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three fools, one daring flight
19.08.1016 - 21:30
Ausgang des Heerlagers
Trigger: Gewalt, Blut, derbe Sprache, Mordgedanken
Rana Shadid Ivar Lorenson Khaled bin Sharif Belisarius Caderitor

Winter's Breed
Ivar Lorenson
Heimatlose - Admin
Alter 28
Beruf Söldner
Wohnort Überall
Stand Ledig
User Letha
#9
Noch nie hatte sich ein Schlag so angefühlt wie die liebende Berührung Heofaders, wenn dieser persönlich zwei Beckenscheiben in die Hand nahm und sie gegen Ivars Kopfseiten schlug. Das Ringen des Schlages hallte auch noch wieder, als der eigentliche Aufprall schon längst stattgefunden hatte und die Zunge des Söldners nach einer Mischung aus Staub und Blut schmeckte. Ah, das war doch mal bekanntes Terrain, mit dem er was anfangen konnte, wenn auch kein ideales Terrain, um dem Husten vorzubeugen. Kopfschmerzen und Husten vertrugen sich ja auch schonmal gar nicht und so grenzte es an Selbstsabotage, wie Ivars Körper sich dem frohen Farbenspiel aus explodierenden Kopfschmerzen und einer trockenen Kehle hingab. So wie er sich auf seine zitternden Oberarme stemmte, versuchte er mit reiner trotzigen Willenskraft, aufzustehen und sich das tropfende Blut von der Nase zu wischen. Durch das Rauschen und Ringen in seinen Ohren hörte er, wie man über ihm kämpfte und spätestens, als der Boden neben ihm vibrierte, hatte er genug von dieser ganzen Scheiße hier. “Fick doch deine Mutter…”, krächzte er, während er halb vom kalten Schweiß, halb von der Dunkelheit blind nach seinem Dolch tastete, dabei war das sein geringstes Problem. Die Verstärkung verriet sich am Scheppern ihrer Rüstung und Ivar wusste, dass sie verkackt hatten. Aber so richtig. In tiefe, warme Kacke waren sie getreten, und sein eigener Scheiß Husten hatte ihnen genau alles zunichte gemacht, worauf sie die letzten Tage hingearbeitet hatten. Zischend stieß er die Luft durch seine Zähne aus und schluckte die Galle runter, die ihn immer überkam, wenn er auch nur in eine dieser gepflegten Visagen schauen musste. Da konnte er diesmal wirklich nichts für. Es zuckte halt in seiner Schwerthand, wenn er Autoritätsfiguren gegenüberstand; gut, dass der eine befehlsbellende Hund mit Verstärkung gekommen war, sonst hätte der Söldner vermutlich wirklich noch abgewägt, wie hoch die Chance war, dass er hier mit zwei Leben davon kam - einmal mit seinem eigenen und dann noch mit dem an seiner blutigen Hand. Tatsächlich tat er das Einzige, was er in seinem Zustand noch bei halbem Verstand nennen würde: Er drückte seinen Handballen über dem ertasteten Dolch tiefer in den weichen Boden und klaubte ein wenig Dreck mit den Fingern über der Spitze zusammen, bevor die Fackeln gänzlich sein zugerichtetes Gesicht erleuchten konnten und die Klingen der Hellebarden seine eigene schöne, farbenfrohe Visage spiegelten.
Am besten sagte er gar nichts und ließ alles Zara machen. Er musste auch gar nichts tun, so zugerichtet, wie er aussah. Dabei waren die beiden Schläge ins Gesicht nur der Gipfel vom Berg gewesen, denn der glänzende Film aus Schweiß rührte ganz sicher nicht daher, dass er in einen harten Kampf verwickelt gewesen war. Auch wenn er sich auf allen Vieren hielt, zitterte er unmerklich bei der Anstrengung, sich oben zu halten. Und dann erzählten diese Idioten auch noch irgendwas von Heilern für die kerngesunden Burschen am Boden, die nur mit der Scham eines verlorenen Egos zu kämpfen hatten, pah. Aber wer wäre Ivar, wenn er sich in so eine Vorlage nicht aus dem Jucks raus hineinlehnen würde. Scheiße nochmal, wenn sie für so ein kleines Aufmischen schon gehängt werden sollten, was hatte er dann überhaupt noch zu verlieren… “Und was ist mit uns, he? Wir brauchen die Heiler!”, zog er die Aufmerksamkeit hoffentlich auf sich, ohne seinen Blick vom Boden auf den Befehlshaber oder Kommandanten oder Heofaders Speichellecker zu richten. Vermutlich hätte er sonst mit einer Hellebarde seinen Hals schmücken können, von innen; aber so, wie diese das Fackellicht reflektierten, waren die unnatürlich dunklen Flecken auf Ivars nacktem Schulterblatt vielleicht gar nicht mehr so unauffällig. Er konnte nur hoffen, dass Khaled und Zara seine Vorlage aufgriffen, so, wie er unter den Strähnen aus dem Augenwinkel zu dem Dieb hinüber sah und an seinen erfinderischen Geist appellierte.
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Nachrichten in diesem Thema
three fools, one daring flight - von Rana Shadid - 23-04-2024, 19:22
RE: three fools, one daring flight - von Khaled bin Sharif - 03-06-2024, 21:32
RE: three fools, one daring flight - von Rana Shadid - 15-06-2024, 11:17
RE: three fools, one daring flight - von Khaled bin Sharif - 26-06-2024, 19:55
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RE: three fools, one daring flight - von Ivar Lorenson - 17-07-2024, 15:34
RE: three fools, one daring flight - von Khaled bin Sharif - 11-08-2024, 20:54

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