20-07-2024, 21:19 - Wörter:
Diesen Gruß wollte und konnte Hafiz nicht erwidern, Heofader gefielen solche Worte nicht. Diese unfassbare Winterbraut hatte einen Mund voller Scheiße! Doch er lachte dennoch und hoffte, dass Heofader ihn dafür nicht in der Hölle schmoren ließ. Also nach diesem Leben hier. “Du solltest aufpassen, was du sagst, Winterweib”, sagte er mit tiefer, kratziger Stimme und seine breite Gestalt ragte über ihr auf. Mit seinem dreckigsten Grinsen im Gesicht betrachtete er Tyras Augen, die vergnügt funkelten. War ja klar, wenn sie ihre Klinge auf die Kehle anderer Leute richtete, war sie glücklich. Vielleicht machte sie das so sympathisch für ihn, obwohl er den Menschen lieber mit seinen Fäusten den Garaus machte. “Na dann will ich nicht so sein, alte Freundin.” Hafiz öffnete nun seine Arme und zog sie fest an seinen Körper, ob sie wollte oder nicht. Wahrscheinlich stank er und roch nach Kanal, Pisse oder Rattendreck, aber damit musste sie leben. Sie kannte es ohnehin nicht anders, entweder von ihm oder anderen Drecksmännern. “Abu Kabir macht harte Zeiten durch, wie ganz Matariyya, Klinge von Norsteading.” Er ließ sie abrupt los und deutete dann mit einem kurzen, ernsten Nicken auf die Steinbank, auf der er bis eben gesessen und gewartet hatte. “Aber es muss für alles Zeit sein, also hock dich neben mich und lass uns das bei Speis und Trank besprechen.”
Sobald sich Hafiz auf der kühlen Steinbank niedergelassen hatte, pfiff er kurz drei verschiedene Töne und ein kleiner Junge kam herangelaufen, fast so, als hätte er schon auf das Signal gewartet. Und es bedurfte keiner Worte, als der Junge ein kleines Tablett mit Datteln und Feigen brachte, ebenso einen Krug mit Wasser. Hafiz drückte ihm wortlos eine Münze in die Hand und nickte, und der Junge lief wieder davon. Das alles spielte sich in wenigen Sekunden ab und Hafiz sah dann zu Tyra auf. “Hockst du dich jetzt bald neben mich oder worauf warten wir hier? Ich hasse es, geduldig sein zu müssen.” Er schenkte ihr einen wilden Blick und grummelte weiter vor sich hin. Erst dann nahm er sich eine Dattel und schmiss sie sich in den Mund. “Also, bevor wir zum Geschäftlichen kommen; wie geht es dir?” Das musste dann aber auch genügen. Scheiß persönlicher Kram, aber es interessierte ihn ja doch wirklich. Er kaute nachdenklich und ein lauer Wind wehte um sie, überall war Sand und Schweiß auf der Haut zu spüren, und doch würde er seine Heimat für nichts in der Welt tauschen. Hier war sein Ursprung, seine Familie, Safiyya, der glühendste Stern von allen. “Und jetzt erzähl mir, wie die Geschäfte laufen, Weib, und was sich in dem Loch tut, das sich Norsteading schimpft.”
Sobald sich Hafiz auf der kühlen Steinbank niedergelassen hatte, pfiff er kurz drei verschiedene Töne und ein kleiner Junge kam herangelaufen, fast so, als hätte er schon auf das Signal gewartet. Und es bedurfte keiner Worte, als der Junge ein kleines Tablett mit Datteln und Feigen brachte, ebenso einen Krug mit Wasser. Hafiz drückte ihm wortlos eine Münze in die Hand und nickte, und der Junge lief wieder davon. Das alles spielte sich in wenigen Sekunden ab und Hafiz sah dann zu Tyra auf. “Hockst du dich jetzt bald neben mich oder worauf warten wir hier? Ich hasse es, geduldig sein zu müssen.” Er schenkte ihr einen wilden Blick und grummelte weiter vor sich hin. Erst dann nahm er sich eine Dattel und schmiss sie sich in den Mund. “Also, bevor wir zum Geschäftlichen kommen; wie geht es dir?” Das musste dann aber auch genügen. Scheiß persönlicher Kram, aber es interessierte ihn ja doch wirklich. Er kaute nachdenklich und ein lauer Wind wehte um sie, überall war Sand und Schweiß auf der Haut zu spüren, und doch würde er seine Heimat für nichts in der Welt tauschen. Hier war sein Ursprung, seine Familie, Safiyya, der glühendste Stern von allen. “Und jetzt erzähl mir, wie die Geschäfte laufen, Weib, und was sich in dem Loch tut, das sich Norsteading schimpft.”
