01-04-2024, 19:52 - Wörter:
"Und wir werden sie schöner und heller erstrahlen lassen, als Familie Trakas das jemals vermocht hätte!", fügte Alastair Fielding noch hinzu, nachdem der König gesprochen hatte. Metlieferungen waren zwar ein kleines Problem, doch sie waren definitiv ein Problem. Doch ansonsten stimmte der neue Fürst natürlich mit dem König überein. Die Menschen hier mussten Vertrauen fassen - etwas, das dem alten Fielding nicht sonderlich im Blut lag. Nicht einmal all seine Familienmitglieder schienen ihm manchmal vollkommen loyal. Nagut, seine Töchter hatten keine andere Wahl, denn er war nunmal ihr Vater und Vormund und konnte komplett über sie verfügen. Doch Jasper schien in dieser Familie definitiv ein Außenseiter zu sein. Vermutlich lag es daran, dass er seine gesamte Jugend nicht daheim verbracht hatte. Er hatte unter Männern seines Alters gelebt und gelernt und ritterliche Tugenden mit auf den Weg bekommen. Doch in seiner Familie schienen diese nicht allzu viel zu zählen.
Der König bedeutete ihm, dass heute Abend kein höfisches Gebuckel mehr nötig sei und Jasper nahm wieder Platz, nachdem der König es ihm angeboten hatte. Doch er nahm in der Form Platz, dass Charles sich durchaus daneben setzen konnte, so er denn wollte. Sie würden dann immer noch in einem angemessenen Abstand zueinander sitzen können.
Der König ermahnte ihn, nicht das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Genau das war es ja, was Jasper so umtrieb: dass er seine Zeit mit Feiern und unnötigem Geplänkel verbringen sollte, anstatt sich um die wichtigen Dinge zu kümmern. Es war ihm ein Anliegen, dort unten zu sein - gerne auch mit den einfachen Menschen, die jemand Nahbaren brauchten, an dem sie sich gedanklich festhalten konnten. Als Sohn des neuen Fürsten gehörte es auch zu Jaspers Aufgaben, sich die Probleme und Sorgen der Menschen anzuhören. Und er war sich sicher - über mangelnden Met würde sich keiner der ihren beschweren. Doch er konnte dem König gegenüber auch nicht einfach sagen, dass er seinen Vater gerade im Moment verachtete. Auch er tat nur, was er für richtig hielt und hatte komplett andere Vorgehensweisen in solchen Dingen.
König Charles teilte ihm mit, dass alles bisher Geschehne erst der Anfang war und Jasper hörte ruhig zu. Er hatte keine Angst vor dem Krieg, nicht für sich selbst. "Genau das ist auch mein Wunsch, Majestät. Einfach nur Diener der Menschen zu sein, ihnen Hoffnung zu geben und sie bis in den Tod zu beschützen. Natürlich wäre es auch mir lieber, wenn es nicht soweit kommen würde... doch ich kann mir nicht vorstellen, dass der Großkönig unsere Taten ohne Konsequenzen hinnehmen wird. Ja... vermutlich ist das alles erst der Anfang. Und genau deshalb will ich dort unten sein - ich will die Stadtmauer bis auf den letzten Stein kennen, jedes Schlupfloch, das noch gestopft werden muss. Und ich will jeden Mann überzeugen, für diese Stadt und für Walleydor einzutreten."
Vielleicht war Jasper einfach noch zu jung, zu pathetisch, zu idealistisch. Doch er war auch diszipliniert und reflektiert. Aufrichtig und ehrenvoll. Er musste seinen König kein bisschen anlügen, denn er sah die Dinge genau so, wie er sie meinte. "Nur... ich möchte Euch nicht zu nahe treten, mein König..." Er machte eine Pause und senkte den Blick. "Diese Feier kommt mir so anmaßend vor. So unpassend. Was müssen die Menschen denken, die hier leben? Die Nahrungsversorgung muss erst langsam anlaufen. Und wir feiern auf Kosten anderer, die den Tod fanden." Vermutlich konnte Charles nur erahnen, wie sehr Jasper der Triumphzug angewidert hatte, mit dem seine Familie in die Stadt eingezogen war.
Der König bedeutete ihm, dass heute Abend kein höfisches Gebuckel mehr nötig sei und Jasper nahm wieder Platz, nachdem der König es ihm angeboten hatte. Doch er nahm in der Form Platz, dass Charles sich durchaus daneben setzen konnte, so er denn wollte. Sie würden dann immer noch in einem angemessenen Abstand zueinander sitzen können.
Der König ermahnte ihn, nicht das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Genau das war es ja, was Jasper so umtrieb: dass er seine Zeit mit Feiern und unnötigem Geplänkel verbringen sollte, anstatt sich um die wichtigen Dinge zu kümmern. Es war ihm ein Anliegen, dort unten zu sein - gerne auch mit den einfachen Menschen, die jemand Nahbaren brauchten, an dem sie sich gedanklich festhalten konnten. Als Sohn des neuen Fürsten gehörte es auch zu Jaspers Aufgaben, sich die Probleme und Sorgen der Menschen anzuhören. Und er war sich sicher - über mangelnden Met würde sich keiner der ihren beschweren. Doch er konnte dem König gegenüber auch nicht einfach sagen, dass er seinen Vater gerade im Moment verachtete. Auch er tat nur, was er für richtig hielt und hatte komplett andere Vorgehensweisen in solchen Dingen.
König Charles teilte ihm mit, dass alles bisher Geschehne erst der Anfang war und Jasper hörte ruhig zu. Er hatte keine Angst vor dem Krieg, nicht für sich selbst. "Genau das ist auch mein Wunsch, Majestät. Einfach nur Diener der Menschen zu sein, ihnen Hoffnung zu geben und sie bis in den Tod zu beschützen. Natürlich wäre es auch mir lieber, wenn es nicht soweit kommen würde... doch ich kann mir nicht vorstellen, dass der Großkönig unsere Taten ohne Konsequenzen hinnehmen wird. Ja... vermutlich ist das alles erst der Anfang. Und genau deshalb will ich dort unten sein - ich will die Stadtmauer bis auf den letzten Stein kennen, jedes Schlupfloch, das noch gestopft werden muss. Und ich will jeden Mann überzeugen, für diese Stadt und für Walleydor einzutreten."
Vielleicht war Jasper einfach noch zu jung, zu pathetisch, zu idealistisch. Doch er war auch diszipliniert und reflektiert. Aufrichtig und ehrenvoll. Er musste seinen König kein bisschen anlügen, denn er sah die Dinge genau so, wie er sie meinte. "Nur... ich möchte Euch nicht zu nahe treten, mein König..." Er machte eine Pause und senkte den Blick. "Diese Feier kommt mir so anmaßend vor. So unpassend. Was müssen die Menschen denken, die hier leben? Die Nahrungsversorgung muss erst langsam anlaufen. Und wir feiern auf Kosten anderer, die den Tod fanden." Vermutlich konnte Charles nur erahnen, wie sehr Jasper der Triumphzug angewidert hatte, mit dem seine Familie in die Stadt eingezogen war.
