Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


We were built to fall apart
25.08.1016 - 00:00
Arbeitszimmer des Fürsten
Liadhnán Canonach Mathúin Canonach

Unregistered
Liadhnán Canonach
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#1
We were built to fall apart
then fall back together. your necklace hanging from my neck. the night we couldn't quite forget. when we decided to move the furniture so we could dance.

Es gab solche Tage und solche Tage. Meist war Liadhnán als gut gelaunt und enthusiastisch bekannt, aber so langsam hinterließen die Unglücke ihre Spuren. Mathúin hatte seine Mutter verloren, sie ihren Vater und ihren Bruder. Ihre Schwägerin ihren Mann, Kenmara seinen Fürsten. Alles war so schnell gegangen, dass sie kaum Zeit gehabt hatte, die Dinge sorgfältig und mit gebührend Abstand zu betrachten. Den Schmerz zu fühlen und sich auf neue Aufgaben einzustellen. Alles war in einer riesigen Flutwelle gekommen, fast so, wie jene, die sie jeden Abend an ihrem Fenster beobachtete. Wellen, die gegen die Klippen schlugen. Von hier aus der sicheren Entfernung wirkten sie harmlos und hypnotisierend, aber stand man direkt vor ihnen waren sie angsteinflößend und unberechenbar. Was ihr Bruder in seinen letzten Minuten gefühlt haben musste? Ob er an seine Frau gedacht hatte? Bis heute war sich Lia nicht sicher, was die beiden wirklich verbunden hatte. Ob diese Ehe politischer Natur war oder ob mehr dahinter gesteckt hatte. Vielleicht war das aber auch einfach nicht mehr wichtig gewesen.

Sie hatte heute eines der Bilder, an dem sie viel zu lang gesessen war, fertig gestellt. Sie hatte es noch im Winter des vergangenen Jahres angefangen, als die Dinge noch in den altbekannten Fugen verlaufen waren. Die Fugen, die nun Wege einschlugen, denen sie kaum folgen konnte. Mathúin hatte sie kaum gesehen. Sie wusste, dass er viel Geschäftliches zu erledigen hatte und hatte das Gefühl, dass diese Aufgaben ihn manchmal zu übermannen versuchten. Sie kannte keinen Mann, der derart standhaft war und der sich derart wenig von irgendetwas übermannen lassen würde wie ihren Ehemann. Dennoch ließ diese viele Arbeit sie besorgt zurück. Sie hatte diesen Mann in ein Leben gestürzt, dass er sich selbst nicht – und vielleicht niemals freiwillig – ausgesucht hatte. Es wäre nur fair, wenn etwas davon abgeben und sie auch mit dem ein oder anderen betrauen würde. Doch bisher hatte er das vehement abgestritten.

Seine Gemächer lagen ihren gegenüber und Liadhnán war aufmerksam und hellhörig. Es war bereits dunkel und der Mond schimmerte silbrig durch ihr Fenster hinein. Mathúins Tür war noch nicht ins Schloss gefallen. Daher beschloss sie irgendwann, ihren Kerzenleuchter zu entzünden und in ihrem Nachtgewand die Schritte in den vorderen Flügel zu seinem Arbeitszimmer zu nehmen. Eine Zofe auf dem Weg wollte sie aufhalten, doch ließ sich von der neuen Fürstin wegschicken. Bereits vom dunklen Gang aus konnte sie das Flackern von Kerzen erkennen, dessen Schein unter der Tür seines Arbeitszimmers durchschien. Leise und ein wenig zaghaft öffnete sie die Tür, ganz ohne zu klopfen, und erblickte ihren Mann hinter dem wuchtigen Schreibtisch, hinter den er so gar nicht passte. Pergamente und Briefe stapelten sich auf seinem Tisch und er schien vertieft in einen von diesen zu sein. So lehnte Lia sich stumm in die Tür und betrachtete die markante Silhouette des Fast-Fremden ausgiebig im Kerzenschein. Er sah müde aus und brauchte dringend etwas Schlaf.
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 


Nachrichten in diesem Thema
We were built to fall apart - von Liadhnán Canonach - 22-08-2024, 19:39
RE: We were built to fall apart - von Mathúin Canonach - 25-08-2024, 21:45
RE: We were built to fall apart - von Liadhnán Canonach - 02-09-2024, 21:15
RE: We were built to fall apart - von Mathúin Canonach - 08-09-2024, 17:26
RE: We were built to fall apart - von Liadhnán Canonach - 28-10-2024, 21:38
RE: We were built to fall apart - von Mathúin Canonach - 05-11-2024, 22:33

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste