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I do a Thing called What the Fuck I Want
11.09.1016 - 06:30
Irgendwo in den weiten Hügeln von Walleydor
Trigger: Grobe Sprache
Ivar Lorenson Khaled bin Sharif

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Khaled bin Sharif
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#2
Es war ein weiterer Kuhfladen, in welchem Khaleds Fuß mit einem unerträglich ekligen Schmatzen landete, noch unerträglicher war das Schmatzen, das erklang, als er seinen Fuß aus der Scheiße wieder zog, ganz zu schweigen von dem Gestank, der ihn von da an begleitete, aber Khaled selbst sah diese Hindernisse nicht als Sinnbild für seinen Weg. Zugegeben, seit geraumer Zeit stolperte er von einer Scheiße in die nächste, und es war ein unerträgliches Schmatzen, welches ihn immer entließ, und ihn nicht länger seines Beinamens eines Schattens würdig machte, sich selbst vermochte er dabei gar nicht mehr zu riechen. Konnte er das überhaupt noch? Er hatte es vergeigt. Er hatte es so richtig versemmelt. Blind, taub und unüberlegt war er einem Traum nachgejagt, einer Frau, und er hatte darüber vergessen, was wirklich zählte. Was er eigentlich vorgehabt hatte, zu tun. Er hatte vergessen, dass er seiner Familie versprochen hatte, alles, was in seiner Macht stand, in Bewegung zu setzen, um ihnen zu helfen, sie zu unterstützen.
Und er hatte Heimweh. Er war einsam. Er war fremd.
Bis vor wenigen Monaten hatte Khaled seine Heimat niemals verlassen. Er hatte nicht einen Fuß auf das Festland gesetzt, hatte dahingehend auch kein Bedürfnis verspürt. Er war gestrandet, er war gefangen genommen worden, er war auf einen Wagen gehievt und über eine unsichtbare Grenze gebracht worden. Das war ziemlich verrückt, wenn man den Sommerländer fragte, denn er hatte nur deshalb erkannt, dass es eine Grenze gewesen war, weil sie bewacht worden war. Und er hatte es nur aus einem kleinen Schlitz unterhalb der Stoffbahnen erkannt, weil ihre Leiber mit eben jenen Stoffbahnen abgedeckt gewesen waren. Ivars Leib. Seiner. Zaras.
Zara war fort. Sie hatte keine Heimat, in die sie zurückkehren wollte. Sie hatte keine Familie. Und Khaled kannte sie dem Grunde nach gar nicht. Nicht mehr, jedenfalls. Er wusste nichts über ihre Antriebe, er wusste nicht, was ihr Ziel im Leben war. Er konnte sich nicht erklären, weshalb sie sich dazu entschieden hatte, nicht weiter mit ihm zu reisen, er wusste nicht, was sie gerade jetzt in diesem Moment tat – und er wusste nicht… Was er ohne sie tun sollte.

Für den Moment reichte es ihm aber, mit Ivar durch diese verlassene Gegend zu wandeln, die wiederum sich gar nicht zu wandeln schien. Hügel um Hügel, Baum um Baum, Kuhfladen um Kuhfladen veränderte sich nichts an der Landschaft. Es veränderte sich auch nichts an ihren Schritten, die stetig, aber ohne Hast, ergingen. Was sich allerdings veränderte, war die Stille, die seit einer geraumen Zeit, von der Khaled nicht hätte sagen können, wie lang sie bereits andauerte, anhielt. Sie wurde unterbrochen von Ivars Stimme und jene sagte dem Sommerländer an seiner Seite, dass er nicht glücklich war.
Obwohl er erfolgreich einen Händler um sein halbes Vermögen gebracht hatte.
„Mh“, gab Khaled gedankenverloren zur Antwort, und seine Gedanken wanderten zurück zu den Ereignissen, die sich – dank Ivars Gegenwart – überschlagen hatten. Ja, es war seine Entscheidung gewesen. Seine Wahl. Weil er plötzlich seine Freiheit wiedererlangt hatte. Er war frei gewesen, zu entscheiden, genauso wie Ivar. Und wie Zara.
Khaled sah zu seinem Weggefährten auf. Er hatte sich, und das war wohl eine Überraschung, an Ivars Anwesenheit gewöhnt. Er hatte den bissigen Ton und seine unflätige Wortwahl sogar liebgewonnen. Und jetzt huschte ein seltenes Lächeln über Khaleds Lippen. „Ich habe deinen nackten, verschwitzten und vom Fieber geplagten Körper gewaschen. Ich habe dir zu trinken eingeflößt. Dich nicht zu begleiten, würde bedeuten, dass ich das auch hätte lassen und mir die ganze Arbeit hätte ersparen können.“
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RE: I do a Thing called What the Fuck I Want - von Khaled bin Sharif - 01-12-2024, 18:30
RE: I do a Thing called What the Fuck I Want - von Khaled bin Sharif - 29-12-2024, 14:24

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