20-03-2024, 01:28 - Wörter:
Ihre Umarmung, wie sie sich anschmiegte, gab Belisarius das Gefühl für etwas wirklich Verantwortung zu tragen. Es fühlte sich nach einem Zuhause an, welches er selbst nie gehabt hatte. Diese menschliche Wärme zerstörte diese höllische Kette, die seine einstigen Handlungen in Blut geschmiedet hatten. Auch Belisarius trieb gedanklich davon, schloss seine Arme um sie, als ob er sie beschützen wollte. Ja, das wollte er auch. Sie gab ihm eine Entschuldigung für die menschliche Enttäuschung, die er nicht nur sich selbst gegenüber war. Für einen Atemzug schloss der dämonische Kriegsherr seine Augen, um einmal Mensch zu sein. Nicht zu sehen, sondern zu fühlen. Es war nur ein Wunsch und so fern seiner Wirklichkeit. Ein Dämon konnte kein Mensch sein. Egal, was er tat, um seine Unschuld zu beweisen, so waren es nur Lügen. Er war nicht unschuldig, nie gewesen und all das Blut, all das Leid, welches durch ihn in die Welt gekommen war, war nicht zu entschuldigen. Es war wahnsinnig, zu glauben, etwas anderes sein zu können, nach all dem, was getan war.
Doch diese irrige Hoffnung blieb, immer wieder keimte sie auf, als kleiner Versuch der selbst geschaffenen Verdammnis zu entgehen, als ob dies überhaupt möglich wäre. Doch auch Dämonen verloren sich, hinterließen etwas, was nicht allein nur für sich stand. Daphne konnte mehr für ihn sein, mehr als eine zeitweilige Ablenkung durch ihre Kunst und Gesang, sondern sie war für einen Moment, Zuflucht und Zuversicht, dass es Menschliches gab. Doch Schicksal war ein stiller Richter, der seine Warnungen und manchmal auch Urteile, schnell fällte. Die junge Frau wurde weiß im Gesicht, verlor sich endgültig, wiederholte die Worte entfernt. Belisarius hielt sie fest, um sie fürchtend. Was hatte er getan? Waren es die Lügen? Seine Erscheinung oder einfach seine Umarmung, war sie immer schon Gift gewesen?
Ihre Atmung hastete, sprang fast, entriss sich ihrer Lunge und Belisarius blickte sie hilflos an, doch die Fürsorge keimte in ihm. Er hatte etwas gefunden, einen Rest von dem, was wertvoller als jedweder Thron oder Gold war. Er glaubte seine eigenen Lügen, nicht direkt, nicht unmittelbar aber er glaubte etwas wesentliches von ihnen, dass sie sein Zuhause sein konnte; dass er sich kümmern konnte, wenigstens etwas auf dieser Welt retten und nicht nur verderben konnte. Wahnsinn lag darin, denn die Missgunst, das Unverständnis der Freiheit eines anderen und auch das böse Ungemach, die eigene verlustige Welt durch eigenen Wunsch und dessen wahnhafte Verwirklichung retten zu können. Es gab keine Rettung. Sie war genauso gleichgültig, wie er gleichgültig durch das Leben vieler Menschen gefahren war. Daphne wog schwer in seinen Armen, so schwer, als sie immer weniger Luft zu bekommen schien. "Ein Zuhause...," verlor Belisarius seinen Antwortsatz.
