04-08-2024, 11:10 - Wörter:
Seine Beine brannten als er schnellen Schrittes durch Dharan al-Bahr hetzte, selbst mit den abgezogenen Männern waren die Straßen voll mit Menschen und Ismeth hatte sich nicht die Ruhe um einen Reitelefanten durch die engen Gassen zu lotsen. Es würde länger dauern sich hier den nötigen Raum zu verschaffen, damit das Tier nicht in Panik geriet, als sich selbst den Weg entlang zu schlängeln und ein paar Seitengassen als Abkürzung zu nehmen. Es dauerte sowieso alles viel zu lange und er verfluchte sich, auf der Farm gewesen zu sein. Doch da sein Bruder nach Castandor gereist war um der Hochzeit des Jahrzehnts beizuwohnen, blieben die Pflichten der Elefantenfarm an ihm hängen. Und er liebte es, mal abgesehen von der Buchhaltung, die Tiere und die Ausbildung dieser, das Fachsimpeln mit den anderen Trainern, selbst das füttern und tränken der großen Vierbeiner. Und natürlich die Nähe zu seiner absoluten Perle, die weiße Elefantendame die er selbst großgezogen und nun wie einen Schoßhund behandelte. Doch Loulia musste warten, denn eine andere Herzensdame erforderte seine Aufmerksamkeit und er hatte den Weg in die Stadt umgehend begonnen, als der Bote ihm ihre Bitte überbracht hatte. Nun ja, es war keine Bitte in dem Sinne, mehr ein Befehl, doch Ismeth glaubte zu wissen warum Yasirah ihn als königlichen Berater herzitierte. Und es hatte herzlich wenig mit dem König zu tun und alles mit der Hochzeit.
Ismeth schnaubte und strich sich seinen langen, seidenen Kaftan glatt, als er den Palast erreichte und nahm sich einen Augenblick seine Gedanken und seinen Atem zu beruhigen. Eine Bedienstete reichte ihm eine Schale mit Wasser zum sich zu erfrischen und ein Glas Tee, um seinen Durst zu stillen. Yasirah war, wenn er sich diese Meinung erlauben durfte, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit außer sich. Ihre Tochter heiratete in einem fernen Land und es war nicht abzusehen, ob sie sich jemals wieder sehen würden. Diese Tatsache allein würden eine schwächere Frau auf die Knie zwingen, doch sie trug noch so viel mehr Verantwortung und Ismeth spürte wie sein Herz voller Bewunderung und Anteilnahme anschwillte. Stolz war auch darunter, immerhin hatte sie nach ihm gerufen. Ob er nun mit Rat und Tat zur Seite der Königin stand und es wirklich ein Problem gab, wobei er helfen wollte, oder Yasirah, die Frau nicht die Königin, einfach nur seine Nähe genießen wollte – sie hatte nach ihm geschickt. Sie brauchte ihn. Das Blut in seinen Adern pochte wild, und er versteckte ein Grinsen in seinem dichten Bart, gab sich gesittet und ruhig vor den anderen Menschen die an ihm vorbei huschten und ihn grüßten und jede Regung seines Gesichtes weiter plappern würden. Im Palast war Vorsicht geboten, jetzt mehr denn je.
Ismeth wurde zu ihren Gemächern geleitet, ein ungewöhnlicher Ort für das so dringende Gespräch, doch auch jetzt behielt er seine stoische Art und ließ sich nichts anmerken. Je normaler er sich verhielt, desto weniger Aufmerksamkeit lenkte er auf diese Tatsache und wartete daher in Ruhe ab, als eine der jungen Bediensteten anklopfte, die Tür zaghaft aufstieß und ihn ankündigte. Mit einem Nicken in ihre Richtung überschritt Ismeth die Schwelle in ihre privaten Räume und ließ endlich das sanfte Lächeln zu, was nur ihr galt. Ihre nervöse Haltung war das erste Indiz, doch er konnte sich auch ohne ausmalen, was sie so sehr beschäftigte. “Meine Königin” Seine förmliche Begrüßung, begleitet von einer langen Verbeugung, war mehr für die Ohren der sich langsam entfernenden Bediensteten gedacht und erst als die Tür ins Schloss fiel, machte er einen weiteren Schritt auf sie zu, seine Stimme leise. “Yasirah... meine Liebe. Sag mir was du brauchst und es gehört dir.”
Ismeth schnaubte und strich sich seinen langen, seidenen Kaftan glatt, als er den Palast erreichte und nahm sich einen Augenblick seine Gedanken und seinen Atem zu beruhigen. Eine Bedienstete reichte ihm eine Schale mit Wasser zum sich zu erfrischen und ein Glas Tee, um seinen Durst zu stillen. Yasirah war, wenn er sich diese Meinung erlauben durfte, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit außer sich. Ihre Tochter heiratete in einem fernen Land und es war nicht abzusehen, ob sie sich jemals wieder sehen würden. Diese Tatsache allein würden eine schwächere Frau auf die Knie zwingen, doch sie trug noch so viel mehr Verantwortung und Ismeth spürte wie sein Herz voller Bewunderung und Anteilnahme anschwillte. Stolz war auch darunter, immerhin hatte sie nach ihm gerufen. Ob er nun mit Rat und Tat zur Seite der Königin stand und es wirklich ein Problem gab, wobei er helfen wollte, oder Yasirah, die Frau nicht die Königin, einfach nur seine Nähe genießen wollte – sie hatte nach ihm geschickt. Sie brauchte ihn. Das Blut in seinen Adern pochte wild, und er versteckte ein Grinsen in seinem dichten Bart, gab sich gesittet und ruhig vor den anderen Menschen die an ihm vorbei huschten und ihn grüßten und jede Regung seines Gesichtes weiter plappern würden. Im Palast war Vorsicht geboten, jetzt mehr denn je.
Ismeth wurde zu ihren Gemächern geleitet, ein ungewöhnlicher Ort für das so dringende Gespräch, doch auch jetzt behielt er seine stoische Art und ließ sich nichts anmerken. Je normaler er sich verhielt, desto weniger Aufmerksamkeit lenkte er auf diese Tatsache und wartete daher in Ruhe ab, als eine der jungen Bediensteten anklopfte, die Tür zaghaft aufstieß und ihn ankündigte. Mit einem Nicken in ihre Richtung überschritt Ismeth die Schwelle in ihre privaten Räume und ließ endlich das sanfte Lächeln zu, was nur ihr galt. Ihre nervöse Haltung war das erste Indiz, doch er konnte sich auch ohne ausmalen, was sie so sehr beschäftigte. “Meine Königin” Seine förmliche Begrüßung, begleitet von einer langen Verbeugung, war mehr für die Ohren der sich langsam entfernenden Bediensteten gedacht und erst als die Tür ins Schloss fiel, machte er einen weiteren Schritt auf sie zu, seine Stimme leise. “Yasirah... meine Liebe. Sag mir was du brauchst und es gehört dir.”
