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three fools, one daring flight
19.08.1016 - 21:30
Ausgang des Heerlagers
Trigger: Gewalt, Blut, derbe Sprache, Mordgedanken
Rana Shadid Ivar Lorenson Khaled bin Sharif Belisarius Caderitor

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Khaled bin Sharif
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#3
„Das habe ich gehört“, sagte Khaled, fast schon lässig unberührt, in Ivars Rücken. Es berührte ihn tatsächlich herzlich wenig, dass Ivar ihn, wie immer, einen Scheißer genannt hatte, weil Ivar ihn meist so zu nennen pflegte, und das Wort, das eigentlich hätte ausdrücken sollen, wie geringschätzig man von jemandem dachte, längst zu einer Art Koseform verkommen war. Von der seit einigen Wochen ausreichenden und über allen Maßen leidenschaftlichen Nutzung war es an seinen Ecken und Kanten glattgeschliffen worden und es fügte sich so nahtlos in den Alltag der Drei ein, wie Khaled sich in den Schatten fügte, aus welchem er nun trat.
Khaled wäre nicht Khaled gewesen, wenn er wie ein Jüngelchen bei Tag in seinem Palast daher geschlendert gekommen wäre. Weder war er ein Jüngelchen, noch verfügte er über einen Palast – und Tag war es mittlerweile beinahe auch schon nicht mehr. Dafür höchste Zeit, dass er sich am vereinbarten Treffpunkt einfand. Zu spät war der Schatten dennoch nicht gekommen. Streng genommen war er sogar genau richtig, denn bloß, weil er sich erst jetzt zu erkennen gegeben hatte, bedeutete das nicht, dass er nicht schon längst beim Treffpunkt gewesen war.
Jedenfalls wäre es genau das, was er den beiden anderen erzählen würde.
In Wahrheit erging sein Atem immer noch stoßweise. Bemüht kontrolliert zog Khaled ihn durch seine Nase sein, sodass sich lediglich seine Nasenflügel blähten, nicht aber das Keuchen aus seiner Brust Aufschluss darüber gab, dass er sich beeilt hatte. Das Rauschen seines Blutes durch seinen Körper hätte darauf ebenfalls eindeutig Aufschluss gegeben. Aber es notwendig gewesen. Er hatte noch etwas wichtiges zu erledigen gehabt, und das war nicht das Zurückstehlen von Ivars Dolchen, deren Griffe nackte Frauen darstellten.
Nachdem er Zara zu Mittag bei ihrem Zelt besucht hatte, und sie nicht bloß elendig ausgesehen hatte, sondern ihr auch genauso elendig zumute gewesen war, hatte er entschieden, dass er eine Rückkehr in die beinahe heiligen Hallen der Schätze wagen wollte. Dort war ihm nämlich bereits, als er Ivars nackte Dolche gestohlen hatte, etwas aufgefallen, das er unmöglich hatte ignorieren können.
Es war eine Brosche. Es war Zaras Brosche. Da sie ihm diese niemals persönlich gezeigt hatte, sondern die Brosche – wie alle Dinge, die glänzten und funkelten und über einen gewissen Wert besaßen – Khaleds Aufmerksamkeit relativ mühelos auf sich gezogen hatte, obwohl sie in Zaras Tasche verstaut gewesen war, war es ihm ein Bedürfnis gewesen, als auch an diesem Tag sein Blick auf die Brosche gefallen und er erfreut darüber gewesen war, dass er sie wiedererkannt hatte, und er sich unweigerlich hatte denken müssen: „Hübsches Ding.“, sie wieder an sich zu nehmen.
Die Brosche musste also ebenfalls mit auf die Reise. Wie Khaled bereits zu Mittag feststellen konnte, war Zara bestens vorbereitet auf ihren Auszug aus dem Lager. Kaum etwas hatte sie zurückgelassen. Wie auch immer sie den ganzen Kram transportieren wollten.

„Was ist denn mit euch los?“, fragte Khaled, sah dabei prüfend in die Runde. Zara hatte er bereits husten gehört und Ivar erweckte den handfesten Eindruck, als wäre er gerade erst von einem Trinkgelage zerstörerischen Ausmaßes gekommen. Beinahe etwas gequält, weil er sich von seinen Mitstreitern doch etwas im Stich gelassen fühlte, und er auch irgendwie fürchtete, dass er sich in der nächsten Zeit das Gejammer der beiden würde anhören müssen, weil sie sich garantiert darin messen würden – es war schließlich eine Tatsache, dass sie keine Gelegenheit ausließen, in der sie nicht über den anderen hätten in irgendeiner Sache triumphieren können – wer von ihnen beiden ärmer dran war, seufzte Khaled.
„Habt ihr alles?“, wollte er die Zeit bis zum Aufbruch wenigstens noch gut nutzen. Und die danach. Und auch die Zeit danach. Er würde am Ende dieses Tages nicht bloß Ivars Dolche mit den nackten Frauen, oder Zaras Brosche, von der er nichts hätte wissen dürfen, sondern auch seine Freiheit zurückgestohlen haben. Und es kitzelte ihn unglaublich in seinen neun Fingern, diesen Schatz endlich in seinem Besitz zu wissen.
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Nachrichten in diesem Thema
three fools, one daring flight - von Rana Shadid - 23-04-2024, 19:22
RE: three fools, one daring flight - von Khaled bin Sharif - 03-06-2024, 21:32
RE: three fools, one daring flight - von Rana Shadid - 15-06-2024, 11:17
RE: three fools, one daring flight - von Khaled bin Sharif - 26-06-2024, 19:55
RE: three fools, one daring flight - von Rana Shadid - 14-07-2024, 19:19
RE: three fools, one daring flight - von Belisarius Caderitor - 15-07-2024, 16:47
RE: three fools, one daring flight - von Khaled bin Sharif - 11-08-2024, 20:54

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