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bringing calm to the storm-tossed
04.08.1016 - 15:00
The Travelers Inn | Eastergold Meadow
Trigger: Hinrichtung
Jasper Fielding Zosia Marsili

Unregistered
Zosia Marsili
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#10
Der Bursch war durchaus vernünftig, das musste Zosia ihm zugestehen. Es begann ihr sogar zu gefallen mit ihm dieses Zwiegespräch zu führen, auch wenn sie sich vielleicht eher mal auf die Zunge beißen sollte, bevor sie sich da noch in irgendeine Bredouille manövrierte mit ihren all zu lockeren Aussagen, die zwar von Herzen kamen, aber nicht immer den Weg über ihr Hirn machten, ehe sie lautstark an die Luft entwichen. Aber dem jungen Fürstensohn schien das zumindest nicht gegen den Strich zu gehen, noch nicht. Bisher erwiderte er das Gespräch mit sehr durchdachten, lebensnahen Antworten, die sie einem Adeligen, von dem man doch immer nur annahm, dass er in seiner Burg auf Federn gebettet mit teurem Pralinenkonfekt gefüttert wurde, nicht zutraute. Gut, als Soldat hatte er sicherlich schon anderes auch gesehen außer Tanz und Prunk, aber dennoch war es nicht jeder Adelmanns Sache sich um die Belange der gemeinen Bevölkerung zu kümmern, sobald sie den eigenen Interessen nicht mehr dienlich waren. Sein letzter Beisatz aber, ließ Zosia wieder ein wenig mit den Augen rollen. „Nun, das hätte man ganz einfach verhindern können, indem man die Stadt nicht angreift. Den Trümmerhaufen habt erst ihr hier hervorgerufen. Davor ging es uns allen gut und es gab genug Menschen, die hier Fuß gefasst hatten. Jetzt haben wir hier leere Häuser und fremde Leute, die uns vor die Nase gesetzt werden!“ drückte sie sich vom Türrahmen ab und redete sich fast in Rage. Man könnte fast meinen, sie wäre die Galleonsfigur einer kleinen Rebellion, so inbrünstig ließ sie ihren Gedanken freien Lauf.

Womit bewiesen wäre, wie schnell Zosias impulsives Mundwerk sie in Schwierigkeiten bringen kann. Als sie bemerkte, dass der junge Fielding vermutlich nicht der richtige Gesprächspartner war, um all diese Themen anzusprechen, erstarrte sie augenblicklich. Weit waren die Augen aufgerissen und aus den sonst so frisch rosigen Wangen war jede Farbe gewichen. Jetzt die Lippen fest aufeinander zu pressen war eigentlich viel zu spät, nicht wahr? Das hätte sie sich besser überlegen sollen, aber ihr Hirn war scheinbar gerade abwesend. Peinlich berührt und leicht von Schrecken erfasst, das merkte sie an den aufgestellten Härchen in ihrem Nacken und dem kalten Schauer, der ihr über den Rücken lief, starrte sie den Prinzen an und hoffte, dass seine bisher so gütige, großzügige Art es erlaubte, ihre unbedachten Worte zu verzeihen. „Das…. Das hätte ich nicht sagen sollen.“ brachte sie krächzend hervor. „Bitte ignoriert es einfach“ versuchte sie die unangenehme Situation mit einem schiefen Lächeln zu entwaffnen. „Ihr könnt mir glauben, hoffentlich, dass es mir wirklich fern liegt irgendwie Unruhe zu stiften, ganz ehrlich. Ihr seht doch, ich hab hier genug anderes zu tun.“ wies sie mit einer fast theatralischen Geste auf die verwüsteten Räumlichkeiten, in denen sie sich befanden. Vielleicht waren es die Gärgase der vergammelnden Gemüsereste, die sie benebelt und zu solch einem Unsinn hingerissen hatten. Genau, das muss es gewesen sein.

