11-12-2024, 15:11 - Wörter:
Samhain. Seit jeher immer Keanes liebstes Fest. Und doch hatte es in diesem Jahr für den Fürsten nicht die gleiche Bedeutung wie in den Jahren zuvor. Während er auf die Lichtung zuging, von der er schon den Schein des Feuers sehen konnte, ließ er seine Gedanken wie meistens, wenn er alleine war, kreisen. Beim letztjährigen Samhain war er noch in einer anderen Position gewesen - Erbe des Fürstentums, verheiratet, Vater einer wunderschönen und sehr klugen Tochter, erwartungsvoll seiner Zukunft entgegenblickend. Trotz aller Ausbildung und Vorbereitung, die er in seiner Jugend genossen hatte, war er aber überhaupt nicht auf das vorbereitet, was ihn als Nachfolger seines Vaters erwarten würde. Was hast du alter Mann mir da nur eingebrockt?! In seinen Gedanken hatte Keane seinen Vater auch schon mit zahlreichen, nicht gerade schmeichelhaften Ausdrücken bedacht, die früher bei deren Aussprache dafür gesorgt hätten, dass ihm der Mund mindestens dreimal mit Seife ausgewaschen worden wären. Doch den Göttern sei Dank waren die Gedanken immer noch frei und erraten konnte zumindest Keanes Gedanken sowieso niemand.
Auf der Lichtung angekommen entlockte das rege Treiben dem Blonden ein kleines Lächeln - ein kleiner Funken der Freude kam nun doch wieder auf und langsam akklimatisierte er sich, während er die Menschen um sich herum beobachtete. Ein paar Menschen aus dem Adel kannte er, die meisten aber nicht. Alle schienen das Fest zu genießen und doch stellte er fest, dass auch einige eher am Rand standen, so wie er und alles aus der nicht so großen Ferne betrachteten.
Seine Tochter Aithne hatte sich schon lange unter die Feiernden gemischt und Keane betete inständig, dass sie trotz allem Spaß ihre gute Erziehung nicht vergessen und vor allem ihr Mundwerk im Zaum halten würde. Wenn sie wollte, könnte sie ohne weiteres einen Stallburschen einschüchtern.
Ein leises Seufzen riss den Fürsten aus seinen Gedanken und richtete seine Aufmerksamkeit auf eine junge Frau, die in seiner Nähe ebenfalls am Rand stand. Kurz überlegte er, warum ihm das Gesicht so bekannt vorkam, bis es ihm wieder einfiel - es war Muìrín Henaghen, Tochter des Fürsten von Ishcateslieve.
Keane mochte die Henaghens - es war eine sehr freundliche Familie und diese Freundlichkeit hatten die Eltern auch an ihre Kinder weitergegeben.
Langsam näherte Keane sich ihr und räusperte sich, um sie nicht zu erschrecken. "Guten Abend, Euer Gnaden.", begrüßte er sie mit einer Verbeugung, "wie gefallen Euch die Feierlichkeiten?"
Auf der Lichtung angekommen entlockte das rege Treiben dem Blonden ein kleines Lächeln - ein kleiner Funken der Freude kam nun doch wieder auf und langsam akklimatisierte er sich, während er die Menschen um sich herum beobachtete. Ein paar Menschen aus dem Adel kannte er, die meisten aber nicht. Alle schienen das Fest zu genießen und doch stellte er fest, dass auch einige eher am Rand standen, so wie er und alles aus der nicht so großen Ferne betrachteten.
Seine Tochter Aithne hatte sich schon lange unter die Feiernden gemischt und Keane betete inständig, dass sie trotz allem Spaß ihre gute Erziehung nicht vergessen und vor allem ihr Mundwerk im Zaum halten würde. Wenn sie wollte, könnte sie ohne weiteres einen Stallburschen einschüchtern.
Ein leises Seufzen riss den Fürsten aus seinen Gedanken und richtete seine Aufmerksamkeit auf eine junge Frau, die in seiner Nähe ebenfalls am Rand stand. Kurz überlegte er, warum ihm das Gesicht so bekannt vorkam, bis es ihm wieder einfiel - es war Muìrín Henaghen, Tochter des Fürsten von Ishcateslieve.
Keane mochte die Henaghens - es war eine sehr freundliche Familie und diese Freundlichkeit hatten die Eltern auch an ihre Kinder weitergegeben.
Langsam näherte Keane sich ihr und räusperte sich, um sie nicht zu erschrecken. "Guten Abend, Euer Gnaden.", begrüßte er sie mit einer Verbeugung, "wie gefallen Euch die Feierlichkeiten?"
