr überlegte er, wie er die Idee, die ihm gerade gekommen war, in die Tat umsetzen konnte. Ohne einen Laut von sich zu geben lies er den Stock aus seinem Händchen gleiten und erhob sich. Eigensinnig wie er sein konnte, wandte er sich stumm von dem Geschehen ab und ging in Richtung Wald, wo sein Blick sich dann in Richtung Boden orientierte.

Nicht lang stapfte er umher, bis er in die Hocke ging, um ein Stück abgefallene Rinde an sich zu nehmen und dieses von allen Seiten zu betrachten. Kurz darauf erleichterte er noch einen kleinen Ahorn um eines seiner großen Blätter und sah dabei hin und wieder zu Alden, um sicherzugehen, dass dieser noch da war. Seine beiden Schätze brachte er schlussendlich wieder an das Ufer des idyllischen Sees und ging erneut in die Hocke. Den Stock von vorhin fand nun erst zurück in seine Hand, wurde auf die richtige Länge gebrochen und dann mit etwas Nachdruck seinen Weg zentral durch das Stück Rinde. Jetzt folgte das Blatt, das erst einmal unten und dann oben mit dem zum Mast ernannten Stock durchstochen und so zu einem Segel wurde. „Das ist viel besser.“, fand der Zehnjährige und begutachtete sein Segelschiff. Im Zuber hatte er übrigens eines, das er selbst geschnitzt hatte und sogar Segel aus Leinen besaß. Mit einem zweiten, weitaus längeren Stock, schob er das Schiffchen nun mit einem sanften Lächeln über das Wasser. Natürlich hätte er es auch mit der Hand führen können, aber er hatte nun mal Angst vor dem tiefen See, der auch noch kleine Piranhas in sich barg. Man sah an seiner ganzen Mimik und Gestik, dass er wirklich vermied, mit dem Wasser in Berührung zu kommen. Aber immerhin konnte er mit dem langen Stock eh viel größere Schleifen ziehen als mit der Hand.
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Someone planed the unplanned - von Lester Stafford - 02-05-2024, 23:07
RE: Someone planed the unplanned - von Alden Sutherland - 08-05-2024, 23:36
RE: Someone planed the unplanned - von Lester Stafford - 10-05-2024, 18:08
RE: Someone planed the unplanned - von Alden Sutherland - 22-05-2024, 18:43
RE: Someone planed the unplanned - von Lester Stafford - 24-05-2024, 22:07

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