20-07-2024, 08:51 - Wörter:
"Als ob du davon eine Ahnung hast. Du versucht es nicht einmal dir deine Freiheit zu holen. Du bist es die sich alles gefallen lässt und sich einsperren lässt wie ein Vogel im Käfig", konterte er dann und es war doch so oder nicht? Seine Schwestern taten gar nichts wenn es um ihren gemeinsame Vater ging. Dessen Launen wirklich nicht angenehm waren. Vielleicht sollte Rory einfach akzeptieren dass seine Schwestern ihn niemals verstehen würden. Was ziemlich schade war, aber dann war es eben so.
Immerhin verstand er auch nie warum sie das taten was sie taten und war Ana lieber malte als etwas wirklich Sinnvolles zu tun. Was es ihm brachte zu diskutieren? Die Möglichkeit sich zur Wehr zu setzen. Seine Schwestern wussten doch gar nicht was er alles dulden und erdulden musste. Wie mit Männern umgegangen wurde. Wie sie erzogen wurden. Frauen konnten das nicht verstehen. Schließlich wurden ihnen andere Dinge vermittelt.
Für Rory war es nie schön über seine Mutter zu sprechen. Weswegen er das auch nie tat. Denn er verband es nur mit Schmerz. Alles war Schmerz. Die Erinnerungen, die Bilder, die Worte. Einfach alles. Doch jetzt befanden sie sich in dieser Situation. Jetzt war er hier mit seiner Schwester und tat nichts anderes als seine Tränen zurückzudrängen, was aber miserabel funktionierte. Wahrscheinlich kam seine Frage überraschend, aber er brauchte gerade Zuwendung.
Also musste Ana dafür herhalten. Früher hatten sie das öfters gemacht, aber früher war die Situation auch eine ganz andere. Früher war die Familie noch vollständig. Früher war er nicht mit dem Tod seiner Mutter konfrontiert und durfte nicht so trauern wie er es gerne gehabt hätte. Jetzt seine kleine Schwester zu umarmen, löste mehr in ihm aus als ihm lieb war. Vorsichtig umarmte er Ana. So als wär sie zerbrechlich. Das waren Frauen doch immer. Vielleicht drückte er auch etwas zu fest, aber das bemerkte er nicht.
Die nächste Aussage sorgte wieder für Tränen in seinen Augen und er schluckte um sie zu verdrängen. Erfolglos. Ein paar von ihnen liefen ihm über die Wange.
"Es ist alles so viel schlimmer geworden seitdem sie weg ist", hauchte er leise. Es war wirklich schlimmer geworden. Rory war seinen Schwestern nicht mehr so eng wie es gewesen war. Sie hatten sich abgekapselt und er wurde mehr in den Fokus gerückt. Ansprüchen wurde er nicht gerecht und so begann der Teufelskreis.
Ihm gefiel die Stimme seiner Schwester nicht. Er hörte doch dass es sie so furchtbar mitnahm. Er hörte die brechende, tränenreiche Stimme. Gerade war er so sehr mit seine Gefühlen beschäftigt dass er einen langen Moment brauchte um ihr zu antworten. Doch auch Ana würde merken dass die Tränen langsam die Oberhand bei ihm übernahmen.
"Ich will nur geliebt werden", flüsterte er dann leise. Er wollte die Aufmerksamkeit seines Vaters. Er wollte das von ihm haben was er durch den Tod seiner Mutter nicht mehr hatte. Zuwendung. Liebe. Irgendetwas. Denn das fehlte ihm und es machte sein Leben so viel schwerer.
"Natürlich ist es nicht wahr. Kein einziges Wort, aber manchmal.....manchmal da.....glaube ich ihm. Auch wenn es dumm ist", denn wenn man nur lange genug darauf einging und ihn in die Enge trieb, glaubte er das was er nicht glauben wollte oder was nicht so war. Dann glaubte er nicht an sich selbst und gerade deswegen konfrontierte er sich immer wieder mit seinem Vater um mit diesen Situationen besser umgehen zu können. Auch wenn es dämlich war.
