18-08-2024, 13:46 - Wörter:
Gareth spürte die subtile Veränderung in der Atmosphäre, als Muirín sich ein kleines Stück näher zu ihm bewegte. Diese winzige Geste war kaum bemerkbar, doch in der stillen Nacht, in der jede Bewegung und jedes Wort Bedeutung zu haben schien, war es, als hätte sie eine leise, unausgesprochene Nähe zwischen ihnen hergestellt. Es schien, als würde diese Nacht endlich eine Verbindung zulassen, die über die Jahre nie wirklich gewachsen war. Mit einem sanften Lächeln lehnte er sich näher zu ihr und nahm die neu entstandene Nähe zwischen ihnen wahr.
Er bemerkte, wie nachdenklich Muirín wurde, als er ihr schilderte, dass der Verlust von Grian für ihn ebenso schmerzlich gewesen war wie für ihre leiblichen Kinder. Muirín hatte zwar recht, dass er noch eine Mutter hatte, doch Grian war in den Jahren, in denen er eine Mutter brauchte, für ihn da gewesen. Sie hatte ihm die Wärme und Liebe gegeben, die ihm sonst fehlten – ohne darauf zu achten, ob er ihr leibliches Kind war oder nicht. Im Gegensatz dazu war seine Beziehung zu seiner leiblichen Mutter komplizierter und von Distanz sowie unerfüllten Erwartungen geprägt, was ihn ständig unter Druck setzte. Grian hatte ihn aufgefangen.
Nie zuvor hatte er so tief über seinen Schmerz gesprochen, und es war befreiend, dass Muirín nun einen Teil davon verstand. Dass sie dabei alte Erinnerungen teilten, bedeutete ihm mehr, als er in Worte fassen konnte. Der junge Mann drehte den Kopf zu seiner Ziehschwester und fühlte plötzlich eine tiefere Verbundenheit zu ihr als in all den Jahren zuvor.
Als Muirín die Frage stellte, die ihn seit längerem beschäftigte, sprach er zum ersten Mal über das, was ihm bevorstand – zumindest, wenn es nach der Hohepriesterin und den Prophezeiungen ging. Das Schicksal war unausweichlich, hatte man ihm seit seiner Kindheit eingebläut. Doch war es das wirklich? Er blickte zu den Sternen hinauf und bat im Stillen die Große Mutter um Antworten.
Muirín schien nicht zu glauben, dass Gareth einen vorbestimmten Weg beschreiten musste. Er drehte den Kopf zu ihr und war überrascht von der Überzeugung in ihrer Stimme. Ihre Worte regten ihn zum Nachdenken an und gaben ihm eine neue Perspektive. „Vielleicht hast du recht", antwortete er leise und sah sie im flackernden Licht an. „Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht, dass meine Mutter aus Angst handelt. Aber es wäre schade, das Leben nicht selbst zu erkunden, keinen Drachen besiegt oder eine Maid in Not gerettet zu haben.“
Ein schwaches Lächeln umspielte seine Lippen, als er ihren Blick suchte und eine tiefe Verbundenheit spürte. In diesem Moment vermittelte sie ihm das Gefühl, mehr wert zu sein als die Grenzen, die ihm gesetzt wurden. „Danke, dass du an mich glaubst.“
Als er fragte, ob sie ihn vermissen würde, veränderte sich die Atmosphäre erneut zwischen ihnen. Er spürte die Spannung in der Luft, als Muirín zu antworten begann und dann stockte. Ihre Antwort und die Art, wie sie es sagte, ließen ein Band zwischen ihnen entstehen, was es so vorher noch nicht gegeben hatte. Die Spannung war beinahe greifbar, und ihre ehrlichen, fast geflüsterten Worte trafen ihn unerwartet. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, als er ihren Blick erwiderte. „Das bedeutet mir mehr, als du dir vorstellen kannst“, erwiderte er sanft, seine Stimme ebenfalls kaum mehr als ein Flüstern. „Ich dachte immer, du würdest froh sein, wenn ich eines Tages weg bin und dich nicht mehr ärgern kann.“
Ihre Gesichter waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt, ihre Nasen stießen fast aneinander. Wenn er sich leicht vorbeugte, könnte er sie einfach küssen. Überrascht von diesem Gedanken, schluckte Gareth, hob dann seine Hand und strich eine verirrte Strähne von Muiríns rotem Haar aus ihrem Gesicht.
