12-01-2025, 15:36 - Wörter:
Während Keane die Wärme des Feuers in seinem Gesicht genoss ließ er seine Gedanken schweifen. Er wusste, dass die Henaghens eine Familie waren, in der der Zusammenhalt großgeschrieben und auch jede neue Person herzlich aufgenommen wurde. In ihm regte sich Neid, Trauer - eine solche Bindung gab es bei ihm in der Familie nicht, außer vielleicht zwischen Aithne, Drystan und ihm. Der Rest war egoistisch und auch nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, was Keane schon immer wusste. Doch alles, was er in den letzten Tagen und Wochen nochmal zusätzlich herausgefunden hatte, zeigte ihm noch einmal mehr, dass er sich doch in vielen Dingen getäuscht hatte.
Der Frohsinn und die Leichtigkeit, die Keane sonst in diesen Tagen spürte, waren wenig bis kaum vorhanden und diese Gewissheit bedrückte ihn noch einmal mehr.
Daher war er froh auf Muìrín getroffen zu sein - Unterhaltungen, die sich nicht gerade um die verzwickte Lage Keanes drehten, waren ihm sehr willkommen. "Das ist es in der Tat!", bestätigte Keane und folgte ihrem Blick in Richtung der spielenden Kinder. Diese Unbeschwertheit, die damit auch verbundene unbändige Freude... "Manchmal bin ich doch ein klein wenig neidisch auf ihre Unbeschwertheit" Keane lachte leise und nickte. "Die Kinder wissen noch gar nicht, wie herausfordernd das Leben sein kann.", meinte er, während sein Blick weiter auf dem Feuer blieb, "sie leben im Hier und Jetzt und müssen sich noch nicht um vieles, eigentlich gar nichts sorgen. Da können wir in der Tat nur neidisch sein." Manchmal wünschte er sich doch, mehr von seiner früher ebenfalls vorhandenen Lockerheit und auch Sorgenfreiheit zu haben. Doch er war Erbe des Fürstentitels gewesen und nun Fürst, wodurch er automatisch wohl nie mehr so sein würde wie früher. Schon oft hatte er darüber sinniert, was wohl gewesen wäre wenn er nicht in dieser Familie aufgewachsen wäre sondern als einfacher Bürger. Ob er dann genauso wie die Kinder jetzt um das Samhainfeuer herumgesprungen wäre statt artig bei seinem Vater zu stehen und mit anderen Adligen Höflichkeiten auszutauschen?
"Und wie gefällt es Euch? Ist Eure ganze Familie hier?", fragte Muìrín und riss den Fürsten aus seinem Gedankenstrudel. Ein leises Lächeln schlich sich bei der Erwähnung seiner Familie in Keanes Gesicht. Zwar war Carwen nicht mitgekommen, angeblich aufgrund einer Unpässlichkeit - doch er wusste, dass sie schlichtweg keine Lust hatte, mit ihrem Mann und ihrer Tochter auf Reisen zu gehen. Doch es war ihm egal geworden. "Ich finde es sehr schön hier.", antwortete er dann, "Samhain ist tatsächlich mein liebstes Fest im Jahr. Meine ganze Familie ist nicht hier, meine..." er stockte kurz, weil er Carwen eigentlich nicht wirklich als seine Frau bezeichnen wollte. Doch wie dann? "Die Fürstin ist aufgrund einer Unpässlichkeit nicht mitgekommen.", fuhr er schließich fort. "Aber meine Tochter, Aithne, ist mitgereist. Sie ist hier auch irgendwo, auch wenn ich gerade nicht genau weiß wo." Kurz schaute er, ob er eventuell doch seine Tochter irgendwo ausmachen konnte, doch keine Chance. Dann wandte er sich wieder der jungen und auch sehr hübschen Frau neben ihm zu. "Und Ihr schaut dem ganzen Trubel lieber vom Rand aus zu und genießt die Ruhe? Ist bei euch die gesamte Familie mitgereist?", erkundigte er sich dann und war gespannt, was sie antworten würde - vielleicht brauchte sie gerade Ruhe vor dem Trubel? Oder vielleicht gab es doch einen tiefergehenden Grund?
Der Frohsinn und die Leichtigkeit, die Keane sonst in diesen Tagen spürte, waren wenig bis kaum vorhanden und diese Gewissheit bedrückte ihn noch einmal mehr.
Daher war er froh auf Muìrín getroffen zu sein - Unterhaltungen, die sich nicht gerade um die verzwickte Lage Keanes drehten, waren ihm sehr willkommen. "Das ist es in der Tat!", bestätigte Keane und folgte ihrem Blick in Richtung der spielenden Kinder. Diese Unbeschwertheit, die damit auch verbundene unbändige Freude... "Manchmal bin ich doch ein klein wenig neidisch auf ihre Unbeschwertheit" Keane lachte leise und nickte. "Die Kinder wissen noch gar nicht, wie herausfordernd das Leben sein kann.", meinte er, während sein Blick weiter auf dem Feuer blieb, "sie leben im Hier und Jetzt und müssen sich noch nicht um vieles, eigentlich gar nichts sorgen. Da können wir in der Tat nur neidisch sein." Manchmal wünschte er sich doch, mehr von seiner früher ebenfalls vorhandenen Lockerheit und auch Sorgenfreiheit zu haben. Doch er war Erbe des Fürstentitels gewesen und nun Fürst, wodurch er automatisch wohl nie mehr so sein würde wie früher. Schon oft hatte er darüber sinniert, was wohl gewesen wäre wenn er nicht in dieser Familie aufgewachsen wäre sondern als einfacher Bürger. Ob er dann genauso wie die Kinder jetzt um das Samhainfeuer herumgesprungen wäre statt artig bei seinem Vater zu stehen und mit anderen Adligen Höflichkeiten auszutauschen?
"Und wie gefällt es Euch? Ist Eure ganze Familie hier?", fragte Muìrín und riss den Fürsten aus seinem Gedankenstrudel. Ein leises Lächeln schlich sich bei der Erwähnung seiner Familie in Keanes Gesicht. Zwar war Carwen nicht mitgekommen, angeblich aufgrund einer Unpässlichkeit - doch er wusste, dass sie schlichtweg keine Lust hatte, mit ihrem Mann und ihrer Tochter auf Reisen zu gehen. Doch es war ihm egal geworden. "Ich finde es sehr schön hier.", antwortete er dann, "Samhain ist tatsächlich mein liebstes Fest im Jahr. Meine ganze Familie ist nicht hier, meine..." er stockte kurz, weil er Carwen eigentlich nicht wirklich als seine Frau bezeichnen wollte. Doch wie dann? "Die Fürstin ist aufgrund einer Unpässlichkeit nicht mitgekommen.", fuhr er schließich fort. "Aber meine Tochter, Aithne, ist mitgereist. Sie ist hier auch irgendwo, auch wenn ich gerade nicht genau weiß wo." Kurz schaute er, ob er eventuell doch seine Tochter irgendwo ausmachen konnte, doch keine Chance. Dann wandte er sich wieder der jungen und auch sehr hübschen Frau neben ihm zu. "Und Ihr schaut dem ganzen Trubel lieber vom Rand aus zu und genießt die Ruhe? Ist bei euch die gesamte Familie mitgereist?", erkundigte er sich dann und war gespannt, was sie antworten würde - vielleicht brauchte sie gerade Ruhe vor dem Trubel? Oder vielleicht gab es doch einen tiefergehenden Grund?
