26-08-2024, 23:27 - Wörter:
Alden erkannte, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, sich nicht zu dem Vorfall auf dem Marktplatz zu äußern. Denn die Reaktion des Fürsten ließ darauf schließen, dass dieser womöglich sofort zum Gemüsehändler reiten würde, um den Mann zur Rechenschaft zu ziehen. Zumindest konnte sich der Ritter durchaus so etwas vorstellen, wenn er beobachtete, wie Grace mit aller Kraft versuchte, die Situation herunterzuspielen, um ihren Mann davon abzuhalten, einzugreifen.
Galant entschuldigte sich der Ritter für die falsche Ansprache, was der Fürst großzügig zur Kenntnis nahm und es sich nicht nehmen ließ, seine Frau in den höchsten Tönen zu loben. Zumindest in Bezug auf die Fürstin schienen beide Männer einer Meinung zu sein. „Ich danke Euch für Eure Nachsicht, Euer Gnaden. Und ich stimme Euch zu, Eure Gemahlin ist wahrlich eine großartige Frau. Sie ist bezaubernd.“ Aldens Blick wanderte zu Grace, die immer noch in der Umarmung ihres Mannes verharrte und dabei alles andere als glücklich aussah.
Die junge Frau bemühte sich, die angespannte Stimmung etwas aufzulockern, indem sie lachte und sich freundlich bei ihrem Mann für die Richtigstellung ihres Titels bedankte. Es tat Alden weh, Grace so zu sehen, wie sie ihre Rolle spielte, um den Fürsten zu besänftigen. Wenn das immer so war, konnte er ihre Worte von vorhin, bevor sie das Anwesen betreten hatten, besser verstehen. Die unbeschwerte Frau, die er auf dem Marktplatz getroffen hatte, schien verschwunden zu sein. Selbst ihr Lachen klang unecht und erzwungen.
Der Fürst riss den Ritter aus seinen Gedanken, indem er eine gemeinsame Aktivität vorschlug. Alden bemerkte, dass er Grace die ganze Zeit angesehen hatte. Nun wollte Thomas wissen, womit er sich normalerweise die Zeit vertreibe, und die Fürstin machte einen Vorschlag, dem ihr Ehemann zustimmte. Alden zählte einige Aktivitäten auf, die die Ritter gerne unternahmen, betonte jedoch, dass es sich um Freizeitbeschäftigungen seines Standes handelten. Am skeptischen Blick des Fürsten erkannte Alden, dass dieser nicht verstand, was er damit andeuten wollte, und bestand darauf, auch die anderen, weniger standesgemäßen Tätigkeiten zu hören.
Alden zögerte kurz, unsicher, ob es angemessen war, solche Themen in Gegenwart einer Dame von hohem Stand anzusprechen. Doch der Fürst wollte es unbedingt wissen. Schließlich hatte Grace ja schon bei ihrem Spaziergang bemerkt, dass Alden und seine Freunde gelegentlich Unfug trieben. „Nun, wenn Ihr es unbedingt wissen wollt, Euer Gnaden, besuchen wir gelegentlich eine Taverne, messen uns im Wettschießen mit Armbrüsten oder statten einer Dame einen Besuch ab. Tätigkeiten, die Euch natürlich nie in den Sinn kämen, nicht wahr? Dann bleibt wohl nur das Kartenspiel und die musikalische Begleitung, die Eure werte Gemahlin treffend vorgeschlagen hat.“ Aldens braune Augen ruhten für einen weiteren Moment auf Grace, bevor er höflich darum bat, sein Pferd versorgen zu dürfen. Normalerweise wäre es die Aufgabe des Gastgebers, sich um die Reittiere der Gäste zu kümmern, doch der Fürst sah keinen Anlass, einen Diener in die Stallungen zu schicken, um einen Stallburschen zu informieren.
