23-07-2024, 11:11 - Wörter:
Man konnte sagen, was man wollte, doch eines war sicher: Hailey war nicht auf den Mund gefallen. Asleif war alles andere als geschockt, als das Mädel über Dinge sprach, von denen sie allemal nur aus Bardenlieder gehört hatte. Stattdessen lachte die Heilerin warm auf, schüttelte den Kopf wobei die Perlen im Haar leicht aneinander klackten und schmunzelte dabei in sich hinein. „Werd du mal so alt wie ich und dann reden wir nochmal drüber.“ Der Blick Asleif zeigte deutlich, dass für sie damit das Thema beendet war, auch wenn sie keine Sekunde auf das Mädel böse sein konnte. Es war nun mal die Zeit und das Alter, in dem man über die wahre Liebe schwärmte… die größte Lüge aller Zeiten. Aber sollte Hailey ruhig noch ein wenig dran glauben, wach werden und die Wahrheit erkennen würde sie in nicht weit entfernter Zukunft.
Lieber war Asleif das schöne Gefühl, eine Familie um sich herum zu haben. Der kleine Esstisch war gerade ausreichend für sie drei und nachdem Lovis so lieb war und den Eintopf etwas eingedickt hatte mit zusätzlichem Gemüseerzählten die Beiden davon, wie sie sich den Alltag von Asleif ausmalten. Ein dickes Schmunzeln legte sich auf ihre Lippen bei der sehr schmeichelhaften Beschreibung, doch konnte sie nicht anders als zu erwidern: „Na da hat aber Lovis vergessen mit dazu zu beschreiben, wie ich ganz sicher laut herumfluche, weil eine Bande Schnecken über meine Salate herfällt. Oder beim Unkraut jäten jedes Frühjahr.“ Sie zwinkerte Lovis amüsiert zu und füllte schließlich auch für Hailey und sich in die Schalen, wobei die Jüngere die größere Portion bekam. Das Mädchen würde noch einiges wachsen und brauchte die warme Mahlzeit mehr als sie. „So… und was hat Hailey bisher Neues denn gelernt? Magst mir erzählen, was du bisher weißt?“ Natürlich musste sie die Strenge von Lovis ein wenig unterstützen, auch wenn Asleif Gefallen daran fand, von dieser Pflicht befreit zu sein. Es war auch ein ganz wenig faszinierend, Lovis als Lehrerin zu beobachten. Für Asleif blieb sie wohl immer das kleine Mädchen, das sie in Wintergard aufgelesen und aufgepäppelt hatte.
Die Erzählungen von dem Drachen waren für Hailey deutlich faszinierender als für Lovis. Das Mädel hatte eine große Fantasie und Leidenschaft dazu, den Barden zu lauschen und Schaustellern zuzusehen. Jeder Besuch hier war gepaart mit neuen Sagen, Geschichten und Beschreibungen von fantastischen Aufführungen, die Hailey gesehen hatte. Und jedes Mal lauschte Asleif neugierig dem Ganzen und beobachtete zeitgleich die roten Wangen von Lovis, die mit den sprudelnden Worten manches Mal überfordert wirkte. Und doch war sie eine gute Mentorin, eine sehr gute sogar.
Die Sache mit den Wölfen machte Asleif mehr Sorgen als der Drache. Der Krieg konnte keine Schuld daran haben, dass Essen fehlte, sodass es etwas anderes sein musste. Etwas fehlte in den Wäldern… und niemand wusste warum. Vielleicht doch ein Drache? Den Eintopf löffelnd lauschte sie zunächst Lovis Beschreibung und schmunzelte erneut, als Hailey sich einbrachte. „Klaglos? Na dann musst du ja besonders sorgsam genäht haben, mh?“ Sie zwinkerte Hailey zu, die nun breit aufgrinste. Die ganze Schwärmerei war mehr als harmlos und Asleif gönnte es ihr. Neugieriger machte sie die Aussage von Lovis, als sie zugab, dass er wohl doch gut ausgesehen hatte. „Ein Soldat? Oder sowas? Na da hattet ihr wirklich Glück und konntet auch noch den Anblick genießen danach.“ Sie ließ offen, ob Lovis noch was dazu sagen wollte, schlürfte den Sud von ihrem Löffel und fügte danach an: „Und ich mache hier nur langweilige Sachen. Habe letzten Monat aber eine Prinzessin gesehen hier in der Stadt. Schicke Bude hatte sie“
Eigentlich wollte Asleif nicht fragen, doch ein wenig Planung für die nächsten Tage war wichtig. „Wie lange pausiert ihr hier denn bis es weitergeht? Und wohin führt euch der Wind dann?“, fragte sie, ein wenig ernster die beiden ansehend, nur um dann rasch die Stimmung abzumildern: „Vielleicht kaufe ich mir einfach ein neues Reff und begleite euch dann.“ Sie alle wussten, dass es nicht passieren würde… doch die Vorstellung dessen war einfach schön.
