02-06-2024, 15:39 - Wörter:
Es bedurfte viel Feingespür mit einem König zu sprechen, aber es bedurfte noch eine ganze Menge mehr, wenn es sich dabei um einen unberechenbaren Monarchen handelte. Nun mochte mancher sagen, dass alle dieser Art schwer zu durchschauen und zuweilen launisch und von vorschnellem Gemüt waren, aber Ridvan war nachweislich ein Mann dessen Kopf von quälenden Geistern heimgesucht wurde. Kein offenes Geheimnis, aber eine Tatsache mit der Ilyas nun schon seit längerem konfrontiert war und die seine eh schon alles andere als leichtfüßige Bewegung durch den Palast und Ausübung seiner Tätigkeit, nur noch schwieriger machte.
Das Hässliche und Schwache. Es tat Ilyas Seele weh. Sein Gesicht erreichte der Schmerz aber nichtmal einen Hauch weit. Ein König, der selbst seinen eigenen Schatten fürchtete, war ein gefährlicher König. „So ist es.“, pflichtete er bei. „Die guten Leute aber brauchen Hilfe. Ich schlage vor die abkömmliche Palastgarde zu den Aufräumarbeiten zu schicken damit es schneller vorangeht. Krankheiten sollen Eure fleissigen Händler und Handwerker nicht dahinraffen und der Gestank der Straßen nicht bis hier oben dringen und Eure Majestät belästigen oder gar infizieren“ Ridavn damit zu ködern schien ihm am logischsten. Sicher traf er da einen Punkt beim König - Angst vor Ansteckung, Angst mit den Sorgen der Gewöhnlichen in Berührung zu kommen. Die Kräuter in der Schale würden den El Mansouri für den restlichen Tag mit Kopfschmerz segnen, soviel stand fest. Ob er davon krank wurde, würden die kommenden Jahre zeigen, aber sicher gab es einen unweigerlichen Gewöhnungseffekt, aber den kannte er schon vom Opium, dem er sich meistens…aber eben auch nur meistens fernhielt. Weniger aufgrund von Gefahren, denn davon waren keine bekannt, als viel eher der Tatsache zu wissen, dass man einen Drang danach entwickelte, der unstillbar werden konnte und das wiederum konnte er sich nicht erlauben. Er brauchte einen klaren Kopf.
„Als wäre sie mein Fleisch und Blut und noch mehr“, gab er zur Antwort und neigte abermals sein Haupt. „Die Prinzessin in Sicherheit zu wissen, ist von höchste Priorität“, gleich neben der Überwachung der Truppen, der Inspektion des werten, mickrigen Erben alias Gemahl der Prinzessin und Recherche zur Stimmung im Land des Großkönigs - ein Klacks!
Die Worte Ridvans waren eindeutig, eindeutiger als je zuvor. „Ich verstehe.“ Naila auf den Thron zu befördern, nebst all der anderen Kleinigkeiten, wie war das gleich? Ein Klacks, genau. Der junge Orpheus musste also aus dem Schatten geholt werden und der Bruder in selbigen gestoßen. Nichts, was Ilyas sonderlich wunderte oder sein Gewissen angriff, das Leben am Hof….an allen Höfen war hässlich, intrigant und konnte sich binnen Sekunden zu Gunsten oder wider diesen für einen entscheiden. Wie gut, dass sogar Ilyas nun einmal abgelenkt wurde und seinen Ohren gar nicht recht trauen konnte. „Ich bin überwältigt, dass Eure Gedanken sich um mein Wohl diesbezüglich drehen, mein König. Mein Dienst für Eure Familie, meine Treue und Zeit aber liegt vollkommen in der Erfüllung meiner Pflichten… ich grämte mich, änderte sich dies nur einen Hauch weit durch weibische Zerstreuung, deshalb bleibe ich ihr fern!“, er lächelte, auch wenn er innerlich gerade schreien wollte.
Hoffte er das Thema nun abgeschüttelt zu haben, ging er nach der fahrigen Aufforderung zum Schreibtisch. „Wie Ihr wünscht, selbstverständlich.“, sprach er und griff das Schriftstück auf, das er kommentarlos an den Seiten ein wenig entknitterte und aufgerollt an langem Arm hinab hielt.
