16-03-2024, 19:07 - Wörter:
Muirín trat von einem Fuß auf den anderen. Ihre Augen lagen hungrig auf dem halbnackten Körper des Mannes und beobachteten ihn beinahe wie ein Raubtier seine Beute. Dieses Spiel machte ihr Spaß. Nachdem sie einmal Blut geleckt hatte, nachdem sie einmal die Lippen eines Mannes gekostet hatte und dazu die verlockende Angst gespürt hatte erwischt zu werden, seitdem konnte sie sich von diesem Geschlecht nicht mehr loseisen. Es war zu reizend, machte zu viel Spaß dieses Versteckspiel. Ein verräterisches Zucken ihrer Augenbraue. Vermutlich unsichtbar im seichten Licht der Öllampen in der Nähe. Ganz im Gegensatz zu seinem Körper. Unbedeckt und übersäht von Narben. Manche nur feine weiße Linien, andere wiederum wulstig und schlecht verheilt. Sie konnte seine Haut beinahe schon unter ihrem Finger spüren, sie würde diese Linien abfahren, sie sanft küssen und sich kurz danach mit ihren Nägeln in seine Haut krallen. Nun zuckten auch ihre Lippen. Vielleicht sollte sie sich erst einmal um die sehr skeptische Antwort des Mannes kümmern, bevor sie in Gedanken schon mindestens zehn Schritte weiter war. Offenbar hatte sie diese Rechnung nämlich ohne ihn gemacht - dort, wo andere Männer schon anfingen nach Worten zu suchen, zu stottern und nervös hin und her zu blicken, da blieb er völlig desinteressiert.
Sie trat einen Schritt auf ihn zu. Er ließ sie genauso wenig aus den Augen, wie es anders herum der Fall war. Ganz offensichtlich hatten beide Parteien aber grundverschiedene Gründe dafür. Die grünen Augen der Henaghen lagen auf seinen ruckartigen Bewegungen. Sie lächelte amüsiert, als er sich lediglich seinen Waffengurt um die Hüfte band. Das hatte irgendwie auch etwas, stellte sie gedanklich fest. Es dauerte leider nicht sehr lang, ehe er entschied sie für eine Millisekunde doch aus den Augen zu lassen, um sich ein Leinenoberteil über zu werfen. Wie schade.
"Um diese Uhrzeit hat niemand mehr zu tun", schnurrte sie sanft und warf einen Blick gen Himmel. Der Mond stand hell und verheißungsvoll am dunklen Firmament und warf sein weißliches Licht auf die beiden Menschen dort unten. Es war lange nach Sonnenuntergang. "Damit mir Männer sagen was ich zu tun habe, habe ich schon meinen Bruder und Vater", entgegnete sie mit etwas verärgertem Unterton und trat noch einen weiteren Schritt auf ihn zu. Sie erwartete beinahe, dass er gleichzeitig Schritte zurückgehen würde, so wie er sich ihr gegenüber verhielt. Geduldig strich Muirín über den Stoff ihres Kleides und blickte ihn aus dunklen Augen an. "Wisst Ihr, manchmal packt mich nachts eine Neugier, die mich hier hin führt. Ich kenne diese Quellen schon seit meiner Kindheit. Hier gibt es nichts, wovor ich mich fürchten müsste", erklärte sie ihm und trat einen Schritt näher zum Wasser. Sie schlüpfte aus ihren Schuhen heraus, hob ihr Kleid ein wenig an und fuhr mit der Fußspitze durch das angenehm warme Wasser, in dem er kurz zuvor noch gebadet hatte. "Seid Ihr sicher, dass ihr die Wohltat des warmen Wassers schon satt seid?", fragte sie neugierig und legte den Kopf schief. Das lange rote Haar fiel ihr über die Schulter und ging ihr beinahe bis zur Hüfte.
Sie trat einen Schritt auf ihn zu. Er ließ sie genauso wenig aus den Augen, wie es anders herum der Fall war. Ganz offensichtlich hatten beide Parteien aber grundverschiedene Gründe dafür. Die grünen Augen der Henaghen lagen auf seinen ruckartigen Bewegungen. Sie lächelte amüsiert, als er sich lediglich seinen Waffengurt um die Hüfte band. Das hatte irgendwie auch etwas, stellte sie gedanklich fest. Es dauerte leider nicht sehr lang, ehe er entschied sie für eine Millisekunde doch aus den Augen zu lassen, um sich ein Leinenoberteil über zu werfen. Wie schade.
"Um diese Uhrzeit hat niemand mehr zu tun", schnurrte sie sanft und warf einen Blick gen Himmel. Der Mond stand hell und verheißungsvoll am dunklen Firmament und warf sein weißliches Licht auf die beiden Menschen dort unten. Es war lange nach Sonnenuntergang. "Damit mir Männer sagen was ich zu tun habe, habe ich schon meinen Bruder und Vater", entgegnete sie mit etwas verärgertem Unterton und trat noch einen weiteren Schritt auf ihn zu. Sie erwartete beinahe, dass er gleichzeitig Schritte zurückgehen würde, so wie er sich ihr gegenüber verhielt. Geduldig strich Muirín über den Stoff ihres Kleides und blickte ihn aus dunklen Augen an. "Wisst Ihr, manchmal packt mich nachts eine Neugier, die mich hier hin führt. Ich kenne diese Quellen schon seit meiner Kindheit. Hier gibt es nichts, wovor ich mich fürchten müsste", erklärte sie ihm und trat einen Schritt näher zum Wasser. Sie schlüpfte aus ihren Schuhen heraus, hob ihr Kleid ein wenig an und fuhr mit der Fußspitze durch das angenehm warme Wasser, in dem er kurz zuvor noch gebadet hatte. "Seid Ihr sicher, dass ihr die Wohltat des warmen Wassers schon satt seid?", fragte sie neugierig und legte den Kopf schief. Das lange rote Haar fiel ihr über die Schulter und ging ihr beinahe bis zur Hüfte.