Lieber war Asleif das schöne Gefühl, eine Familie um sich herum zu haben. Der kleine Esstisch war gerade ausreichend für sie drei und nachdem Lovis so lieb war und den Eintopf etwas eingedickt hatte mit zusätzlichem Gemüseerzählten die Beiden davon, wie sie sich den Alltag von Asleif ausmalten. Ein dickes Schmunzeln legte sich auf ihre Lippen bei der sehr schmeichelhaften Beschreibung, doch konnte sie nicht anders als zu erwidern: „Na da hat aber Lovis vergessen mit dazu zu beschreiben, wie ich ganz sicher laut herumfluche, weil eine Bande Schnecken über meine Salate herfällt. Oder beim Unkraut jäten jedes Frühjahr.“ Sie zwinkerte Lovis amüsiert zu und füllte schließlich auch für Hailey und sich in die Schalen, wobei die Jüngere die größere Portion bekam. Das Mädchen würde noch einiges wachsen und brauchte die warme Mahlzeit mehr als sie. „So… und was hat Hailey bisher Neues denn gelernt? Magst mir erzählen, was du bisher weißt?“ Natürlich musste sie die Strenge von Lovis ein wenig unterstützen, auch wenn Asleif Gefallen daran fand, von dieser Pflicht befreit zu sein. Es war auch ein ganz wenig faszinierend, Lovis als Lehrerin zu beobachten. Für Asleif blieb sie wohl immer das kleine Mädchen, das sie in Wintergard aufgelesen und aufgepäppelt hatte.
Die Erzählungen von dem Drachen waren für Hailey deutlich faszinierender als für Lovis. Das Mädel hatte eine große Fantasie und Leidenschaft dazu, den Barden zu lauschen und Schaustellern zuzusehen. Jeder Besuch hier war gepaart mit neuen Sagen, Geschichten und Beschreibungen von fantastischen Aufführungen, die Hailey gesehen hatte. Und jedes Mal lauschte Asleif neugierig dem Ganzen und beobachtete zeitgleich die roten Wangen von Lovis, die mit den sprudelnden Worten manches Mal überfordert wirkte. Und doch war sie eine gute Mentorin, eine sehr gute sogar.
Die Sache mit den Wölfen machte Asleif mehr Sorgen als der Drache. Der Krieg konnte keine Schuld daran haben, dass Essen fehlte, sodass es etwas anderes sein musste. Etwas fehlte in den Wäldern… und niemand wusste warum. Vielleicht doch ein Drache? Den Eintopf löffelnd lauschte sie zunächst Lovis Beschreibung und schmunzelte erneut, als Hailey sich einbrachte. „Klaglos? Na dann musst du ja besonders sorgsam genäht haben, mh?“ Sie zwinkerte Hailey zu, die nun breit aufgrinste. Die ganze Schwärmerei war mehr als harmlos und Asleif gönnte es ihr. Neugieriger machte sie die Aussage von Lovis, als sie zugab, dass er wohl doch gut ausgesehen hatte. „Ein Soldat? Oder sowas? Na da hattet ihr wirklich Glück und konntet auch noch den Anblick genießen danach.“ Sie ließ offen, ob Lovis noch was dazu sagen wollte, schlürfte den Sud von ihrem Löffel und fügte danach an: „Und ich mache hier nur langweilige Sachen. Habe letzten Monat aber eine Prinzessin gesehen hier in der Stadt. Schicke Bude hatte sie“
Eigentlich wollte Asleif nicht fragen, doch ein wenig Planung für die nächsten Tage war wichtig. „Wie lange pausiert ihr hier denn bis es weitergeht? Und wohin führt euch der Wind dann?“, fragte sie, ein wenig ernster die beiden ansehend, nur um dann rasch die Stimmung abzumildern: „Vielleicht kaufe ich mir einfach ein neues Reff und begleite euch dann.“ Sie alle wussten, dass es nicht passieren würde… doch die Vorstellung dessen war einfach schön.
