28-05-2025, 14:23 - Wörter:
Ihre Überraschung überraschte wiederum Aodhán – und das kam nicht oft vor. Ob sie wohl wusste, in welcher Zeit sie lebten? Frauen auf Reisen waren selten, und wenn doch, dann selten allein. Zumindest begegnete er ihnen kaum. Außer vielleicht bei den Wanderheilerinnen – aber die waren ein Völkchen für sich. Unberechenbar, geheimnisvoll, oft etwas weltfremd – und definitiv außerhalb des Verständnisses der meisten Männer.
Also nickte er nur, nachdenklich. "Sicher, den Winterländerinnen sagt man nach, sie seien autark und geübt im Umgang mit dem Schwert. Aber der Rest der Damenwelt..." Er zuckte die Schultern, ein schiefes Grinsen zog über sein wettergegerbtes Gesicht. "Zieht sich doch eher hinter meterhohe Mauern zurück, oder ins beschauliche Heim bei ihrer Familie. Statt sich mit der großen, weiten Welt anzulegen." Dabei meinte er das nicht einmal abwertend. Jeder Mensch wählte sein Leben – oder musste es eben nehmen, wie es kam. Besonders Frauen blieb oft keine wirkliche Wahl, und Aodhán wusste das. Es war einfach nur… wie es war.
"Eine Strophe in einer Taverne?", schmunzelte Aodhán leise – nicht spöttisch, sondern eher weil er das verschenkte Talent an die lärmenden Trunkenbolde bedauerte. "Vielleicht erlebt sie ja noch ein Abenteuer, das es wert ist, besungen zu werden." Er nickte beiläufig, während sie seinen Teller nahm und in die Küche verschwand. Aodhán drehte sich langsam auf seinem Hocker und musterte die schattigen Gestalten im Raum, deren Gesichter Geschichten erzählten, von denen er nur ahnen konnte. Er fand nichts in dem modernen Abenteuertum, das ihn wirklich packte – und er wusste nicht einmal, warum. Vielleicht war es die Künstlichkeit, das Aufgesetzte. Die Geschichten, die man sich hier erzählte, klangen oft wie aufgeblasene Legenden, weit entfernt von dem echten Leben.
"Aaaaaaber"
Er wandte sich wieder der Bedienung zu und zog im selben Atemzug seinen Münzbeutel hervor, um das Frühstück zu bezahlen.
Während sie von dem Drachen erzählte, der angeblich in Farynn gesichtet worden war, lauschte er aufmerksam. Seine sonst so unverbindlichen Gesichtszüge entspannten sich kaum merklich. Anfangs hatte er den Geschichten keinen Glauben geschenkt, und vermutlich würde er es erst akzeptieren, wenn er das Tier mit eigenen Augen sähe. Doch was der König daraus machte – eine Jagd auf das Wesen zu veranstalten – missfiel dem Druiden zutiefst. Für ihn war das kein Abenteuer, sondern eine törichte Provokation der Natur, ein Kampf, der mehr Schaden als Nutzen bringen würde. Für Aodhán waren Drachen keine reißerischen Bestien, sondern viel mehr ein Symbol – ein Zeichen für das Unergründliche, das Magische in der Welt. Etwas, das man nicht mit Gewalt bezwingen durfte. Sie standen für eine alte Macht, die Respekt verlangte.
"Und Ihr gedenkt, den Drachen zu jagen?", fragte er mit einer Spur Amüsement in der Stimme, während sein Blick sich tief in ihren grub. "Ihr wisst wohl, dass man solch ein Wesen nicht einfach erlegt wie ein Wildschwein?" Sein Ton war leicht ironisch, als wäre es doch das Einfachste auf der Welt, ein Wildschwein zu jagen und zu erlegen.
Also nickte er nur, nachdenklich. "Sicher, den Winterländerinnen sagt man nach, sie seien autark und geübt im Umgang mit dem Schwert. Aber der Rest der Damenwelt..." Er zuckte die Schultern, ein schiefes Grinsen zog über sein wettergegerbtes Gesicht. "Zieht sich doch eher hinter meterhohe Mauern zurück, oder ins beschauliche Heim bei ihrer Familie. Statt sich mit der großen, weiten Welt anzulegen." Dabei meinte er das nicht einmal abwertend. Jeder Mensch wählte sein Leben – oder musste es eben nehmen, wie es kam. Besonders Frauen blieb oft keine wirkliche Wahl, und Aodhán wusste das. Es war einfach nur… wie es war.
"Eine Strophe in einer Taverne?", schmunzelte Aodhán leise – nicht spöttisch, sondern eher weil er das verschenkte Talent an die lärmenden Trunkenbolde bedauerte. "Vielleicht erlebt sie ja noch ein Abenteuer, das es wert ist, besungen zu werden." Er nickte beiläufig, während sie seinen Teller nahm und in die Küche verschwand. Aodhán drehte sich langsam auf seinem Hocker und musterte die schattigen Gestalten im Raum, deren Gesichter Geschichten erzählten, von denen er nur ahnen konnte. Er fand nichts in dem modernen Abenteuertum, das ihn wirklich packte – und er wusste nicht einmal, warum. Vielleicht war es die Künstlichkeit, das Aufgesetzte. Die Geschichten, die man sich hier erzählte, klangen oft wie aufgeblasene Legenden, weit entfernt von dem echten Leben.
"Aaaaaaber"
Er wandte sich wieder der Bedienung zu und zog im selben Atemzug seinen Münzbeutel hervor, um das Frühstück zu bezahlen.
Während sie von dem Drachen erzählte, der angeblich in Farynn gesichtet worden war, lauschte er aufmerksam. Seine sonst so unverbindlichen Gesichtszüge entspannten sich kaum merklich. Anfangs hatte er den Geschichten keinen Glauben geschenkt, und vermutlich würde er es erst akzeptieren, wenn er das Tier mit eigenen Augen sähe. Doch was der König daraus machte – eine Jagd auf das Wesen zu veranstalten – missfiel dem Druiden zutiefst. Für ihn war das kein Abenteuer, sondern eine törichte Provokation der Natur, ein Kampf, der mehr Schaden als Nutzen bringen würde. Für Aodhán waren Drachen keine reißerischen Bestien, sondern viel mehr ein Symbol – ein Zeichen für das Unergründliche, das Magische in der Welt. Etwas, das man nicht mit Gewalt bezwingen durfte. Sie standen für eine alte Macht, die Respekt verlangte.
"Und Ihr gedenkt, den Drachen zu jagen?", fragte er mit einer Spur Amüsement in der Stimme, während sein Blick sich tief in ihren grub. "Ihr wisst wohl, dass man solch ein Wesen nicht einfach erlegt wie ein Wildschwein?" Sein Ton war leicht ironisch, als wäre es doch das Einfachste auf der Welt, ein Wildschwein zu jagen und zu erlegen.