Zum Glück kamen sie bald auf ein anderes Thema und er fand ihren Einfall genauso witzig wie sie, dass doch die Verursacher des Chaos dieses auch wieder aufräumen sollte. Erleichtert, dass er ihr nicht gleich den Kopf abgehackt hatte oder sie in Fesseln legen ließ, versuchte sie ein Lachen, was ein wenig, nun sagen wir, übertrieben klang. Reiß dich zusammen, Zosia!! schalt sie sich selbst. „Wenn ihr es selbst kontrolliert, werden sie es wohl kaum wagen sich ungemäß aufzuführen.“ versuchte sie die Wogen weiterhin mit einem Kompliment zu besänftigen. Und ehrlich gesagt, ihr würde es durchaus auch gefallen, wenn er öfters vorbeikommen würde. Er sah doch ganz gut aus. Und er war eigentlich wirklich nett. Die Wirtstochter seufzte auf. „Kommt, ich glaube über so ernste, wichtige Dinge reden wir lieber bei einem guten Krug Bier, hm?“ winkte sie ihn zurück in den Schankraum, wo sie gleich zwei Krüge des besten Bieres, das sie noch hatte, füllte. Sie deutete auf einen nahen Tisch mit noch zwei halbwegs stabil aussehenden Stühlen, die hoffentlich nicht gleich unter der Last ihrer beider Hintern zusammenbrechen würden. „So ist es doch gleich besser, nicht wahr?“ hob sie den Krug zum Prost. Diesmal verkniff sie sich ein Kommentar darauf, dass die Fieldings nur im besten Interesse der Bevölkerung handeln würden. Sie lernte ja dazu, spät, aber immerhin, nicht wahr? Sie lächelte weiterhin, mehr nicht. Große Worte, hoffentlich folgten dem auch Taten, zum Wohle aller. „Versteht mich nicht falsch, ich bin nun mal nur eine einfache Wirtstochter, aber auch hier gibt es Vereinbarungen mit den Händlern, so gut es geht schriftlich.“ das war der Vorteil der Volkserziehung, zumindest konnte jeder im Grunde lesen und schreiben. „Es wäre mir einfach wirklich lieber, wenn es irgendein Papier gäbe, auf dem es festgehalten ist.“ Natürlich, Papier war geduldig, da konnte man alles drauf schreiben und gleich wieder verwerfen oder in ein paar Jahren widerrufen. Aber mal ehrlich, wenn die Fürsten Fielding so arbeiten wollten, dass sie das von ihnen Unterschriebene nicht wertschätzten, dann war mit ihnen wohl besser kein Geschäft zu machen, oder? Solange die Familie an der Macht war, könnte sie sich mit einem Schrieb zumindest irgendwie darauf berufen, was hier ausgemacht wurde. Und wenn es wieder einen Wechsel gab, nun, denen war ja ohnehin gleich, wofür die Fieldings ihr Geld ausgaben, eine neue Fürstenriege anderen Namens hätte keinen Anspruch auf irgendwelche Vorteile oder Abmachungen, sie hatten ja nichts reingesteckt. „Was auch immer kommen mag, es ist einfach eine Abmachung zwischen der Fürsten Fielding und der Familie Marsili. Ich möchte keine Unsicherheiten, keine Fragen und Verpflichtungen. Auch was den Preis angeht, den das alles hier etwa kosten könnte. Ihr wollt euch doch absichern, dass ich euch nicht über den Tisch ziehe und euch mehr aus der Tasche luchse, als es wirklich sein muss, oder?“ wollte sie auch mal einen Ausgleich schaffen und ihm beweisen, dass es nicht nur darum ging, dass sie sich ihm gegenüber absichern wollte, sondern dass das alles natürlich auch einen Vorteil für ihn hatte, das Unterfangen hier auf halbwegs rechtssichere Beine zu stellen.

Während er sprach, nahm sie einen großen Schluck und beobachtete ihn ein wenig. Er meinte es wirklich ernst, oder? Er nahm sich seine neue Rolle wirklich zu Herzen und versuchte ein anständiger Herrschersohn zu sein, etwas, wofür sie ihn wirklich respektieren konnte. Wäre da nicht der letzte Satz. Ah, da haben wir es also. Da war seine Kondition, seine Gegenleistung, seine Bedingung. Sie sollte für ihn spionieren? Oder sagen wir, ihre Gäste aushorchen, wie sagt er Augen und Ohren offen halten. Er erwartete aber nicht wirklich, dass sie ihre Nachbarn belauschte und sie etwa ans Messer lieferte oder irgendetwas zu deren Ungunsten verraten würde? Schon lüpfte sich von selbst eine Augenbraue, noch ehe sie diese kontrollieren konnte. „Da habt ihr einiges vor, Euer Gnaden.“ Vielleicht konnte man das ja auch in die andere Richtung spiele. Wenn sie es sich mit ihm gut stellte, vielleicht konnte sie dann auch einiges in Erfahrung bringen, was ihnen, den einfachen Bürgen, helfen würde. „Dann lasst mir euch auch ein Angebot machen, mein Prinz: wann immer es euch nach einem guten Bier und ein wenig Gesellschaft abseits vom Hofe lustet, oder ihr eben sehen wollt, wie die Baustelle voran geht, dann kommt doch einfach vorbei. Für euch wird immer ein Krug und ein Stuhl frei sein.“ und auch das meinte sie ehrlich. Allerdings bezweifelte sie, dass ein so Hochwohlgeboren sich all zu oft in den Niederungen der Taverne wiederfinden würde.
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Nachrichten in diesem Thema
bringing calm to the storm-tossed - von Jasper Fielding - 08-04-2024, 20:50
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Zosia Marsili - 08-04-2024, 23:36
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Jasper Fielding - 12-04-2024, 17:20
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Zosia Marsili - 15-04-2024, 21:50
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Jasper Fielding - 27-04-2024, 16:36
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Zosia Marsili - 03-05-2024, 14:18
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Jasper Fielding - 20-05-2024, 16:24
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Zosia Marsili - 27-05-2024, 23:16
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Jasper Fielding - 15-06-2024, 08:32
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Zosia Marsili - 27-06-2024, 21:59
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Jasper Fielding - 05-07-2024, 21:33
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Zosia Marsili - 14-07-2024, 00:43
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Jasper Fielding - 20-07-2024, 17:44
RE: bringing calm to the storm-tossed - von Zosia Marsili - 25-07-2024, 21:55

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