06-08-2024, 21:51 - Wörter:
Alden erwiderte das Lächeln, ehrlich erfreut über ihre Worte, auch wenn sie eine gewisse Traurigkeit verrieten. Wenn er wirklich der einzige Lichtblick in Graces letzten Wochen gewesen war, so wie er ihre Worte interpretierte, sah er hier eine nicht wirklich glückliche junge Frau. Er neigte ebenfalls den Kopf. „Das ist sehr freundlich von Euch, Mylady. Mir hat unser Gespräch auch sehr gefallen.“
Den Rest des Weges schwiegen sie, da sie das Anwesen der Ashmores fast erreicht hatten. Auf dem Hof lief ihnen der Fürst entgegen, sodass der Ritter automatisch etwas Abstand zur Fürstin schuf. Grace stellte ihren Gast vor und erwähnte eine „unschöne Situation“ auf dem Marktplatz, was den Fürsten sofort misstrauisch machte. Er musterte seine Frau argwöhnisch, stellte jedoch fest, dass alles in Ordnung und unangetastet an seinem Platz zu sein schien.
Grace versuchte sofort, die Situation zu entschärfen, indem sie den Vorfall mit dem Händler verharmloste. Da nichts Ernstes geschehen war, sah Alden keinen Grund einzugreifen und sich dazu zu äußern. Eine innere Stimme warnte ihn, dass es nach hinten losgehen könnte, wenn er zu viel Partei für Grace ergriff. Zurückhaltung schien hier vorerst angebracht.
Als Grace den Ritter vorstellte, war es interessant zu beobachten, wie der Fürst von Penwick Town auf den Namen Sutherland reagierte. Besitzergreifend zog er seine Frau zu sich und hielt sie fest. Wäre sie ein Pferd gewesen, hätte er sie wohl angebunden.
Alden biss die Zähne zusammen, um gute Miene zum bösen Spiel zu machen, während er an Graces letzte Worte dachte, bevor sie das Anwesen betreten hatten. So in Gedanken versunken, sprach er den Fürsten mit dem falschen Titel an, was dieser sofort korrigierte. Mit dem Hinweis, dass auch Grace korrekt angesprochen werden sollte.
„Verzeiht meinen Fehler, Euer Gnaden. Ich werde darauf achten, die angemessene Anrede zu verwenden“, sagte Alden ruhig und neigte respektvoll den Kopf. „Ich bin dankbar für Eure Gastfreundschaft und Euer Verständnis.“ Schließlich war er auf das Wohlwollen des Hausherrn angewiesen und wollte keinen weiteren Unmut hervorrufen, unter dem auch die junge Fürstin leiden könnte. Die Spannung zwischen dem Ehepaar war unübersehbar, und Alden erkannte an Graces versteinertem Gesichtsausdruck, wie wenig ihr das Verhalten ihres Gatten behagte. Dennoch war Thomas der Fürst dieses Landes und hatte ein Anrecht auf seinen Titel und Respekt. Auch wenn Alden nur dem König verpflichtet war, respektierte er das Hausrecht.
Die nächste Frage des Fürsten überraschte den Ritter jedoch, denn sie kam höchst unerwartet. Eben noch hatte Thomas ihn mit seinen Blicken fast zum Teufel gewünscht, nun suchte er eine „gemeinsame Aktivität“. Bevor Alden jedoch antworten konnte, erweiterte der Fürst die Frage auf seine Frau, die sich gerade aus der Umarmung gelöst hatte und erklärte, den Gast ankündigen und die Männer nicht weiter stören zu wollen. Fast wünschte Alden, er hätte in der Stadt ein Zimmer bezogen, statt hierher zu kommen. Die Aussicht auf einen gemütlichen Männerabend mit dem Fürsten entsprach nicht unbedingt seinen Vorstellungen. Dennoch lächelte er, und als Grace vorschlug, Karten zu spielen und etwas auf ihrem Instrument beizutragen, nickte er freundlich.
