08-01-2025, 18:21 - Wörter:

„Es ist tatsächlich viel zu tun“, begann er, seine Stimme ruhig, doch mit einem Hauch von Unsicherheit. Seine Hände ruhten ineinandergelegt auf seinem Schoß, als suche er Halt in der Geste. „Die Vorbereitungen schreiten gut voran, und alles scheint seinen geregelten Lauf zu nehmen. Dennoch gibt es Augenblicke, in denen mich das Gewicht dieser Verantwortung zu erdrücken scheint.“ Orpheus hielt inne, ließ den Satz so stehen, bevor er weitersprach. „Nicht, dass ich an meinen Pflichten zweifeln würde. Ich weiß, was von mir erwartet wird, aber…“ Er zögerte, suchte nach den richtigen Worten, um das auszudrücken, was ihn wirklich beschäftigte.
„Ihr habt recht, Nervosität gehört wohl dazu“, gab der Prinz schließlich zu und erlaubte sich ein schwaches Lächeln, das nicht so recht seine Augen erreichte. „Aber es ist nicht allein der Festakt oder die Zeremonie, die mich umtreibt.“ Orpheus lehnte sich leicht zurück, als wolle er Abstand zwischen sich und die Schwere seiner Gedanken bringen, doch seine Stimme blieb ernst. „Aurora, Ihr seid eine verheiratete Frau, und ich weiß, dass ich Euch vertrauen kann.“ Sein Blick war direkt, suchte ihren, als wolle er sicherstellen, dass sie seine Worte wirklich verstand. „Es fällt mir nicht leicht, über solche Dinge zu sprechen, aber ich hoffe, Ihr werdet mir nicht zürnen, wenn ich meine Sorgen mit Euch teile.“
Ein leises, fast nervöses Räuspern folgte, ehe Orpheus fortfuhr. „Ich frage mich, wie es einer Frau in der Hochzeitsnacht ergeht. Ich weiß, was von mir erwartet wird – zumindest glaube ich das. Aber ich möchte sicherstellen, dass ich nichts falsch mache. Dass sie sich nicht fürchten muss oder sich unwohl fühlt. “Ein Hauch von Farbe stieg in seine Wangen, doch er ließ sich nicht davon abhalten, seine Gedanken auszusprechen. „Es ist mir wichtig, dass sie sich sicher fühlt, dass sie weiß, dass ich… behutsam sein werde. Ich will ihr diese Nacht nicht zur Last machen. Könnt Ihr mir etwas darüber sagen? Vielleicht einen Rat geben, wie ich mich am besten verhalte, damit sie sich… wohl und sicher fühlen kann?“ Er wartete, einen Anflug von Anspannung in seinen Schultern, als ob er sich auf ein Urteil vorbereitete. Doch seine Augen blieben auf Aurora gerichtet, voller Vertrauen und der Hoffnung, dass sie seine Unsicherheiten nicht belächeln, sondern ernst nehmen würde.
