21-07-2024, 18:27 - Wörter:
Der Sohn des Fürsten schwieg, als Gareth seinen Kommentar unbeantwortet ließ, doch er spürte Rorys fragenden Blick auf sich. Sie hatten eigentlich nie wirklich über ihre Gefühle füreinander gesprochen, sodass es für Gareth, den Sohn der Hohepriesterin, ungewohnt war, den rothaarigen Freund so ernsthaft zu erleben. Rory meinte es wirklich ernst, doch Gareth musste seine Gedanken erst sortieren.
Gareth hob den Blick, als er einen leisen Seufzer hörte und sah gerade noch, wie Rory das Bild auf seinem Nachtschrank betrachtete. Auch darüber hatten sie nie gesprochen – das große Loch und der Schmerz, den Grians Tod in der Familie hinterlassen hatte. Man sprach nicht über seine Gefühle, sondern machte einfach weiter. Gareth unterdrückte ein Seufzen, denn er vermisste Rorys Mutter genauso schmerzlich. Sie war mehr eine Mutter für ihn gewesen als seine eigene, da er noch sehr jung gewesen war, als er zu den Henaghens gebracht wurde. Grian hatte ihn mit offenen Armen empfangen und ihm die gleiche Liebe entgegengebracht, die sie auch ihren eigenen Kindern zeigte.
Glücklicherweise konnte Gareth sich nun auf die Behandlung von Rorys Rücken konzentrieren und seine Gedanken von diesem traurigen Kapitel ablenken. Er grinste und kommentierte Rorys Bemerkung, dass er einen exklusiven Service erwartete. Das war wieder ganz der alte Rory – zuerst kam er und dann für eine lange Zeit niemand sonst. Nun gut, Gareth würde ihn in dem Glauben lassen, dass sich die Welt um ihn drehte, solange es nützlich für ihn selbst war. Denn wenn es Rory gut ging, ging es auch ihm gut. Es war ein gegenseitiges Geben und Nehmen – nicht mehr, oder?
Dennoch konnte Gareth Rorys Kommentar nicht einfach so stehen lassen. Schließlich fragte er nach, ob Rory es ernst gemeint hatte. Rory drehte sich zu ihm um, und Gareth ließ seine Hand sinken, mit der er die Salbe verteilt hatte. Ihre beiden Gesichter waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, sodass Gareth Rory direkt in die Augen blicken konnte. Rorys Antwort fiel ganz in seinem typischen Stil aus, und nur jemand, der ihn gut kannte, verstand, dass es fast einer Liebesbekundung gleichkam.
Gareth blinzelte und schluckte. „Das ist schön zu hören, Rory. Ich mag dich auch irgendwie.“ Er grinste seinen Ziehbruder an und versuchte, die Situation ein wenig aufzulockern, auch wenn ihm das nicht ganz gelang. „Ich bin immer für dich da, Euer Gnaden.“
Gareth hob den Blick, als er einen leisen Seufzer hörte und sah gerade noch, wie Rory das Bild auf seinem Nachtschrank betrachtete. Auch darüber hatten sie nie gesprochen – das große Loch und der Schmerz, den Grians Tod in der Familie hinterlassen hatte. Man sprach nicht über seine Gefühle, sondern machte einfach weiter. Gareth unterdrückte ein Seufzen, denn er vermisste Rorys Mutter genauso schmerzlich. Sie war mehr eine Mutter für ihn gewesen als seine eigene, da er noch sehr jung gewesen war, als er zu den Henaghens gebracht wurde. Grian hatte ihn mit offenen Armen empfangen und ihm die gleiche Liebe entgegengebracht, die sie auch ihren eigenen Kindern zeigte.
Glücklicherweise konnte Gareth sich nun auf die Behandlung von Rorys Rücken konzentrieren und seine Gedanken von diesem traurigen Kapitel ablenken. Er grinste und kommentierte Rorys Bemerkung, dass er einen exklusiven Service erwartete. Das war wieder ganz der alte Rory – zuerst kam er und dann für eine lange Zeit niemand sonst. Nun gut, Gareth würde ihn in dem Glauben lassen, dass sich die Welt um ihn drehte, solange es nützlich für ihn selbst war. Denn wenn es Rory gut ging, ging es auch ihm gut. Es war ein gegenseitiges Geben und Nehmen – nicht mehr, oder?
Dennoch konnte Gareth Rorys Kommentar nicht einfach so stehen lassen. Schließlich fragte er nach, ob Rory es ernst gemeint hatte. Rory drehte sich zu ihm um, und Gareth ließ seine Hand sinken, mit der er die Salbe verteilt hatte. Ihre beiden Gesichter waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, sodass Gareth Rory direkt in die Augen blicken konnte. Rorys Antwort fiel ganz in seinem typischen Stil aus, und nur jemand, der ihn gut kannte, verstand, dass es fast einer Liebesbekundung gleichkam.
Gareth blinzelte und schluckte. „Das ist schön zu hören, Rory. Ich mag dich auch irgendwie.“ Er grinste seinen Ziehbruder an und versuchte, die Situation ein wenig aufzulockern, auch wenn ihm das nicht ganz gelang. „Ich bin immer für dich da, Euer Gnaden.“
