18-06-2025, 12:32 - Wörter:
“Nein, nicht heute.”
Erik hob eine Augenbraue, musterte Leif einen Moment lang schweigend, ehe er die Arme vor der Brust verschränkte – fast im Gleichklang mit dem Kronprinzen.
Die Fronten die zwischen ihnen standen wirkten verhärtet, auch wenn jene von Leif beinahe so wirkte, als würde sie schwanken. Denn in seinem Blick lag nichts scharfes, nichts was annehmen ließ, dass er um Beherrschung ring, da sich Erik gerade vielleicht ihm gegenüber etwas im Ton vergriffen hatte. Leifs Ruhe wirkte beinahe stoisch, gleichzeitig angespannt und das reizte den Norrholm fast genauso wie das übergekochte Temperament in der Nacht ihres Streits.
“Es tut mir leid.”
Einen Herzschlag lang verstand Erik nicht, was er da gerade gehört hatte. Die Worte hallten nach, fehl am Platz – wie Schnee auf glühender Kohle. Sein Gesicht entglitt ihm fast, die Überraschung stand ihm offen in die Züge geschrieben. Leif Stelhammer hatte sich entschuldigt. Und er revidierte seine Worte aus jener Nacht.
Ein Teil von Erik verspürte diese schmutzige, leise Genugtuung – wie ein Faustschlag, den man nicht austeilen musste, weil der andere sich von selbst geschlagen hatte. Eine innere Stimme grinste: Einen verdammten Punkt für mich.
Doch gleich daneben regte sich etwas anderes. Vielleicht Erleichterung. Vielleicht sogar so etwas wie Frieden. Denn wenn Erik ehrlich war – was vor allem sich selbst gegenüber selten war, – dann war er beschissen darin, lange wütend zu sein. Und er hätte verdammt noch mal nicht als Erster einknicken wollen.
Erik trat auf den Kronprinzen zu und legte ihm beide Hände auf die Schultern – fest, schwer, wie zwei Schraubstöcke. "Du bist ein verdammtes Arschloch, Leif Stelhammer." Die Worte kamen ruhig, fast sachlich – und genau das machte sie so wirkungsvoll. Der Griff an Leifs Schultern verstärkte sich. "Und vielleicht… vielleicht verzeih ich dir deine gottverdammten Worte." Ein Schnauben, rau wie ein bellender Hund. Vermutlich würde er das, auch wenn sie nach wie vor bitter schmeckten. "Aber nicht, dass ich wegen dir vor meiner Frau rumgejammert hab wie ein kleines Mädchen." Ein letzter, betont fester Druck, dann gab er ihm einen Klaps gegen die Wange. Er blieb ein Arschloch. Aber er liebte ihn.
Erik hob eine Augenbraue, musterte Leif einen Moment lang schweigend, ehe er die Arme vor der Brust verschränkte – fast im Gleichklang mit dem Kronprinzen.
Die Fronten die zwischen ihnen standen wirkten verhärtet, auch wenn jene von Leif beinahe so wirkte, als würde sie schwanken. Denn in seinem Blick lag nichts scharfes, nichts was annehmen ließ, dass er um Beherrschung ring, da sich Erik gerade vielleicht ihm gegenüber etwas im Ton vergriffen hatte. Leifs Ruhe wirkte beinahe stoisch, gleichzeitig angespannt und das reizte den Norrholm fast genauso wie das übergekochte Temperament in der Nacht ihres Streits.
“Es tut mir leid.”
Einen Herzschlag lang verstand Erik nicht, was er da gerade gehört hatte. Die Worte hallten nach, fehl am Platz – wie Schnee auf glühender Kohle. Sein Gesicht entglitt ihm fast, die Überraschung stand ihm offen in die Züge geschrieben. Leif Stelhammer hatte sich entschuldigt. Und er revidierte seine Worte aus jener Nacht.
Ein Teil von Erik verspürte diese schmutzige, leise Genugtuung – wie ein Faustschlag, den man nicht austeilen musste, weil der andere sich von selbst geschlagen hatte. Eine innere Stimme grinste: Einen verdammten Punkt für mich.
Doch gleich daneben regte sich etwas anderes. Vielleicht Erleichterung. Vielleicht sogar so etwas wie Frieden. Denn wenn Erik ehrlich war – was vor allem sich selbst gegenüber selten war, – dann war er beschissen darin, lange wütend zu sein. Und er hätte verdammt noch mal nicht als Erster einknicken wollen.
Erik trat auf den Kronprinzen zu und legte ihm beide Hände auf die Schultern – fest, schwer, wie zwei Schraubstöcke. "Du bist ein verdammtes Arschloch, Leif Stelhammer." Die Worte kamen ruhig, fast sachlich – und genau das machte sie so wirkungsvoll. Der Griff an Leifs Schultern verstärkte sich. "Und vielleicht… vielleicht verzeih ich dir deine gottverdammten Worte." Ein Schnauben, rau wie ein bellender Hund. Vermutlich würde er das, auch wenn sie nach wie vor bitter schmeckten. "Aber nicht, dass ich wegen dir vor meiner Frau rumgejammert hab wie ein kleines Mädchen." Ein letzter, betont fester Druck, dann gab er ihm einen Klaps gegen die Wange. Er blieb ein Arschloch. Aber er liebte ihn.
