03-03-2024, 20:20 - Wörter:
Wenn Alys eines in ihrer gesamten Lebenszeit gelernt hatte, dann war es, die Gesichter der Menschen zu lesen. Sie war sich immer sicher damit, mangelnde Inbrunst anderer zu erkennen. Und wie immer, wenn sie glaubte, etwas Derartiges zu sehen, nahm sie sich vor, dies zu korrigieren. Ihre segnende Geste allein erfüllte den Raum mit der Anwesenheit der Göttin, füllte ihn ganz aus und erzeugte wohl ein Gefühl von Frieden und Geborgenheit in den Herzen derer, die an sie glaubten. Das Mädchen schien davon nicht allzu sehr betroffen zu sein, begrüßte sie aber trotzdem mit dem ihr gebührenden Respekt.
Nachdem Muirín gesprochen hatte, ließ Alys sich einen langen Augenblick mit ihrer Antwort Zeit. Während der kurzen Pause, die entstanden war, schritt die Hohepriesterin auf das Mädchen zu, das vielleicht körperlich größer war, deren Aura aber nicht so überragend und raumfüllend war, wie die der Priesterin. Mit einem suchenden Mustern betrachtete sie das junge Gesicht, die großen Augen, die rosigen Lippen und versuchte geradewegs, in die Seele der jungen Frau zu blicken.
Dann ergriff sie die beiden Hände der jungen Frau und ließ die göttliche Energie, die ihr innewohnte, auf Muirín übergehen. "Die Göttin gebe, dass ich Eure Gastfreundschaft nicht allzu lange ausnutzen muss...", sagte ihre kraftvolle, raumgreifende Stimme.
Dann berichtete die junge Frau - sie durfte sie gedanklich nicht immer als junges Mädchen sehen - dass sie bereits allein gespeist habe und Alys' Mundwinkel zuckte missbilligend. "Ich nehme an, es ist noch nicht zu spät, die Köche um eine kleine Stärkung für eine der Hohepriesterinnen unserer großen Mutter Ceridwen und ihrer Diener zu bitten...", erwiderte Alys ebenso süßlich, doch mit einem gleichzeitig fordernden Unterton. Es war ihr anzumerken, dass sie nicht gewohnt war, Widerworte zu bekommen oder überhaupt derart vehement nach etwas fragen zu müssen.
Was maßte diese junge Frau sich auch an? Zu behaupten, sie hätte die Köche angewiesen? Sie würde es nun gefälligst tun. Dies versuchte Alys durch einen strengen Blick klar zu machen.
"Bitte informiert dann auch Euren Vater über meine Ankunft. Ich wünsche, ihn und meinen Sohn zu sprechen!", forderte Alys während ihr Gefolge sich bereits mit der Dienerschaft des Hauses Henaghen darüber abstimmte, wo die Gäste unterzubringen seien und wo das Gepäck hingebracht werden dürfe. Die Hohepriesterin rückte eine Lage ihres Leinengewandes an der Schulter zurecht und warf sich dabei einen Blick über die Schultern, wo sie zufrieden das geschäftige Treiben sowohl der Henaghen-Leute, als auch der Druiden und ihrer Novizin zur Kenntnis nahm. Einer der jungen Druiden marschierte bereits wieder nach draußen, um die Esel abzuladen. Dann betrachtete sie wieder ihr junges, respektloses Gegenüber und verengte die Augen - als würde ihr dies helfen, sich an den Namen zu erinnern. Nunja... vermutlich hatte sie schon bei ihrer letzten Begegnung festgestellt, dass Muirín es kaum wert war, sich an ihren Namen zu erinnern.
Nachdem Muirín gesprochen hatte, ließ Alys sich einen langen Augenblick mit ihrer Antwort Zeit. Während der kurzen Pause, die entstanden war, schritt die Hohepriesterin auf das Mädchen zu, das vielleicht körperlich größer war, deren Aura aber nicht so überragend und raumfüllend war, wie die der Priesterin. Mit einem suchenden Mustern betrachtete sie das junge Gesicht, die großen Augen, die rosigen Lippen und versuchte geradewegs, in die Seele der jungen Frau zu blicken.
Dann ergriff sie die beiden Hände der jungen Frau und ließ die göttliche Energie, die ihr innewohnte, auf Muirín übergehen. "Die Göttin gebe, dass ich Eure Gastfreundschaft nicht allzu lange ausnutzen muss...", sagte ihre kraftvolle, raumgreifende Stimme.
Dann berichtete die junge Frau - sie durfte sie gedanklich nicht immer als junges Mädchen sehen - dass sie bereits allein gespeist habe und Alys' Mundwinkel zuckte missbilligend. "Ich nehme an, es ist noch nicht zu spät, die Köche um eine kleine Stärkung für eine der Hohepriesterinnen unserer großen Mutter Ceridwen und ihrer Diener zu bitten...", erwiderte Alys ebenso süßlich, doch mit einem gleichzeitig fordernden Unterton. Es war ihr anzumerken, dass sie nicht gewohnt war, Widerworte zu bekommen oder überhaupt derart vehement nach etwas fragen zu müssen.
Was maßte diese junge Frau sich auch an? Zu behaupten, sie hätte die Köche angewiesen? Sie würde es nun gefälligst tun. Dies versuchte Alys durch einen strengen Blick klar zu machen.
"Bitte informiert dann auch Euren Vater über meine Ankunft. Ich wünsche, ihn und meinen Sohn zu sprechen!", forderte Alys während ihr Gefolge sich bereits mit der Dienerschaft des Hauses Henaghen darüber abstimmte, wo die Gäste unterzubringen seien und wo das Gepäck hingebracht werden dürfe. Die Hohepriesterin rückte eine Lage ihres Leinengewandes an der Schulter zurecht und warf sich dabei einen Blick über die Schultern, wo sie zufrieden das geschäftige Treiben sowohl der Henaghen-Leute, als auch der Druiden und ihrer Novizin zur Kenntnis nahm. Einer der jungen Druiden marschierte bereits wieder nach draußen, um die Esel abzuladen. Dann betrachtete sie wieder ihr junges, respektloses Gegenüber und verengte die Augen - als würde ihr dies helfen, sich an den Namen zu erinnern. Nunja... vermutlich hatte sie schon bei ihrer letzten Begegnung festgestellt, dass Muirín es kaum wert war, sich an ihren Namen zu erinnern.
