24-03-2024, 20:30 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25-03-2024, 06:13 von Charles Stafford.)
Diese ganze Feier war eigentlich nicht notwendig. Nicht für Charles jedenfalls. Natürlich wurde sein Geburtstag nachgefeiert und das sollte etwas Schönes sein. Doch während sie hier drinnen feierten, tobte draußen bei den Bewohnern der Stadt ein Sturm der Gefühle. Charles hatte die letzten Tage einiges beobachtet. Verzweiflung, Angst, Unsicherheit. So viele verschiedene Dinge mit denen die Menschen hier konfrontiert waren und es ging ihnen nicht gut. Wie auch wenn ihre Stadt gerade eingenommen wurde? Doch dieses Beisammensitzen beruhigte zumindest ein paar seiner Männer. Schließlich hatten sie auch einiges miterlebt die letzten Wochen. Innerhalb seiner Reihen konnte er so für einen Moment der Ruhe sorgen. Wenn auch nur im kleinen Kreise. Charles saß hier mit der Familie Fielding und versuchte gedanklich bei ihnen zu sein und der Höflichkeit halber hörte er sich alle Belange der Familie an. Dabei wollte er nichts mehr als endlich nachhause. Ein paar der Töchter von Alastair versuchten scheinbar ihn zu unterhalten und die generelle Stimmung war...erheiternd. Immer wieder gab es Momente die ihn vom Denken ablenkten.
Die ganzen letzten Tage und Wochen hatte er ziemlich schlecht geschlafen und das legte sich auf sein Gemüt. Nicht nur weil sie nicht sonderlich bequem lagen, sondern vielmehr weil sein Kopf zu explodieren schien. So viele Gedanken kreisen in seinem Kopf herum und er versuchte sie zu ordnen. Ihm war noch keine Reaktion von Augusto bekannt und das bereitete ihm Sorgen. Gewiss wäre es für ihn erträglicher gewesen wenn jemand aus seiner Familie hier wäre, aber dieses Risiko würde er ganz sicher nicht eingehen. Auf gar keinen Fall. Eine der Fieldingtöchter wandte sich an ihn und stellte eine Frage, die sie auch sogleich beantwortete. Die Frauen kicherten und so schön es sich auch anhören konnte, so anstrengend war es für den König. Dennoch lächelte er leicht und nickte.
"Sehr erheiternd", äußerte er dann und sah Alastair an als jener das Wort an ihn richtete. Jetzt wurde ihm auch noch sein Glas gefüllt.
Die ganze Zeit schon kämpfte er mit sich nicht einfach nur Wasser zu verlangen. Eigentlich war er froh gewesen dass sein Glas leer war. Ihm war schlecht denn er konnte diesmal nicht einfach ablehnen. Also hatte er schon ein Glas getrunken. Allerdings bat er zusätzlich um Tee oder um irgendetwas Ähnliches um das alles zurückzudrängen. Ohne all zu viel Zeit verstreichen zu lassen, antwortete er dem neuen Fürsten.
"Es freut mich zu hören dass es eurer Familie hier gut ergeht. Immerhin wird das hier euer neues Heim sein. Gebt euren Kindern ein bisschen Zeit um sich hier vollkommen einzuleben. Der Umzug in eine neue Stadt ist gewiss nicht einfach."
Sein Zustand verbesserte sich nicht denn ihm war immer noch übel, aber das würde sich hoffentlich gleich legen. Um sich nichts anmerken zu lassen lächelte er immer wieder leicht und dann entschuldigte sich der junge Fielding bei ihm. Mit einer Handbewegung erlaubte er dem Jungen aufzustehen und sah ihm nach.
Eigentlich keine schlechte Gelegenheit für ihn um sich der Feier ebenfalls für eine Weile zu entsagen. Also wandte er sich nun an den Fürsten.
"Ihr entschuldigt auch mich für einen Moment? Ich werde mich kurz zurückziehen um eine Angelegenheit zu klären", bat er dann und erhob sich. Allerdings erwähnte er nicht worum genau es ging. Dazu stand er nicht in der Pflicht. Jedoch bat er darum dass der Nachtisch eingenommen werden sollte sobald er da war. Dann trat er nach draußen und ebenfalls zum Balkon. Denn er wollte nach Jasper Fielding sehen. Irgendetwas schien den Jungen zu belasten und er wollte herausfinden was es war. Charles hatte schon den ganzen Abend gemerkt dass etwas mit ihm nicht stimmte. Es interessierte ihn. Also trat er ebenfalls auf den Balkon und blieb unweit von ihm stehen.
"Die Stadt wirkt gerade so unberührt. Als wäre nicht vor kurzem eine Armee hier eingefallen und hätte alles auf den Kopf gestellt", fing er dann auch schon an und hatte hinunter gesehen.