Die junge Frau machte einen theatralischen Seufzer, eine ausschweifende Bewegung mit dem Arm und schließlich gaben ihre Knie nach und Belisarius fing sie auf, da er sie noch immer stützte. Ihr galt in diesem Augenblick sein ganzes Herz. Sanftmütig legte er sie ab, betrachtete ihre Kleidung und stellte mit fester Gewissheit fest, dass das Korsett ein Problem sein musste. "Weiter atmen," sagte er mit sanfter Stimme, die fast menschlich klang. Doch bevor er handeln konnte, wurde er unsanft am Arm gerissen. Ein Mann versuchte ihn zu packen. Eine Frau schrie, blaffte frech und wütend. Die Situation geriet außer Kontrolle. "Ich muss ihr helfen," befahl er mit seinem wiedergekehrten Bariton. "Ich habe nichts getan aber sie wird sterben, wenn ich die Schnürung des Korsetts nicht zerschneide," meinte er und zog bereits mit seiner Linken den Kriegsdolch von seinem Waffengurt. Mit einem Satz wandte er sich herum, da er nicht gerne gepackt wurde. Zum Glück des Mannes, war dieser schon nicht mehr in unmittelbarer Nähe, sondern schon bei Daphne. Danach drang er an dem Mann vorbei, sich zur Frau bewegend, blickte finster und energisch mit dem Dolch gestikulierend. "Ich werde sie retten. Ich werde sie retten," faselte er, wie im Rausch, während sich seine Augen weiteten. "Weg von ihr," befahl er und machte klar, dass er den Mann töten würde, da er diesen bereits mit Spitze des Dolchs nervös tippend an der Schulter berührte. Es war egal, dass er ihr helfen wollte. Das Schicksal dürfte sie nicht von ihm nehmen. Nicht nach ihrem Geschenk. Nicht nach ihrem Gesang. Belisarius gestikulierte weiter mit dem Dolch, drohte fast damit und es war klar, dass er bei der nächsten Bewegung die Frau oder den Mann erstechen konnte. Er würde es tun. "Lasst mich!" - schrie er mit gedämpfter Stimme, da diese bereits versagte, wie seine sonstige Vernunft. Schnell kniete er sich herab, packte Daphne hektisch und durchtrennte mit einer militärisch geübten Bewegung die Schnürungen, so dass das Korsett gelöst war und so hoffte er, sie wieder atmen konnte. Nervös erhob er sich von ihr, um die Gefahr der beiden Personen einzuschätzen, sich wehren zu können. Den Kriegsdolch behielt er dieses mal ruhiger in der Hand und er hatte seine Ziele erfasst. Er stellte sich bereits vor, was er tun musste, um diese schnell zu beseitigen. Niemand würde ihn heute noch angreifen. Er würde diese junge Frau, seine Sängerin, beschützen, die ein Leben verdient hatte, als jeder andere. "Atme!" - sprach er fürsorglich in Daphnes Richtung."Wirt, du wirst zehn Goldstücke erhalten, wenn du mir hilfst, diese Frau zu meinem Pferd zu bringen. Sie braucht eine Heilerin. Danach wirst du das hier vergessen und jeder Anwesende, der mir hilft, erhält ein Silberstück, wenn er mir diese beide Leute vom Hals hält," rief er lautstark, so dass es jeder hören konnte. Ja, er würde sie retten. Wirklich retten. Er kannte genug Leute, die helfen konnten. Belisarius war nicht klar, dass er Daphne entführen wollte. "Wir müssen ihr helfen. Ich bezahle," rief er ergänzend und war sich sicher, dass Geld genug Leute bewegen würde und noch dazu ging es hier ja um etwas Gutes (aus seiner Perspektive): die Rettung einer bewusstlosen Frau. Belisarius konnte gar nicht verstehen, was er tat.
Doch diese irrige Hoffnung blieb, immer wieder keimte sie auf, als kleiner Versuch der selbst geschaffenen Verdammnis zu entgehen, als ob dies überhaupt möglich wäre. Doch auch Dämonen verloren sich, hinterließen etwas, was nicht allein nur für sich stand. Daphne konnte mehr für ihn sein, mehr als eine zeitweilige Ablenkung durch ihre Kunst und Gesang, sondern sie war für einen Moment, Zuflucht und Zuversicht, dass es Menschliches gab. Doch Schicksal war ein stiller Richter, der seine Warnungen und manchmal auch Urteile, schnell fällte. Die junge Frau wurde weiß im Gesicht, verlor sich endgültig, wiederholte die Worte entfernt. Belisarius hielt sie fest, um sie fürchtend. Was hatte er getan? Waren es die Lügen? Seine Erscheinung oder einfach seine Umarmung, war sie immer schon Gift gewesen?
Ihre Atmung hastete, sprang fast, entriss sich ihrer Lunge und Belisarius blickte sie hilflos an, doch die Fürsorge keimte in ihm. Er hatte etwas gefunden, einen Rest von dem, was wertvoller als jedweder Thron oder Gold war. Er glaubte seine eigenen Lügen, nicht direkt, nicht unmittelbar aber er glaubte etwas wesentliches von ihnen, dass sie sein Zuhause sein konnte; dass er sich kümmern konnte, wenigstens etwas auf dieser Welt retten und nicht nur verderben konnte. Wahnsinn lag darin, denn die Missgunst, das Unverständnis der Freiheit eines anderen und auch das böse Ungemach, die eigene verlustige Welt durch eigenen Wunsch und dessen wahnhafte Verwirklichung retten zu können. Es gab keine Rettung. Sie war genauso gleichgültig, wie er gleichgültig durch das Leben vieler Menschen gefahren war. Daphne wog schwer in seinen Armen, so schwer, als sie immer weniger Luft zu bekommen schien. "Ein Zuhause...," verlor Belisarius seinen Antwortsatz.
