14-09-2024, 20:36 - Wörter:
An Orpheus´ Reaktion konnte Stavros sehen, dass ihm diese ganze Flugblätter-Sache nicht bekannt war; mehr noch, er schien genauso überrascht und entzürnt zu sein wie er selbst. Stavros hätte sich auch stark in seinem Cousin geirrt, hätte er diese Flugblätter in Auftrag gegeben. Sie waren… beinahe schon kindisch, flegelhaft, und wenn man dem frühlingsländischen König zu Leibe rücken musste, dann bestimmt nicht so. Eine Weile noch sah sich Stavros das Pergament an, dann schüttelte er nur erneut den Kopf. “Das ist wirklich eine dumme Aktion, Orpheus, von wem auch immer sie in Auftrag gegeben wurde.” Doch Stavros wusste auch, dass solche Bilder und Blätter sich beim Volk an großer Beliebtheit erfreuen: sie schufen Meinungen und ein gewisses Bild von Charles Stafford, dass ihnen als Königsfamilie nur entgegenkam. Und dennoch hasste Stavros es mit aller Macht. Weil es einfach nur unnötig war und so bitter. “Ich hoffe sehr, dass es sich nur um einen Scherz handelt, bezweifle es aber. Es macht mich auch betroffen, dass du davon nichts weißt.” Stavros selbst wusste, dass er vieles nicht mitbekam, einfach, weil es ihn schlicht nicht interessierte. Er verbarrikadierte sich viel lieber in der Bibliothek oder in seinen Schriften, das allgemein Getümmel war ihm zu viel. Menschen waren anstrengend und die meisten davon waren noch nicht mal echt. Viele hier liefen mit einer gewissen Maske umher, die es ihm schwer machte, jemanden näher kennenzulernen oder sich überhaupt dafür die Mühe zu machen. Er dachte an eine ganz bestimmte Person, bei der es nicht so war, und ein kurzes Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab, bevor er aus dem Fenster sah und den Heeresführer bemerkte. Erneut seufzte er schwer, was für ein furchtbarer Tag. Dann sah er zu Orpheus zurück, und müde fuhr er sich übers Gesicht. “Ich habe eine Nachricht erhalten, sie aber irgendwo auf meinem Tisch liegen lassen. Ich weiß nur, dass ich dich hier treffen sollte.”
Als Orpheus und er nach draußen gingen, wappnete sich Stavros innerlich schon für einen Kampf. Er wusste zwar, dass es nicht seiner war und Belisarius ihn ohnehin nicht leiden konnte, aber es war gut, für alles gewappnet zu sein. Wahrscheinlich wusste dieser Idiot auch schon von den Flugblättern und hatte Orpheus diese Information schlicht nicht weitergegeben. Doch als der Heeresführer indirekt sagte, dass er diese Flugblätter selbst in Auftrag gegeben hatte, war auch Stavros schockiert. Dieser Mann war so herablassend und von sich überzeugt, dass er nur laut loslachen konnte. Was für eine Verschwendung ihrer Zeit das hier doch war. “Man könnte der Öffentlichkeit das auch anders darstellen, als solche geschmacklosen Flugblätter in Auftrag zu geben. Das ist absolut erbärmlich.” Stavros´ Stimme war scharf, doch mit einem ebenso süffisanten Unterton. “Ihr könnt Euch sicher sein, Caderitor, dass Orpheus und ich uns schützen können. Uns selbst und auch unsere Liebsten, oder habt Ihr da Vorbehalte?” Offen feindselig sah er den Heeresführer an, seine Lippen nun schmal, Augen funkelnd. “Das klingt alles fast so, als wüsstet Ihr nicht, wen Ihr vor Euch habt, und das gefällt mir gerade ganz und gar nicht.” Dabei ging es Stavros weniger um sich selbst, als viel mehr um Orpheus. Er wusste, dass auf dessen Schultern eine wahre Last lag, und dass dieser “Mensch” hier meinte, Orpheus zu Leibe zu rücken, machte ihn schier fassungslos.
Als Orpheus und er nach draußen gingen, wappnete sich Stavros innerlich schon für einen Kampf. Er wusste zwar, dass es nicht seiner war und Belisarius ihn ohnehin nicht leiden konnte, aber es war gut, für alles gewappnet zu sein. Wahrscheinlich wusste dieser Idiot auch schon von den Flugblättern und hatte Orpheus diese Information schlicht nicht weitergegeben. Doch als der Heeresführer indirekt sagte, dass er diese Flugblätter selbst in Auftrag gegeben hatte, war auch Stavros schockiert. Dieser Mann war so herablassend und von sich überzeugt, dass er nur laut loslachen konnte. Was für eine Verschwendung ihrer Zeit das hier doch war. “Man könnte der Öffentlichkeit das auch anders darstellen, als solche geschmacklosen Flugblätter in Auftrag zu geben. Das ist absolut erbärmlich.” Stavros´ Stimme war scharf, doch mit einem ebenso süffisanten Unterton. “Ihr könnt Euch sicher sein, Caderitor, dass Orpheus und ich uns schützen können. Uns selbst und auch unsere Liebsten, oder habt Ihr da Vorbehalte?” Offen feindselig sah er den Heeresführer an, seine Lippen nun schmal, Augen funkelnd. “Das klingt alles fast so, als wüsstet Ihr nicht, wen Ihr vor Euch habt, und das gefällt mir gerade ganz und gar nicht.” Dabei ging es Stavros weniger um sich selbst, als viel mehr um Orpheus. Er wusste, dass auf dessen Schultern eine wahre Last lag, und dass dieser “Mensch” hier meinte, Orpheus zu Leibe zu rücken, machte ihn schier fassungslos.
