16-06-2024, 12:31 - Wörter:
Sie war schön, zweifelsohne und ebenso zweifelsfrei war die Tatsache, dass sie ihm gefiel. Das hatte sie schon am ersten Tag ihrer Hochzeit und das tat sie auch nun, in den Gewändern, die er ihr hatte besorgen lassen und die in seinen Farben eine besondere Verbundenheit ausdrückte. Sie gefiel ihm ohne diese Kleidung…am Tag, bei Nacht, mit Dreck und Sand am Körper oder duftendem Öl, mit geschmeidig gekämmtem Haar oder strubbelig trocknenden Strähnen. Sie war eine dieser Frauen, deren Leben sich bisher auf eben jene Schönheit gestützt hatte und der sie alles verdankt hatte, bis Yasirah ihr noch mehr Wert beigemessen hatte.
Jetzt sah ihr Leben anders aus…ihre Schönheit würde ihr niemand nehmen in den nächsten Jahren, aber nun war da nur noch ein Mann in diesem Leben auf den sich ihre Aufmerksamkeit konzentrieren sollte und dem sie gefallen und Ehrerbietung aufbringen sollte. Sie hatte keine Wahl gehabt, ob andere Männer sie ebenfalls als schön empfunden hatten, das war Ilyas bewusst, aber es änderte nichts daran, dass auch er erst lernen musste damit umzugehen, dass man bisher der Meinung gewesen war Amira wie ein hübsches Schmuckstück herumzureichen und wann immer sich jemand daran erfreuen wollte, hatte sie es stumm zu ertragen. Das würde sie nie mehr erleben müssen, dafür würde er sorgen und beim gütigen Gott…niemand sollte sich trauen die junge El Mansouri auch nur in die Verlegenheit zu bringen sich an alte Zeiten erinnert zu fühlen!
Es war neu. Ungewohnt und sicher auch etwas eingerostet. Eine junge Frau im Arm zu halten, war wie eine eigene, alte und sehr tiefe Erinnerung. Mit den Frauen, die er nur der Lust wegen und äußerst selten aufsuchte, lag er nicht Arm in Arm, er fragte nicht nach ihrem Empfinden und es kümmerte ihn auch nicht. Er führte sich vor Augen, dass sie ihr Geld verdienen mussten um sich Essen und andere Dinge zu kaufen…er war kein Heiliger, aber durchaus rücksichtsvoller Mann, dennoch blieb eine bezahlte Nacht eine bezahlte Nacht.
Amira nun gehörte ihm. Weich, warm…der Körper noch fest von der frisch hinter sich gelassenen Jugend. Die Haut straff und golden, ebenmäßig als wäre sie von hoher Geburt…ein Umstand aus dem Leben im Palast. Sie roch wundervoll und als sie zu ihm unter die Decke schlüpfte, hatte es diesen Duft um seine Nase aufgewirbelt. Tief sog er ihn ein und schloss einen genüßlichen Augenblick die Lider.
Ihr Kopf war eine erträgliche Last, ihr angeschmiegter Körper eine wohlige Enge. Seine Hand des Armes, der nun um sie herum lag, fuhr über ihre Flanke und zeichnete die Rippen nach, glitt durch das Tal ihrer Taille und erklomm den Hügel ihrer Hüfte. Ein sachtes, nicht monotones, aber zartes Streichen in ruhigen Wellen. Einschläfernd auf angenehme Weise, intim und verbunden auf eine ganz neue Weise. „In weit zurückliegenden Zeiten und Unruhen hat das Bewahren des Friedens mehr von mir verlangt als bloße Worte“, Ilyas würde wohl sagen, dass es trotz allem schöne Zeiten waren, wie es nunmal so war wenn Männer den Zeiten nachtrauerten in denen sie sich mit Manneskraft beweisen durften. Ilyas würde das auch heute noch tun, ein Grund warum er in erster Linie als Adjutant Ridvans unterwegs war, aber in zweiter auch immer noch ein Hauptmann der Armee Matariyyas. Frieden war es, was er für sein Land wollte…aber ausgedient haben ein Umstand, den er nicht oder nur schwer akzeptieren konnte. „Sicher schmücken sie nicht, aber sie erinnern mich jeden Tag daran meinen Geist wachzuhalten und sicherlich auch, dass ich noch hier bin“, sprach er in sonorer Stimmlage und fühlte ihrem sachten Streichen nach. Es bestand keine Scham seinerseits für die Narben, sie waren so gewöhnlich wie das Haar auf der Brust und das Grau in Bart und Schläfen. „Es werden viele unserer Männer mit neuen Narben nach Hause kehren…“ Im Namen eines geistigumnachteten Königs für einen anderen König in einem fremden Land - Ilyas wünschte, es wäre anders und noch war er auch nicht überzeugt davon wie groß die erzwungene Loyalität sein würde, wenn man die Männer des Sommerlandes von fremden Befehlshabern in den Krieg schickte. Ob er es lieber selbst machen würde? Vermutlich ja.