„Wie Eure werte Gattin bereits richtig bemerkt hat, Euer Gnaden, spielen wir in Ritterkreisen gerne Karten“, entgegnete er, wobei er das Wort Ritterkreise betonte und seine braunen Augen funkelten. „Oder wir würfeln, gehen auf die Jagd oder reiten aus. Manchmal schießen wir mit Pfeil und Bogen oder messen uns im Kampf: Ringen, Fechten, Schwertkampf und dergleichen. Mit diesen Aktivitäten vertreiben wir uns die Zeit, Euer Gnaden. Weitere Aktivitäten lasse ich hier unerwähnt, da sie für Euer Gnaden wohl weniger interessant sind.“
Alden machte eine Pause und strich Hercules über die weiße Blässe auf seiner schwarzen Stirn. „Vielleicht erlaubt mir Euer Gnaden vor dem Essen, mein Pferd zu versorgen. Dann bin ich gespannt zu erfahren, für welche gemeinsame Aktivität Euer Gnaden sich begeistern kann.“
Den Rest des Weges schwiegen sie, da sie das Anwesen der Ashmores fast erreicht hatten. Auf dem Hof lief ihnen der Fürst entgegen, sodass der Ritter automatisch etwas Abstand zur Fürstin schuf. Grace stellte ihren Gast vor und erwähnte eine „unschöne Situation“ auf dem Marktplatz, was den Fürsten sofort misstrauisch machte. Er musterte seine Frau argwöhnisch, stellte jedoch fest, dass alles in Ordnung und unangetastet an seinem Platz zu sein schien.
Grace versuchte sofort, die Situation zu entschärfen, indem sie den Vorfall mit dem Händler verharmloste. Da nichts Ernstes geschehen war, sah Alden keinen Grund einzugreifen und sich dazu zu äußern. Eine innere Stimme warnte ihn, dass es nach hinten losgehen könnte, wenn er zu viel Partei für Grace ergriff. Zurückhaltung schien hier vorerst angebracht.
Als Grace den Ritter vorstellte, war es interessant zu beobachten, wie der Fürst von Penwick Town auf den Namen Sutherland reagierte. Besitzergreifend zog er seine Frau zu sich und hielt sie fest. Wäre sie ein Pferd gewesen, hätte er sie wohl angebunden.
Alden biss die Zähne zusammen, um gute Miene zum bösen Spiel zu machen, während er an Graces letzte Worte dachte, bevor sie das Anwesen betreten hatten. So in Gedanken versunken, sprach er den Fürsten mit dem falschen Titel an, was dieser sofort korrigierte. Mit dem Hinweis, dass auch Grace korrekt angesprochen werden sollte.
„Verzeiht meinen Fehler, Euer Gnaden. Ich werde darauf achten, die angemessene Anrede zu verwenden“, sagte Alden ruhig und neigte respektvoll den Kopf. „Ich bin dankbar für Eure Gastfreundschaft und Euer Verständnis.“ Schließlich war er auf das Wohlwollen des Hausherrn angewiesen und wollte keinen weiteren Unmut hervorrufen, unter dem auch die junge Fürstin leiden könnte. Die Spannung zwischen dem Ehepaar war unübersehbar, und Alden erkannte an Graces versteinertem Gesichtsausdruck, wie wenig ihr das Verhalten ihres Gatten behagte. Dennoch war Thomas der Fürst dieses Landes und hatte ein Anrecht auf seinen Titel und Respekt. Auch wenn Alden nur dem König verpflichtet war, respektierte er das Hausrecht.
Die nächste Frage des Fürsten überraschte den Ritter jedoch, denn sie kam höchst unerwartet. Eben noch hatte Thomas ihn mit seinen Blicken fast zum Teufel gewünscht, nun suchte er eine „gemeinsame Aktivität“. Bevor Alden jedoch antworten konnte, erweiterte der Fürst die Frage auf seine Frau, die sich gerade aus der Umarmung gelöst hatte und erklärte, den Gast ankündigen und die Männer nicht weiter stören zu wollen. Fast wünschte Alden, er hätte in der Stadt ein Zimmer bezogen, statt hierher zu kommen. Die Aussicht auf einen gemütlichen Männerabend mit dem Fürsten entsprach nicht unbedingt seinen Vorstellungen. Dennoch lächelte er, und als Grace vorschlug, Karten zu spielen und etwas auf ihrem Instrument beizutragen, nickte er freundlich.
„Wie Eure werte Gattin bereits richtig bemerkt hat, Euer Gnaden, spielen wir in Ritterkreisen gerne Karten“, entgegnete er, wobei er das Wort Ritterkreise betonte und seine braunen Augen funkelten. „Oder wir würfeln, gehen auf die Jagd oder reiten aus. Manchmal schießen wir mit Pfeil und Bogen oder messen uns im Kampf: Ringen, Fechten, Schwertkampf und dergleichen. Mit diesen Aktivitäten vertreiben wir uns die Zeit, Euer Gnaden. Weitere Aktivitäten lasse ich hier unerwähnt, da sie für Euer Gnaden wohl weniger interessant sind.“
Alden machte eine Pause und strich Hercules über die weiße Blässe auf seiner schwarzen Stirn. „Vielleicht erlaubt mir Euer Gnaden vor dem Essen, mein Pferd zu versorgen. Dann bin ich gespannt zu erfahren, für welche gemeinsame Aktivität Euer Gnaden sich begeistern kann.“