"....Nicht was Mutter angeht zumindest aber bei.....anderen Dingen"
Worauf genau er anspielte, würde seine Schwester vermutlich nicht einmal wissen aber es war wohl auch nicht schwer zu erkennen dass Tiarnan nicht viel von Rory hielt und so wie sie sich immer anschrien und schlecht übereinander sprachen, konnte man sich da wohl schon ein paar Dinge zusammenreimen.
Immerhin verstand er auch nie warum sie das taten was sie taten und war Ana lieber malte als etwas wirklich Sinnvolles zu tun. Was es ihm brachte zu diskutieren? Die Möglichkeit sich zur Wehr zu setzen. Seine Schwestern wussten doch gar nicht was er alles dulden und erdulden musste. Wie mit Männern umgegangen wurde. Wie sie erzogen wurden. Frauen konnten das nicht verstehen. Schließlich wurden ihnen andere Dinge vermittelt.
Für Rory war es nie schön über seine Mutter zu sprechen. Weswegen er das auch nie tat. Denn er verband es nur mit Schmerz. Alles war Schmerz. Die Erinnerungen, die Bilder, die Worte. Einfach alles. Doch jetzt befanden sie sich in dieser Situation. Jetzt war er hier mit seiner Schwester und tat nichts anderes als seine Tränen zurückzudrängen, was aber miserabel funktionierte. Wahrscheinlich kam seine Frage überraschend, aber er brauchte gerade Zuwendung.
Also musste Ana dafür herhalten. Früher hatten sie das öfters gemacht, aber früher war die Situation auch eine ganz andere. Früher war die Familie noch vollständig. Früher war er nicht mit dem Tod seiner Mutter konfrontiert und durfte nicht so trauern wie er es gerne gehabt hätte. Jetzt seine kleine Schwester zu umarmen, löste mehr in ihm aus als ihm lieb war. Vorsichtig umarmte er Ana. So als wär sie zerbrechlich. Das waren Frauen doch immer. Vielleicht drückte er auch etwas zu fest, aber das bemerkte er nicht.
Die nächste Aussage sorgte wieder für Tränen in seinen Augen und er schluckte um sie zu verdrängen. Erfolglos. Ein paar von ihnen liefen ihm über die Wange.
"Es ist alles so viel schlimmer geworden seitdem sie weg ist", hauchte er leise. Es war wirklich schlimmer geworden. Rory war seinen Schwestern nicht mehr so eng wie es gewesen war. Sie hatten sich abgekapselt und er wurde mehr in den Fokus gerückt. Ansprüchen wurde er nicht gerecht und so begann der Teufelskreis.
Ihm gefiel die Stimme seiner Schwester nicht. Er hörte doch dass es sie so furchtbar mitnahm. Er hörte die brechende, tränenreiche Stimme. Gerade war er so sehr mit seine Gefühlen beschäftigt dass er einen langen Moment brauchte um ihr zu antworten. Doch auch Ana würde merken dass die Tränen langsam die Oberhand bei ihm übernahmen.
"Ich will nur geliebt werden", flüsterte er dann leise. Er wollte die Aufmerksamkeit seines Vaters. Er wollte das von ihm haben was er durch den Tod seiner Mutter nicht mehr hatte. Zuwendung. Liebe. Irgendetwas. Denn das fehlte ihm und es machte sein Leben so viel schwerer.
"Natürlich ist es nicht wahr. Kein einziges Wort, aber manchmal.....manchmal da.....glaube ich ihm. Auch wenn es dumm ist", denn wenn man nur lange genug darauf einging und ihn in die Enge trieb, glaubte er das was er nicht glauben wollte oder was nicht so war. Dann glaubte er nicht an sich selbst und gerade deswegen konfrontierte er sich immer wieder mit seinem Vater um mit diesen Situationen besser umgehen zu können. Auch wenn es dämlich war.
"....Nicht was Mutter angeht zumindest aber bei.....anderen Dingen"
Worauf genau er anspielte, würde seine Schwester vermutlich nicht einmal wissen aber es war wohl auch nicht schwer zu erkennen dass Tiarnan nicht viel von Rory hielt und so wie sie sich immer anschrien und schlecht übereinander sprachen, konnte man sich da wohl schon ein paar Dinge zusammenreimen.
