28-03-2024, 21:04 - Wörter:
Der Großteil der Anwesenden war fast hypnotisiert, als Belisarius seine Geldkatze zückte und anfing, irgendwelche Münzen abzuzählen. Er versicherte außerdem, dass jeder seine Bezahlung erhalten würde. Dies minderte den Widerstand einiger weniger, und bestätigte die große Masse, die auch vorher schon bereit gewesen war, den Condottiere zu unterstützen. Manch einer griff nun beherzt nach den anderen Gauklern. Nicht unbedingt, weil diese tatsächlich eine Gefahr darstellten, sondern weil sie sich natürlich erhofften, gesehen und bezahlt zu werden. Und so konnten Iakovos mit Daphne auf dem Arm, zwei weitere Männer, die ihn bei seiner Tragearbeit durch Türaufhalten und Aufpassen unterstützen, aus der Taverne gelangen. "Hört auf, das könnt ihr doch nicht machen!", sagte einer der jüngeren Gaukler, der vollkommen außer sich war. Daphne war zwar nicht grade ein beliebtes Mitglied der Truppe gewesen, aber es kam ihm natürlich nicht richtig vor, dass ein Wildfremder sie gegen Bezahlung einfach mitnahm.
Drakore hielt eingeschüchtert den Mund, als Belisarius sich ihm wieder näherte. Irgendwie... erwartete er immer noch, von dem Hünen verprügelt zu werden - oder Schlimmeres. Und da zwei Kerle ihn festhielten, war weglaufen aktuell keine Option. Als Belisarius sein Angebot platziert hatte, war Drakore natürlich durchaus ebenfalls verlockt. Normalerweise wäre er davon ausgegangen, für viel Gold so ziemlich alles zu machen. Doch er glaubte, bald gar keine Gauklertruppe mehr zu haben, wenn er einmal einen seiner Leute an einen Verrückten verkaufte. Und was wäre er dann? Nein.. er musste heute auf das Gold verzichten, um morgen neues verdienen zu können. Grimmig betrachtete er daher den Condottiere. "Ich werd' die Wachen informieren. Damit kommt Ihr nicht durch! Menschen kann man hier nicht kaufen!", gab Drakore sich - zu seiner eigenen Überraschung - als Hüter von Recht und Ordnung. Einfach nur, um seinem Gegenüber widersprochen zu haben! Aber er wusste, dass er unter genauer Beobachtung von Jammerspecht und Siebenstern stand - die es sicherlich brühwarm auch Tausendmesser erzählen würden. Und wenn sie davon erfuhr.. konnte er nachts auch nicht mehr ruhig schlafen.
Nachdem Iakovos und die zwei anderen draußen angekommen waren, wo die Luft vergleichsweise so viel angenehmer war, als drinnen, überlegten sie kurz, was weiter zu tun war. "Öffne das Tor da; da steht unser Karren drin. Und dann hilf mir, schnell anzuspannen..." Gesagt, getan. Einer der zwei Kerle schob das Tor auf und dahinter stand ein Wagen, mit dem sie üblicherweise wohl Waren hin und her transportierten. Auf die Ladefläche legten sie die bewusstlose Sängerin mitsamt ihrem bunten Korsett, das einer von beiden mitgenommen hatte. Und dann fingen sie an, den Karren zu dritt aus dem Schuppen des Wirts hervorzuziehen. Der Condottiere würde damit sicherlich zufrieden sein.
Nachdem sie den Wagen in den Hof geschoben hatten, holten sie den alten Gaul des Wirts aus dem Stall und spannten diesen schonmal vorne an. Tja, jetzt warteten sie eigentlich nur noch auf den Mann, der sie bezahlen würde.
Als Daphne die Augen langsam öffnete, fühlte sie sich zunächst durch Lichtblitze wie geblendet. Dann ließen die bunten Lichter aber auch schon nach und sie blinzelte hoch in den Sternenhimmel, der friedlich und still über ihr hing. Doch sie fühlte sich immer noch benommen, fast schwindelig, obwohl die kühle Luft das Atmen noch zusätzlich zu erleichtern schien. Schwach hob sie die Arme an und legte sich die Hände schützend übers Gesicht. Sie wusste noch nicht, wo sie war, nahm aber entfernt laute Stimmen und Unruhen wahr, während um sie herum geschäftig gearbeitet und ein Gaul angespannt wurde.
Drakore hielt eingeschüchtert den Mund, als Belisarius sich ihm wieder näherte. Irgendwie... erwartete er immer noch, von dem Hünen verprügelt zu werden - oder Schlimmeres. Und da zwei Kerle ihn festhielten, war weglaufen aktuell keine Option. Als Belisarius sein Angebot platziert hatte, war Drakore natürlich durchaus ebenfalls verlockt. Normalerweise wäre er davon ausgegangen, für viel Gold so ziemlich alles zu machen. Doch er glaubte, bald gar keine Gauklertruppe mehr zu haben, wenn er einmal einen seiner Leute an einen Verrückten verkaufte. Und was wäre er dann? Nein.. er musste heute auf das Gold verzichten, um morgen neues verdienen zu können. Grimmig betrachtete er daher den Condottiere. "Ich werd' die Wachen informieren. Damit kommt Ihr nicht durch! Menschen kann man hier nicht kaufen!", gab Drakore sich - zu seiner eigenen Überraschung - als Hüter von Recht und Ordnung. Einfach nur, um seinem Gegenüber widersprochen zu haben! Aber er wusste, dass er unter genauer Beobachtung von Jammerspecht und Siebenstern stand - die es sicherlich brühwarm auch Tausendmesser erzählen würden. Und wenn sie davon erfuhr.. konnte er nachts auch nicht mehr ruhig schlafen.
Nachdem Iakovos und die zwei anderen draußen angekommen waren, wo die Luft vergleichsweise so viel angenehmer war, als drinnen, überlegten sie kurz, was weiter zu tun war. "Öffne das Tor da; da steht unser Karren drin. Und dann hilf mir, schnell anzuspannen..." Gesagt, getan. Einer der zwei Kerle schob das Tor auf und dahinter stand ein Wagen, mit dem sie üblicherweise wohl Waren hin und her transportierten. Auf die Ladefläche legten sie die bewusstlose Sängerin mitsamt ihrem bunten Korsett, das einer von beiden mitgenommen hatte. Und dann fingen sie an, den Karren zu dritt aus dem Schuppen des Wirts hervorzuziehen. Der Condottiere würde damit sicherlich zufrieden sein.
Nachdem sie den Wagen in den Hof geschoben hatten, holten sie den alten Gaul des Wirts aus dem Stall und spannten diesen schonmal vorne an. Tja, jetzt warteten sie eigentlich nur noch auf den Mann, der sie bezahlen würde.
Als Daphne die Augen langsam öffnete, fühlte sie sich zunächst durch Lichtblitze wie geblendet. Dann ließen die bunten Lichter aber auch schon nach und sie blinzelte hoch in den Sternenhimmel, der friedlich und still über ihr hing. Doch sie fühlte sich immer noch benommen, fast schwindelig, obwohl die kühle Luft das Atmen noch zusätzlich zu erleichtern schien. Schwach hob sie die Arme an und legte sich die Hände schützend übers Gesicht. Sie wusste noch nicht, wo sie war, nahm aber entfernt laute Stimmen und Unruhen wahr, während um sie herum geschäftig gearbeitet und ein Gaul angespannt wurde.
