01-03-2025, 20:11 - Wörter:
Was hatte sie sich nur dabei gedacht? Sie war doch keine Abenteurerin und erst recht keine Drachenjägerin, wobei es einen solchen Beruf ohnehin nicht geben konnte, da die Drachen schon vor vielen Jahrhunderten ausstarben oder zumindest glaubte man das bis vor kurzem. Es häuften sich die Drachensichtungen und der König sah sich unter Zugzwang und rief eine große Drachenjagd aus. Das war das Signal an alle Abenteurer, Glücksritter und Söldner, massenhaft in die Hauptstadt zu strömen, um sich einer der Jagdgesellschaften anzuschließen. Alannah war eine von ihnen, obwohl sie etwas aus dem Rahmen fallen dürfte. Sie war keine Kämpferin, die einzige Waffe, mit der sie halbwegs geübt war, war der Bogen und auch da reichte es höchstens dafür, Hasen oder Rehe zu jagen, keine Drachen. Doch Jagdgesellschaften brauchten nicht nur Kämpfer, auch eine Heilerin war unverzichtbar, denn mit Verletzten war bei einer Drachenjagd definitiv zu rechnen. Sie hatte bis zuletzt hin und her überlegt und war sich immer noch nicht sicher, ob das eine vernünftige Entscheidung war, aber die Aussicht auf die vom König versprochene fürstliche Belohnung gab letztendlich den Ausschlag und die Wanderheilerin machte sich auf den Weg in die Hauptstadt.
Die Reise verlief wenig ereignisreich und die Stadtmauer war schon in Sichtweite, da fiel Alannah eine Person am Wegesrand auf, die an einen Baum angelehnt auf dem Boden saß. Als sie näher kam erkannte sie, dass es sich um eine junge Frau handelte und sie sich offensichtlich nicht nur ausruhte sondern, wie das schmerzverzerrte Gesicht verriet, verletzt war. Es sah also so aus als würde die Wanderheilerin noch einmal ihrem gewohnten Tagewerk nachgehen bevor das große Abenteuer begann. Sie näherte sich der Verletzten und sprach sie an, in einer formellen, landestypischen Art. So hielt sie es grundsätzlich bei Fremden. "Der Großen Mutter zum Gruße! Braucht ihr Hilfe?" Bei ihrer abgenutzten Ledertasche und ihrer ganzen Aufmachung war sie für die meisten Leute sofort als Wanderheilerin erkennbar, dennoch gab sie sich zur Sicherheit noch einmal als solche zu erkennen. "Ich bin Heilerin. Wenn Ihr erlaubt, kann ich mir Eure Verletzung einmal ansehen."
Die Reise verlief wenig ereignisreich und die Stadtmauer war schon in Sichtweite, da fiel Alannah eine Person am Wegesrand auf, die an einen Baum angelehnt auf dem Boden saß. Als sie näher kam erkannte sie, dass es sich um eine junge Frau handelte und sie sich offensichtlich nicht nur ausruhte sondern, wie das schmerzverzerrte Gesicht verriet, verletzt war. Es sah also so aus als würde die Wanderheilerin noch einmal ihrem gewohnten Tagewerk nachgehen bevor das große Abenteuer begann. Sie näherte sich der Verletzten und sprach sie an, in einer formellen, landestypischen Art. So hielt sie es grundsätzlich bei Fremden. "Der Großen Mutter zum Gruße! Braucht ihr Hilfe?" Bei ihrer abgenutzten Ledertasche und ihrer ganzen Aufmachung war sie für die meisten Leute sofort als Wanderheilerin erkennbar, dennoch gab sie sich zur Sicherheit noch einmal als solche zu erkennen. "Ich bin Heilerin. Wenn Ihr erlaubt, kann ich mir Eure Verletzung einmal ansehen."