Der Ritter hatte zwar kein Problem damit, Hercules selbst zu versorgen, doch es wäre zumindest taktvoll gewesen, ihm einen Diener oder Knecht zur Seite zu stellen, der ihn zu den Stallungen begleitete. Stattdessen schickte der Fürst Alden wie einen einfachen Soldaten weg, und das ganz bewusst. Alden ließ sich nichts anmerken und blieb äußerlich ruhig, nur seine freie Hand, die nicht die Zügel des Hengstes hielt, ballte sich zur Faust. Ein Zeichen dafür, dass er innerlich darum kämpfte, die Fassung zu bewahren. Als Ritter der Königsgarde war er stolz auf seine Position, und von einem dahergelaufenen Fürsten wie ein Untergebener behandelt zu werden, kratzte gewaltig an seiner Würde. So nickte er nur knapp und war im Begriff, mit Hercules die Stallungen zu suchen, als erneut die Fürstin die Situation rettete.
Grace löste sich aus der Umarmung des Fürsten und erklärte, sie würde dem Ritter den Weg zu den Stallungen zeigen und anschließend das Gemüse in die Küche bringen. In diesem Moment fiel Alden der Korb ein, den er noch immer am Arm trug.
Der Fürst erteilte großzügig die Erlaubnis, und so setzten sich Ross und Reiter in Bewegung, um der jungen Frau zu folgen, die den Weg zu den Stallungen einschlug. Schon nach wenigen Metern kam ein Gebäude in Sicht, das unverkennbar ein Pferdestall war. Am Eingang trafen sie auf einen Stallburschen, der sich entschuldigte, weil ihm niemand Bescheid gesagt hatte, dass Besuch eingetroffen war. Alden winkte ab und schickte den Burschen wieder an seine Arbeit. „Schon gut, ich versorge mein Pferd selbst.“
Der Ritter wandte sich der Fürstin zu und hielt ihr den Korb mit dem Einkauf entgegen. „Verzeiht, ich wollte durch meine Anwesenheit keine Unstimmigkeiten verursachen, Euer Gnaden“, sagte Alden leise, während er Hercules Nase tätschelte, ohne Grace anzusehen. „Vielleicht wäre es besser, wenn ich nach dem Essen in die Stadt zurückkehre und dort ein Zimmer für die Nacht nehme.“
Galant entschuldigte sich der Ritter für die falsche Ansprache, was der Fürst großzügig zur Kenntnis nahm und es sich nicht nehmen ließ, seine Frau in den höchsten Tönen zu loben. Zumindest in Bezug auf die Fürstin schienen beide Männer einer Meinung zu sein. „Ich danke Euch für Eure Nachsicht, Euer Gnaden. Und ich stimme Euch zu, Eure Gemahlin ist wahrlich eine großartige Frau. Sie ist bezaubernd.“ Aldens Blick wanderte zu Grace, die immer noch in der Umarmung ihres Mannes verharrte und dabei alles andere als glücklich aussah.
Die junge Frau bemühte sich, die angespannte Stimmung etwas aufzulockern, indem sie lachte und sich freundlich bei ihrem Mann für die Richtigstellung ihres Titels bedankte. Es tat Alden weh, Grace so zu sehen, wie sie ihre Rolle spielte, um den Fürsten zu besänftigen. Wenn das immer so war, konnte er ihre Worte von vorhin, bevor sie das Anwesen betreten hatten, besser verstehen. Die unbeschwerte Frau, die er auf dem Marktplatz getroffen hatte, schien verschwunden zu sein. Selbst ihr Lachen klang unecht und erzwungen.
Der Fürst riss den Ritter aus seinen Gedanken, indem er eine gemeinsame Aktivität vorschlug. Alden bemerkte, dass er Grace die ganze Zeit angesehen hatte. Nun wollte Thomas wissen, womit er sich normalerweise die Zeit vertreibe, und die Fürstin machte einen Vorschlag, dem ihr Ehemann zustimmte. Alden zählte einige Aktivitäten auf, die die Ritter gerne unternahmen, betonte jedoch, dass es sich um Freizeitbeschäftigungen seines Standes handelten. Am skeptischen Blick des Fürsten erkannte Alden, dass dieser nicht verstand, was er damit andeuten wollte, und bestand darauf, auch die anderen, weniger standesgemäßen Tätigkeiten zu hören.
