28-01-2025, 23:01 - Wörter:
Heute war ein seltsamer Tag. Ein wahrlich seltsamer Tag, denn es war etwas ganz seltsames geschehen. Also zumindest für Augusto war es seltsam. Etwas, das ihn seit der Früh beschäftigte und in seinen Gedanken eigentlich nicht mehr loslassen wollte. Jeder Schritt, jeder Atemzug, jeder Sinn war heute seltsam, anders konnte man es nicht ausdrücken und der Großkönig war von dieser Seltsamkeit derart überrascht, gar betroffen, dass er schon andachte, den Leibarzt zu holen, oder vielleicht auch den Hofastrologen, irgendwen jedenfalls, der ihm diese Seltsamkeit erklären konnte. Was so seltsam war in seinen Augen, dass es ihn ganz und gar aus der schnöden Bahn des geläufigen Alltags werfen konnte?
Er hatte keinen Durst.
War das nicht wahrlich seltsam? Er hatte heute einfach keine Lust auf Wein. Also schon, irgendwie, ein wenig, aber irgendwie schmeckte es ihm heute nicht so wie die Tage, Wochen, Jahre zuvor. Hatte es ihm vielleicht schon lange nicht mehr wirklich geschmeckt und er hatte einfach aus Gewohnheit getrunken? Unfug. Blödsinn. Absurd. Das war sicher nur eine Laune, eine Bagatelle, morgen wäre schon wieder alles beim Alten und der Weinkrug sein liebster Freund. Denn ehrlich, wen konnte er denn sonst als Freund bezeichnen, der ihn nicht gleichsam speichelleckerisch umgeiferte oder hinterrücks verriet oder einfach nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht war. Schwierig, das mochten andere vielleicht nicht glauben, aber es war schwierig und einsam auf dem Thron.
Schon seit Stunden war er hier in seinem Arbeitszimmer, hatte sogar einiges gearbeitet, nein, wahrlich und ehrlich, man mochte es vielleicht gar nicht glauben. Aber während nun die Weinkaraffe etwas Staub angesetzt hatte, wirkte der Schreibtisch für seine Verhältnisse erstaunlich aufgeräumt. Also bei Leibe nicht ordentlich oder übersichtlich, aber einfach nicht ganz so chaotisch wie sonst. Man merkte einfach, dass etwas bewegt wurde. Aber so voll wie eben jener Schreibtisch war, so leer war der goldene Becher auf dem Tischchen neben der Weinkaraffe vor Augustos Kline. Und während Augusto immer noch über jenen seltsamen Zustand des Undurstes sinnierte, stampfte seine liebe Verwandtschaft herein. Zephyr hatte einfach ein Gespür für den richtigen Zeitpunkt, nicht wahr? Allerdings war in Zeiten wie diesen eigentlich nie ein Zeitpunkt richtig, für nix.
"Zepyhr. Setz dich, setz dich." klang die Stimme des Großkönigs ungewohnt klar und wenig verschliffen. Augusto rutschte ein wenig auf der Kline herum um eine bessere, aktivere Sitzposition zu finden. "Stimmt, stimmt" murmelte Augusto während er versuchte seine Gedanken zu ordnen und sich auf das Thema zu konzentrieren. Vielleicht doch ein Schluck Wein? "Also, erzähl mir. Wie geht's voran? Was gibt es Neues von der Grenze? Was tut der Stafford-Arsch?"
Er hatte keinen Durst.
War das nicht wahrlich seltsam? Er hatte heute einfach keine Lust auf Wein. Also schon, irgendwie, ein wenig, aber irgendwie schmeckte es ihm heute nicht so wie die Tage, Wochen, Jahre zuvor. Hatte es ihm vielleicht schon lange nicht mehr wirklich geschmeckt und er hatte einfach aus Gewohnheit getrunken? Unfug. Blödsinn. Absurd. Das war sicher nur eine Laune, eine Bagatelle, morgen wäre schon wieder alles beim Alten und der Weinkrug sein liebster Freund. Denn ehrlich, wen konnte er denn sonst als Freund bezeichnen, der ihn nicht gleichsam speichelleckerisch umgeiferte oder hinterrücks verriet oder einfach nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht war. Schwierig, das mochten andere vielleicht nicht glauben, aber es war schwierig und einsam auf dem Thron.
Schon seit Stunden war er hier in seinem Arbeitszimmer, hatte sogar einiges gearbeitet, nein, wahrlich und ehrlich, man mochte es vielleicht gar nicht glauben. Aber während nun die Weinkaraffe etwas Staub angesetzt hatte, wirkte der Schreibtisch für seine Verhältnisse erstaunlich aufgeräumt. Also bei Leibe nicht ordentlich oder übersichtlich, aber einfach nicht ganz so chaotisch wie sonst. Man merkte einfach, dass etwas bewegt wurde. Aber so voll wie eben jener Schreibtisch war, so leer war der goldene Becher auf dem Tischchen neben der Weinkaraffe vor Augustos Kline. Und während Augusto immer noch über jenen seltsamen Zustand des Undurstes sinnierte, stampfte seine liebe Verwandtschaft herein. Zephyr hatte einfach ein Gespür für den richtigen Zeitpunkt, nicht wahr? Allerdings war in Zeiten wie diesen eigentlich nie ein Zeitpunkt richtig, für nix.
"Zepyhr. Setz dich, setz dich." klang die Stimme des Großkönigs ungewohnt klar und wenig verschliffen. Augusto rutschte ein wenig auf der Kline herum um eine bessere, aktivere Sitzposition zu finden. "Stimmt, stimmt" murmelte Augusto während er versuchte seine Gedanken zu ordnen und sich auf das Thema zu konzentrieren. Vielleicht doch ein Schluck Wein? "Also, erzähl mir. Wie geht's voran? Was gibt es Neues von der Grenze? Was tut der Stafford-Arsch?"
