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Play with the Fire of your own Heart
25.09.1016 - 16:00
Hafen von King‘s Portal
Trigger: Rassismus, Armut

In need of a Quest?
Aurelia Marsili
Königsland - Admin
Alter 23
Beruf Wirtstochter, Sängerin, Informationshändlerin
Wohnort Castandor, King's Portal
Stand Ledig
User Letha
#7
Dieses Leiden dort drüben, da auf den Inseln, das musste irgendwie verbinden, und doch war es irgendwie merkwürdig, dem Schauspiel zuzusehen. Die Gesellschaftsschichten waren offensichtlich Welten voneinander entfernt - zumindest sah der Fassdieb so aus, als hätte er seit zwei Jahren den gleichen Lumpen getragen -, doch hatte die Art, wie der Soldat mit ihm sprach, etwas… Verständnisvolles? Aurelia konnte es nur schwer in Worte fassen. Sie besah sich die Szene und hatte das Gefühl, hinter den harten Worten steckte eine Wärme, die man nur für jemanden aufbringen konnte, dem man helfen wollte. Nicht, dass sie großartig wusste, wie Nächstenliebe aussah in einer Großstadt, wo jeder sich selbst der Nächste war, aber… na ja, was sollte es sie schon kümmern. Hier ging es um ihren Verlust, ein Umstand, der nichts mit dem Sommerland und deren Problemen zutun haben sollte, und so unfair das Leben dort drüben vielleicht war, so unfair war es auch, den Ertrag der Familientaverne da mit reinzuziehen.
Aurelia schnaufte auf die Aussage, dass der Palast dafür aufkommen würde. “Funktioniert das bei euch auf den Inseln so, ja? Der Palast schert sich doch nen Dreck über ein verschwundenes Fass.” Der Soldat war wohl auch noch nicht lange in King’s Portal, was? Wenn überhaupt, dann kümmerte sich die Verwaltung des Hafens um Rückerstattung und Entschädigungsaufkommen - wenn man denn die nötigen Dokumente und Beweise vorlegen konnte. Dafür musste sie mit dem Schiffsauslader sprechen, seine Lagerbestätigung einholen, den Verlust ausrechnen, zum Hafenverwalter rennen, eventuell vor Gericht gehen,... Dass ihr Kopf dabei jetzt schon rauchte, war nicht weiter verwunderlich. “Keine Ahnung, so ein Fass bringt uns normalerweise durch eine Woche in schlechten Zeiten, drei Tage in guten Zeiten. Zwei Silber Verlust für den Einkaufspreis.” Dem Sommerländer sprangen fast die Augen aus den Höhlen, wobei Aurelia auffordernd ihr Kinn reckte. “So viel hast du nicht bei dir, hm?” Unzufrieden ihre Oberlippe verziehend, blickte sie über ihre Schulter, als würde sie jemanden unter den Arbeitern suchen. “Ist nicht so, als könntest du den Verlust bei uns aufarbeiten. Führt wohl nichts dran vorbei, mit dem Hafenverwalter zu reden.” Wie sie es hasste, sich mit dem Kerl auseinanderzusetzen. Dieser 40-jährige Witwer war einer ihrer Tavernen-Stammgäste, und einer der lautesten noch dazu. Es hatte schon einige Situationen gegeben, wo sie ihm die Hand von ihrem Po geschlagen hatte, aber er lernte einfach nicht. Wenigstens ließ er während seiner Arbeit die Finger von ihr - und gute Informationen lieferte er leider auch.

Was sollte eine castandorische Tavernentochter auch wissen, wie ein sommerländischer Soldat mit Dieben aus seinem Land verfahren sollte. Aurelia hatte langsam die Nase voll, sie hatte ja auch nicht gefragt, alleine für diesen Mist verantwortlich zu sein. Dumme Krankheit und dumme Matariyyaner, die doch alle für das Chaos verantwortlich waren, pf. Dem Druck in ihrem Inneren durch ein Seufzen Luft machend (war besser, als ihre Laune lautstark rauszulassen), wandte sie sich wieder an den Soldaten, der sie auffordernd ansah. “Mir ist egal, was Ihr mit ihm macht. Was auch immer angemessen bei euch ist”, antwortete sie ohne Schuldgefühle. Ob arm oder reich, jeder auf der Welt war nunmal verantwortlich für seine eigenen Aktionen. Der Dieb - verzweifelt oder nicht - war sich dem genauso bewusst und musste jetzt genauso mit den Folgen leben, wie sie selbst. “Aber jetzt musst du noch mitkommen und Eudokimos die Situation erklären. Ist das Mindeste, was du tun kannst.” Vielleicht bekam sie ja doch was erstattet. Der Sommerländer schien zumindest bereit genug, sein Fehlverhalten zu erklären, jetzt, wo er sowieso aufgeflogen und auf seinen Landsmann angewiesen war. Mit einem Nicken kletterte er endlich aus dem Fass und folgte der Armbewegung von Aurelia vom Wagen runter, allerdings nicht ohne dem anderen noch einmal einen Blick zuzuwerfen. Der Wirtstochter selbst war es scheinbar völlig egal, ob der Soldat ihnen beiden folgte, während sie sich auf dem Weg zu dem kleinen Haus machten, das direkt am Hafen neben den großen Schiffen fast wie ein weiterer Holzkasten wirkte, anstatt als eigenes Gebäude zu fungieren. Wenn der Dieb von der Befragung entlassen wurde, konnte er mit seiner Bestrafung fortfahren, oder was auch immer er mit seinem Genossen vorhatte.
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RE: Play with the Fire of your own Heart - von Aurelia Marsili - 27-01-2025, 06:15

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