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wars are won before the first battle is fought
15.08.1016 - 16:00
Zephyrs Arbeitszimmer | King's Portal
Zephyr Athanas Belisarius Caderitor

one decree at a time
*Zephyr Athanas
Alter 37
Beruf Fürst | Hand des Königs
Wohnort Bardon Pass
Stand Verheiratet
User Team
#13
Der Condottiere versicherte ihm glaubhaft, dass er seine Aufgaben erfüllen würde. "Gut...", antwortete Zephyr nur darauf und ließ seinen Zeigefinger über den Rand seines Weinglases gleiten. Nicht so kunstvoll, als dass ein Ton entstanden wäre, aber mit einem versonnenen, selbstzufriedenen Blick auf das Glas. Dieser Blick wurde gar noch ein wenig intensiver, als Belisarius ihm weiterhin glaubhaft zu machen versuchte, dass das Heer bald zur Verfügung stehen und schließlich obsiegen würde. "Sollte Euch dieses Kunststück gelingen, wird der Großkönig Zeit seines Lebens wohl keinen Wunsch mehr abschlagen können - oder auch nur wollen...", versicherte Zephyr seinerseits. Belisarius hatte sich bezüglich seiner Wünsche und Ziele noch nicht weiter offenbart ... und ehrlich gesagt hatte Zephyr keine Lust, dem Condottiere irgendwelche Vorschläge zu unterbreiten und im Dunkeln zu stochern. Männer wie der Kriegsherr konnten die abartigsten Vorstellungen haben, die wildesten und gleichzeitig primitivsten Gedanken. Das Papier mit dem Angebot, der "Kostenvoranschlag" würden schon vermutlich sehr genau auflisten, was das Haus Caderitor sich für seine Dienste vorstellte. Insofern war es nicht unbedingt notwendig, dass Zephyr seinerseits Vorschläge unterbreitete. Dennoch... eine Ahnung sagte ihm, dass es besser wäre, diesen Kerl dauerhaft und treu an sich zu binden. Nur... Zephyr war kein Narr. Ihm war klar, dass nicht mal eine Heirat oder sonstige Verbindung den Kriegsherrn aufhalten konnte, wenn er sich ein anderes Ziel in den Kopf gesetzt hatte.
Conclusio: Zephyr glaubte in seinem Gegenüber zu erkennen, dass man seine Dienste besser ausnutzte, solange dies möglich war. Und danach entledigte man sich solchen Puppenspielern schnellstmöglich wieder. Und dazu musste man nur einem anderen irgendwelche Versprechungen machen.

Der Caderitor versprach, dass er jemanden in den Norden schicken würde, der irgendwelche Dinge erzählen sollte um die dortige Lage zu beruhigen. Zephyr konnte sich nicht vorstellen, dass diese Worte ernsthaft auf passende Ohren treffen würden. Sicherlich - ein paar Leute konnte man immer übertölpeln. Doch nach allem, was Zephyr über diesen Schmierling Fielding und dessen geleckten König - wohlgemerkt sein Schwager - wusste, würde keiner von beiden ernsthaft glauben, dass Castandor KEINEN Gegenschlag plante. "Stafford wird seine eigenen Spione ganz in der Nähe haben - der Großkönig hat bereits umfassend damit herumposaunt, dass es eine Rache geben wird. Seine Einberufung eines Heeres mag dilletantisch gewesen sein... aber dafür war sie sehr laut.
So wie ich die Lage einschätze, können wir allenfalls Schwierigkeiten vortäuschen, die Verzögerungen nach sich ziehen werden - um schlussendlich schneller die feindlichen Mauern einzureißen, als sie errichtet werden..."
, teilte Zephyr seine Gedanken und spärlichen Informationen, die er bisher erhalten hatte.

Gemeinsam kamen sie dann auf die Rolle von Farynn zu sprechen. Sowohl die Rolle von Farynnern in Matariyya, als auch vollkommen allgemein. Einerseits gefielen Zephyr die konkreten und bösartigen Vorschläge seines Gegenübers - ... doch etwas hemmte die Hand. Farynn war geeignet, den Ausgang des Kriegs in die eine oder andere Richtung zu entscheiden. Daher konnte man sich nicht den kleinsten Fehler erlauben. "Was Farynn angeht, werden wir keine voreiligen Schlüsse ziehen. Aktuell ist noch nicht abzuschätzen, wie König Liam weiter agieren wird. Außerdem hängt Castandor auch davon ab, dass Farynns Wirtschaft nicht zusammenbricht. Was Matariyya angeht - deren Kornkammer könnten mir nicht gleichgültiger sein. Streitkräfte von dort haben wir bereits abgeschöpft und auf die eine oder andere Luxusware aus dem Südosten lässt sich leicht verzichten. Doch Farynn..." Zephyr ließ den letzten Satz offen. Die Abhängigkeit zu Farynn war zu groß, um es sich auch nur durch einen winzigen Fehler mit ihnen zu verscherzen. "Ihr werdet aktuell keine Schritte gegen Farynn unternehmen. Doch ich werde über Eure dahingehenden Vorschläge weiter nachdenken..." Zephyr wollte nicht vollkommen abschlägig sein, doch die Gefahr war ihm aktuell zu hoch. Es musste nur ein einziger Castandorianer mit einer Fackel neben einem brennenden Feld entdeckt werden und alles wäre verloren. Möglicherweise konnte er durch andere Mittel besseren Druck auf König Liam ausüben. Die heiratspolitische Isolation würde jedenfalls nicht zu diesen Instrumenten gehören - Farynn heiratete traditionell meistens innerhalb der eigenen Landesgrenzen. Doch mit dem Krieg vor Eastergold Meadow war der landläufige Warenfluss zwischen den anderen Ländern und Farynn ohnehin gestört ... wenn man ihn durch komplizierte Grenzkontrollen weiter aufhielt... Nun, dies waren Dinge, über die Zephyr noch nachdenken würde, allein.