Die junge Frau machte einen theatralischen Seufzer, eine ausschweifende Bewegung mit dem Arm und schließlich gaben ihre Knie nach und Belisarius fing sie auf, da er sie noch immer stützte. Ihr galt in diesem Augenblick sein ganzes Herz. Sanftmütig legte er sie ab, betrachtete ihre Kleidung und stellte mit fester Gewissheit fest, dass das Korsett ein Problem sein musste. "Weiter atmen," sagte er mit sanfter Stimme, die fast menschlich klang. Doch bevor er handeln konnte, wurde er unsanft am Arm gerissen. Ein Mann versuchte ihn zu packen. Eine Frau schrie, blaffte frech und wütend. Die Situation geriet außer Kontrolle. "Ich muss ihr helfen," befahl er mit seinem wiedergekehrten Bariton. "Ich habe nichts getan aber sie wird sterben, wenn ich die Schnürung des Korsetts nicht zerschneide," meinte er und zog bereits mit seiner Linken den Kriegsdolch von seinem Waffengurt. Mit einem Satz wandte er sich herum, da er nicht gerne gepackt wurde. Zum Glück des Mannes, war dieser schon nicht mehr in unmittelbarer Nähe, sondern schon bei Daphne. Danach drang er an dem Mann vorbei, sich zur Frau bewegend, blickte finster und energisch mit dem Dolch gestikulierend. "Ich werde sie retten. Ich werde sie retten," faselte er, wie im Rausch, während sich seine Augen weiteten. "Weg von ihr," befahl er und machte klar, dass er den Mann töten würde, da er diesen bereits mit Spitze des Dolchs nervös tippend an der Schulter berührte. Es war egal, dass er ihr helfen wollte. Das Schicksal dürfte sie nicht von ihm nehmen. Nicht nach ihrem Geschenk. Nicht nach ihrem Gesang. Belisarius gestikulierte weiter mit dem Dolch, drohte fast damit und es war klar, dass er bei der nächsten Bewegung die Frau oder den Mann erstechen konnte. Er würde es tun. "Lasst mich!" - schrie er mit gedämpfter Stimme, da diese bereits versagte, wie seine sonstige Vernunft. Schnell kniete er sich herab, packte Daphne hektisch und durchtrennte mit einer militärisch geübten Bewegung die Schnürungen, so dass das Korsett gelöst war und so hoffte er, sie wieder atmen konnte. Nervös erhob er sich von ihr, um die Gefahr der beiden Personen einzuschätzen, sich wehren zu können. Den Kriegsdolch behielt er dieses mal ruhiger in der Hand und er hatte seine Ziele erfasst. Er stellte sich bereits vor, was er tun musste, um diese schnell zu beseitigen. Niemand würde ihn heute noch angreifen. Er würde diese junge Frau, seine Sängerin, beschützen, die ein Leben verdient hatte, als jeder andere. "Atme!" - sprach er fürsorglich in Daphnes Richtung."Wirt, du wirst zehn Goldstücke erhalten, wenn du mir hilfst, diese Frau zu meinem Pferd zu bringen. Sie braucht eine Heilerin. Danach wirst du das hier vergessen und jeder Anwesende, der mir hilft, erhält ein Silberstück, wenn er mir diese beide Leute vom Hals hält," rief er lautstark, so dass es jeder hören konnte. Ja, er würde sie retten. Wirklich retten. Er kannte genug Leute, die helfen konnten. Belisarius war nicht klar, dass er Daphne entführen wollte. "Wir müssen ihr helfen. Ich bezahle," rief er ergänzend und war sich sicher, dass Geld genug Leute bewegen würde und noch dazu ging es hier ja um etwas Gutes (aus seiner Perspektive): die Rettung einer bewusstlosen Frau. Belisarius konnte gar nicht verstehen, was er tat.