„Wenn Eure Majestät erlauben, würde ich auch noch einen Aufruf starten Medici und andere Heiler zu finden, die in der Hauptstadt im Kampf gegen Seuche helfen können. Selbstverständlich nur so viele, dass die Gesundheit des Reiches gewährleistet ist und die Kranken der Flut ebenfalls versorgt werden können."
Das Hässliche und Schwache. Es tat Ilyas Seele weh. Sein Gesicht erreichte der Schmerz aber nichtmal einen Hauch weit. Ein König, der selbst seinen eigenen Schatten fürchtete, war ein gefährlicher König. „So ist es.“, pflichtete er bei. „Die guten Leute aber brauchen Hilfe. Ich schlage vor die abkömmliche Palastgarde zu den Aufräumarbeiten zu schicken damit es schneller vorangeht. Krankheiten sollen Eure fleissigen Händler und Handwerker nicht dahinraffen und der Gestank der Straßen nicht bis hier oben dringen und Eure Majestät belästigen oder gar infizieren“ Ridavn damit zu ködern schien ihm am logischsten. Sicher traf er da einen Punkt beim König - Angst vor Ansteckung, Angst mit den Sorgen der Gewöhnlichen in Berührung zu kommen. Die Kräuter in der Schale würden den El Mansouri für den restlichen Tag mit Kopfschmerz segnen, soviel stand fest. Ob er davon krank wurde, würden die kommenden Jahre zeigen, aber sicher gab es einen unweigerlichen Gewöhnungseffekt, aber den kannte er schon vom Opium, dem er sich meistens…aber eben auch nur meistens fernhielt. Weniger aufgrund von Gefahren, denn davon waren keine bekannt, als viel eher der Tatsache zu wissen, dass man einen Drang danach entwickelte, der unstillbar werden konnte und das wiederum konnte er sich nicht erlauben. Er brauchte einen klaren Kopf.
„Als wäre sie mein Fleisch und Blut und noch mehr“, gab er zur Antwort und neigte abermals sein Haupt. „Die Prinzessin in Sicherheit zu wissen, ist von höchste Priorität“, gleich neben der Überwachung der Truppen, der Inspektion des werten, mickrigen Erben alias Gemahl der Prinzessin und Recherche zur Stimmung im Land des Großkönigs - ein Klacks!
Die Worte Ridvans waren eindeutig, eindeutiger als je zuvor. „Ich verstehe.“ Naila auf den Thron zu befördern, nebst all der anderen Kleinigkeiten, wie war das gleich? Ein Klacks, genau. Der junge Orpheus musste also aus dem Schatten geholt werden und der Bruder in selbigen gestoßen. Nichts, was Ilyas sonderlich wunderte oder sein Gewissen angriff, das Leben am Hof….an allen Höfen war hässlich, intrigant und konnte sich binnen Sekunden zu Gunsten oder wider diesen für einen entscheiden. Wie gut, dass sogar Ilyas nun einmal abgelenkt wurde und seinen Ohren gar nicht recht trauen konnte. „Ich bin überwältigt, dass Eure Gedanken sich um mein Wohl diesbezüglich drehen, mein König. Mein Dienst für Eure Familie, meine Treue und Zeit aber liegt vollkommen in der Erfüllung meiner Pflichten… ich grämte mich, änderte sich dies nur einen Hauch weit durch weibische Zerstreuung, deshalb bleibe ich ihr fern!“, er lächelte, auch wenn er innerlich gerade schreien wollte.
Hoffte er das Thema nun abgeschüttelt zu haben, ging er nach der fahrigen Aufforderung zum Schreibtisch. „Wie Ihr wünscht, selbstverständlich.“, sprach er und griff das Schriftstück auf, das er kommentarlos an den Seiten ein wenig entknitterte und aufgerollt an langem Arm hinab hielt.
„Wenn Eure Majestät erlauben, würde ich auch noch einen Aufruf starten Medici und andere Heiler zu finden, die in der Hauptstadt im Kampf gegen Seuche helfen können. Selbstverständlich nur so viele, dass die Gesundheit des Reiches gewährleistet ist und die Kranken der Flut ebenfalls versorgt werden können."