Belisarius offenbarte ihm sodann weitere Schauergeschichten über vermeintliche Attentäter in seinem Fürstentum - eine Dienstmagd. Es mochte ja ganz nobel sein, dass der Caderitor sich darum kümmern würde - doch Zephyr interessierte sich mehr dafür, wie der Condottiere überhaupt zu diesen Erkenntnissen gelangt war. "Es war damit zu rechnen, dass es zu solchen Vorkommnissen kommen würde...", erklärte Zephyr zähneknirschend. Auch brachte er keine Dankbarkeit für diese Informationen über sich. Doch man erkannte leicht an seinem Gesicht, dass er mit solch einer Information heute nicht gerechnet hatte. Zumindest nicht, was seinen eigenen Hof betraf. Doch er würde mit Ferun darüber sprechen müssen. Sie war es, die das Dienstpersonal handverlesen ausgesucht hatte. Möglicherweise lag es auch daran, dass sie jemanden aus ihrer Heimat in Norsteading mitgebracht hatte, der nun die Seiten gewechselt hatte. Wie auch immer - es galt, diesen Verdachtsmomenten weiter nachzugehen. Und mögliche Quellen in Bardon Pass für immer versiegen zu lassen.

Die weiteren Pläne zur Verunsicherung Walleydors gefielen Zephyr sehr viel besser, als alles, was sein Gegenüber mit Farynn vorgehabt hatte. "Gut - wir werden diese Gifte einsetzen - doch auf mein Geheiß zum richtigen Zeitpunkt... Ihr werdet Euch dahingehend mit mir abstimmen. Voraussichtlich wird sich die Seuche aktuell erst noch weiter bei uns ausbreiten. Ich möchte nicht, dass der Effekt eurer Phiolen verpufft, während wir selbst in Castandor noch darniederliegen." Natürlich ging Zephyr nicht davon aus, dass es jemanden wie ihn oder Belisarius persönlich erwischen würde - auf keinen Fall - ihrer beider Umgang war sicher tadellos. Doch natürlich sprach er von der Mannschaft. Es durften keine Wochen vergehen zwischen den Seuchentoten in Eastergold Meadow und dem tatsächlichen Angriff. Diese Dinge mussten in zeitnahen Kontext gesetzt werden. Und über diesen Zeitpunkt wollte Zephyr gerne persönlich entscheiden. Selbstverständlich in engem Austausch mit seinem Handlanger.

Auch bezüglich möglicher Heiratsverbindungen artikulierte der Caderitor keine Wünsche - und machte es daher außerordentlich schwierig. Zephyr hätte ihm gerne einen Wunsch erfüllt - was das Versprechen von Frauen an irgendwelche Männer anging hatte er absolut keine Skrupel. Doch er kam gerade erst aus Farynn, wo er erfolglos eine Heirat eingefädelt hatte - insofern wollte er aktuell nichts weiter zu dem Thema beitragen. Er würde den Punkt jedoch im Hinterkopf behalten und zu geeignetem Zeitpunkt mit einem passenden Vorschlag an Belisarius herantreten. Nur musste die Richtige vermutlich erst noch geboren werden. Nunja.. es gab immer noch Desdemona oder Euphemia. Die beiden sollten sich gefälligst nicht zu schade sein, als Bezahlung für den Frieden ihres Landes herhalten zu dürfen. Zumal Belisarius ja auch nicht grade komplett entstellt war. Er war sicherlich eigenartig mit seinen manchmal vollkommen leer wirkenden Augen und seiner kalten Art. Doch was kümmerte ihn das Eheglück einer Castellanos-Tochter?

Jedenfalls hatten die beiden Männer ihren jeweiligen Standpunkt ausgetauscht. Der Papierkram würde sicherlich noch folgen - und dann ging es auch schon ans Werk. Vor den Männern lagen geschäftige Zeiten des Umbruchs.
Der Kriegsherr wurde jedenfalls mit seinen Befehlen entlassen und fürs Erste trennten sich die Wege der beiden.
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RE: wars are won before the first battle is fought - von Belisarius Caderitor - 28-02-2024, 21:14
RE: wars are won before the first battle is fought - von Belisarius Caderitor - 03-03-2024, 21:05
RE: wars are won before the first battle is fought - von Belisarius Caderitor - 11-03-2024, 23:45
RE: wars are won before the first battle is fought - von Belisarius Caderitor - 20-03-2024, 00:30
RE: wars are won before the first battle is fought - von Belisarius Caderitor - 27-03-2024, 20:48
RE: wars are won before the first battle is fought - von Belisarius Caderitor - 11-04-2024, 13:47
RE: wars are won before the first battle is fought - von *Zephyr Athanas - 27-05-2024, 16:45

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