Er bemerkte, wie nachdenklich Muirín wurde, als er ihr schilderte, dass der Verlust von Grian für ihn ebenso schmerzlich gewesen war wie für ihre leiblichen Kinder. Muirín hatte zwar recht, dass er noch eine Mutter hatte, doch Grian war in den Jahren, in denen er eine Mutter brauchte, für ihn da gewesen. Sie hatte ihm die Wärme und Liebe gegeben, die ihm sonst fehlten – ohne darauf zu achten, ob er ihr leibliches Kind war oder nicht. Im Gegensatz dazu war seine Beziehung zu seiner leiblichen Mutter komplizierter und von Distanz sowie unerfüllten Erwartungen geprägt, was ihn ständig unter Druck setzte. Grian hatte ihn aufgefangen.
Nie zuvor hatte er so tief über seinen Schmerz gesprochen, und es war befreiend, dass Muirín nun einen Teil davon verstand. Dass sie dabei alte Erinnerungen teilten, bedeutete ihm mehr, als er in Worte fassen konnte. Der junge Mann drehte den Kopf zu seiner Ziehschwester und fühlte plötzlich eine tiefere Verbundenheit zu ihr als in all den Jahren zuvor.
Als Muirín die Frage stellte, die ihn seit längerem beschäftigte, sprach er zum ersten Mal über das, was ihm bevorstand – zumindest, wenn es nach der Hohepriesterin und den Prophezeiungen ging. Das Schicksal war unausweichlich, hatte man ihm seit seiner Kindheit eingebläut. Doch war es das wirklich? Er blickte zu den Sternen hinauf und bat im Stillen die Große Mutter um Antworten.
Muirín schien nicht zu glauben, dass Gareth einen vorbestimmten Weg beschreiten musste. Er drehte den Kopf zu ihr und war überrascht von der Überzeugung in ihrer Stimme. Ihre Worte regten ihn zum Nachdenken an und gaben ihm eine neue Perspektive. „Vielleicht hast du recht", antwortete er leise und sah sie im flackernden Licht an. „Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht, dass meine Mutter aus Angst handelt. Aber es wäre schade, das Leben nicht selbst zu erkunden, keinen Drachen besiegt oder eine Maid in Not gerettet zu haben.“
Ein schwaches Lächeln umspielte seine Lippen, als er ihren Blick suchte und eine tiefe Verbundenheit spürte. In diesem Moment vermittelte sie ihm das Gefühl, mehr wert zu sein als die Grenzen, die ihm gesetzt wurden. „Danke, dass du an mich glaubst.“
Als er fragte, ob sie ihn vermissen würde, veränderte sich die Atmosphäre erneut zwischen ihnen. Er spürte die Spannung in der Luft, als Muirín zu antworten begann und dann stockte. Ihre Antwort und die Art, wie sie es sagte, ließen ein Band zwischen ihnen entstehen, was es so vorher noch nicht gegeben hatte. Die Spannung war beinahe greifbar, und ihre ehrlichen, fast geflüsterten Worte trafen ihn unerwartet. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, als er ihren Blick erwiderte. „Das bedeutet mir mehr, als du dir vorstellen kannst“, erwiderte er sanft, seine Stimme ebenfalls kaum mehr als ein Flüstern. „Ich dachte immer, du würdest froh sein, wenn ich eines Tages weg bin und dich nicht mehr ärgern kann.“
Ihre Gesichter waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt, ihre Nasen stießen fast aneinander. Wenn er sich leicht vorbeugte, könnte er sie einfach küssen. Überrascht von diesem Gedanken, schluckte Gareth, hob dann seine Hand und strich eine verirrte Strähne von Muiríns rotem Haar aus ihrem Gesicht.