Jetzt sah ihr Leben anders aus…ihre Schönheit würde ihr niemand nehmen in den nächsten Jahren, aber nun war da nur noch ein Mann in diesem Leben auf den sich ihre Aufmerksamkeit konzentrieren sollte und dem sie gefallen und Ehrerbietung aufbringen sollte. Sie hatte keine Wahl gehabt, ob andere Männer sie ebenfalls als schön empfunden hatten, das war Ilyas bewusst, aber es änderte nichts daran, dass auch er erst lernen musste damit umzugehen, dass man bisher der Meinung gewesen war Amira wie ein hübsches Schmuckstück herumzureichen und wann immer sich jemand daran erfreuen wollte, hatte sie es stumm zu ertragen. Das würde sie nie mehr erleben müssen, dafür würde er sorgen und beim gütigen Gott…niemand sollte sich trauen die junge El Mansouri auch nur in die Verlegenheit zu bringen sich an alte Zeiten erinnert zu fühlen!
Es war neu. Ungewohnt und sicher auch etwas eingerostet. Eine junge Frau im Arm zu halten, war wie eine eigene, alte und sehr tiefe Erinnerung. Mit den Frauen, die er nur der Lust wegen und äußerst selten aufsuchte, lag er nicht Arm in Arm, er fragte nicht nach ihrem Empfinden und es kümmerte ihn auch nicht. Er führte sich vor Augen, dass sie ihr Geld verdienen mussten um sich Essen und andere Dinge zu kaufen…er war kein Heiliger, aber durchaus rücksichtsvoller Mann, dennoch blieb eine bezahlte Nacht eine bezahlte Nacht.
Amira nun gehörte ihm. Weich, warm…der Körper noch fest von der frisch hinter sich gelassenen Jugend. Die Haut straff und golden, ebenmäßig als wäre sie von hoher Geburt…ein Umstand aus dem Leben im Palast. Sie roch wundervoll und als sie zu ihm unter die Decke schlüpfte, hatte es diesen Duft um seine Nase aufgewirbelt. Tief sog er ihn ein und schloss einen genüßlichen Augenblick die Lider.
Ihr Kopf war eine erträgliche Last, ihr angeschmiegter Körper eine wohlige Enge. Seine Hand des Armes, der nun um sie herum lag, fuhr über ihre Flanke und zeichnete die Rippen nach, glitt durch das Tal ihrer Taille und erklomm den Hügel ihrer Hüfte. Ein sachtes, nicht monotones, aber zartes Streichen in ruhigen Wellen. Einschläfernd auf angenehme Weise, intim und verbunden auf eine ganz neue Weise. „In weit zurückliegenden Zeiten und Unruhen hat das Bewahren des Friedens mehr von mir verlangt als bloße Worte“, Ilyas würde wohl sagen, dass es trotz allem schöne Zeiten waren, wie es nunmal so war wenn Männer den Zeiten nachtrauerten in denen sie sich mit Manneskraft beweisen durften. Ilyas würde das auch heute noch tun, ein Grund warum er in erster Linie als Adjutant Ridvans unterwegs war, aber in zweiter auch immer noch ein Hauptmann der Armee Matariyyas. Frieden war es, was er für sein Land wollte…aber ausgedient haben ein Umstand, den er nicht oder nur schwer akzeptieren konnte. „Sicher schmücken sie nicht, aber sie erinnern mich jeden Tag daran meinen Geist wachzuhalten und sicherlich auch, dass ich noch hier bin“, sprach er in sonorer Stimmlage und fühlte ihrem sachten Streichen nach. Es bestand keine Scham seinerseits für die Narben, sie waren so gewöhnlich wie das Haar auf der Brust und das Grau in Bart und Schläfen. „Es werden viele unserer Männer mit neuen Narben nach Hause kehren…“ Im Namen eines geistigumnachteten Königs für einen anderen König in einem fremden Land - Ilyas wünschte, es wäre anders und noch war er auch nicht überzeugt davon wie groß die erzwungene Loyalität sein würde, wenn man die Männer des Sommerlandes von fremden Befehlshabern in den Krieg schickte. Ob er es lieber selbst machen würde? Vermutlich ja.