Auch wenn es ruhig und normal aussah, hinterließ es bei Charles einen bitteren Nachgeschmack. Der Schein täuschte, das wusste er. Früher oder später würde etwas passieren. Ob Augusto nun dabei seine Finger im Spiel hatte oder ob es zu Aufständen innerhalb der Bevölkerung kam, war nicht vorauszusehen.
"Es sieht ganz danach aus als würden wir beide den Wein nicht vertragen oder ist es etwas anderes?", wollte er dann wissen und sah zu Jasper. Musterte ihn für einen Moment und wartete auf Antwort. Natürlich lag es nicht nur am Wein. Bei ihnen beiden nicht. Diese Feier war für sie beide kein Grund zur Freude und sie waren beide doch nicht wirklich bei der Sache wenn sie ehrlich waren.
Die ganzen letzten Tage und Wochen hatte er ziemlich schlecht geschlafen und das legte sich auf sein Gemüt. Nicht nur weil sie nicht sonderlich bequem lagen, sondern vielmehr weil sein Kopf zu explodieren schien. So viele Gedanken kreisen in seinem Kopf herum und er versuchte sie zu ordnen. Ihm war noch keine Reaktion von Augusto bekannt und das bereitete ihm Sorgen. Gewiss wäre es für ihn erträglicher gewesen wenn jemand aus seiner Familie hier wäre, aber dieses Risiko würde er ganz sicher nicht eingehen. Auf gar keinen Fall. Eine der Fieldingtöchter wandte sich an ihn und stellte eine Frage, die sie auch sogleich beantwortete. Die Frauen kicherten und so schön es sich auch anhören konnte, so anstrengend war es für den König. Dennoch lächelte er leicht und nickte.
"Sehr erheiternd", äußerte er dann und sah Alastair an als jener das Wort an ihn richtete. Jetzt wurde ihm auch noch sein Glas gefüllt.
Die ganze Zeit schon kämpfte er mit sich nicht einfach nur Wasser zu verlangen. Eigentlich war er froh gewesen dass sein Glas leer war. Ihm war schlecht denn er konnte diesmal nicht einfach ablehnen. Also hatte er schon ein Glas getrunken. Allerdings bat er zusätzlich um Tee oder um irgendetwas Ähnliches um das alles zurückzudrängen. Ohne all zu viel Zeit verstreichen zu lassen, antwortete er dem neuen Fürsten.
"Es freut mich zu hören dass es eurer Familie hier gut ergeht. Immerhin wird das hier euer neues Heim sein. Gebt euren Kindern ein bisschen Zeit um sich hier vollkommen einzuleben. Der Umzug in eine neue Stadt ist gewiss nicht einfach."
Sein Zustand verbesserte sich nicht denn ihm war immer noch übel, aber das würde sich hoffentlich gleich legen. Um sich nichts anmerken zu lassen lächelte er immer wieder leicht und dann entschuldigte sich der junge Fielding bei ihm. Mit einer Handbewegung erlaubte er dem Jungen aufzustehen und sah ihm nach.
Eigentlich keine schlechte Gelegenheit für ihn um sich der Feier ebenfalls für eine Weile zu entsagen. Also wandte er sich nun an den Fürsten.
"Ihr entschuldigt auch mich für einen Moment? Ich werde mich kurz zurückziehen um eine Angelegenheit zu klären", bat er dann und erhob sich. Allerdings erwähnte er nicht worum genau es ging. Dazu stand er nicht in der Pflicht. Jedoch bat er darum dass der Nachtisch eingenommen werden sollte sobald er da war. Dann trat er nach draußen und ebenfalls zum Balkon. Denn er wollte nach Jasper Fielding sehen. Irgendetwas schien den Jungen zu belasten und er wollte herausfinden was es war. Charles hatte schon den ganzen Abend gemerkt dass etwas mit ihm nicht stimmte. Es interessierte ihn. Also trat er ebenfalls auf den Balkon und blieb unweit von ihm stehen.
"Die Stadt wirkt gerade so unberührt. Als wäre nicht vor kurzem eine Armee hier eingefallen und hätte alles auf den Kopf gestellt", fing er dann auch schon an und hatte hinunter gesehen.
Auch wenn es ruhig und normal aussah, hinterließ es bei Charles einen bitteren Nachgeschmack. Der Schein täuschte, das wusste er. Früher oder später würde etwas passieren. Ob Augusto nun dabei seine Finger im Spiel hatte oder ob es zu Aufständen innerhalb der Bevölkerung kam, war nicht vorauszusehen.
"Es sieht ganz danach aus als würden wir beide den Wein nicht vertragen oder ist es etwas anderes?", wollte er dann wissen und sah zu Jasper. Musterte ihn für einen Moment und wartete auf Antwort. Natürlich lag es nicht nur am Wein. Bei ihnen beiden nicht. Diese Feier war für sie beide kein Grund zur Freude und sie waren beide doch nicht wirklich bei der Sache wenn sie ehrlich waren.
