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my monsters are real
06.08.1016 - 14:25
Unbekannte heiße Quelle, abseits eines Hauptweges
Trigger: Traumata | Gewalterfahrungen
Belisarius Caderitor Muirín Henaghen

Unregistered
Belisarius Caderitor
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Beruf
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Stand
User
#5
Ansehnlich war diese Frau, da war sich Belisarius sicher. Doch sie hatte etwas Dirnenhaftes in seinen Augen, da sie vieles tat, was er von einer Dirne erwartete aber nicht von einer Dame. Offensichtlich war hier etwas im Gange, was ihn sehr misstrauisch werden ließ. Das anzügliche Verhalten, soweit konnte er ihr inzwischen ihre Bewegungen und Worte deuten, störte ihn. Er war nicht der Mann, der für ein solches Verhalten ansprechbar war und hatte sich entsprechend im Griff, so denn er dieser Frau nicht verfallen würde. Leicht erhaltene Geschenke waren ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Belisarius entschied sich, erst einmal nicht zu antworten, um ihr Verhalten nicht noch mehr zu schüren, wie ein unheiliges Feuer. Ihre Einladung musste er ablehnen, fand aber keine Worte dafür. Diese Situation verunsicherte ihn, da ihr Angesicht und ihre Erscheinung doch einen gewissen Einfluss auf ihn hatten. Diese Frau wusste genau, was sie tat, wie sie wirken musste und hatte mehr Macht, als Belisarius eingestehen wollte. Nicht, dass er ihr verfallen war, sondern viel mehr, indem sie ihn verunsicherte. Das Bild passte einfach nicht. Schnell wandte er sich ab, begann seine Sachen zu packen; mit hektischen aber zielgerichteten Griffen seiner durch Konflikt geschundenen Hände. In der Tat ahnte Belisarius, dass diese Adelige hier nichts zu fürchten hatte, wie sie selbst gesagt hatte. Genau diese Aussage war in ihrer Klarheit eine Aufforderung zur Flucht für einen Mann, der gemeuchelt hatte. Eine Frau, die sich derart sicher war, die sich derart aufführen konnte, gezielt nach einem Mann gierte, war eine reale Gefahr. Sie war sich ihrer Wirkmacht bewusst, hatte mitunter eine gewisse Klugheit und wusste umso mehr, was sie gerade tat. Es gab hier keine Sicherheiten für Belisarius, keine eigene Kontrolle und ohne Kontrolle gab es nur den Horror der Unsicherheit. Belisarius konnte diesen Zustand nicht ertragen, hatte das Gepäck in seinem Leinen zusammengeworfen, keuchte müde auf. Immer wieder musste er zu ihr blicken; immer wieder, sich versichern, dass es keine dämonische Hexe aus der Quelle selbst war. War sie überhaupt echt? Hatte er zu viele Dämpfe eingeatmet und spielte ihm jetzt sein Verstand einen Streich? Belisarius strich sich fahrig durch sein Haar, als er merkte, dass die Situation durchaus real war. Der Meuchelmörder übte sich in vermeintlich desinteressierter Selbstbeherrschung.

Diese dirnenhafte Adelige aus einem mächtigen Haus hatte sich entschieden, dieses Spiel zu spielen, welches er zwar kannte aber er wollte nie Teil davon sein. Solche Spiele ließ er zu seinen Gunsten spielen, von anderen, von seinen bezahlten Spioninnen, jenen Dirnen, die so viel Informationen im Bett gewannen, wie kein anderer. Eines hatte sie jedoch geschafft, dass für diesen Augenblick seine kalte Reue verschwunden war, dieses verderbene Schamgefühl über seine Taten, war entgangen und ersetzt durch eine unsichere Angst vor dieser Situation. Wie sollte er damit umgehen? Es gab keine gute Handhabung, da auch eine Flucht Ungemach bedeuten konnte. Vielleicht war diese Dame auch einfach wahnsinnig? Wahnsinn war selten gut und konnte ernste Folgen haben. Was war schon von Sinn in diesem Augenblick? Immer nervöser fuhr er sich durch die Haare, als ihm zwei Schweißperlen über die Wangen rannen und sein Gesicht in einen seltsamen Glanz hüllten. "Ich denke, dass ich genau weiß, was ich tue," sagte er und richtete dies auch zu Muirín. "Genießt euer Bad und ich denke, dass ihr sehr wohl ...," versuchte er ihr eine passende Antwort zu geben, wobei er ihre wunderschönen Haare beäugte, ihr Angesicht fand und ihrer Schönheit für einen winzigen Moment verfiel. Er hielt inne, beobachtete ihre Bewegung, die unheimliche Verführung durch ihre Präsenz, und biss sich dann fest auf seine Unterlippe, um sich daran zu erinnern, dass es nur Verführungskunst war und sie nur eine Frau. "... dieses Bad allein genießen könnt." Belisarius schulterte sein Reiseleinen, richtete seinen Waffengurt aber trat noch nicht ab; irgendwie hatte ihre Erscheinung ihn eingefangen, da er selten eine Frau getroffen hatte, die dieses Spiel dermaßen gezielt einsetzte, ohne den Nutzen klar ersichtlich zu haben. Sie war schön und selbstbewusst, so anders als und deshalb interessant. Doch Belisarius war kein Mann der Unsicherheit und des Zufalls. Er trat hektisch zwei Schritte weg von ihr, um nicht in Gefahr zu geraten, sich ihr weiter nähern zu müssen. "Eines mag ich euch noch mitgeben, dieses Spiel, welches ihr sucht, mag euch sehr wahrscheinlich eines Tages große Gefahr bedeuten," sagte er wohlwollend. "Es sind unruhige und gefährliche Zeiten. Ich bin nicht der Mann für diese Nacht. So schön, so bezaubernd, ihr auch sein mögt, so falle ich nicht einfach für euch," meinte er und lächelte traurig. Er wollte gehen, doch konnte er noch nicht gehen. Es galt wenigstens noch zu erfahren, warum ihm dies hier widerfahren war und welche Ziele möglicherweise im Verborgenen lagen. Gab es Pläne innerhalb von Plänen? So räusperte sich der Kriegsherr und versuchte dem verführerischen Gesicht, der hübschen Schmeichelei durch ihre Erscheinung, stand zu halten. "Was ist euer wahres Ziel?" - fragte er direkt und griff dann bereits mit seiner linken Hand in Richtung seines Waffengurts in Richtung seines Kriegsdolchs, um sich bei Gefahr verteidigen zu können. Wahrheit beschwor oft Gefahr herauf, da die meisten Ertappten und Entlarvten aggressiv wurden. Dies kannte er auch zu gut. Da war wieder die Gewissheit, dass es nichts wahrhaft Gutes auf dieser Welt gab. Es gab nur Entscheidungen. Manche Entscheidungen waren richtig und manche falsch. Mit dieser Gewissheit kam wieder die Erinnerung an seine Taten, an den letzten Tag und die Grausamkeit, die er vollführen musste. Seine Augenlider zuckten kurz. Ihm war wieder eindeutig klar, dass er nicht mehr an diesen Ort gehörte.
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