Alden zögerte kurz, unsicher, ob es angemessen war, solche Themen in Gegenwart einer Dame von hohem Stand anzusprechen. Doch der Fürst wollte es unbedingt wissen. Schließlich hatte Grace ja schon bei ihrem Spaziergang bemerkt, dass Alden und seine Freunde gelegentlich Unfug trieben. „Nun, wenn Ihr es unbedingt wissen wollt, Euer Gnaden, besuchen wir gelegentlich eine Taverne, messen uns im Wettschießen mit Armbrüsten oder statten einer Dame einen Besuch ab. Tätigkeiten, die Euch natürlich nie in den Sinn kämen, nicht wahr? Dann bleibt wohl nur das Kartenspiel und die musikalische Begleitung, die Eure werte Gemahlin treffend vorgeschlagen hat.“ Aldens braune Augen ruhten für einen weiteren Moment auf Grace, bevor er höflich darum bat, sein Pferd versorgen zu dürfen. Normalerweise wäre es die Aufgabe des Gastgebers, sich um die Reittiere der Gäste zu kümmern, doch der Fürst sah keinen Anlass, einen Diener in die Stallungen zu schicken, um einen Stallburschen zu informieren.
Der Ritter hatte zwar kein Problem damit, Hercules selbst zu versorgen, doch es wäre zumindest taktvoll gewesen, ihm einen Diener oder Knecht zur Seite zu stellen, der ihn zu den Stallungen begleitete. Stattdessen schickte der Fürst Alden wie einen einfachen Soldaten weg, und das ganz bewusst. Alden ließ sich nichts anmerken und blieb äußerlich ruhig, nur seine freie Hand, die nicht die Zügel des Hengstes hielt, ballte sich zur Faust. Ein Zeichen dafür, dass er innerlich darum kämpfte, die Fassung zu bewahren. Als Ritter der Königsgarde war er stolz auf seine Position, und von einem dahergelaufenen Fürsten wie ein Untergebener behandelt zu werden, kratzte gewaltig an seiner Würde. So nickte er nur knapp und war im Begriff, mit Hercules die Stallungen zu suchen, als erneut die Fürstin die Situation rettete.
Grace löste sich aus der Umarmung des Fürsten und erklärte, sie würde dem Ritter den Weg zu den Stallungen zeigen und anschließend das Gemüse in die Küche bringen. In diesem Moment fiel Alden der Korb ein, den er noch immer am Arm trug.
Der Fürst erteilte großzügig die Erlaubnis, und so setzten sich Ross und Reiter in Bewegung, um der jungen Frau zu folgen, die den Weg zu den Stallungen einschlug. Schon nach wenigen Metern kam ein Gebäude in Sicht, das unverkennbar ein Pferdestall war. Am Eingang trafen sie auf einen Stallburschen, der sich entschuldigte, weil ihm niemand Bescheid gesagt hatte, dass Besuch eingetroffen war. Alden winkte ab und schickte den Burschen wieder an seine Arbeit. „Schon gut, ich versorge mein Pferd selbst.“
Der Ritter wandte sich der Fürstin zu und hielt ihr den Korb mit dem Einkauf entgegen. „Verzeiht, ich wollte durch meine Anwesenheit keine Unstimmigkeiten verursachen, Euer Gnaden“, sagte Alden leise, während er Hercules Nase tätschelte, ohne Grace anzusehen. „Vielleicht wäre es besser, wenn ich nach dem Essen in die Stadt zurückkehre und dort ein Zimmer für die Nacht nehme.“
