30-12-2024, 23:19 - Wörter:
Caragh war natürlich wie immer der Ansicht, dass sie nicht genügend zu Rate gezogen wurde. Den Fürsten hielt sie für einen nüchtern-pragmatischen Mann, der anders als seine Frau ein etwas distanziertes, wenn auch keinesfalls kritisches oder gar feindseliges Verhältnis zum Tempel unterhielt. Man konnte mit ihm arbeiten, so viel stand fest. Es wäre natürlich hilfreich, wenn er den Bedürfnissen des Tempels weiter entgegenkäme, doch dafür musste der Einfluss seiner Frau auf seine Entscheidungsfindung gestärkt werden und das funktionierte am besten wenn ihre Beziehung zueinander inniger wurde. Dabei würde sie ihrer lieben Freundin nach Kräften helfen und am Ende hatten alle etwas davon. Lia würde sich wertgeschätzt fühlen und der Tempel hätte in dem Fürsten einen entschiedenen Fürsprecher. "Der Fürst ist ein guter Mann und ein gerechter Herrscher. Ich kann über ihn nur Gutes sagen. Wenn er meinen Rat wünscht stehe ich ihm jederzeit zu Diensten. Auch ich muss allerdings noch einige Anstrengungen unternehmen, um sein Vertrauen zu gewinnen."Das war, wenn man Caragh kannte, schon ein sehr direktes Eingeständnis, dass der Fürst sie bisher noch nicht so zu Rate zog wie sie es sich wünschen würde. Normalerweise hätte sie sich noch verklausulierter ausgedrückt um sich unangreifbar zu machen, aber bei ihrer Freundin war sie so ehrlich wie sonst gegenüber Niemandem, auch damit sie von ihr nicht allzu sehr idealisiert wurde.
Sie lächelte als Lia ihre Hand ergriff und noch mehr als die Fürstin von sich aus ein politisches Thema ansprach. Caragh ermutigte sie immer wieder, sich mit politischen Themen zu beschäftigen und sich eine eigene Meinung zu bilden und diese Bemühungen schienen zumindest langsam zu fruchten, auch wenn es natürlich eine Sache war, mit einer engen Vertrauten ein Thema vorsichtig anzusprechen und eine völlig andere, dies gegenüber Personen zu tun, die erst noch zu überzeugen waren. "Kriege sind grundsätzlich Gift für den Handel innerhalb und zwischen den Reichen. Es sei denn man fragt die Waffen- und Rüstungsschmiede, Bogenmacher oder Schiffsbauer. Der restliche Handel leidet unter dem Krieg weil er den freien Waren- und Personenverkehr behindert. Ich fürchte der schlechte Fisch-Verkauf ist daher nur ein einzelnes Beispiel für den negativen Effekt des Krieges auf den Wohlstand eines Landes. Es wird eher noch viel schlimmer werden wenn Farynn selbst in den Krieg hineingezogen wird. Das sollten wir daher so gut es uns möglich ist vermeiden." Sie wollte Lia nicht unnötig verängstigen aber es half alles nichts, der Krieg würde in keinem Fall an Farynn spurlos vorüberziehen.
Sie lächelte als Lia ihre Hand ergriff und noch mehr als die Fürstin von sich aus ein politisches Thema ansprach. Caragh ermutigte sie immer wieder, sich mit politischen Themen zu beschäftigen und sich eine eigene Meinung zu bilden und diese Bemühungen schienen zumindest langsam zu fruchten, auch wenn es natürlich eine Sache war, mit einer engen Vertrauten ein Thema vorsichtig anzusprechen und eine völlig andere, dies gegenüber Personen zu tun, die erst noch zu überzeugen waren. "Kriege sind grundsätzlich Gift für den Handel innerhalb und zwischen den Reichen. Es sei denn man fragt die Waffen- und Rüstungsschmiede, Bogenmacher oder Schiffsbauer. Der restliche Handel leidet unter dem Krieg weil er den freien Waren- und Personenverkehr behindert. Ich fürchte der schlechte Fisch-Verkauf ist daher nur ein einzelnes Beispiel für den negativen Effekt des Krieges auf den Wohlstand eines Landes. Es wird eher noch viel schlimmer werden wenn Farynn selbst in den Krieg hineingezogen wird. Das sollten wir daher so gut es uns möglich ist vermeiden." Sie wollte Lia nicht unnötig verängstigen aber es half alles nichts, der Krieg würde in keinem Fall an Farynn spurlos vorüberziehen.
