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Our hearts, oh how wild they are
21.09.1016 - 12:00
Hazelbrook - Ritteranwesen der Sutherlands
Alden Sutherland Grace Ashmore

Unregistered
Alden Sutherland
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#1
[Bild: S1PW6.png][Bild: SD0bE.gif]

Alden lehnte sich gegen den Stamm eines der mächtigen Haselnussbäume, die das Anwesen Hazelbrook umrahmten und ihm seinen Namen gegeben hatten. Die Sonne stand hoch am klaren Herbsthimmel und tauchte die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht. Es war ein herrlicher Tag – einer dieser seltenen, perfekten Herbsttage, an denen der Himmel so blau war, dass es schien, als würde er endlos reichen. Die Luft war frisch, doch nicht zu kühl, und ein sanfter Wind trug den Duft von feuchtem Laub und reifen Nüssen heran. Die Blätter der Haselbäume, goldgelb und kupferrot, flüsterten leise im Wind und fielen vereinzelt in den kleinen Bach, der leise vor sich hinplätscherte. Hier wartete er auf Grace.

Sein Pferd Hercules stand ruhig neben ihm, den Kopf leicht gesenkt, und schnaubte gelegentlich, während es mit dem Huf auf dem Boden scharrte und mit seinen weichen Lippen die restlichen Grashalme abrupfte, die noch wuchsen. Alden warf einen prüfenden Blick auf den kleinen Pfad, der durch die Bäume führte und zu dem Bach hinunterging. Er konnte spüren, dass sein Herz schneller schlug, je näher die Zeit kam, zu der Grace ihn hier treffen sollte. Gestern hatte er ihr mit einem Augenzwinkern zugeflüstert, sie solle zur Mittagszeit hierherkommen, hinter das Haus, an den Bach, wo sie sich ungestört treffen konnten.

Der gestrige Tag war ein Ereignis für das gesamte Rittergut und das kleine Dorf, das um das Anwesen herum lag, gewesen. Grace’ Ankunft hatte eine seltene Aufregung nach Hazelbrook gebracht. Sein Vater, der trotz seiner Gicht und gesundheitlichen Beschwerden darauf bestanden hatte, die Fürstin persönlich zu begrüßen, hatte sich mit aller Kraft aus seinem Bett erhoben. In seinem alten Waffenrock, der an vielen Stellen schon abgetragen war, aber immer noch von seinem Stolz zeugte, das Wappen des Königshauses Stafford zu tragen, hatte er Grace mit einer Würde empfangen, die Alden tief bewegte. Sein Vater war schwach, doch der Anblick der Cousine seines Königs hatte ihm für einen Moment seine alte Kraft zurückgegeben. Alle waren verzaubert von der Ankunft der Fürstin. Besonders Aldens Mutter und Schwester zeigten sich tief beeindruckt von Grace' Anmut und Herzlichkeit. Ihre freundliche Art und ihre natürliche Würde hatten im Handumdrehen die Herzen der gesamten Familie erobert.

Die Dorfbewohner hatten sich zahlreich an den Straßen versammelt. Männer und Frauen standen in ihrer besten Kleidung Spalier, während Kinder aufgeregt winkten und riefen, als Grace mit ihrer Kutsche vorfuhr. Sie hatte jedem ein Lächeln geschenkt, was die Herzen der einfachen Leute höherschlagen ließ. Es war ein Moment, der Alden zeigte, wie sehr sich Grace nicht nur von ihrem Adel, sondern auch von ihrem Herzen abhob.

Seine Mutter hatte die gesamte Szene mit wachsamen Augen beobachtet. Sie hatte nichts gesagt, doch Alden war nicht entgangen, wie aufmerksam sie das Zusammenspiel zwischen ihm und Grace verfolgt hatte. Ihre Blicke waren ruhig gewesen, aber sie kannte ihn ja lange genug, um die subtile Vertrautheit zwischen den beiden zu bemerken. Er wusste, dass sie spürte, dass da mehr war als nur das übliche höfische Protokoll. Sie hatte ihn nicht darauf angesprochen – noch nicht – aber die stumme Frage hing in der Luft.

Heute jedoch wollte Alden einen Moment abseits der offiziellen Anlässe schaffen. Einen Tag, an dem Grace wieder Grace sein konnte und nicht die Rolle der Fürstin spielen musste. Er hatte früh am Morgen alles vorbereitet. Seine Mutter hatte ihm bereitwillig ein paar dicke Decken gegeben, und er war zur Köchin gegangen, um Proviant für das kleine Picknick zu holen. Diese liebte Alden wie ihren eigenen Sohn, schließlich kannte sie ihn seit er ein kleiner Junge mit wilden, dunklen Locken gewesen war. Sie hatte ihm immer wieder über die Jahre kleine Leckereien zugesteckt und über manch kindlichen Unfug hinweggesehen. Für das Picknick hatte sie ihm einen Korb mit Brot, Käse, kaltem Braten und frischem Obst mitgegeben, dazu noch einen Krug Apfelwein und natürlich den umwerfenden Apfelkuchen seiner Mutter.

Er hatte die Sachen schon am frühen Vormittag zum See gebracht – ein Ort, der abseits vom Dorf und dem Anwesen lag und von dichten Bäumen umringt war. Es war der perfekte Platz, um sich zurückzuziehen und einfach den Moment zu genießen. Für Grace sollte es eine Überraschung sein.

Alden strich sich durch das Haar und nahm einen tiefen Atemzug, während er gedankenverloren seine Handschuhe in den Händen drehte. Der Herbsttag war perfekt, als ob die Natur selbst ihn und Grace in diesem Moment unterstützen wollte. Er lauschte dem Rauschen des Baches und dem leisen Knistern der Blätter und es überkam ihn ein Gefühl von Frieden. Hazelbrook war einer der wenigen Orte, an denen er wirklich zur Ruhe kommen konnte, fernab vom Hof, vom Adel und den vielen Pflichten. Heute aber hoffte er, dass dieser Ort nicht nur für ihn eine besondere Bedeutung haben würde, sondern auch für Grace.
Ein wenig nervös strich der Ritter Hercules über den Hals, eher mehr um sich selbst zu beruhigen, als den tiefentspannten Hengst. Bald würde Grace hier sein, und er konnte den leisen Nervenkitzel nicht leugnen, der sich in seinem Magen ausbreitete. Dieser Tag würde besonders werden – er konnte es fühlen.
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Our hearts, oh how wild they are - von Alden Sutherland - 15-09-2024, 18:30
RE: Our hearts, oh how wild they are - von Grace Ashmore - 15-09-2024, 21:24
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RE: Our hearts, oh how wild they are - von Alden Sutherland - 17-11-2024, 14:56
RE: Our hearts, oh how wild they are - von Grace Ashmore - 28-11-2024, 18:00

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